Dienstag, 29. April 2008
Die Suchmaschinenoptimierer trichtern uns seit Jahren ein, dass die artgerechte Fütterung der Suchmaschinen-Robots das A und O der Online-Kundenakquise ist. Zurecht.
Und nun, da auch für die gekauften Keywords gewisse Seitenoptimierungs-Kriterien relevanter werden, macht man weiterhin Abstriche bei Optik und Spaßfaktoren. Zum Beispiel um Ladezeiten gering zu halten, mindestens für die Landing-Pages. Sonst muss man nämlich für die Adwords plötzlich mehr bezahlen als der Mitbewerber. Und die Bebilderung hat wesentlich geringere Priorität gegenüber grausamen Text-Verbrechen, die für die kalten Robot-Herzen und weniger für emotionshungrige Käufersinne verfasst werden.
Zumindest, wer mit einem begrenzten Budget hantiert, investiert normalerweise deutlich mehr in SEO als in look&feel.
Dabei wird leider allzu oft ignoriert, dass Online-Shopping dank des großen Angebots, längerer Online-Zeiten und dem allgemeinen Durst nach Haptik und Kauf-Erlebnissen als Ersatz für reale Shoppingtouren dem Offline-Konsumverhalten immer ähnlicher geworden ist. Ein Blick hinüber zu den Kollegen von Exciting Commerce spricht Bände.
Das heißt, der Interessent guckt sich in der Regel viele verschiedene Angebote an. Er schaut in mehrere Shops, liest zwischendurch diverse Produktbewertungen in Foren und Blogs, bevor er sich - manchmal erst nach Tagen – für einen Deal entscheidet.
Und dass er danach nicht unbedingt zu der Seite zurückkehrt, die an allererster Stelle bei Google gelistet wird, sondern eher zu derjenigen, die ihm am sympathischsten, vertrauenswürdigsten, verheißungsvollsten in Erinnerung geblieben ist, ist gar nicht so selten. Selbst der günstigste Preis ist nicht der entscheidende Punkt.
Machen wir uns nichts vor, die perfekte Gratwanderung zwischen SEO und Einkaufsvergnügen klappt einfach verdammt selten. Kaum eine Website hat neben der „ SEO-Copy“ (für die Robots) auch eine wirksame „ Convert-Copy“ (für die Menschen). Und letztere braucht kräftige Unterstützung durch das Gesamtbild. Was das alles kostet!
Im Zweifelsfall ist es heute wirtschaftlicher, auf den Platz Eins in den Suchergebnissen zu verzichten und dafür ein besseres Besucher-Käufer-Verhältnis zu erzielen.
Wohlgemerkt, die erste Seite ist nach wie vor bares Geld wert. Aber der Thron mit der heiligen großen Numero Uno muss es gar nicht mehr sein. Zum Glück, denn so ist in puncto Text-Vergewaltigung zumindest „On-Site“ endlich Erlösung in Sicht.
Dienstag, 22. April 2008
dbp.de, rmi.de, telenet.de, uka.de, uni-dortmund.de und uni-paderborn.de waren die ersten .de-Domains, als im März 1988 Mitarbeiter der Informatikrechner-Betriebsgruppe der Universität Dortmund unter der Bezeichnung DENIC (Deutsches Network Information Center) einen Nameserverdienst für .de auf ehrenamtlicher Basis betrieben.
Am 14. April 2008 ging bei der deutschen Domainverwaltungsstelle der Registrierungsauftrag für die 12-millionste .de-Domain ein.
Pro Jahr wächst die deutsche Top Level Domain um etwa eine Million Einträge.
Quelle
Gegenteil
Mittwoch, 16. April 2008
…oder 729 ways to penetrate make love with (!) the customer.
Verehrte Leser des Marketing-Blogs, im letzten Jahr wurden hier die Parallelen von (tierischer) Akquise und Flirt auseinander genommen. Zeit noch einen Schritt weiter zu gehen.
Wie wir alle (hoffentlich) wissen ist Marketing – vor allem dank des viel zitierten web2.0 – eine interaktive Angelegenheit. Fast so wie Sex, zumindest wenn er gut sein soll. Knöpfe drücken, Reaktion checken, Trigger finden, andere Knöpfe drücken (zumindest nicht immer dieselben, auch wenn sie sich noch so sehr bewährt haben, denn Überreizung ist fatal), selbst Knöpfe drücken lassen und so weiter. Bis die Message erfolgreich rübergebracht (und idealerweise begeistert aufgenommen) wurde.
Besonders „Sendungsbewusste“ wollen natürlich weder sich noch andere langweilen und wissen um die schier unendliche Vielzahl an Stellungen. Ich möchte nicht auf alle eingehen (vielleicht später, z.B. Viralmarketing und Guerilla-Taktiken schreien eigentlich danach). Und selbstverständlich muss man nicht alle ausprobiert haben um gut zu sein. Schließlich kommt es immer auch auf den Partner an.
Denn sowohl die eigene Kraft und Beweglichkeit als auch die des Partners können Grenzen haben. Manchmal stören auch körperliche Besonderheiten. So etwas zu ignorieren ist nicht sehr sensibel und macht unbeliebt.
Es soll ja allen Beteiligten Spaß machen. Und dazu muss man auf den Partner achten. Wenn man eine selbstgefällige Turnstunde veranstaltet (das tun vor allem manche Werber gerne), kann man unheimlich beeindrucken, sich aber auch vollkommen lächerlich machen. Oder der Partner fühlt sich benutzt und erzählt Google davon in seinem Blog.
Der altbewährte Klassiker, die Missionarsstellung, ist dagegen recht bequem und risikolos, allerdings auch – anatomisch bedingt – nicht gerade ein Orgasmusgarant (für eine Partei zumindest). Trotzdem ist sie so beliebt. Man kann relativ sicher sein, dass zumindest nichts schiefgeht. Es soll Leute geben, die machen es nie anders. Immerhin, andere tun es gar nicht (mehr).
Aber bevor ich zu sehr abschweife oder allzu banal werde: Beim Sex wie beim Marketing gibt es eben keine allgemeingültigen Standardtechniken für gutes Gelingen. Es kommt immer auf Sender und Empfänger, deren Fitness und Hormonstand und auch auf das Mobiliar an. Aber oft klappt es am nachhaltigsten mit Liebe und Leidenschaft.
Also probieren, studieren, vor allem interagieren und in Bewegung bleiben. Und immer daran denken: Das Kamasutra („Die Verse des Verlangens“) ist viel mehr als eine Stellungssammlung. Es ist es ein Lehrwerk über ethische Lebenskunst und soziales Verhalten und als solches ein bedeutendes Werk der Kulturgeschichte.
Das große Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Genau wie Marketing. Und wer es auf seicht-schlüpfrige Handbuch-Theorie reduziert, wird nie ein Meister des Fachs. Und wenn er all die Techniken noch so oft nachstellt. Die Resultate werden eher unbefriedigend sein.
Mittwoch, 9. April 2008
Manchmal braucht man sie einfach: die Checkliste für ein Projekt. Alles im Lot, nix vergessen? Checkliste fragen. Daniela A. Caviglia von PEP macht uns auf eine Menge Checklisten für diverse Marketing-Projekte aufmerksam.
Von Briefing über Telefonmarketing bis hin zur Zusammenarbeit mit einer externen Agentur, keine Krankheit, gegen die nicht eine Checkliste gewachsen ist. Den Nutzen für die eigene Arbeit muss sicher jeder selbst bewerten, aber manchmal hilft es doch enorm, ein kleines Gerüst zu Abhaken zu haben.
Hier geht's zu den Checklisten
Freitag, 14. März 2008
Hübsch, was ich da fand und da las. Auch wenn die Überschrift des Spiegel Online-Artikels ("Radikale Dominanz-Strategie") eher an das Motto von Schalke 04 aus der Vorsaison erinnert (und der ein oder andere erinnert sich daran, wie es ausging), so ändert das ja nichts an der Grundaussage:
YouTube für alle
und wahrscheinlich werden es auch alle nutzen - alle, die in SecondLife sind, MyMiniCity oder die sich durch besonders animierte PowerPoint-Präsentationen hervortun. Aber das ist ja nur die eine der Seite der Medaille. Die andere: Wer verschenkt, weil er bereits genug Geld verdient hat, verhindert, dass einer mehr Geld verdienen kann. Und so gesehen ist das schon sehr clever.
Donnerstag, 6. März 2008
Weltuntergang
Sonntag, 3. Februar 2008
gefunden bei clap
Donnerstag, 31. Januar 2008
Gestern erst bin ich auf internet-briefing.ch über eine kleine Umfrage gestolpert, in der das Kräfteverhältnis zwischen Firefox und Internet Explorer ausgelotet werden soll.
Ergebnis dort: Noch führt der IE.
Heute erhalte ich eine PM der ADTECH AG:
Der Anbieter von Ad Management-Lösungen ADTECH hat heute seine aktuelle Untersuchung zu Browser-Trends in Europa veröffentlicht. Wie von ADTECH vorhergesagt führt der Internet Explorer (IE) 7.x inzwischen das Browser-Ranking an. Europaweit bewegen sich knapp über 40 Prozent aller User mit dem IE 7.x durch das Internet. Sein älterer Bruder, der IE 6.x, verliert weiter an Boden. Sein durchschnittlicher Marktanteil in Europa sank im Vergleich zum Juli-Report von 46 auf 37 Prozent im Dezember 2007. Die vollständige Meldung gibt es hier.
Und so sieht es auf marketing-blog.biz aus:
2007
Firefox 45,54 %
Internet Explorer 6.0 28,84 %
Internet Explorer 7.0 16,86 %
Safari 4,87 %
Opera 2,45 %
Mozilla 0,94 %
Netscape 0,28 %
Konqueror 0,21 %
Camino 0,17 %
Mozilla Compatible Agent 0,16 %
Playstation 3 0,01 %
Januar 2008
Firefox 50,66 %
IE 7: 19,8 %
IE 6: 20,1 %
Safari: 5,32 %
Opera 2,58 %
Mozilla 0,56 %
Mozilla Compatible Agent 0,18 %
Netscape: 0,18 %
Konqueror: 0,16 %
Camino: 0,10 %
Playstation 3: 0,07 %
Man sieht also, Firefox (lag im Januar letzten Jahres noch bei 29, zu Beginn unserer Aufzeichnungen mit G-Analytics im August 2006 noch bei 21 %) ist klar im Aufwind. Das mag natürlich an unserer Zielgruppe liegen. Aber w.t.f. surft uns mit seiner Playstation an?
Wer liegt auf euren Seiten vorn?
Montag, 28. Januar 2008
Frutilla? W.t.f. ist Frutilla?
Frutilla.de ist das interaktive Portal von Marketern für Marketer und wird in jedem Fall Ihr Marketing-Herz höher schlagen lassen.
Und tatsächlich: frutilla.de läßt mein Marketing-Herz höher schlagen.
Zu Beginn des vergangenen Jahres hatten wir uns am Frutilla Logowettbewerb beteiligt. Nicht, dass wir ihn ernst genommen hätten, Seriosität hatten wir aber schon erwartet.
Daher haben wir uns über den aktuellen Newsletter von Frutilla schon sehr gewundert.
Wir freuen uns sehr Ihnen den Gewinner unseres Logo Voting Contests 2007 präsentieren zu dürfen.
Im vergangenen Jahr hatten alle Besucher unseres Magazins die Möglichkeit sich aktiv als Jurymitglieder an der Wahl des Logo des Jahres 2007 zu beteiligen. Nach 197.605 Duellen schaffte es das Logo der Cafeteria "Kafi Öfeli" auf Platz 1.
Wir möchten auch der der Schweizer Agentur BlueWaterCom.ch - Die Werbemacher recht herzlich gratulieren, welche das Logo entworfen hat. Wie bereits angekündigt erhält der Gewinner sein Logo in Öl, welches eigenes für ihn von Promotion Marek Kozuch angefertigt wird.
Fehler können natürlich passieren, daher einfach mal nachgefragt:
Hallo Frau Ziegler,
ich muß mich schon sehr wundern.
Am 31.12.07, gegen 20.30 Uhr stand unser Logo auf Platz 1. Das "GEWINNER-Logo" war nicht mal unter den Top 10. Da bis zum 1.Januar keine weiteren Stimmen hinzugekommen sind, dürfen wir wohl annehmen, dass hier ein Fehler vorliegt?
Die Antwort:
Guten Abend Herr Herold,
wir haben das ganze nochmals überprüft und einen Fehler in der Voransicht festgestellt. Dies erklärt auch, weshalb Ihr Logo am 31. Dezember 2007 in der Voransicht auf Platz 1. stand.
Allerdings hat die Endauswertung ergeben, dass Kafi Oefeli den Contest gewonnen hat. Ihr Logo lag knapp dahinter auf Platz 2.
Ich bitte diesen Programmierfehler in der Voransicht zu entschuldigen und hoffe mit Ihrem Verständnis rechnen zu können.
Fruchtigen Gruß
Sabrina Ziegler
Frutilla.de | Online Marketing-Magazin · Adalbertstr. 38 · D 80799 München · info@frutilla.de · www.frutilla.de
Der Programmierfehler in der Voransicht wäre eine Merkwürdigkeit, das zweifach im Wettbewerb vorhandene Gewinner-Logo ist eine weitere.
Wie dem auch sein mag: Diejenigen, die ihre Stimme abgegeben haben, sind ganz offenkundig von falschen Voraussetzungen ausgegangen.
Für unseren kommenden BLOGO-Wettbewerb können wir Fehler in der Voransicht schon heute ausschließen.
Und wenn jetzt jemand fragt, ob ich beleidigt bin: Ja!
Montag, 14. Januar 2008
Der Schweizer Wochenzeitung WOZ liegt aktuell ein Sonderheft zum Thema "Google" bei. Zusätzlich steht es hier als PDF zum Download bereit.
Der dienstbare SpionSuchmaschinen suchen. Und finden, kein Zweifel, beeindruckend rasch und viel. Doch gerade die Unmenge im Internet gefundener Information macht ein zweites Funktionsmerkmal umso wichtiger: Suchmaschinen sortieren, und sie entziehen Dinge unserer Wahrnehmung (und zwar alles ab der dritten Ergebnisseite). Wir sind angewiesen auf Suchmaschinen, um uns zurechtzufinden in der digitalen Parallelwelt. Doch Suchmaschinen sind längst mehr als blosse Orientierungshilfen in dieser «Informationswelt», sie gestalten sie (und unseren Umgang mit ihr) in erheblichem Masse mit. Google hat den Königsweg durch diese Informationslandschaften gefunden. Schätzungsweise drei Viertel aller Suchanfragen weltweit laufen über den Branchenprimus. Um die Vormachtstellung zu behaupten, um, wie das Unternehmen behauptet, den NutzerInnen immer bessere Treffer zu liefern, hamstert Google alle möglichen User-Informationen, und
zwar längst nicht mehr nur auf dem Suchportal. Tatsächlich häuft Google so das Kapital der Zukunft an: Über die NutzerInnen (das heisst KonsumentInnen) Bescheid zu wissen, verschafft den entscheidenden Überblick im Marktgewühl. Wissen ist Macht, und zwar vor allem ökonomische. Die Visionen aus dem Hause Google klingen dementsprechend unheimlich: Die Suchmaschine der Zukunft soll so etwas wie der beste Kumpel der NutzerInnen werden, ein digitaler Bruder, der Einblick hat in intimste Winkel der Privatsphäre. Googles Erforschung der perfekten Suche ist eigentlich die Erforschung der User: Um genau zu wissen, was du brauchst, muss ich zuerst wissen, wer du bist.
via MacTV´s Blog
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Kommentare
Di, 13.05.2008 16:23
"Hm, was glaubst du, ist Pfingsten? Jetzt mal außer "frei"?" Haha, find ich gut!
Mo, 12.05.2008 19:55
Hm, was glaubst du, ist Pfingsten? Jetzt mal außer "frei"? Tipp: Apostelgeschichte 2,1-4 [...]
Mo, 12.05.2008 19:36
Liebe ist nicht alles im Leben!
Mo, 12.05.2008 19:07
So richtig komm ich jetzt nicht hinter den Sinn, das dir der heilige Geist erschienen ist und [...]
So, 11.05.2008 20:31
Cooler Tip
Sa, 10.05.2008 18:41
Ich kannte Sie nicht, nun kenne ich Sie
Sa, 10.05.2008 11:38
Für wieviel ist das Ölgemälde denn versteigert worden?
Fr, 09.05.2008 21:47
Danke Anonymus anonym
Do, 08.05.2008 21:33
Ich glaube es nicht. Auf französisch hat es mit Salz zu tun. Man sagt 'mettre son grain de sel [...]
Do, 08.05.2008 16:09
Meine Bitte, Bitte Dankt Babs, Weil Babs Sich Ziemlich Zottellich Macht, Das Sie ....BL Ne: [...]
Do, 08.05.2008 14:46
Wofür steht eigentlich MBBDBWBSZZMDSBL ?
Do, 08.05.2008 11:54
Na da schließe ich mich natürlich an und gratuliere den Macherinnen des Bewerberblogs ganz fein.
Do, 08.05.2008 11:34
Beim Marketing-Blog gibt es den genialen Archetyp des Presseverhinderers. Der Presseverhindere [...]
Di, 06.05.2008 21:10
Glückwunsch und .... Gude Laune mit dem Schokobrunnen
Di, 06.05.2008 21:09
… 6 ztalP fua hci nib ßiew hci leivoS :SP .nenniweg uz esierP eretiew iebad se tbig hcil [...]
Di, 06.05.2008 14:25
Ein verdienter Sieg wie ich finde. Herzlichen Glückwunsch!
Fr, 02.05.2008 17:51
Sehr richtig - wenn sich diese Erkenntnis bloss mal allgemein durchsetzen würde....
Fr, 02.05.2008 14:09
Bedauerlicherweise ist die Pointe dieses Spots leider nicht mehr ganz frisch. http://youtub [...]
Fr, 02.05.2008 14:08
nicht auf jeden fall
Mi, 30.04.2008 15:11
Hallo, ich würde gerne nebenbei als telefonsexluder arbeiten da mir und meinem mann seit n [...]