Was ist eigentlich ... Werbung?

In unserem kleinen Werbe-Kolleg wollen wir uns für eine kurze Zeit mal nicht mit den diversen Marketings beschäftigen. Das Wesentliche zu Marketing allgemein sowie Gendermarketing im speziellen (diese Definition lässt sich ja auch einfach auf andere zielgruppenspezifischen Marketingversionen wie Ethnomarketing, aber auch Kinder- und Jugendmarketing übertragen. Der Unterschied ist nur, dass man bei Kindermarketing nicht das Geld der Kinder, sondern der Eltern will.) ist ja bereits gesagt.

Werbung im Werbe-Kolleg
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Was ist eigentlich ... Gendermarketing?

Wie wir bereits erklärt haben, geht es im Marketing immer, immer, immer nur, nur, nur ums Geld. Genauer gesagt: um "fremdes" Geld. Daraus definierten wir:

Marketing ist das Streben nach dem Geld anderer.

(Man kann es nicht oft genug sagen.)

Nun gibt es aber auch jede Menge "Marketings", was das Wort selbst ähnlich wie "Politik" oder "Kultur" zu einem Dauersuffix macht. Und so wie es die X-Politk, die Y-Politik und die Z-Politik analog der X-Kultur, Y-Kultur und Z-Kultur gibt, gibt es eben auch das X-, Y- und Z-Marketing.

Die diversen Präfixe, die es hierzu gibt, sind völlig beliebig. Mal beschreiben sie ein Medium, dann einen Wirtschaftsbereich, mal eine Zielgruppe. Und nicht selten suggerieren sie, sie wären etwas Besonderes, sind es aber nicht, womit wir beim Thema der heutigen Lektion wären: Gendermarketing. Und auch das ist schnell erklärt:

Gendermarketing

Gendermarketing will das Geld von Frauen.

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Was ist eigentlich ... Marketing?

Man ist geneigt einfach darauf zu antworten: Gute Frage! Nächste Frage? Denn eines ist sicher: eine sichere Definition des Begriffs gibt es nicht. Außerdem haben diese Definitionen, die den Anspruch erheben, ernstzunehmende Defintionen zu sein, das Problem, dass sie ernstgenommen werden wollen, was natürlich lächerlich ist.

Marketing ist das Streben nach dem Geld anderer.


Was ist eigentlich ... Marketing?

Es geht beim Marketing nur, nur, nur ums Geld. Natürlich erzählt man gerne, dass es beim Marketing um Menschen gehe. Das ist natürlich nur insofern richtig, als dass es eben jene Menschen sind, die das haben, was der Marketingtreibende gerne hätte: Geld. Und auch das Wort Markt soll in diesem Zusammenhang nicht verwirren, schließlich ist das Wort nur der ökonomische Plural von Mensch.

Manchmal geht es aber nicht um das Geld anderer, sondern um deren Gunst. Da dies sich (von erotischen Aspekten jetzt mal abgesehen) letztlich meist doch im Austausch pekuniärer Mittel verifiziert bzw. manchmal die Gunst auch abhängig ist vom hierfür im Vorfeld investierten Geld, u.a. Auto, Kleidung, Schönheitschirurg, kann man diesen altruistischen Aspekt ruhig ignorieren.

Und lassen Sie sich von der Banalität der Definition nicht irritieren. Konzentrieren Sie sich nur darauf. Alles andere lenkt nur ab, verwässert und führt letztlich dazu, dass man das Ziel aus den Augen verliert: Geld transferieren - von B zu A.

Und da es jetzt bestimmt immer noch Menschen gibt, die der Meinung sind, dass das nicht nur zu banal, sondern auch zu oberflächlich sei, versehen wir in unserem Werbe-Kolleg immer wieder Begriffe aus dem Marketing mit diversen Präfixen, um zu zeigen, dass wir auch, wenn es weniger oberflächlich ist, wahnsinnig banal sein können. :-)

Im Ernst: Auch wenn der Begriff stark negativ konnotiert ist, ist Banalität für uns oft einfach nur verbalisierte Reduktion von Komplexität. Das mag man leiden oder meiden, wir lieben es ganz einfach.

Und wenn Sie eine weitere (Nicht-)Defition haben wollen: Bitte sehr.


Was ist ein Marketing-Experte?

Die Frage könnte man natürlich viel weiter fassen: Wer oder was ist ein Experte? In der Welt des Fernsehens gilt der als Fachmann, der den Eindruck erweckt, als könne er hochkomplizierte Sachverhalte in maximal 1:30 erklären. Von dieser Definition profitiert jeder: der Sender (Quote), der Zuschauer (gutes Gefühl), der Interviewte (Geld und/oder sehr gutes Gefühl). Nur der Sache selbst dient es nicht, da man in der Zeit ja höchstens die Hälfte der Hälfte eines Teil des Ganzen beleuchten kann. Macht also einen absoluten Wissenstransfer von maximal 10%.

Nun geht es bei Marketing allerdings auch nicht um interstellare Quantenphysik. Eher im Gegenteil, denn im Marketing geht es um etwas, was im Weltraum defintiv nicht gibt: heiße Luft. Und das ist auch gut so, denn was tut heiße Luft? Sie treibt Turbinen an. Und genau das macht auch Marketing. So gesehen hat Marketing also doch was mit Physik zu tun, allerdings nur auf sehr einfachem Niveau.

Marketing-ExperteDenn so wie es Menschen gibt, die der Anblick eines sich drehenden Windrads begeistert, gibt es andere, die es in den Wind halten, und manche, die pusten, und wiederum andere berechnen die Drehung und glauben erst, wenn sie eine Formel haben, dass es sich dreht.

Das alles sind Experten. Sie müssen sich nur entscheiden, welcher für Sie der Richtige ist.

Ich blase.

Was ist eigentlich ... Neuromarketing?

Ein Leser fragte:

    Was sagt denn die hier versammelte Kompetenz zum Neuro-Marketing und der Idee, daß bestimmte Marken "immer wieder neu" eine bestimmte (Alters-)Gruppe ansprechen?


Nun kann ich natürlich nicht für die komplette hier versammelte Kompetenz sprechen (es ist also jeder herzlich eingeladen, seinen Senf, Ketchup, Mayo zuzugeben), aber immerhin für mich. Und wie das bei mir so üblich ist, kann ich das alles nicht so ernst nehmen.

Neuromarketing? Da geht mir schon der Begriff auf die Nerven.

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Was ist Akquisition?

Die Deutschen scheinen zur Suffixmutation zu neigen. Denn immer häufiger fallen mir Worte auf, die bekannt klingen, die es aber so nicht gibt: Wuchtigkeit, Mutigkeit. Bislang dachte ich ja immer, das kommt dann, wenn das Substantiv kürzer ist als das Adjektiv und der Sprecher/Schreiber aus blanker Gewöhnung/Dummheit o. Ä. an das Adjektiv eine Substantivendung klatscht, was ja häufig richtig ist, aber dann glaube ich, da es der Grund dafür reines "Wortprotzen" ist. Hauptsache, das Wort ist lang und klingt irgendwie offiziell/dramatisch/wichtig. Bloß nicht normal.

Was ist Akquisition?

Und da mir immer häufiger auch Akquisition begegnet, allein auf XING gibt es nicht nur eine Gruppe mit diesem Begriff im Titel. Spätestens ich da dann auch die Buchstabenanordnung "Akquisation" fand, dachte ich mir: Zweifle nicht, lerne! - und schaute nach.
Bei Duden online gab's "Akquisation" nicht, "Akquisition" aber gab's:

    "Ak|qui|si|ti|on, die; -, -en [(frz. acquisition <) lat. acquisitio] (Wirtsch.): 1. Kauf, Übernahme eines Unternehmens[bereichs]. ...

Aber das war nicht das, was dort gemeint war. Dort ging es um Kundengewinnung. Also schaute ich auch auf Wikipedia nach und fand:

    Eine Akquisition kann sein:

    - eine Datenerfassung
    - eine Unternehmensübernahme
    - ein spezielles Konzept im Rahmen der objektorientierten Programmierung


Zugegeben, es stand auch da, man möge bei Akquise nachschauen, wo dann „Akquisition“ auch als Alternative für „Akquise“ aufgeführt wird, mehr aber nicht. Der Begriff ist also schlicht Bullshit. Aber wie will man Kunden gewinnen, wenn man scheiße erzählt?

Trost fand ich bei Shakespeare:

    There are more things in heaven and earth, Horatio,
    Than are dreamt of in your philosophy.

(Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Hölle, Horatio, als eure Schulweisheit euch glauben lässt.)
Hamlet, 1. Akt, 5. Szene


Lesen Sie auch: Eine Akquise-Strategie - was braucht man dazu?

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