Kevins Zeit läuft ab

Morgen ist der Tag der Organspende. Serviceplan Health & Life zeigt für die Initiative „Fürs Leben“ der Deutschen Stiftung Organtransplantation mit einer Sanduhr, wie Kevins Lebenszeit abläuft. Kevin wartet auf ein Spenderorgan.

Life Time Clock in Stuttgart

Die Life Time Clock veranschaulicht derzeit in Stuttgart, wie Lebenssekunden in Form von rotem Sand herabrieseln und zeigt am persönlichen Beispiel von Kevin, was 11.000 Patienten in Deutschland aktuell benötigen: ein Spenderorgan.

Dieser Spot gefährdet die Volkswirtschaft!

Es soll ja Studien geben, die das Rauchen propagieren, denn immerhin sterben dadurch die Menschen früher - und das sei auch gut so, schließlich hätten diese Menschen lange in die Sozialversicherungskasen eingezahlt, würden aber nicht in den Genuss derer Leistungen kommen, weil sie eben den Genuss von Nikotin, Teer, Blausäure etc. vorgezogen haben. Außerdem ist die Tabaksteuer eine 1a-Einnahmequelle für den Staat, so dass er durch den Lungenteer z. B. den Straßenteer finanzieren kann.

Aber diese Sicht der Dinge klingt zu sehr nach FDP (richtig, aber irgendwie "neee"). Deshalb tut man auch seitens der Politik so, als sei Rauchen pfui und schlecht, obwohl sie neben der entsprechenden Industrie(n) die einzigen sind, die davon profitieren - und überlegt sich Maßnahmen, das Rauchen unattraktiver zu machen, z.B. durch die Anbringung von Schockbilder, die wenig in dem Sinne bringen wird, dafür die im weitesten Sinne Verpackungsindustrie fördert. (Okay, sie könnte es, wie z. B. in Bhutan komplett, verbieten, aber dann: Loch nicht nur auf den Straßen, sondern auch im Staatshaushalt.)

Und weil es zu allem Studien gibt, gibt es auch welche zu "Nicht rauchen". Zum Beispiel hat man dabei herausgefunden, dass derartige Verbotsschilder die Lust aufs Rauchen erhöhen, also im Sinne der Intention kontraproduktiv sind (es sei denn, diese Schilder sind eine sehr sublime Marketingaktion des Bundesfinanzministeriums, von der nicht einmal das Bundesgesundheitsministeriums was wissen darf), muss man sich schon was Besseres einfallen lassen.

Aus Sicht eines kaltherzigen Volkswirtschaftlers muss man sagen: den Thailändern ist das mit dem Spot gelungen.
Aus Sicht des warmherzigen Marketingmannes muss man sagen: Großartig.


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Peta: Stay Fresh and Firm

Lürzer's Archive Spot der Woche 2012/47: PETA 'Stay Fresh and Firm'

Anlässlich des Weltvegantags zeigt PETA auf, welch großartige Nebenwirkung der Verzehr von Obst und Gemüse mit sich bringt.



PetaKunde: PETA
Agentur: Fallon, London
Creative Direction: Sam Hibbard, Dan Watts
Art Direction: Manu Diaz, Gonza Delgado
Copywriter: Manu Diaz, Gonza Delgado
Produktion: Stink, London
Regie: Sam Peacocke




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Zum Weltvegantag: Werbung fürs Gemüse

Heute ist nicht nur Allerheiligen. Heute ist Weltvegantag.

Und da wir selbst für die abstrusesten Ideen immer ein offenes Ohr und, wo wir gerade so anatomisch unterwegs sind, auch ein Herz für Außenseiter haben, haben wir eine kleine Gemüseplatte für Sie angerichtet. Vielleicht kommen Sie ja auf den Geschmack.

Mit Sicherheit wird Ihnen das so manches Schwein und so manches Rindvieh danken.

Guten Appetit.

Heute ist WeltvegantagVegetables are all your body needs Printkampagne für die International Vegetarian Union von JWT Kuwait aus 2009

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Was geht da? Barfußschuhe?

Barfuss ohne Schuhe

In der wahren wie in der Warenwelt scheint es nichts zu geben, was es nicht gibt. Und leider gibt es viel schlechte Werbung, die einen glauben lässt, man brauche das. Diese Werbung brauche ich nicht. Und manchmal brauche ich überhaupt Abstand von Werbung und deshalb höre ich im Auto nur Deutschlandradio. Keine Werbung – dachte ich mir. Doch dann gab es den „Verbrauchertipp: Barfußschuhe“.

Barfußschuhe? Wie bitte? Gibt es auch Nacktkleider? Glatzhaare? Bestimmt. Ich habe mich nicht mehr eingekriegt vor Lachen und nun ein Auto mit einer kleinen Delle rechts vorne. Irgendwie hat bestimmt irgendwer irgendwo eine Idee dazu, die mit Sicherheit irgendeinen nicht nur begeistern soll, sondern auch tatsächlich begeistert.

Ich habe nachgeschaut. Heute ist Tag-Nacht-Gleiche, nicht der 1. April. Barfußschuhe gibt es. Wirklich. Und sie sehen sogar so gar nicht barfuß aus.

Aber wozu Barfußschuhe tragen, wenn man barfuß gehen will? Nimmt die soziale Asepsis jetzt noch schlimmere Formen an? Ich bin verwirrt. Sind meine Füße nicht gut genug zum Gehen?

Im Gegenteil, sagt mir eine Männerstimme, die einem Orthopäden zugewiesen wird. Bisheriges Schuhwerk hätte es entfremdet. Er rate Anfängern (wovon?), Barfußschuhe nur einige Stunden am Tag zu tragen. Dann zählte er diverse Vorteile auf. In Erinnerung blieben mir nur die Nachteile. Für den Sport wären sie nichts. Das wäre alles. Nicht sehr beruhigend für mich, ist doch Sport schon nichts für mich.

Und eine Verkäuferin sagte, dass eine Kunden schon einige Zeit bräuchten, diese Schuhe anzuziehen. Ich glaube, von „20 Minuten“ war die Rede, weil es doch kompliziert sei, jeden Zeh einzeln in sein dafür vorgesehenes Plätzchen zu führen. Zack. Delle.

(Nun, kurz nachgedacht: Wer Kinder hat, kennt das Problem beim Umstieg vom Fäustling zum Wollhandschuh. Aber bei den Zehen ???)

So langsam fand ich dann Gefallen an den Dingern. Bedeuten Sie ein Ende des Testosteronkillers „Kannst du dir bitte draußen die Schuhe ausziehen?“, während man gerade einen riesenkürbisgroßen Strauß Blumen der Dame überreicht hat, die einen zum Abendessen beim Kerzenschein eingeladen hat.

Dann, ja, spätestens dann würde ich mir das auch mal überlegen. Aber warum sonst? Naja, die orthopädische Stimme wusste es.

Ich weiß nur eins: Zum Glück gibt es Barfußschuhe erst heute. Hätte es die schon vor Jahrzehnten gegeben, Deutschland wäre mit Sicherheit um einen Schlager ärmer. Auf geht’s, Jürgen ...



Sollte einer bestätigen können, dass es Glatzhaare gibt, hätte ich gerne gewusst, wo man, nein: nicht sein Toupet, sondern seine Staatsbürgerschaft ablegen kann. Barfußschuhe. Ich hoffe, die Delle lässt sich einfach ausbeulen. Sonst muss ich wieder tagelang zu Fuß unterwegs sein und dann fang ich doch noch zu überlegen, mir „nur so aus Scheiß mal“ n Paar Barfußschuhe zuzulegen.



Nachricht des Tages




Steve Jobs nimmt eine Auszeit
wegen Krankheit.

Twitter rast.

Die Aktie leidet.

Bild

Schwanz raus

Heute ist ja Welt-AIDS-Tag und auf einmal ist alles erlaubt. Ging es gestern noch darum, die Jugend zu schützen, will man das heute natürlich auch.
Aber bei allem guten Willen (man möchte diesen Schutz spielerisch kommunizieren, was ja an sich nicht schlecht ist): Die Mechanik erinnert doch sehr an Chatroulette, einem Portal, welches von zahlreichen Männern genutzt wird, die gerne blank ziehen, und man greift zudem für den Spieltitel auf eine Fremdsprache zurück.



Warum? Das mutet doch schon sehr sehr befremdlich und bedenklich an: Da will man aufklären, tut dies aber auf Englisch. (Hm, was wäre gewesen, wenn Luther seine Thesen auf Latein verfasst hätte? Kant seine Werke auf Altgriechisch?) Warum? Damit es "in" erscheint oder "awesome". Oder liegt es einfach wieder mal nur daran, dass man lieber vulgär als kreativ sein wollte? Die Übersetzung (s. o.) hätte man wohl nicht so einfach durchgekriegt. (Ich sach bloß: Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV).

Und schlussletztendlich ist das Ziel des Spiels auch nicht die Aufklärung (womit wir wieder bei Kant wären), sondern der Abverkauf (jetzt sind wir im Drogeriemarkt Ihrer Wahl), denn um an "Schwanz raus" teilnehmen zu können, muss man ein Kondom kaufen. Oder basteln (PDF downloaden, ausschneiden, aufkleben und und und). Womit die gesamte Mechanik leider etwas sehr Kontraproduktives kommuniziert: Kondome sind kompliziert. Und wer mit Ihnen zum Zuge kommen will, braucht Geld und Nerven.

Angst vor Spinnen?

Nicht?
Sollten Sie aber.



Bartle Bogle Hegarty für Mentos

Schützen Bananen vor AIDS?

Wie geil ist das denn?

Wie das Journal of Biological Chemistry berichtet, besitzen Bananen einen Wirkstoff, der vor dem Ausbruch von AIDS schützt.

In Labortests habe sich ein Lektin aus Bananen so wirkungsvoll wie zwei Anti-AIDS-Medikamente gezeigt.

Zu meiner großen Überraschung war das aber kein Aufmacher in deutschen Zeitungen, obwohl ich es gestern schon im Deutschlandfunk hörte. Immerhin war es aber Yahoo UK eine Nachricht wert und selbstverständlich der auf Afrika spezialisierten Nachrichtenagentur afrol.

Ewige Liebe

Es ist ja nicht das erste Mal, dass die Michael-Stich-Stiftung mit einer Anti-AIDS-Kampagne auf viel Resonanz (aber wenig Gegenliebe) stößt. Diesmal wird das Urteil wohl nicht ganz so krass ausfallen, auch wenn die Bild natürlich ihr Bestes dafür tut, auch wenn sie dabei natürlich nur den Deckmantel der Empörung ("Neue Schockkampagne") nutzt, um PR zu betreiben. Aber das ist ja nicht neu - und diesmal wenigstens für eine gute Sache.

Leider werden die Plakate erst nach Fasching in aller Öffentlichkeit zu sehen sein. n bissi spät, vielleicht. naja, bei uns jetzt:



Agentur (wie übrigens auch die des Beate-Uhse-Spots): Kempertrautmann


Geballte Kompetenz

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