SpVgg Unterhaching: Willkommen im echten Spiel

OK, die Printmotive nebst Sprüchen erinnern schon ein bisschen an die großartige Kampagne des TUS Haltern aus 2009. Nichtsdestotrotz zeigt die Münchner Werbeagentur 19:13 mit dieser Pro-bono-Kampagne für die Spielvereinigung Unterhaching, dass man auch mit überschaubarem Aufwand große Emotion vermitteln kann.

Werbespot SpVgg Unterhaching - Alpenbauer-Sportpark
Am Samstag braucht die SpVgg Unterhaching noch einen Punkt für den sicheren Klassenerhalt. Da trifft man ausgerechnet auf den Tabellenführer aus Heidenheim. Insofern kommt die Motivationsarbeit von 19:13 wohl gerade recht.
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Ich bin Fortuna

Ich auch! Obwohl das Gekicke in der Hinrunde nur sehr schwer zu ertragen war und glattwegs den Spaß am Fußball verleiden konnte. Aber als Fortuna Düsseldorf-Fan muss man von Hause aus eine gewisse Leidensfähigkeit mitbringen.

Das wird offenbar nun auch von den Verantwortlichen anerkannt. Geometry Global entwickelte für otelo, den Hauptsponsor von Fortuna Düsseldorf, eine Kampagne, die die Fans des Vereins in den Mittelpunkt stellt: Ich bin Fortuna

Fortuna Fans für Fortuna Düsseldorf

Die Kampagnenmotive sind ab morgen an vielen Düsseldorfer Plakatwänden und in den Tageszeitungen der Stadt zu sehen.
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Milchgrätsche

Wer an Fußball und Werbung denkt, denkt an Bier oder Cola oder Nutella, Nationalspieler aus Deutschland, Brasilien oder Freundeskreise. Alles ist entweder wahnsinnig nett oder intentional lustig.

Es geht aber auch krasser, ganz ohne Promis oder andere Menschen und dennoch für Flüssignahrungsmittel auf Calciumbasis:

Printkampagne für Milch
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Manchmal schmerzt Mitleid mehr als Spott

Printmotiv von KNSK für Evonik. Evonik gratuliert dem BVB zu Meisterschaft und Pokalsieg und findet tröstende Worte für den FC Bayern München.

BVB Evonik

via: Klonblog

"Manchmal schmerzt Mitleid mehr als Spott." stellt die Agentur KNSK fest.

By the way: Das wichtigste Fußballspiel des Jahres findet eigentlich erst morgen Abend in der Düsseldorfer ESPRITarena statt. Und ich will mal hoffen, dass mir dann sowohl Spott als auch Mitleid erspart bleiben.



Werbung oder PR? Beispiel: Tim Wiese

Aus Sicht von Werbetreibenden ist Werbung allein deshalb doof, weil sie Geld kostet. Dafür wird allerdings auch nur das so kommuniziert, was und wie man es möchte.

PR hat den Vorteil, dass es nichts kostet. Dafür schreiben die Journalisten... auch unabhängig und frei und lassen sich nicht in ihren Text reinreden. Sie sehen sich definitiv nicht als verlängerten Arm von Interessenskommunikation, sondern sind im Gegensatz zu den Menschen der Werbung kritisch - und stolz darauf.

Nehmen wir mal das aktuelle Beispiel "Tim Wiese".

Tim Wiese

Wollte man beispielweise Werbung für Tim Wiese auf bild.de mittels eines 728x90 Pixel großen "Super Banners" machen, müsste man eine Agentur bezahlen (Beratung, Text, Grafik, Programmierung, Projektmanagement) plus eben eine Mediaagentur.

Dazu käme die Werbefläche selbst, die sich in dem Fall auf rund 30 Euro pro 1000 AdImpressions (AI) (so was wie Aufrufe (nicht: Klicks)) belaufen würde.

Im März 2012 hatte bild.de 2.516.084.294 PageImpressions (PI) (Seitenaufrufe). Nicht alle PI sind AI, aber selbst wenn man annimmt, dass nur jede 100. PI die Sporteinstiegsseite ist und dort auch nur bei jedem 10. Aufruf eben jener Super Banner erscheinen würde, kommt man auf 2,5 Mio. AI - also insgesamt auf ein hübsches Sümmchen, das für einen Banner da bezahlt werden muss, ohne dass irgendeiner draufklickt, um auf einer Seite zu landen, wo man Tim Wiese im deutschen Tor in all seinen Vorzügen anpreisen könnte.

Das Geld für die Werbung spart man sich lieber und geht das Risiko ein, sich mit kritischen Journalisten auseinanderzusetzen.

Kostet nicht, niemand muss nocheinmal klicken, alle Infos sind sofort verfügbar - bleibt halt das Risiko, dass man keinen Einfluss auf die Berichterstattung hat.

Da kann dann schon einmal so etwas dabei herauskommen:

    "Tolle Paraden, flotte Sprüche und lange Haare wie ein Indianer. Tim Wiese (30) ist einer der letzten Typen der Bundesliga."

    "Der Transfer, über den die Bundesliga diskutiert."

    "Hoffenheim, Real oder Tottenham"


Das kann doch keiner gewollt haben ... Sooo viel Kritik und Objektivität. Das kann nur die Bild.

Quelle

Bidquelle: werder.de medienservice

Auf Fußball wetten keine Tore

„Das versteht doch wieder keiner“, höre ich schon Cheffe stöhnen – aber stört mich das? Würde ich mich nicht durch eine Anbiederung ans Hirnprekariat nicht schuldhaft dafür sorgen, dass es das überhaupt gibt bzw. dass es immer größer wird? Ich denke schon – und deshalb tue ich das nicht, sondern versuche weiterhin, auf Sieger und Maßstäbe zu setzen.

Wir hatten es ja neulich schon mal von Wetten – mehr so im Allgemeinen. Jetzt mal um Fußball-Wetten im besonderen.

Fußball wetten

Seit dem Fall Hoyzer sind Fußballwetten ja schwer in Verruf geraten. Aber das auch nur in den Medien. In meinem Bekanntenkreis nimmt nahezu jedeR an einem Bundesliga-Tippspiel teil – bei Europa- und/oder Weltmeisterschaften zudem fast jedE.

Den Buchmacher aber schon. Das ist aber nicht der, der ein Buch macht. Das wäre dann der Buchbinder. Der Buchmacher macht Buchungen (engl.: bookings) – und auch nicht irgendwelche, sondern nur die, die er auch in petto hat, denn eigentlich ist er der personifizierte Wettanbieter:

Wikipedia sagt:

"Ein Buchmacher (engl. Bookmaker oder kurz Bookie) offeriert Wetten mit festen oder variablen Quoten auf Ausgänge von zukünftigen Ereignissen, insbesondere von sportlichen Veranstaltungen. Er garantiert mit seinem Namen für die Auszahlung der Gewinne zu den in seinem Buch stehenden Gewinnquoten und Wetteinsätzen."


Aber natürlich sind das heute meist keine natürlichen, sondern juristische Personen, also Firmen. Somit ist ein Online-Wetten-Buchmacher, genau: ein Bäh-Anbieter.

Allein wie die schon heißen? bet365, zum Beispiel. Bet hier, bet da. Das hat schon so was Schmutziges. Lehman Brothers dagegen, das klingt doch seriös, nicht wahr?

Bei fast jedem Spiel wird gewettet – von allen. Sieg, Ergebnis, was auch immer.

In den Logen und VIP-Bereichen ist genau das nicht selten die erste Frage: Wo ist der Topf? Erst dann kommt „Wo gibt’s denn die Bratwurst?“ „Wo hast du das Bier her?“

Was ist daran übel? Die Wetten können es doch nicht sein. Die Anbieter? Die Quoten? Oder ist es nicht eher die Gier und die Dummheit der Wetter, auf Spiele der 2. aserbaidschanischen Liga zu tippen? Hätte wer mit wem Gnade, der mies eingestufte Aktien erwirbt? Und das darf jeder (über 18). Völlig legal. Auch online.

Aber auf Fußball wetten? Das kann man zwar auch, befindet sich aber rein rechtlich in einer Grauzone – und der Server nicht in Deutschland – zumindest nicht offiziell.

Man sollte mal versuchen, einen Wettfonds aufzumachen. Einfach mal sehen, welche Reaktion dies auslösen würde, wenn sich „seriöse“ Spekulanten (Broker) gegen reine Spekulanten (Zocker) wehren würden, weil sie ihren guten Ruf in Gefahr sähen?

Also ich wette 5:1 auf die Zocker.

Adidas is all in: 5 x 5

Neulich war ich, die VerbAgentur, bei adidas und wollte einen kleinen, feinen Auftrag. Bekam ihn nicht. Hm, vielleicht hatte ich einfach zu lange geredet und zuviel Worte gemacht? Aktuell geht es nämlich bei adidas zumindest auf den einschlägigen Videoportalen kürzst und knappst zu.
Daraus werden angeblich dann noch 30-, 60- und sogar 120-Sekünder. Schade eigentlich.










"Adidas is all in“ Kampagne von Sid Lee für adidas

Wer wirbt hier für wen?


Bevor jetzt einer drei Kreuze macht, der sei an den Satz aus seinem Evangelium erinnert (13,3): "Und er redete zu ihnen mancherlei durch Gleichnisse."

Achso, is gar keine Anzeige? Nur wieder mal eine Exklusiv-Meldung seines Hausblatts? Hm, ich hätte schwören können, es war die DFL. Oder die Human Ressources-Abteilung des FC Bayern, um ihren Greenkeepern die Sorge vor einer Demission zu nehmen. Zumindest der Deutsche Tourismusverband. Aber nein. Keiner davon. Ich habe mich geirrt. Ich bin halt doch nur ein Mensch. Verzeihen Sie, Herr Matthäus.

Eigenwerbung: Bundestrainer gesucht

Wie schwierig der eigene Job ist, erkennt man erst, wenn man ihn wortwörtlich an und für sich selbst erledigt - und das gilt nur für Friseure und Chirurgen.

Eigenwerbung für Agenturen? Suchen Sie da mal nach einem USP. Auch JobScout24 hat es jetzt versucht und eine Stellenanzeige in Eigenregie konzipiert, bei der zum Ende Juli 2010 ein engagierten Fußball-Bundestrainer gesucht wird.

Bundestrainer


Ich sach mal so: Es gibt bestimmt welche, die das gut oder gar lustig finden - und denen wollen wir die Freude nicht nehmen und schweigen.

Sportwerbung in bester Liga

Da gibt es Vereine in Bundesligen mit Europameister-Ambitionen, aber Kreisklasse-Kommunikation. Da ist schnell mal Fremdschämen angesagt. Oder es mal nicht selber machen ...

Bayer 04 Leverkusen hat seine Kommunikation vor Jahren geändert und sich als Die Werkself positioniert - und schon steigt die Akzeptanz, da das Image ein authentisches ist. Ganz im Gegensatz zu 1899 Hoffenheim, die immer noch in der Masse ein Imageproblem hat - und keine Kommunikation, die das ernst nimmt und entsprechend reagiert. Vielleicht haben die Verantwortlichen einfach nur einen sehr individuellen Geschmack. Aber wahrscheinlich ist der Verein einfach saturiert - und hat es nicht nötig, Geld zu akquirieren, Sponsoren zu finden, Zuschauer zu gewinnen.

Da haben es unterklassige Mannschaft natürlich schwerer. Vielleicht legen sie deshalb so viel Wert auf Kreativität eine aufmerksamkeitsstarke Kommunikation. Beispiele:

Sportart: Fußball
Spielklasse: Bezirksliga Westfalen 12
Kommunikationsklasse: Champions League


(mehr)

Sportart: Eishockey
Spielklasse: Regionalliga Süd-West
Kommunikationsklasse: 2. Liga





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