Schwarz auf weiß für lau

Schreiben Sie bitte ein Buch. Lassen Sie die Menschheit teilhaben an Ihrem Wissen. Werden Sie wichtig, wichtiger als Sie es eh schon sind. Schließen Sie Ihr Buchprojekt bitte bis Anfang, spätestens Mitte Juni ab. Bis dahin gibt es die ISBN und eine Hardcover-Ausgabe gratis bei epubli. Für den Fall, dass Ihnen nichts einfällt: Denken Sie daran, manchmal kommt es nur aufs Cover an.

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Der ADC und der Levitenleser Winterscheidt

Gestern kam das ADC-Jahrbuch 2015. In der branchenüblichen Bescheidenheit tituliert als "Die Design-Bibel der Kreativbranche."

Was natürlich Quatsch ist, denn eine Bibel erscheint nicht jährlich mit wechselndem Inhalt. Zudem wirft sie nur bedingt einen Blick zurück, eher warnt sie davor (s. Lukas 17,32).

Aber derartige Unstimmigkeiten haben die/meine Brangsch noch nie gestört. Hauptsache, es verkauft. (Klingt auch irgendwie gottlos, aber so isses ja halt auch.)

Und ebensowenig kümmert es die Werbung, wenn man sie basht. Im Gegenteil, das gefällt ihr - und den Part übernimmt in dem Werk Joko Winterscheidt mit einem Vorwort, das gewiss insgesamt nicht so viel Applaus erhält wie sein Video, in dem er mit seinem Circus Halligalli-Partner Stellung zu Rechtsradikalen bezieht, aber von uns.

Denn irgendwie halten wir es dann doch mit dem Wort aus der echten Bibel (Johannes, 3,18):

"Meine Kinder, lasst uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit."

Von allen guten Geistern. Verlassen?

a) Ein Unternehmen muss Geld verdienen.
b) Das Geld haben andere.
c) Um aus deren Geld sein Geld zu machen, braucht es ein Angebot (Produkt/Dienstleistung).
d) Das Angebot muss (irgendwo) in seiner Gesamtheit, also inkl. seiner Präsentation, so attraktiv sein, dass die, die das Geld haben, bereit sind, Teile davon gegen den Erwerb/die Nutzung des Angebots einzutauschen.
e) Wie groß diese "Teile" sind, hängt davon ab, wer man ist, z. B. Unternehmen oder Geldhaber; oder: Walkenhorst oder Rockefeller (Der Name steht hier nur symbolisch, eigentlich müsste da ja Ortega oder Helú stehen, aber wer kennt die schon?).
f) wie ... Fertig!

Bitte? "Ja, und?", fragen Sie? Ja, und wissen Sie was: Ich mich auch. Sie haben ja Recht!!! Aber wenn das so banal ist, wie oben skizziert, wenngleich womöglich etwas umständlich (vielleicht altersbedingt), warum haben Sie dann Ratgeberbücher? Steht da was anderes drin? Wirklich?

Merke:

Die Qualität einer Beziehung steht in reziproker Relation zur Anzahl der Ratgeberbücher im Machtbereich der Beziehung.

Also: Privat/Ehe - s. Wohnzimmerregal, Geschäft - s. USM Haller-Sideboard.

Aber natürlich gibt es auch Unternehmen, die solche Ratgeberbücher verfassen, vertreiben.
Also müssen auch diese etwas finden, was jene Werke so attraktiv macht, dass Menschen bereit sind, dafür ihr Geld herzugeben.

Neuestes Werk: Das sprechende Unternehmen - Wie Sie Ihr Unterbewusstsein für Ihren Geschäftserfolg nutzen.

Dazu eine Frage: Welches Geschlecht hat die Person, die sich hierfür inhaltlich verantwortlich zeichnet?

Und noch eine: Zum Nachnamen dieser Person gehört ...

a) ... Mut.
b) ... ein Adelstitel (also alles ab "von")
c) ... noch ein anderer. (also Doppelnamen)

Jesses, haben Sie Vorurteile. Obwohl: Sie haben ja (schon wieder) Recht. Und irgendwie finde ich das, was Alexandra Herzog-Windeck da anpreist, unlogisch anmutend.

Wenn man sich des Unterbewussten bewusst sein soll und damit Erfolg hat, ist es dann noch das Unterbewusste?
Und wenn es das nicht mehr ist, dient es dann noch meinem Geschäftserfolg?
Wenn es unterbewusst bleibt, wozu soll ich das Buch kaufen?

Irgendwo hakt's. Oder es hämmert. Dämmern will es mir nicht. Aber ich habe ja auch kein USM Haller-Sideboard - was für sich spricht - und mich auch.

Warum begehrte Produkte eine Biografie besitzen und Marketing bei der Produktentwicklung beginnen sollte.

Mario PrickenEin Gastbeitrag von Mario Pricken.

Wie ist es möglich, dass für manche Schuhe, Kosmetikartikel, Möbel oder Autos das Zehnfache des Durchschnittspreises bezahlt wird? Existiert so etwas wie eine alchemistische Formel, die Produkte in begehrte Luxusobjekte verwandelt? Was gibt ihnen diesen Wert? Und: Kann er auch wieder verloren gehen? Fragen, die sich fast jeder schon irgendwann einmal gestellt hat. Für das Buch „Die Aura des Wertvollen“ wurden über vier Jahre mehr als 300 Gegenstände durchleuchtet, die Menschen als besonders wertvoll gelten. Das Ergebnis sind 80 Parameter, die sich in den Biografien wertvoller Produkte oder in Objekten aus Kunst, Kultur oder Religion in unterschiedlichen Mischungen wiederfinden – etwa Elemente der Einzigartigkeit, der Verknappung, der Veredelung, der Wirkung von Zeit, aber auch Rituale, Gerüchte oder inszenierte Übergaben.
"Warum begehrte Produkte eine Biografie besitzen und Marketing bei der Produktentwicklung beginnen sollte." vollständig lesen »

PowerPoint – Unplugged

Nun, zum Glück bin ich kein Deliquent. So hat mir die persönliche Widmung des Buches, das ich zur ungefragten Rezension erhielt, schon sehr gut gefallen.

Und dieser positive Eindruck setzt sich im Innenteil fort. Auf 175 Seiten geben die Autoren Gerriet Danz und Tim Wilberg in Ihrem Buch

33 PowerPoint-Präsentationen wieder, die so nie gehalten wurden, aber durchaus so hätten gehalten werden können. Oder sollen?

Gewiss werden jetzt Unternehmensberater und Risikoanalysten sowie Mediastategen ihre Köpfe schütteln und sich fragen: "Wie kann man denn so viele Präsentationen auf so wenig Raum unterbringen?". Aber jene kann ich beruhigen: Auf den meisten Seiten befinden sich zwei Charts/Slides. Die allerdings (für euch gewiss) ungewohnt übersichtlich, textarm und grafisch hervorragend.

In dem Buch sind enthalten die ungehaltenen Präsentationen von Gott, Jesus Christus sowie seines aktuellen Stellvertreters auf Erden und viele andere ganz irdische Kreaturen mehr, z. B. Christoph Columbus, der Legehenne, Angela Merkel (das ist hier ist eine Aufzählung, keine Apposition (sonst müsste ja auch, wenn schon, dann Ursula von der Leyen dastehen)), dem Weihnachtsmann, Giovanni Trappatoni (Einschub s. o.) - naja, und so weiter.

Eine sehr unterhaltsame, aber für jene, die zur Reflektion fähig sind, auch sehr lohnende, weil mit unter 10 € nicht nur sehr günstige, sondern auch sehr lehrreiche Lektüre, kann man doch erkennen, wie man selbst komplexeste Problemstellungen, z. B. Einsteins Relativitätstheorie, auf engsten Raum klar, knapp und verständlich darstellen kann – falls man’s kann (besser: will).

Kaufen!

Danke an die Autoren.

Werbepropheten

Im Business-Village-Verlag gibt es dieser Tage einige Neuerscheinungen, u.a. Heiko Heiko Burracks „Die Werbepropheten und ihre dröhnenden Lautsprecher“

WerbeprophetenUnd weil man zumindest bei Businessvillage zu ahnen scheint, dass ohne den Besserwerberblog in Marketing, Werbung und PR eigentlich gar nichts richtig laut dröhnt ;-) , hat man gleich drei Exemplare rübergereicht. Und die verschenken wir jetzt gerne.

3 mal „Die Werbepropheten und ihre dröhnenden Lautsprecher“

Von der Verlosung ausgeschlossen sind die führenden Köpfe der Werbung: Niels Alzen, Christof Baron, Christian Daul, Thomas Eickhoff, Andreas Geyr, Heinz Grüne, Christian Hupertz, Martin Krapf, Lothar Leonhard, Frank-Peter Lortz, Carl-Philipp Mauve, Andreas Mengele, Frank Merkel, Torsten Müller, Ralf Nöcker, Jesko Perrey, Bent Rosinski, Florian Ruckert, Matthias Schrader, Oliver Schrott, Frank Schübel, Joachim Schütz, Gerald Spitzer, Uwe Storch und Heiko Burrack...

Jene, in deren Land die Propheten noch was gelten, dürfen uns 'ne Mail schicken. Und die ersten 3, die das tun (bitte nicht hudeln und die Lieferadresse vergessen) dürfen sich freuen. Zu Ihnen kommen die Werbepropheten. Ggf. auch auf den Berg.


UPDATE: Alle Werbepropheten waren am 28.02. um 17.39 Uhr mit der Heilsverkündung beauftragt.

Rechnen mit Gefühl. Befindlichkeitsbloggen endlich auch hier. (keine Sorge, war nur Spaß)

Der Chef wies ja erst vor ein paar Tagen darauf hin, dass Logogestaltung und Algebra eng verknüpft sind. Und da wir ohnehin das Jahr der Mathematik schreiben und ich als Monitoring-Addict trotz Rechenschwäche sehr an Zahlen interessiert bin, habe ich mich unlängst dem Buch „Der zählende Mensch. Was Emotionen mit Mathematik zu tun haben.“ gewidmet.

Als Marketingler der Moderne sind wir schließlich einerseits Emotionswissenschaftler und andererseits auch Betriebswirtschaftler. Und neuerdings – dank web2.x - ist der Mensch für uns nicht mehr nur als zahlender, sondern eben auch als zählender (in beiderlei Sinn) von immenser Bedeutung.

Der Autor André Frank Zimpel haut genau in diese Kerbe, denn er tritt recht vehement gegen die bislang verbreitete Verdinglichung des Menschen durch die (Schul-)Mathematik ein.

Emotionen und Mathematik

Über diverse Ansätze verschiedenster Wissenschaften – von Naturwissenschaften über Psychologie und Philosophie (er selbst ist Erziehungswissenschaftler) – führt Zimpel immer wieder zu der einen pythagoräischen Erkenntnis: „Alles ist Zahl.

Unser allgemeines und individuelles Weltbild beruht auf Zahlen. Von Kindheit an lernen wir anhand von Zahlen unsere Umwelt zu strukturieren. All unser Verhalten lässt sich letzten Endes in Formeln ausdrücken.

Zimpel plädiert dafür, eben dieser ursprünglich aus der antiken Philosophie stammenden Weisheit durch eine „menschlichere“ Mathematik gerechter zu werden. Schließlich sind wir selbst Teil unseres Weltbildes. Und es ist absurd, etwas Subjektives verobjektivieren zu wollen.

In einer Kritik zum Buch ist von der Notwendigkeit, „die [Erklärungs-]Lücke zwischen Mensch und Natur zu überbrücken“. Emotionale Zahlen – Zimpel spricht von Humanmathematik - könnten in unserem immer weiter technisierten Leben viele Konflikte lösen.

Ich sehe einen riesigen Bedarf dafür gerade im Marketing. Denn in letzter Zeit stoße ich ständig auf eine viel zu große Diskrepanz zwischen technischen und statistischen (oder gerne auch marktforscherischen) Theorien in den Chefetagen und der „echten“ menschlichen Netzwelt. Die Muster, die sich aus objektiv-zahlenorientierten Analysen ergeben, sind oft meilenweit von den subjektiv betrachteten Werten entfernt, obwohl sie als nackte Zahlen identisch sind.

Wer als Erster ein mathematisches Umdenken (Zimpel nennt es eine „kopernikanische Wende“) schafft, dürfte gravierende Wettbewerbsvorteile haben.

Abschließend möchte ich einen vielsagenden Satz aus einer weiteren Kritik zum Titel zitieren. Denn erstens ist die Logik des Buches anhand meiner bescheidenen Worte vielleicht nicht ganz leicht nachzuvollziehen. Und zweitens fragt sich eventuell der Eine oder Andere immer noch, was das alles mit Marketing zu tun haben soll:



Wer Parallelen erkennt, dürfte an Zimpels Buch Gefallen finden.

Arschloch!

Normalerweise bieten ja doppeldeutige Überschriften das größte Potenzial, weiter gelesen zu werden, z.B. One Night in Paris oder so, aber Montag morgen ist oben genannter Einstieg bestimmt auch nicht zu verachten, um den Blutdruck nach oben zu fahren. Und damit der da bleibt und auch der Spaß nicht zu kurz kommt, empfehle ich allein des Titels wegen das Buch "Der Arschloch-Faktor"
"Arschloch!" vollständig lesen »

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