Nomen est Omen – Marketing mittels Kanzleinamens

Die Anwaltschaft hat in den vergangenen zehn Jahren einen grundlegenden Wandel vollzogen, der sich nicht nur in zahlreichen Gesetzesreformen widerspiegelt. Alleine die Zahl der in Deutschland zugelassenen Anwälte ist seither auf rund 147.000 gestiegen. Vor allem in den Ballungsräumen kann inzwischen nur der bestehen, der ein eigenes Profil vorweisen kann. Daher kommt heutzutage kein Anwalt ohne irgendeine Form der Werbung aus. Denn auf lange Sicht gilt auch für Anwälte der Grundsatz:

Sie können noch so gut sein, Sie werden untergehen, wenn Sie keiner kennt!

Marketing Kanzleinamen Ein erstes Mittel, um eine Botschaft zu vermitteln, stellt hierbei die Wahl des Kanzleinamens dar. Üblicherweise heißt eine Kanzlei wie ihr Rechtsanwalt bzw. ihre Rechtsanwältin, oder? RA Schmidt; Anwaltsbüro Müller, Rechtsanwälte Trost oder ABS Rechtsanwälte - schätzungsweise 98% der deutschen Kanzleien wählen ihre Namen nach diesem Muster. Wobei sich der Verfasser als rühmende Ausnahme nicht vorstellen kann…Auch wenn diese Vorgehensweise nahe liegt, ist sie nach Ansicht von zahlreichen Marketingexperten nicht die effektivste Option, um ein eigenes Kanzleiprofil auszudrücken.

Der Vorteil bei der Benennung der Kanzlei nach ihrem Inhaber liegt sicherlich darin, dass der Anwalt für Außenstehende persönlich hinter seiner Kanzlei steht. Er bürgt gewissermaßen mit seinem Namen für die angebotenen Leistungen. Für den unbedarften Rechtssuchenden ist eine solche Benennung aber nicht allzu aussagekräftig. Mit Ausnahme der Rechtsanwälte Bossi oder Lenssen (& Partner) hat sich in der Öffentlichkeit kaum ein Anwalt einen Namen gemacht, eine Botschaft ist in den seltensten Fällen mit dem Anwaltsnamen verbunden. Realistisch betrachtet geht die Auffälligkeit eines Anwaltsnamens also eher gegen Null.

Angefangen in der Branche der Online-Anwälte versuchen daher in der letzten Zeit zahlreiche Kanzleien, die eigene Besonderheit durch eingängige Namen auszudrücken. Beispiele gefällig? ACURIS, Advo Company, Advocall, Advocatur, Avocado, Clemente, Gigarecht, IhrAnwalt24, Juraxx, Juritax, Juriworld, Syndicus etc.

Inwieweit diese Namenskreationen gelungen sind, bleibt dem Betrachter überlassen. Allerdings lässt sich nicht verleugnen, dass die Namen im Gedächtnis hängen bleiben. Gleichzeitig erfüllt die geschickte Wahl des Kanzleinamens nicht nur die Aufgabe der Benennung der Kanzlei, sondern vermittelt zusätzlich eine eigene Botschaft. Sei es, dass ein vertrauenswürdiges und sympathisches Image der Anwälte verkauft, sei es, dass das Tätigkeitsfeld der Kanzlei ausgedrückt werden soll. Weiterer Vorteil: Es handelt sich nicht nur um einen einmaligen Effekt wie bei einer Anzeige, sondern die Imagewirkung bleibt während der gesamten Lebensdauer des Unternehmens bestehen.

Bei der Suche eines originellen Kanzleinamens gibt es sicher zahlreiche Möglichkeiten, um mit einem besonderen Namen aufzufallen. Dabei sollte die Tonalität und Richtung eines Namens immer auf die jeweilige Mandanten-Zielgruppe ausgerichtet sein, die man ansprechen möchte. Bei aller Kreativität sollte aber immer berücksichtigt werden, dass gute Anwälte in den Augen der Mandanten stockkonserativ sind. Flappsige Namenskreationen dürften daher am Ziel vorbeigehen.

Und wie schaut es mit den gefürchteten Werbeverboten für Rechtsanwälte aus? Dieses Werbeverbot ist in den letzten Jahren ebenfalls deutlich gelockert worden. Von den speziellen berufsrechtlichen Regelungen abgesehen, ist für den Anwalt von heute kreative Werbung erlaubt, sofern sie die (fließenden) Grenzen zur irreführenden Werbung nicht überschreitet.

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Werbung für Kinder? Komplett asozial!

Werbung für Kinder? Komplett asozial!Wie ich gerade hier im Blog lese, wies gerade eine Studie nach, dass „dass bereits das einmalige Anschauen eines Werbespots ausreicht, um die Produktwahl von Vorschulkindern zu beeinflussen.“ Wer einmal Zeuge wurde, wie hypnotisiert kleine Kinder vor dem Fernseher sitzen, der realisiert sehr schnell, dass die Kids bis zu einem gewissen Alter nicht in der Lage sind, überhaupt zwischen Programm und Werbung zu unterscheiden.

Da fragt man sich, wie kann es legal sein, dass Werbung überhaupt so gestaltet sein darf, dass die Kinder direkt anspricht? Die Werbung muss in Deutschland eindeutig vom Programm getrennt sein. Wenn aber kleine Kinder nicht in der Lage sind, zwischen Werbung und Programm zu unterscheiden, muss man die Frage stellen dürfen, ob Werbung, die Kinder direkt anspricht und auch noch im Kinderprogramm gesendet wird, nicht eigentlich komplett illegal ist. Asozial sind diese Werbetreibenden auf jeden Fall!

Das Beispiel zeigt einmal mehr, dass die Politik nichts von Werbung versteht. Da wird Werbung für Tabakprodukte verboten, anstatt diese sinnvoll zu regulieren, aber die Kinder dürfen auf Teufel komm raus, mit vollkommen sinnfreiem Kram angefixt (oder auch schon einmal aktimellisiert werden :-) ) werden.

Werbung für Kinder: Sammeln und Abkassieren?

Ein typisches Bild vor Supermarktkassen: Kleine Kinder betteln ihre hilflosen Eltern um Süßigkeiten an und zeigen überraschendes Wissen um Produktnamen und Marken. Kein Wunder, denn alleine in den USA investieren Nahrungsmittelhersteller jährlich zehn Milliarden Dollar in die Werbung für Produkte mit Kindern als Zielgruppe.

Eine Studie wies vor kurzem nach, dass bereits das einmalige Anschauen eines Werbespots ausreicht, um die Produktwahl von Vorschulkindern zu beeinflussen. Die Studienergebnisse bestätigen die Schlussfolgerung eines Berichts der Weltgesundheitsorganisation WHO, wonach das aggressive Bewerben energiereicher, aber vitalstoffarmer Nahrungsmittel ein Grund für das steigende Übergewicht bei Kindern in Industrieländern ist. Mediziner fordern daher, im Interesse der Kindergesundheit den Spieß umzudrehen und mit gezielten Werbestrategien den jungen Gourmets Obst und Gemüse schmackhaft zu machen.

Werbung Kinder

Aus Anlass der zunehmenden Fettleibigkeit bei Kindern, aber auch vor dem Hintergrund der von der EU geplanten strengeren Werberichtlinien, haben daher bereits mehrere große Lebensmittelkonzerne ihre Werbung an Kinder eingeschränkt. So stoppte der größte Süßwarenkonzern der Welt, Masterfoods, bereits seine Schokoriegelwerbung (z.B. für „Mars“ und „Snickers“) für Kinder unter zwölf Jahren. Der Werbestopp soll für alle Medien, einschließlich des Internets, gelten. Schon jetzt wirbt das Unternehmen nicht für Kinder unter sechs Jahren.

Ungeachtet aller freiwilligen Werbebeschränkungen dürfen Kinder und Jugendliche nach den Vorschriften gegen den unlauteren Wettbewerb nur eingeschränkt von der Werbung angesprochen werden. Sie sollen davor geschützt werden, dass ihre geschäftliche Unerfahrenheit im Rechtsverkehr ausgenutzt wird und sie dadurch einen wirtschaftlichen Schaden erleiden. Dieses bedeutet aber nicht, dass die großen Konsumentengruppen „Kinder und Jugendliche“ überhaupt nicht durch Werbung beeinflusst werden dürfen. Es werden auch künftig lange Werbeblöcke im Kinderprogramm existieren, in denen das neuste Spielzeug oder das leckerste Erfrischungsgetränk gepriesen werden. Wettbewerbswidrig kann eine Werbung jedoch dann werden, wenn direkt oder indirekt die Unerfahrenheit von Kindern und Jugendlichen bei ihrer Kaufentscheidung gezielt ausgenutzt werden soll.

Wo die Grenzen gerade bei hintergründigen Werbemaßnahmen liegen, ist häufig nicht auf den ersten Blick erkennbar. So hatte die Verbraucherschutzzentrale im Jahre 2003 eine Sammelaktion für Schokoriegel der Marken „Lion“ und „Kitkat“ beanstandet: Auf den Verpackungen der Schokoriegel waren rechteckige Sammelpunkte, sog. „N-Screens“, zum Ausschneiden aufgedruckt. Für 25 „N-Screens“ konnte man bei amazon.de 5,00 € abkassieren. Entgegen der Ansicht der Verbraucherschützer sahen die Gerichte zumindest nach den alten Vorschriften des Wettbewerbsrechts (mittlerweile wurden diese reformiert) darin aber keine gezielte und wettbewerbswidrige Ausnutzung der Sammelbegeisterung von Kindern. Unter den gegebenen Umständen sei diesen ausreichend klar, welche finanziellen Belastungen sie tragen müssen, um in den Genuss eines amazon.de-Gutscheins (und natürlich eines Schokoriegels) zu gelangen. Bei einem Schokoriegelpreis von 0,40 € waren hierfür genau 25 Schokoriegel notwendig, um so einen Gutschein zu erhalten. Eine derartige Rechnung sei auch für einen Minderjährigen nachvollziehbar und transparent. Oder um es mit den Worten des Bundesgerichthof zu sagen:

    „Ein durchschnittlich informierter, aufmerksamer und verständiger Minderjähriger, der über Taschengeld verfügt und ohne Begleitung eines Erwachsenen Verkaufsstätten für Schoko-Riegel aufsucht, ist zu der einfachen, hier ausreichenden Berechnung in der Lage, um den Aufwand für einen Gutschein zu ermitteln."


Bei manchen PISA - Ergebnissen durchaus eine gewagte Annahme!
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Schleichwerbung im Internet und bei Kinofilmen

Werbung ist grundsätzlich dem Adressaten als solche kenntlich zu machen. Wird dagegen Werbung in einer vermeintlich unabhängigen, sachverständigen oder wissenschaftlichen Äußerung (redaktionelle Werbung) ohne weitere Kennzeichnung verpackt, so kann eine unzulässige Schleichwerbung vorliegen. Ein solcher Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht wiegt umso schwerer, da ein Verbraucher derlei Äußerungen typischerweise mehr Gewicht und Glaubwürdigkeit als bei erkennbarer Werbung zumisst. Eine solche auf Täuschung basierende Schleichwerbung beeinflusst den Verbraucher subtiler und häufig intensiver als direkte Werbung, ohne dass es der Verbraucher überhaupt bemerkt.

Schleichwerbung kann in vielen Formen erfolgen: Sei es der „neutrale“ Zeitungsartikel über das neueste Modell eines Autoherstellers, sei es das deutliche Lob einer TV-Moderatorin über ihre Diäternährung. Daneben erfolgt Schleichwerbung aber auch häufig als in Kinofilmen in Form von sog. „Product Placement“. Hierbei geht es darum, dass dem Filmcharakter durch einen Hersteller Markenartikel zur Verfügung gestellt werden, die dann möglichst werbewirksam und oft im Bild zu sehen sind. Aktuelles Beispiel sind die James Bond Filme: Nicht umsonst wurde bereits die frühere James Bond Episode „die another day“ in der Werbeindustrie spöttisch „buy another day“ genannt, da in dem Film mehr als zwanzig Firmen mit „Product Placement“ Deals im Wert von zusammen 120 Millionen Dollar vertreten waren. Das Spektakel zeigte, dass man bestimmte Szenen oder auch ganze Drehtage tatsächlich kaufen kann. Und auch die neuste Episode „Ein Quantum Trost“ wird wieder von zahlreichen Werbepartnern unterstützt: So bezahlt bekanntermaßen Ford eine Menge Geld, damit James Bond nicht mit einem BMW, sondern mit einem Aston Martin die Welt rettet.

Schleichwerbung

„Product Placement“ ist grundsätzlich nicht erlaubt, das wettbewerbsrechtliche Verbot solcher getarnter Wirtschaftswerbung gilt prinzipiell auch für Kinospielfilme. Warum fährt James Bond dann aber trotzdem weiter? Die Rechtsprechung wendet die strengen Maßstäbe des Verbots von Schleichwerbung bei Kinofilmen nur eingeschränkt an, da der normale Zuschauer bei privat hergestellten Spielfilmen mit einer anderen Erwartungshaltung als - überspitzt gesagt - bei der Tagesschau herangeht: Erst wenn ein Kinofilm Werbung im Übermaß enthält, ist derartige Schleichwerbung unzulässig. Die genaue Bewertung des „Übermaßes“ ist dann immer die Einzelfrage, um die sich die Juristen streiten. Zusammenfassend und vereinfacht gesagt gilt aber: Solange der Film noch eine eigene Handlung hat, darf James Bond ruhig mit einem Aston Martin durchs Bild fahren.

Ein weiteres Problemfeld ist die getarnte Werbung im Internet. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass auch dort Werbung als solche klar erkennbar und vom übrigen Inhalt der redaktionellen Angebote eindeutig getrennt sein muss.

Unlauter ist hingegen eine Schleichwerbung im Internet, bei der dem Leser eine entgeltliche Anzeige als eigener redaktioneller Beitrag präsentiert wird. Anzeigen müssen daher im Stil und Aufmachung eindeutig als Werbung gekennzeichnet werden. Dieses kann dadurch erfolgen, dass die Werbung in einen getrennten Anzeigenteil angeordnet oder ausdrücklich als Anzeige gekennzeichnet wird. Werbetreibende sollten auch beachten, dass ein Link, der aus einem redaktionellen Zusammenhang auf eine Werbeseite verweist, gesondert gestaltet werden muss: Es hat bereits bei der Verlinkung für den Leser erkennbar zu sein, dass auf eine Werbeseite verweisen wird.

Übrigens, wettbewerbsrechtlich ist es nicht zu beanstanden, wenn bei der Übertragung eines Bayern München Fußballspiels die Bandenwerbung gezeigt wird oder wenn der Poldi im anschließenden Interview seinen fünf Minuten Einsatz in der Nachspielzeit rechtfertigt und dabei auf seiner Kleidung das Adidas Logo glänzt. Denn in solchen Momenten wird der Zuschauer nicht über die Werbemaßnahme getäuscht.

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Das war Ernst.

Zwei zerknüllte Zigarettenschachteln und dazu die Überschrift: "War es Ernst? Oder August?"

Ein schöner Coup der Agentur, zeitnah auf das Zeitgeschehen einzugehen. Nur einer fand es nicht lustig. Ernst (nomen est omen) August. Er klagte. Bekam Recht. Lucky stroke back und bekam dann seinerseits Recht und nun entschied der BGH - zugunsten der Kreativen.

Und weil man schon mal dabei war, hat man damit auch die Klage Bohlens abgewiesen. Im seinem Falle war eine Anzeige mit zwei Zigarettenschachteln erschienen, die sich scheinbar unterhalten. Darüber stand: "Schau mal, lieber Dieter, so einfach schreibt man super Bücher." Die Wörter "lieber", "einfach" und "super" waren geschwärzt, aber noch lesbar.Auch eine schöne Anspielung auf sein Erstlingswerk, das ja an so manchen Stellen geschwärzt werden musste, da er irgendwen zu sehr anschwärzte.

Die Verteidigung argumentierte mit "Zwangskommerzialisierung", was auf jeden Fall als Wort einen Szenenapplaus verdient hat. Ob sie allerdings zumindest mit ihrer Vermutung Recht behält, dass der BGH damit Tür und Tor geöffnet habe, dass Personen mittels eines "kleinen Kniffs" in die Werbung einbezogen würden, die damit gar nicht einverstanden seien, ist wahrscheinlich. Aber geht es darum? Warum sollte der Werbung verboten sein, was Unterhaltungssendungen im Privatfernsehen gestattet ist?

Eine super Entscheidung, lieber BGH. Jetzt muss sich nur noch der Kunde trauen :-)

Kein Wettbewerb auf Deutschlands Straßen

Natürlich buhlen BMW, Porsche, Benz, Opel, Ford, Renault, VW, Seat, Toyota, Daihatsu, Mitsubishi, Citroen, Peugeot, Skoda und meinetwegen auch Rolls-Royce, Aston Martin, Maybach und Hummer um die Gunst der Deutschen, aber diesmal geht's um deren Anhänger (wobei letztere sehr selten damit gesichtet werden) und auch eher um spezielle Anhänger, nämlich die, die stehen, die nicht als Lasten-, sondern Werbeträger eingesetzt werden.

Höchrichterlich gab es nun in deinem, meinen, unser aller Namen folgende Presseerklärung des Bundesgerichtshofes:

    Der u. a. für das Wettbewerbsrecht zuständige I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hatte auf die Klage der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs e.V. darüber zu entscheiden, ob das Abstellen von Kraftfahrzeuganhängern mit Werbeschildern im öffentlichen Straßenraum wettbewerbswidrig ist, wenn eine straßenrechtliche Sondernutzungserlaubnis nicht vorliegt.

    Das Landgericht hatte in dem Abstellen von Kraftfahrzeuganhängern mit Werbeschildern im öffentlichen Straßenraum eine erlaubnispflichtige Sondernutzung gesehen, die ohne straßenrechtliche Erlaubnis gegen das Landesstraßengesetz verstoße. Dieser Verstoß führe zur Wettbewerbswidrigkeit.

    Ebenso wie das Berufungsgericht hat der Bundesgerichtshof einen Verstoß gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) verneint. Es könne offen bleiben, ob die Beklagte durch das Abstellen von Kraftfahrzeuganhängern mit Werbeschildern im öffentlichen Straßenraum gegen das Landesstraßengesetz verstoßen habe, weil sie keine Sondernutzungserlaubnis eingeholt habe. Denn wettbewerbsrechtlich unlauter handle nur, wer einer gesetzlichen Vorschrift zuwider handle, die auch dazu bestimmt sei, im Interesse der Marktteilnehmer das Marktverhalten zu regeln. Dieser erforderliche Marktbezug fehle der Vorschrift über die Erlaubnispflicht der Sondernutzung. Sie diene ausschließlich dem Schutz der gemeingebräuchlichen Nutzungsmöglichkeit der öffentlichen Straße und nicht dazu, das Verhalten im Wettbewerb zu regeln. Auswirkungen auf den Wettbewerb zwischen Werbetreibenden seien ein bloßer Reflex dieser öffentlich-rechtlichen Regelungen und könnten nicht mit einer Wettbewerbsklage unterbunden werden.

    Urteil vom 11. Mai 2006 – I ZR 250/03

Etwas weniger juristisch kommentiert das der lawblog: Straßenrecht hat mit Wettbewerbsrecht nichts zu tun.

Wenn ich jetzt eine junge Frau in einem engen Kleid an einer mannsbekannten Straße in einem eng anliegenden Kleid mit meinem Logo drauf auf und ab stöckeln lasse, würde sie dann auch wegen Fehlen einer Sondernutzung .... Manchmal macht mich meine Heimat nur so unsagbar müüüüde ... Wie kommt man überhaupt auf die Idee, dagegen zu klagen und dann auch noch den BGH damit zu belämmern?

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