Julia Roberts - zu schön, um wahr zu sein

In Großbritannien musste L'Oréal diese Werbung mit Julia Roberts aufgrund extremen Photoshopeinsatzes zurückziehen:



Das beschloss die britische Werbeaufsicht nach Intervention der liberaldemokratischen Parlamentsabgeordnete Jo Swinson. In Zeiten steigenden Schönheitswahns und zunehmender Essstörungen bei jungen Mädchen erwecke diese Werbung den Eindruck, das Make-Up könne Wunder bewirken.

Nun könnte man natürlich fragen, wohin das noch führen soll, wenn das Unterhaus über die Oberschicht entscheidet, aber da den Gag eh keiner erkennt, lassen wir das. Soll nun wirklich Wirklichkeit gezeigt werden? Da reicht ja ein Gang vor die Haustüre, eine Fahrt mit Bus und Bahn. Und es wird immer Menschen geben, deren Äußeres von sehr vielen Menschen als sehr schön wahrgenommen wird. Und klar erscheinen diese Menschen noch schöner, wenn sie Kosmetikprodukte richtig einsetzen. Bei Hässlichen dagegen helfen auch die null. Bei manchen würde ja schon der Einsatz von Wasser Wunder wirken. Wollen wir nun auch Dihydridoxid (H2O) verbieten?

Hoppla, schon wieder ein Gag ohne Massenwirkung. Egal. Verbieten ist dumm. Das ist destruktiv. Das ist nicht unsere Welt. Hirn hilft. Kritisch bleiben ist gut. Bloß kritisieren ist billig. Und das kann man über die Premium-Produkte aus dem Hause L'Oréal ja nun wirklich nicht sagen.

Eine saubere Idee

Waschmittelwerbung zählt hierzulande zum Inbegriff der Langeweile. Entsprechend sieht es auch in Sachen Kommunikation mit der Weißware, also der Waschmaschine selbst aus. Hier kapriziert man sich immer mehr in Richtung Design - immer eine sichere Ecke. Dass es aber auch mit Witz geht, zeigt LG in Neuseeland ...



hier gefunden
A propos Rugby und Neuseeland: Hier alle Infos zur Rugby-WM

Die billige Lösung: Männer und Frauen

Die billige Lösung: Männer und FrauenLange Zeit überlegte ich mir, ob ich überhaupt auf diesen Artikel zum Thema Marketing für Frauen reagieren sollte. Und wenn ja, wie dezidiert. Denn zum einen ist zu "Gendermarketing" schon alles Wesentliche gesagt, zum anderen ist es natürlich per se Humbug. Als könne man die Welt unterscheiden in Männlein und Weiblein.

Natürlich ist es richtig, dass die beiden Geschlechter unterschiedlich ticken. Aber die immanente Schlussfolgerung, dass alle innerhalb der species gleich wären, ist natürlich hochgradig, äh, fragwürdig. Was hat die Autorin dieses Artikels mit den Protagonistinnen von, z. B. "Frauentausch" gemein? Was der Autor dieses Beitrags z. B. mit den "Ludolfs"? Außer dem Geschlecht ...

Es bleibt dabei: Es geht darum zu verkaufen. Einem guten und erfolgreichen Verkäufer ist das Geschlecht egal. Ihm geht es ums Geld. (Ebenso wie einer Verkäuferin.) Und wenn es dafür Rosenwasser braucht statt Diesel, dann ist das eben so. Das hat aber nichts mit Mann Frau zu tun, sondern mit Euro und Cent. Wichtig ist ihm nur, dass er verkauft - und da wird es spannend. Bespaßen wir uns zuvörderst ein wenig über den schönen und an sich völlig generischen Satz

    ... Kauf- und das Konsumverhalten von Frauen und Männern unterscheiden sich in vielen Lebensbereichen fundamental voneinander.

Stimmt: Männer kaufen, Frauen konsumieren. Hö, hö ...

Aber das, was leicht nach einer Renaissance eines 50er Jahre Chauvinismus wirkt, ist leider so antiquiert nicht. Denn wenn es ums Kaufen geht, sind viele Frauen plötzlich sehr zurückhaltend. (Nein, es kommen jetzt keine Gags über Taschen und Schuhe.) Sie lieben es umworben zu werden. Aber daraus wird noch lange kein Kauf oder eine Unterschrift. Ein gravierendes Beispiel hierfür: Altersversorge. Hier hören sie sich gerne alles an und natürlich schaffen Beraterin oder Berater ein zielgruppengenaues Ambiente, aber unterschrieben wird nichts. Das lassen aber dann doch den Mann entscheiden. Das ist weder lustig noch gut, sondern Tatsache, was von keinem zurecht mehr beklagt wird als von Frauen selbst. Vielleicht liegt es am Thema. Gut möglich. Sehr gut möglich.

Ich kenne auch Männer, die auf dieses Thema keine Lust haben. Aber manchmal kann man sich halt nicht aussuchen. Manchmal muss man sich auch Kurven anschauen, die keine Lust auf mehr machen. Hieraus aber etwas Genderspezifisches abzuleiten ist Nebelkerzenwerfen. Vielleicht geht es einfach nur um Schuldzuweisung und Ablenkung. "Ich bin nicht entscheidungsunfähig, das Marketing war nicht feminin genug."

Aber solange es einfach so viele "stinkfaule Latte Macchiato-Muttis" gibt (allein für dieses Wort werde ich Monika Gruber auf ewig dankbar sein), wird dieses Genderthema nicht aufhören. Es ist so herrlich belanglos. Man kann so herrlich folgenfrei darüber fabulieren. In den Medien, denn sie sind die einzigen, die sich dafür interessieren, denn sie machen damit Geld. Und das kommt nicht von Männern - zumindest nicht direkt.

Womit bewiesen wäre, worum es beim Gendermarketing wirklich geht.

Weltfrauentag

Vor vier Jahren haben wir uns schon einmal zum Weltfrauentag geäußert und damit eigentlich auch schon alles Wesentliche gesagt. Dachten wir. Doch dann das auf bild.de:



Was haben sie denn Deutschland gezeigt? Was immer es ist bzw. war, eine ist ganz besonders nett in diesem Zusammenhang: das Vokabular und die Nominierung, äh, Nennung von Frau Klatten. Warum sie da auftritt? Hm, vielleicht weil sie in einer der letzten Bastionen der Männer eingedrungen ist und gezeigt hat, dass sich auch eine Frau Liebe kaufen kann?

Ich weiß es nicht. Ich wusste ja nicht mal, dass heute Nachmittag die Frauen in China frei haben. Eben wegen des Weltfrauentages.


Alles verkauft - bloß kein Sex

Sex sells? Ein Ammenmärchen.

Werbung, die von sehr vielen als gut bezeichnet wird, kommt ganz und gar ohne ein explizites "Kauf mich, du Sau!" aus. Vielmehr wird an das Gefühl appelliert, es wird versucht, eine Begehrlichkeit zu wecken, Lust auf etwas zu machen. Die Kenntnis, wie man diese bzw. sich letzlich befriedigt, wird vorausgesetzt. Gute Geschäfte macht man schließlich im allgemeinen ja auch in guten Geschäften - und nicht in einem Puff.

Alles verkauft - bloß kein SexUnd so ist es auch nicht verwunderlich, dass dieselben Mechanismen auch angeblich beim Selfmarketing funktionieren. So zumindest ein Ergebnis einer Umfage von ElitePartner.de. Das Internetportal für "Akademiker & Singles mit Niveau" (wobei ich ja nie weiß, was ich aus diesem Claim lesen soll: Sind Akademiker und Singles immer was anderes? Oder sind sie immer Single, haben aber, im Gegensatz zu nichtakademischen Singles, kein Niveau. Oder ist das Niveau bei einem Akademiker egal, weil Geld? Keine Ahnung, ist aber auch jetzt nicht so unmitelbar das Thema. Also jene Plattform ...) veröffentlichte eine Themen-TopTen beim ersten Date.

Und welch Überraschung: Genau so, wie jeder kommerzielle Anbieter nicht sagt, was er wirklich will - nämlich sein Produkt / seine Dienstleistung für möglichst viel Geld gekauft wird - sagt beim ersten Date keiner, was er wirklich will. Statt dessen versucht man sich mit folgenden Krücken:

    1. Anekdoten aus dem Alltag (44%)
    2. Träume und Visionen (42%)
    3. Reisen (41%)
    4. Beruf, Arbeitsleben (40%)
    5. Aktuelles Zeitgeschehen (26%)
    6. Philosophische Gedanken und Themen (24%)
    7. Zukunftspläne (21%)
    8. Interessante Bücher (16%)
    9. Filme, Theaterstücke (14%)
    10. Sport (9%)


Die Frage aber, die wirklich interessant ist, wird nicht beantwortet.
Wann kam es denn zum ... Kauf?

Aber vielleicht will man das ja heutzutage gar nicht mehr? Vielleicht ist es einfach angesagter, politisch korrekter, in aller Munde, denn in aller Bettensitz zu sein.

Frauen und was sie verdienen

Frauen und was sie verdienenInteressant. Es gibt jetzt wohl eine Software, die es Unternehmen erlaubt, ermöglicht, erwasauchimmert, herauszufinden, die Gehaltsstrukturen ihrer Mitarbeiter zu analysieren. So sind sie in der Lage herauszufinden, ob Frauen bei gleicher Qualifikation und Leistung schlechter bezahlt werden als Männer.

LOGIB-D heißt sie - und bestellen kann man sie hier.

Ich bin überrascht, dass Unternehmen nicht wissen, was sie wem zahlen, aber OK, wenn dem so ist, dann ist dem so und nun scheint sich das ja korrigieren zu lassen.

Angeblich macht der Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern in Deutschland 22 % aus. Damit sei die Lücke hierzulande so groß wie in kaum einem anderen Land.

Gerne spricht man dann von Ungerechtigkeit. Hm, ist das ungerecht? Und stimmt das überhaupt? Im Öffentlichen Dienst, bei Beamten geht das ja wohl nicht. Bleibt also die freie Wirtschaft. Da war/bin ich auch - und da habe ich auch erlebt, dass Männer schlechter bezahlt wurden als Frauen. Dazu zählte ich. Habe ich mich darüber aufgeregt? Nein. Denn erstens bekam ich ja, was ich wollte. Nur sie bekamen mehr. Also gab es an sich keinen Grund, mich zu ärgern. Ich hatte ja, was ich wollte. Und wenn ich mehr will, muss ich halt bessere Argumente vorbringen, um besser abzuschneiden. Also wenn ich mich da ärgern muss, dann doch nur über mich - und nicht die Gesellschaft oder die Frauen, die es mit all ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten besser gemacht haben. :-)

Es ist also eine Sache des Verhandlungsgeschicks. Und das hängt wiederum mit dem Selbstbewusstsein zusammen. Vielleicht sind deutsche Frauen nicht einfach nur schlechter bezahlt. Vielleicht gehören sie in der Masse auch zu den Frauen mit dem am wenigsten ausgebildeten Selbstbewusstsein in Europa? (Darf man das überhaupt fragen?)

Soweit uns bekannt ist, gibt es beim Ministerium für Frauen, Familie etc. dafür allerdings keine Software.


Wer ficken will, muss freundlich sein!

Es gab Zeiten, da bekam man diese eCard bestimmt dreimal die Woche.

Heute ist das nahezu undenkbar. Auch sind die Zeiten vorbei, in denen sich Ingo Appelt nur mit einem Messingschild, auf dem "Ficken" stand, auf die bühne stellen konnte und mehr Applaus einheimste als so mancher Wortdrechsler (der aber auch nicht wirklich lustiger oder besser war).

Manchmal braucht es eben nicht viel - und man versteht, worum es geht. Wie bei Edgar und Ingo, nur eben, heute und für Parship - auch ohne das pöse, pöse F-Wort:



Agentur: Kolle Rebbe

Tempo 50 - 60 - 90

Den Dänen wie auch den Schweden und Fanzosen geht ja eine gewisser, mehrdeutiger Ruf voraus, wenn es um "Verkehr" geht. Und wieder gab es was, was diesen Ruf zumindest der Dänen festigt. Dort hatte man eine sehr schöne Idee, wie man dazu beitragen kann, dass die Geschwindigkeitsbegrenzungen in Innenstädten auch eingehalten werden. Aber letztlich war sie doch zu .... (konter-)revolutionär???



Willi & Kant? DSDF?

Dass es das noch nicht vorher gab? Big Brother für Little 'uckers. Tja, man muss drauf kommen: WG der Lust - wird dieses seltsame Projekt in einem Luxus-Appartement in Erfurt (contradictio in adiecto?) heißen, zu dem man angeblich einen Hang zum Exhibitionismus mitbringen soll? Echt? In einem Haus, in dem es nur um Sex geht, voller Kameras (42)?

WG der Lust

Wer Infos oder gleich zum Casting will, eintreten: http://wg-der-lust.com/



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