Freitag, 26. August 2011
12:03
Böse, böse Online-Wetten
Darf man Pornografie gut finden? Darf man sich fürs Rauchen aussprechen? Darf man Dumme als Dumme anprangern?

Es gibt so viele Themen auch jenseits der großen Politik, deren Thematisierung gewiefte PR-Berater sowie andere Medienexperten einem nur unter einer Suade von Konjunktiven an-, aber eigentlich einem eher strikt und vehement abraten würden.
Online-Wetten – was kommt einem da nicht alles in den Sinn: Spielmanipulation, Mafia, Schulden, Quoten, Verbrechen, Hinterhof, Halbwelt, herrlich.
Da macht wer sehr gut Anti-Werbung. Wer will denn mit so was was zu tun haben? Da lässt man dann lieber die Finger weg und greift auf „sauberes Glücksspiel“ zurück.
Das ist gut fürs Eigen-Image – und das scheint doch den meisten immer noch sehr wichtig zu sein. Wichtiger beispielsweise als gute Gewinnchancen.
Welcher Online-Wettanbieter würde überleben, wenn er als Top-Quote ca. 1:140.000.000 anbietet und dabei nicht einmal sagen kann, was der Einzelne im (höchst unwahrscheinlichen) Erfolgsfall in Summe gewinnt?
Der Staat kann das. Und er wäre ja doof, würde er es mit seinen Möglichkeiten zulassen, dass ihm einer da das Wasser = liquide Mittel abgräbt. Verhindern können wird er es auf lange Sicht nicht, wenn er sein System bewahren will.
Aber bis dahin kann man ja noch ein bisschen Anti-Werbung machen und dafür sorgen, dass die, die online wetten wollen, sich in die Halbwelt begeben müssen. Und die Chancen, dass sie da mit mehr Geld rauskommen, stehen so schlecht nicht. In der Halbwelt ist es ja wie überall: Es gibt solche und solche ?
Wetten?
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Darf man für Online-Wetten Werbung machen?

Es gibt so viele Themen auch jenseits der großen Politik, deren Thematisierung gewiefte PR-Berater sowie andere Medienexperten einem nur unter einer Suade von Konjunktiven an-, aber eigentlich einem eher strikt und vehement abraten würden.
Online-Wetten – was kommt einem da nicht alles in den Sinn: Spielmanipulation, Mafia, Schulden, Quoten, Verbrechen, Hinterhof, Halbwelt, herrlich.
Da macht wer sehr gut Anti-Werbung. Wer will denn mit so was was zu tun haben? Da lässt man dann lieber die Finger weg und greift auf „sauberes Glücksspiel“ zurück.
Das ist gut fürs Eigen-Image – und das scheint doch den meisten immer noch sehr wichtig zu sein. Wichtiger beispielsweise als gute Gewinnchancen.
Welcher Online-Wettanbieter würde überleben, wenn er als Top-Quote ca. 1:140.000.000 anbietet und dabei nicht einmal sagen kann, was der Einzelne im (höchst unwahrscheinlichen) Erfolgsfall in Summe gewinnt?
Der Staat kann das. Und er wäre ja doof, würde er es mit seinen Möglichkeiten zulassen, dass ihm einer da das Wasser = liquide Mittel abgräbt. Verhindern können wird er es auf lange Sicht nicht, wenn er sein System bewahren will.
Aber bis dahin kann man ja noch ein bisschen Anti-Werbung machen und dafür sorgen, dass die, die online wetten wollen, sich in die Halbwelt begeben müssen. Und die Chancen, dass sie da mit mehr Geld rauskommen, stehen so schlecht nicht. In der Halbwelt ist es ja wie überall: Es gibt solche und solche ?
Wetten?
Geschrieben von Heiko Walkenhorst in Kulturmarketing
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