Heilige der Gegenwart (I): Steve Jobs

Elvis Presley, John Lennon, Michael Jackson, meinetwegen auch Amy Winehouse oder gar Dirk Bach - alle einzigartige Künstler mit einer riesigen Fangemeinde. Und alle haben ihre Fans, die, von Letztgenanntem mal abgesehen, sich zumindest an deren Gedenktagen treffen und ihnen huldigen - in welcher Form auch immer.

Morgen jährt sich erstmalig der Todestag von Steve Jobs. Und natürlich bleibt auch da eine Huldigung nicht aus:

Wer des Französischen mächtig ist, für den mag dieser Artikel erhellend sein. Alle anderen können sich einfach nur an der Grafik ergötzen:



Wer jetzt in so richtig / schön / traurig / morbider Stimmung ist: In dem besagten Artikel findet man weitere Todesanzeigen, die man in seiner Lokalzeitung eher nicht sieht. Warum eigentlich nicht?

Prada, Polanski, Therapie

Roman Polanski inszenierte mit Helena Bonham Carter und Ben Kingsley einen WerbeFILM für Prada: A Therapy.

Polanski, Kingsley, Bonham Carter und ein Prada Mantel

Der Kurzfilm wurde im Rahmen der der Filmfestspiele in Cannes präsentiert.
Die Botschaft: Prada Suits Everyone
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Tag der deutschen Einheit

Klar, dass ich die Bildzeitung diesen Tag zur Selbstdarstellung nutzt. Überraschender-, aber auch angenehmerweise verfällt sie dabei nicht in die sogenannte Hasselhoff-Manie, sie habe mit ihrem Werk die Wiedervereinigung provoziert.

(Wäre ja auch schön doof, denn wäre sie ja auch mitverantwortlich für den "Soli" und überhaupt alle Kosten, die durch den Zusammenschluss der beiden Staaten enstanden sind, die zwischen 1,3 und 1,6 Billionen Euro liegen und jährlich um etwa 100 Milliarden Euro steigen (Quelle). Verglichen mit Hoyerswera sind die Hellenen ja gar nicht sooo ... aber das hier ja nicht Thema sein.)

Im Gegenteil. Die Bildzeitung passt sich dem Trend der Verwischung an. Und so wie die CDSU 2011 mit Atomausstieg, Abschaffung des Wehrdienstes und der Hauptschule (Zusammenhang?) aufwartet, was ja vor kurzem noch niemand für möglich hielt, erschien die Bildzeitung heute, am Tag der deutschen Einheit, mit gar nicht mal unkomischen Schlagzeilen aus dem Jahr 2031:









Sind die Konservativen jetzt auch noch die besseren Kabarettisten? Wie werden taz und Titanic reagieren?

Böse, böse Online-Wetten

Darf man Pornografie gut finden? Darf man sich fürs Rauchen aussprechen? Darf man Dumme als Dumme anprangern?

Darf man für Online-Wetten Werbung machen?



Online wetten

Es gibt so viele Themen auch jenseits der großen Politik, deren Thematisierung gewiefte PR-Berater sowie andere Medien- und Marketingexperten einem nur unter einer Suade von Konjunktiven an-, aber eigentlich einem eher strikt und vehement abraten würden.

Online-Wetten – was kommt einem da nicht alles in den Sinn: Spielmanipulation, Mafia, Schulden, Quoten, Verbrechen, Hinterhof, Halbwelt, herrlich.

Da macht wer sehr gut Anti-Werbung. Wer will denn mit so was was zu tun haben? Da lässt man dann lieber die Finger weg und greift auf „sauberes Glücksspiel“ zurück.

Das ist gut fürs Eigen-Image – und das scheint doch den meisten immer noch sehr wichtig zu sein. Wichtiger beispielsweise als gute Gewinnchancen.

Welcher Online-Wettanbieter würde überleben, wenn er als Top-Quote ca. 1:140.000.000 anbietet und dabei nicht einmal sagen kann, was der Einzelne im (höchst unwahrscheinlichen) Erfolgsfall in Summe gewinnt?

Der Staat kann das. Und er wäre ja doof, würde er es mit seinen Möglichkeiten zulassen, dass ihm einer da das Wasser = liquide Mittel abgräbt. Verhindern können wird er es auf lange Sicht nicht, wenn er sein System bewahren will.

Aber bis dahin kann man ja noch ein bisschen Anti-Werbung machen und dafür sorgen, dass die, die online wetten wollen, sich in die Halbwelt begeben müssen. Und die Chancen, dass sie da mit mehr Geld rauskommen, stehen so schlecht nicht. In der Halbwelt ist es ja wie überall: Es gibt solche und solche ?

Wetten?

Mut zur Wut

Heidelberg ist eine schöne Stadt, die sich gerne der Moderne verschließt, weil ihre Zukunft in der Vergangenheit liegt. Schloss, Universität, Romantik.

Natürlich ist das nicht die offizielle Lesart. Offiziell ist man auch hier inzwischen auf den Zug der "kreativen Klasse" gesprungen, wobei man den Begriff hier sehr weit fasst und dadurch gewährleistet, dass man sehr gut dasteht.

Klar sind auch Wissenschaftler kreativ - und Juristen sowieso, aber ist das so gemeint? Meist wird dieser Begriff der Kreativität, wenn er nicht gerade von Stadtverordneten passend definiert wird, mit Kunst und Kultur assoziiert - und damit mit Themen, auf die Heidelberg zwarviel hält, aber halt doch nur meist im Sinne der Alten Meister.

Eine schöne, ja wunderschöne Ausnahme stellt die Ausstellung "Mut zur Wut" dar. Zahlreiche Plakate zieren das Stadtbild. Eine wohltuende Abwechslung von den sonst üblichen Hinweisen auf House-, Independent-, Schulabschluss-, Studienanfangs-, Ü30-, Ü40- oder sonstige Motto-Parties, die sonst davon künden, dass in der stadt nichts los ist, aber davon reichlich.

Jetzt also prangen Plakate wie diese an den Straßenrändern und Bäumen:



Groß erklärt wird nichts. Das kann man schade finden oder auch gut, denn zumindest bei mir hat es funktioniert, dass ich mir die Mühe machte herauszufinden, was die Idee dieser Plakate ist. Dann ein bisschen googlen und schon (hö, hö) wird man fündig.

Auf der Website www.mutzurwut.de steht dann alles erklärt (und weitere Motive gibt es da auch).

Zugegeben etwas umständlich, aber so ist sie halt die Kunst bisweilen. Und ein wenig selbstverliebt und selbstüberschätzend allemal. Sind das wirklich, wie die Veranstalter vollmundig künden: "Plakate, die die Mund aufmachen!"? Geht das überhaupt? Oder ist das wieder ein Wortspiel eines Grafikers? Ist das wichtig?

Gewiss ginge es besser, wenn es den Veranstaltern wirklich um etwas ginge. Aber deren Empörung entspricht ja nicht selten der von Elternabendstammtischen. "WIR finden die Welt schlecht! Könnt IHR das bitte ändern?"

Auf jeden Fall ist es eine sehr gelungene Aktion Poster wie diese zwischen all die Partyplakate zu hängen. Und für eine Stadt wie Heidelberg sehr mutig. Das grenzt fast schon an modern.

Des Apfels Kern



Kreatives Saatgut von Johnny Kelly, unterstützt durch Adobe
Zum Making of

Das Ende ... der alten Hasen

Verlage gehören zu den alten Hasen, wenn es um Kommunikation geht. Obwohl, geht es um ihr eigentliches Kerngeschäft erinnern sie eher an Kaninchen vor der Schlange. Starr, steif und dem Tode geweiht. Aber es gibt Ausnahmen. Zwar wollte ein großes deutsches Verlagshaus unsere Top-Idee zur Rettung der Printmedien nicht einmal anhören, aber selbstgewähltes Unglück gehört auch zum Selbstbestimmungsrecht juristischer Personen. Hierzulande scheint man immer noch zu glauben, dass man Neues erreicht, in dem man alte Wege geht. Stürzt sich in die Feuilletons, sucht und findet seinesgleichen und merkt gar nicht, dass man immer weniger wird. Schon der Neandertaler starb aus, weil er sich nicht hinaus ins weite Feld wagte. Er blieb lieber im Wald. Und was blieb von ihm?

Es geht auch anders - mit Kommunikation und einer der einfachsten Übungen der Psychologie ... immer wieder erstaunlich:



Hiermit melden wir Titelschutz an für "Empathiemarketing" :-)

Pariser Werbung

Darf man sagen, Kondomwerbung muss schlüpfrig sein? Oder ist das schon wieder zu schlüpfrig? Wie dem auch sei, dafür Werbung zu machen, ist bisweilen ganz schön hart. Schließlich soll sie Spaß machen, (zum Kauf) anregen, aber schmierig, anrüchig, schlüpfrig? Pfui! Hier zwei Beispiele, die ich hier fand:

Bei Beispiel 1 (aus UK) wurde der Gag leider verpasst. Hier fehlt meiner Meinung nach einfach eine noch klarere Bezugnahme zur ZAUBERFLÖTE:



Dagegen ist bei Beispiel 2 (aus China) alles richtig gemacht - naja, vielleicht ist er, der Spot, ein bisschen lang, aber dafür nicht unkomisch:



"Pariser Werbung" vollständig lesen »

Die Krrrise

In unserer Eigenschaft als Anti-Krisen-Blog bat uns Tom Baldauf doch mal seinen neuen Song zu spielen.
Machen wir.

Bitte:



Dieses Boot Posting war wegen unseres Serverumzugs kurzfristig abgesoffen. Jetzt ist es aber wieder auf Kurs.

Zum 1.Mai

Genosse! Noch ist Zeit.
Mach dich auf zur Mai-Demo und vergiss dein Notebook nicht.
Denn da isser drin. Der ultimative Beweis.
Das Kollektiv funktioniert. Sogar vortrefflich.

Aber jedes Rädchen im Getriebe ist wichtig.



Das Geilste, Schönste, Beste was je auf, über, mit youtube veranstaltet wurde:
thru-you.com
Spiel den Genossen die ganze Platte vor!

Geballte Kompetenz

Frank Herold
F.Herold auf xing

Heiko Walkenhorst Wortführer
VerbAgentur
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Gerold Braun
Direktmarketing Blog
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Torsten Matthes
Marketing - Projektmanagement - Text
Torsten Matthes auf xing


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