Werbung für Deutschland

Die Wahl des Time Magazine ist vielleicht nicht so konsenzfähig wie 2006, insbesondere hierzulande, ist aber sicher auch ein schönes Kompliment für dieses Land. All jenen, die jetzt Zeter und Mordio schreien, sei gesagt: Diese Auszeichnung gilt vielleicht, so wie 2006, auch so ein bisschen euch.

Angela Merkel
You can agree with her or not, but she is not taking the easy road. Leaders are tested only when people don’t want to follow. Danke.

Stadtmarketing: Pariesig!

Neulich konnten ich nicht umhin, mich über die neue Kampagne von Düsseldorf zu wundern: langweilig, bieder, gut abgehangene, um nicht zu sagen: abgeschmackte Wortspiele.

Wie passt das zum eigenen Anspruch, eine mondäne, faszinierende Großstadt zu sein? Nun, die Verantwortlichen werden es wissen. Und ihre Entscheidung scheint wohl so falsch nicht zu sein, schließlich geht es ja bei solchen Kampagnen um etwas - in deren Fall: Wiederwahl.

Also macht man Werbung, die keine Klasse hat, die aber bei der Masse ankommt. In deutschen Amts- und Oberstübchen scheint dabei letztlich immer noch der Glaube vorzuherrschen, entweder oder. Klar, dass bei so einer Einleitung es nur eine (Gegen-) Antwort geben kann: sowohl als auch.

Und das mit sehr reduzierten Mitteln, dafür aber einer großen Idee:



Agentur: Havas, Paris

Düsseldoof

Psst, ich bin's der Wortführer. Ich komme aus Heidelberg. Klein. Provinz. Nett. Käseglocke. Klar: Hauptsache Schloss und so. Japaner, Reisebusse, das komplette Programm.

Cheffe ist Großstädter. Düsseldorfer. Ganz andere Liga. Urban und so. Und weit vorne. Ganz weit. Eigentlich in allem. Bloße Selbstwahrnehmung? Gewiss, wenn man Kölner fragt. Und falsch natürlich. Egal. Die Düsseldorfer brauchen die Kölner nicht. In nichts. Auch nicht, wenn es darum geht, Düsseldorf richtig schlecht aussehen zu lassen - und das nicht nur auf dem Fußballplatz (Stichwort: Relegation).

Wie dem auch sei: Düsseldorf hat eine neue Kampagne entwickelt - und ich habe so eine Ahnung, warum ich Cheffe einfach nicht mehr erreiche.

Ich weiß gar nicht, was er hat. :-)

Stadtmarketing für DüsseldorfStadtmarketing Düsseldorf
Stadtmarketing für Düsseldorf Stadtmarketing Düsseldorf
Stadtmarketing Kampagne Düsseldorf Stadtmarketing Kampagne Düsseldorf

Dass bei uns Stadtmarketing gefälligst gefällig sein muss, öd und schnöd, ist klar: Heidelberg ist Kitsch. Da ist Klischee Pflicht. Aber was Düsseldoof da macht ... Ups ...

Schatzkarte

Nenn mich William „Bill“ Bones. Denn ich bringe sie dir. Die ultimative Schatzkarte.
Hab ich Captain Flint, aka GfK, geklaut.

Du bist Jim Hawkins. Und jetzt mußt du deinen Schatz nur noch finden.
Beste Chancen gibt es in Regensburg.
Obacht: Long John Silver wurde auf der A3 gesehen.



GfK GeoMarketing liefert eine Übersichtskarte der Ein-Personen-Haushalte in Deutschland 2010 auf Kreisebene. (Karte und Datenquelle: GfK GeoMarketing, GfK Bevölkerungsstrukturdaten 2010)
"Schatzkarte" vollständig lesen »

Heidelberger Frühling

Meine Stadt macht selten von sich reden, was es um Progressives geht. Eventuell mal des Saufens und Lärmens wegen in der Innenstadt am Wochenende, aber damit hat es sich auch schon. Früher gab es auch mal Hochwasser, aber das war auch schon lange nicht mehr.

Ganz im Gegenteil: 2009 war Heidelberg die wärmste Stadt Deutschlands!

Aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis das hier wen irritiert und er ein Bürgerforum zur Temepratursenkung ins Leben ruft. Schließlich will das Gros der Bürger hier nichts weitere, als in Erinnerung schwelgen, sich an seiner Historie, der Universität, der Romantik, Schloss und Alte Brücke laben und sich darüber freuen, dass morgen wie gestern sein wird.

Um sich aber den Anstrich zu geben, dass hier was los ist, gibt es hier den Heidelberger Frühling, ein internationales Klassikfestival, das sich Musikfestival nennt. (Richtig was los ist hier eigentlich eher am Heidelberger Herbst, ein internationales, äh, Straßenfest. Da lärmt die Innenstadt dann aber richtig.) Dass man mit dem Thema Heidelberg Frühling aber auch ganz anders umgehen kann, ganz ohne Heine, Eichendorff und Mörike, offenbarte mir folgendes Graffiti:



Der beste Job der Welt: Bloggen!

Er ist vergeben: der beste Job der Welt!

Der beste Job

Ein britischer Sozialarbeiter hat sich gegen 35 000 Bewerber aus aller Welt durchgesetzt und wird nun ein halbes Jahrlang auf Hamilton Island in einer Villa wohnen, am Strand spazieren gehen, schnorcheln und in der Sonne liegen. Als Gegenleistung muss er einen Werbe-Blog über die Insel schreiben. Salär für die 6 Monate: 80 000 Euro!

Was für eine großartige Idee des Tourismunsverbandes von Queensland.

Nordkorea: Erst ein Online-Shop und nun ein IT Joint Venture

Wie wir hier lesen konnten, betreibt die Volkrepublik Nordkorea seit kurzen einen ersten Onlineshop, wenngleich dieser scheinbar die meiste Zeit offline ist. Nordkorea unternimmt aber offenbar weitere Anstrengungen IT-Kompetenz aufzubauen. Ein Ergebnis dieser Anstrengungen ist die Firma Nosotek. Wie auf der Webseite der Firma zu lesen ist, handelt es sich dabei um das erste westliche „IT Venture in DPRK (North Korea)“. Gegen die Gründung einer solchen Company ist vermutlich alles, was sich auf deutsche-startup.de abspielt eher so was wie Kinderkarneval. Auf jeden Fall hat Nosotek im Gegensatz zu einem typischen hiesigen Startup nicht nur drei Coder sondern mehr als 50 Programmierer, die auch noch zur Crème de la Crème der nordkoreanischen Mathematiker gehören. Mit etwas Glück wird es in Kürze ein Interview mit dem chinesischen Marketingchef der Company geben. Der kann dann vielleicht etwas darüber plaudern, ob Bangalore nicht heute schon viel zu teuer ist. Auf jeden Fall will sich Nordkorea offensichtlich auch zu einem IT-Standort mausern.

Blogger in die Irrenanstalt

Unter der Überschrift habe ich mir mehr versprochen, als das, was dann da auf Stern online zu lesen war. Ich wollte blind eine Unterstützungsaktion ins Leben rufen, weil weniger wahrlich mehr wäre, aber dann halt doch nur wieder was aus China, wo

    der kritische Blogger He Weihua von den Behörden in die Psychiatrie eingewiesen wurde, weil er gegen gestiegene Schweinefleischpreise protestiert und den Zusammenbruch der Kommunistische Partei wegen Korruption vorhergesagt hat.


Irgendwie langweilig. Aber die Überschrift, die gefiel mir :-)

Europa kommt!

Normalerweise halte ich es ja mit W. Churchill: "Ein Kamel ist ein Pferd, das von einer Komission entworfen wurde." Aber da haben die Jungs und Mädels vom Runden Tisch mal einen rausgelassen. Großer Wurf? Oder einfach nur kleinster gemeinsamer Nenner? So jedenfalls sieht politisch korrekte Pornografie aus:



Eine Initiative der Europäischen Kommission für den Europäischen Film.

Wacken, Wacken, Feuerwehr!

So klingt es, wenn die Verwaltung ne Idee hat:

    Der Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" wird vom Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen ausgeschrieben. Er ist in den letzten 40 Jahren zu einem Motor in der dörflichen Entwicklung geworden. Heute stehen die nachhaltige Entwicklung und das bürgerschaftliche Engagement stärker als früher im Vordergrund, daher wurde das alte Motto "Unser Dorf soll schöner werden" abgelöst. Es ist Ziel des Wettbewerbs, die vielfältigen Funktionen der Dörfer darzustellen, vorbildliche Beispiele zu präsentieren und dadurch Anreize für die weitere Entwicklung des ländlichen Raums zu geben.
    Quelle: dorfwettbewerb.de


WackenScreenshot: Full Metal Village

So, wenn die Idee von den Menschen stammt:

Full Metal Village (Wacken)
Full Metal Village - der Dokumentarfilm von Sung-Hyung Cho zeigt das rockigste Dorf der Welt: Wacken

Who the fuck is Michael Moore?

Geballte Kompetenz

Frank Herold
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Heiko Walkenhorst Wortführer
VerbAgentur
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Gerold Braun
Direktmarketing Blog
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Torsten Matthes
Marketing - Projektmanagement - Text
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