Wenn das Gehirn von Tante Erika eine Homepage wäre

Tante Erika lebt im Jetzt und doch ist nicht zu übersehen, dass sie aus der Vergangenheit kommt. Manchmal vergesse ich das, weil sie so integriert wirkt in unsere Zeit. Ihre social Skills sind super, vor allem, was ihr Tantennetworking angeht. Sie kennt mehr Tanten als jeder andere Mensch, den ich kenne. Es sind natürlich keine Tanten von ihr selbst, Tante Erika, sondern von anderen Leuten, deren Tanten sie sind. Diese. Jene. Anderen Tanten.

Tante Erika kennt sich aus. Ziemlich gut sogar. Sie hat eine Bahncard, reist viel, sogar mit dem Flugzeug. Sie hat ein Smartphone, das sie nicht bedienen kann. Außerdem hat sie einen tollen Kaffeeautomat, Weihnachtsgeschenk der Kinder, den sie nicht bedienen kann und nie benützt, sie macht sich den Kaffee mit ihrer alten Rowenta. Tante Erika schaut täglich Morgenmagazin und erzählt alles, was sie weiß.

Tante Erikas Gehirn als Homepage öffnet sich mit einem Sound-Intro, das sich nicht abstellen lässt. Sobald man irgendwohin klickt, verschwindet die Navigation des Browsers, und auf verzweifeltes Klicken öffnen sich weitere Fenster. Ebenfalls mit Sound, ebenfalls nicht abstellbar. Der Effekt dieser vielen Schallquellen ist eine Art Hall. Es klingt wie der Nachhall der Gegenwart in der Geschichte - oder umgekehrt, man weiß es nicht. Ein weiterer Effekt ist ein Overload des Denkens, das sich schließlich einfach abschaltet. Allerdings wird sofort das limbische System gestartet, eine Sekunde später ist man voll mit Adrenalin.

Denkprozessevia Websitebutler, Danke.

Traum aller SEO-Spezialisten


Der Look der Seite ist traditionell, aber das täuscht. Eine raffinierte Konfiguration lädt dynamisch irgendwelche Hilfsprogramme. Diese wiederum laden aus Tante Erikas prall gefüllten Datenspeichern eine wild randomisierte Mischung aus unvorhersehbarem, inhaltslosem Content und pressen diesen ohne jeden Versuch einer Portionierung in voller Länge in die Ausgabe. Tante Erika nützt dabei irgendeinen Ohne-Anfang-und-Ende-Loop, der zusammen mit ihrem Ohne-Punkt-und-Komma-Plugin ein Gemeinschaftserlebnis erzeugt, bei dem man sich sehr einsam fühlt. Insgeheim vermute ich, Tante Erika ist heimlich Kundenberaterin einer Werbeagentur, nur, dass sie halt keine Kunden mehr hat.

Die Seite bindet jeden Besucher maximal lange im Irrgarten ihrer Verzweigungen, es ist ein Traum. Außerdem nutzt Tante Erika dynamisches Keywording: Sie hat einen Weg gefunden, jeden Content at random mit jedem beliebigen Keyword der Welt zu verbinden. Ihr Gehirn ist der Traum aller SEO-Spezialisten. Wenn ich nicht wüsste, dass sie alle Angehörigen ihres Tantennetzwerks persönlich kennt, könnte ich schwören, das sind alles gutaussehende, prachtvolle, junge, hyper-intelligente SEO-Nerds, die sich im Web als ältliche, nur an Cremes und Tees interessierte Tanten tarnen.


Brauchen Blogs SEO?

Um die Antwort vorwegzunehmen: Eigentlich nicht aber dann doch auf jeden Fall.

Aber von Beginn an: Kürzlich wurden wir gebeten, einmal das SEO Plugin von DELUCKS unter die Lupe zu nehmen und - naturalmente - drüber zu bloggen. Nach Möglichkeit so richtig schön fachlich aufgedröselt. Das ist zunächst mal, auch weil ich mich nun seit vielen Jahren mit dem Thema SEO auseinandersetze (mal begeistert, mal verzweifelt), eine interessante Aufgabe, welche leider leider kaum zu erfüllen ist. Denn einerseits ist das SEO Plugin von DELUCKS ein Plugin für Wordpress und das Besserwerberblog läuft nunmal mit Serendipity (s9y), andererseits verzichten wir in diesem Blog bewusst und von jeher auf fachlich aufgedröselte Artikel (zumindest soweit es sich vermeiden lässt). Kollege Thorsten Matthes hat hier kürzlich aufgeschrieben, warum wir uns eher nicht als Tippgeber, ggf. aber als Anstupser, sehen.

SEO in Blogs? Wozu?All jenen Lesern, die vielleicht eher zufällig hierher geraten sind, und eben genau diese Informationen erwarten, seien einige Links zu weiterführenden Infos rund um das SEO Plugin von DELUCKS am Ende dieses Postings ans Herz gelegt.

Nun aber weg von der Ausgangslage, wieder hin zur Eingangsfrage: Brauchen Blogs wirklich SEO?

Vielleicht ist es angebracht sich mal wieder zu vergegenwärtigen, was ein Blog eigentlich ist. Zu diesem Zweck sei hier eine Erklärung aus der Wikidingens * herangezogen:

Kommunikationswissenschaftliche Merkmale von Weblogs
Charakteristische Merkmale dieser Kommunikationsform sind die Individualisierung der Kommunikation, die Reflexivität hinsichtlich der Medienkommunikation, die Verlinkung und Vernetzung der Webkommunikation bis hin zur Blogosphäre


Würden sich also die Blogger dieser Welt an dieser Definition orientieren (das gab es mal weitestgehend in der Prä-Facebook-Twitter-Instagram Ära), dann wäre ja eigentlich jedes Blogposting mehr oder weniger durchdacht, völlig individuell und im Optimalfall auch noch durch Track- bzw. Pingbacks vernetzt, also komplett originär und so auf natürlichste Weise optimiert.

Wozu also noch SEO, wenn Blogartikel immer wieder neue Visionen, Ideen, Argumente transportieren und die Kommunikation mittels interner wie externer Verlinkung auch Vorangegangenes einbezieht? Völlig unnötig, sollte man meinen.

Aber natürlich wissen wir es besser. Denn mittlerweile dienen Blogs, insbesondere Business-Blogs, immer weniger der Diskussion als dem Vortrag (Fachartikel halt) und viel seltener noch einer gemeinschaftlichen Ideenfindung oder gar - ganz einfach - Spaß, als vielmehr (wen wundert es im Selfie-Zeitalter) der Selbstdarstellung.

Selbstvertändlich machen aber auch Vorträge zuweilen Sinn. Wenn sie denn gut sind, sogar viel. Man darf sich halt nur nicht wundern, wenn Andere Ähliches oder Gleiches zu sagen haben. Um sich dann Gehör (Leser) zu verschaffen, ist der Einsatz von SEO alternativlos.

Da lassen sich leicht mal nur durch den Einsatz einer h2- statt einer h3-Überschrift, durch die Verwendung der richtigen (bestenfalls individualisierten, vor allem aber reflektierten) Meta Descriptions, mittels durchdachtem und gezieltem Linkaufbau (auch ausgehende Verlinkungen können Sinn machen), viele viele Plätze im Google-Ranking gut machen. Aber hey? Es gibt Leute, die haben schon ganze Bücher drüber geschrieben und befassen sich seit Jahren sachkundig mit dem Thema Blogs optimieren.

Nach nun 11 Jahren Erfahrung als Blogger kann ich Ihnen zudem bescheinigen: Das Spannendste sowohl bei der Bloggerei als auch beim SEO ist das Ausprobieren. Wenn Sie also, im Gegensatz zu uns, mit Wordpress bloggen, greifen Sie sich einfach mal das Plugin (gibt es auch in einer Gratis-Version), probieren sie es aus und bloggen sie drüber (individuell und reflexiv, versteht sich).
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Seo Tipps aus der Schweiz

SEOWas ist eigentlich in Sachen SEO los? Irgendwie ist da in letzter Zeit nicht so wahnsinnig viel passiert. OK, da mögen die Spezialisten widersprechen, die da über Google-Updates mit irgendwelchen nie zuvor gehörten Namen sinnieren. Aber unterm Strich? Nicht mal blöde Gerüchte seit der Cutts nicht mehr für Google auftritt, schon gar keine Panikattacken, seit der grüne Balken sich nicht mehr bewegt. Von Google Search Quality hat an auch lange nichts mehr gehört (3 Kreuze drauf geschlagen).

Bei irgendeinem führendem SEO-Blog habe ich die Tage einen mehr oder weniger ausführlichen Artikel über die Suchmaschinenanteile in Deutschland gelesen. Wahnsinnig spannend. Google bei 95 Prozent, alles wie gehabt.

Ein anderes SEO-Blog, dass ich eigentlich sehr schätze, teilt mir auf der Webseite mit, dass das dazugehörige Unternehmen mittlerweile eigentlich keine SEO- vielmehr eine Inbound-Marketing-Agentur sei. Ich kann mir nicht helfen: Beim Begriff Inbound-Marketing denke ich immer an Call-Center-Mitarbeiter, die nicht gut genug fürs Outbound-Geschäft sind. Aber egal...

Da macht es in der ereignislosen Zeit eventuell Sinn sich mal wieder der Basics anzunehmen. Dieser nahmen sich dieser Tage auch die Bloggerkollegen von venio.ch (SEO´s aus der Schweiz) an und stellten 10 OnPage SEO Tipps für ein besseres Ranking bei Google online.

Die Tipps geben Auskunft zur Planung, Gestaltung des CMS, URL-Struktur, Meta Descriptions (Dazu gibt es allerdings derzeit die eine oder andere muntere Diskussion, schließlich ist - wie gesagt - ja auch sonst nichts los), interne Verlinkung, Titel als Rankingfaktor (Inklusive der Empfehlung, dass man "Herzlich Willkommen" auf der Startseite unbedingt weglassen sollte, was an dieser Stelle so unterschrieben und mit der Empfehlung wenn, dann ausschließlich die korrekte Schreibweise "Herzlich willkommen" zu verwenden, weitergegeben wird), Optimierung von Bildern, Double Content, Hosting und Caching und - last but not least - Keyworddichte.

Sorry übrigens: Dieser Artikel hätte eigentlich vergangenen Sonntag erscheinen sollen. Denn eigentlich gehört SEO ja eher zum entspannten Sonntagnachmittag als zum busy Donnerstag, oder?

Der Page Rank ist tot

Mal wieder. Denn schon seit seinen Anfängen in 1998 finden Spekulationen um sein Dahinscheiden immer wieder neue Nahrung. Ein frisches Appetithäppchen liefert der etwas gelangweilt dreinblickende Google-Onkel aus der Schweiz ab Minute 20 im nachstehenden Video.



Der kleine #aufschrei, der seither in Teilen des SEO-Landes zu vernehmen ist belegt aber allenfalls die These, dass SEO, in Ermangelung von Expertise, eben doch keine Marketingdisziplin ist. Denn wer immer den Page Rank zu Grabe tragen möchte, muss sich die geradezu existenzielle Frage stellen: An wen vererbt er sich?

by the way: Auch Kollege Tippe, seit Jahren SEO unseres Vertrauens, macht sich so seine Gedanken.

Der Trend zum Trend zu besserem Content

"Fakten, Fakten, Fakten, und immer an den Leser denken" - Die Markwortsche Botschaft aus dem Focus-Werbespot scheint mit gut 20 Jahren Verzögerung nun auch in der Welt der Suchmaschinenoptimierer angekommen. Denn wer sich in der organischen Suche von Google sehr gut positionieren möchte, braucht heutzutage Webseiten mit besonders hochwertigen Inhalten, die eine große "User Experience" bieten.

Hochwertiger Content für ein besseres Ranking

Mit den aktuellen „SEO Ranking-Faktoren und Rang-Korrelationen 2014“ belegt Searchmetrics, was ggf. auch mit gesundem Menschenverstand zu erkennen möglich gewesen wäre: Seiten mit hochwertigem und umfassendem Content bewirken zahlreichere und bessere User-Signale (Klicks und Verweildauer) und ranken somit besser. Kurze Ladezeiten und gut organisierte interne Links tun ihr Übriges.
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Die Disavow Desavouierung mittels Strafanzeige

Die Blonde, die Brünette, die Rothaarige auch. Manch ein schlechter, manch ein guter aber ausgeschlagener Deal, viele unbedachte und bedachte oder nie ausgesprochene Worte. Zu viele Kippen, zu viel Alkohol, jede Art von Fehltritt - Sex and Drugs and Rock 'n' Roll - alles bedeutungslos. Per Mausklick. Klingt nach einem Leben ohne Makel aber auch nach einem Leben ohne Entwicklung und voller Langeweile.

Langeweile. Damit sind wir beim Thema: SEO

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Spam DisavowWährend das wahre Leben Persilscheine nur selten und dann meist teuer vergibt, gibt es im Internet, sprich bei Google, die Möglichkeit die eigene Vergangenheit hinter sich zu lassen und sich von den unbequemen Spuren des eigenen Werdegangs zu distanzieren. Wahres, Unwahres, Spam - alles bedeutungslos. Per Mausklick.

Googles Disavow Tool (Mehr dazu auch beim SEO-Handbuch), ursprünglich wohl mal entwickelt um redliche Webseitenbetreiber vor bösen Seos und unlauter arbeitenden Konkurenten zu schützen, dient heute offenbar vornehmlich zur Verschleierung der eigen Planlosigkeit und des Mangels an Respekt und Manieren.

Mangel an Respekt und Manieren. Wir bleiben beim Thema: SEO.


Das ist wahrlich keine neue Erkenntnis. Wir sind daran gewöhnt. In den 8 Jahren unseres Bloggerdaseins haben wir rund 36.000 per Kommentar übermittelte Respektlosigkeiten, in Form von Beschimpfungen, Lügen oder einfach nur erbärmlich blöden Spam, gelöscht und abgewiesen.

Es hätten wohl 37.000 oder mehr oder gleich alle sein sollen, denn immer öfter erreichen uns Schreiben wie dieses:

vorab möchten wir uns für diese recht unpersönliche E-Mail entschuldigen, aber auf anderem Wege ist die Anzahl der benötigten Anschreiben nicht zu bewerkstelligen.

Als Online Agentur betreuen wir Kunden aus verschiedenen Branchen wie z.B.: XXX, aus dem Gastronomiebereich.

Wir haben folgende Links auf Ihren Seiten als wenig vorteilhaft bewertet:

http://www.marketing-blog.biz/blog/index.php?url=archives/XXX
Verlinkung über: XXX
Linkziel: XXX

Im Zuge unserer SEO-Arbeiten bitten wir Sie, diesen Link zu entfernen - Wäre das möglich?
Alternativ werden wir die Linksetzungen über das Googles Disavow Tool leider entwerten müssen. Wir hoffen sehr auf Ihr Verständnis.

Für die damit verbundenen Mühen danken wir sehr.


Was sich, mit viel gutem Willen und bar jeder Kenntnis von SEO und Online-Marketing, vielleicht noch als freundliche Bitte lesen lässt, interpretieren wir anders, nämlich als

unlauterern Wettbewerb, Nötigung, üble Nachrede...



Und aus diesem Grunde ziehen wir es jetzt einfach mal durch und erstatten Strafanzeige gegen SEO-Agentur und SEO-Kunden.

Den Betroffenen wird es unser Anwalt sicher besser erklären, unseren Lesern wollen wir unsere Einschätzung in bewusst knapp gewählten Worten vermitteln.

    - Unlauterer Wettbewerb: Ein nunmehr offensichtlicher Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht liegt unserer Ansicht nach vor, weil durch das Hinzufügen von Spam-Kommentaren an dieser Stelle eine Störung des geschäftlichen Betriebs stattfand.

    - Nötigung: Weil die Androhung der Entwertung durch das Disavow-Tools selbstverständlich zu Rankingverlusten, Traffic-Einbußen und somit wirtschaftlichen Nachteilen für unsere Seite führt.

    - Üble Nachrede: Weil wir ohne eigenes Verschulden von Seiten der SEO-Agentur gegenüber Google diskreditiert werden sollen - und in diesem besonderen Fall wohl auch schon in einem früheren Fall wurden.

In diesem Sinne: Beste Grüße an Kerstin und Cora aus der Abteilung Spam. Wir erstatten Strafanzeige. Schadenersatzansprüche behalten wir uns vor.

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Haare, Haare, Krischna. Oder: Oben wird nicht nur die Luft dünner ...

Nennen wir ihn Krischna, den SEO eines Kunden. Ein Mann, der einen sich fragen lässt, wofür SEO eigentlich. Seinem unternehmerischen Versprechen nach für: „Schnell. Einfach. Oben.“. Nach seinem Auftreten ähnlich jedem Marketing-Fuzzi für „Souverän. Eloquent. Originell.“ Aber irgendwie wurde ich das Gefühl nicht los, „Spärlich. Erbärmlich. Ohne Ahnung.“ trifft es besser. Aber, wie er mir immer wieder versuchte klarzumachen, was verstehe ich denn schon von Suchmaschinenoptimierung.



Es ist zum Haareraufen: Natürlich verstehe ich nichts davon. Ich bin kein Programmierer. Ich kann keine Suchmaschine optimieren. Ich bin in der Lage, die Platzierung bei Google zu verbessern. Und da brauche ich niemanden, der sich hinter Abkürzungen und Anglizismen versteckt, sondern mir Lösungen anbietet.

Man sagt mir, nach, ich hätte Haare auf den Zähnen, was nicht stimmt, da auf Keramik nichts wächst, aber ich hake gerne nach. Doch je konkreter man ihn fragt, desto dünner werden seine „Argumente“ – noch dünner als seine Haare, noch dünner als der Kaffee bei jenem Kunden.

Wo wir es gerade von Haaren haben ... Auch seine Ausflüchten scheinen mir an den Haaren herbeigezogen: Entweder war es die Technik, wobei er immer den Eindruck zu vermitteln versuchte, dass er die Google-Algorithmus persönlich programmiert hat, weshalb dies und dies so und so war – oder aber es war der Kunde, der das und das so und so wolle. Auf jeden Fall, könne er DA nichts machen. Was er konnte, zumindest wirkten seinen materiellen Zutaten so, war Rechnungen schreiben.

Das freute mich ja für ihn. Soll jeder machen. Jeder soll verdienen, was er verdient. Bei Krischna war es ein Tritt in den Arsch – und tschüss.

Wobei ich ihm ja in einem Teil Recht geben muss: Kunden lieben das Internet und nutzen es auch gerne – leider lieber als virtuellen Prospektständer denn richtig. Und sicherlich ist es einfacher, ihre Texte zu nehmen, einzubinden, hie und da was an irgendeiner Stelle zu ergänzen, was dann „optimieren“ genannt wird (is ja auch gleich n ganz anderer Stundensatz), und dann, wenn der Kunde sich wundert, warum er nicht auf der 1 steht, zumindest auf der ersten Seite, darauf zu verweisen, dass der Content mehr nicht hergab, statt sich mit dem Kunden zu streiten. Aber warum wegen dreier Meta-Tags seinen Leasingvertrag nicht mehr bezahlen können? Die Hypothek? Den Hair-Stylisten? (Es gibt ja alles Mögliche, um eine Glatze zu kaschieren. (Ich habe nicht verstanden, warum sich keine Glatze hat rasieren lassen? Sieht doch nicht so schlecht aus. Besser jedenfalls als sein dünnes, schütteres Harr mit tausend Gels und Wässerchen dichter wirken zu lassen.)

Krischan war da immer auf der sicheren Seite. Er wusste, dass es schwierig ist für den Kunden, ihn dafür zu kritisieren, dass er tat, was man von ihm wollte. Und damit auch ja kein Haar in der dünnen Suppe zu finden ist, hat Krischna stets An- und Bemerkungen gemacht, lange E-Mails geschrieben, in denen er darauf hinwies ... bis ich halt jetzt kam, dass er, statt E-Mails mit Problembeschreibungen zu verfassen, auch Lösungsvorschläge hätte entwickeln.

Jetzt darf ich beweisen, dass ich es besser kann. Klar, der Druck ist jetzt groß. Aber wie man so sagt: „If you can’t stand the heat, stay out of the kitchen.“ Oder eben „Oben wird die Lüft dünner. Dafür ist die Aussicht besser.“

Und den ersten Streit haben wir auch schon hinter uns, der Kunde und ich. Ich wollte wissen, ob er einen Statiker bestellen würde, nachdem er das Haus gebaut hat? Er fand das zuerst etwas an den Haaren herbeigezogen, von wegen „Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich!“ – aber dennoch: Es geht voran ...

Denn wenn man wirklich beste Ergebnisse mit einem SEO haben will, denke ich, sollte man sich daran halten: „Sofort eingebunden = optimal.“

Hilfe à la Google. Oder: 220 Sekunden Selbstherrlichkeit

Wie auch immer man zum Papst steht, er ist fehlbarer als Google. Das zeigt sich in diesem schönen Video. "Tips on ...." - das klingt nach Hilfe - und, zugegeben, das Video ist hilfreich:

OK, nicht in Sachen SEO, aber dafür in Sachen moderner Kommunikation im Wandel der Zeit. (Und da lassen wir mal diverse Updates, Themen wie Frau Bettina Wulff etc. außen vor.) Da hat sich schon einiges geändert. So trägt man keine Schnäuzer, keine (Farbe mit b)en Uniformen, sondern Blusen bzw. Sweater und hat den Teleprompter auf dem Schoß.

Das ist käschuäll. Das sieht nett aus. Und das hört sich auch nett an. Und von wegen "nett" und KLEINE Schwester ...

Hilfe à la Google

Also - Kommunikation. Heutzutage sagt man nicht mehr: "Wage nicht, dich an uns zu wenden, bevor du dem Teufel entsagt hast. Wir sind die Macht." sondern "It is important to admit any mistakes you have made and let us know what you have done to try and fix them."

An wen erinnert das? Das Reich? Römische Nationen? Die Schwiegermutter? Nun, die spanische Inquisition ist es nicht, denn die kündigte ihren Besuch wie die deutschen Steuereintreiber ... äh: -prüfer Wochen im voraus an.

Und an wen erinnert "And if you don't know what your site has done to get a penalty, go back to the Google guidelines and read them carefully before you consider reconciliation."? Na? Na? Mutter in der Menopause? Papa auf Entzug? Auf jeden Fall ist klar: (Wir sind Google - und) DU BIST SCHULD! Und es ist deine Aufgabe herauszufinden, warum.

"Just make your best effort and document it in a complete reconsideration request!" Zum Vergleich wüsste ich gerne, ob es die Möglichkeit der Buße bei den Taliban gibt und wie die aussieht.

Ok. Nicht alles, was hinkt ist ein Vergleich. Aber so manches Mal drängt sich ein Vergleich mit Hinkebein geradezu auf. Wie gesagt, die Klamotten sind anders. Und der Ton. Aber sonst ... Man darf entsetzt sein:


Rachel Searles and Brian White, Google Search Quality

SEOs aufgepasst: Google goes Teekesselchen

Ein schöne Nachricht für alle SEOs, Suchmaschinenoptimierer und Algorithmusfetischisten: Laut netzwelt.de will Google seine Suche verbessern.

TeekesselchenDabei liegt dem ganzen das alte Kinderspiel "Teekesselchen" zugrunde. Kennt man das noch? "Mein Teekesselchen sieht man nicht immer und wenn, dann nur morgens, und man bindet Schiffe damit fest." (Das wäre zum Beispiel ein leichtes. (= Tau))
Oder: "Mein Teekesselchen ist schön auf der Wiese, aber nicht schön im Portemonnaie." (auch nicht sooo schwer, oder? (= Blüte)).

Naja, wie dem auch sei. Google kann das wohl in Bälde auch:

    Dieses System soll nun durch eine semantische Suche ergänzt werden, sodass mehr relevante Ergebnisse angezeigt werden. Eine solche Suche erfasst die Bedeutung eines Wortes und unterscheidet zwischen verschiedenen Bedeutungen, etwa dem Auto Jaguar und dem Tier.

Sprich: Es funktioniert wie das Spiel.

Aber, hm, das klingt nett, aber ist das auch richtig? Semantik? Es geht doch um Worte mit mehreren Bedeutungen, z. B. Homonymen, z. B. Arm, arm; Fest, fest, aber auch Kiefer (Baum) und Kiefer (Knochen), oder Polysem, z. B. Geist, Flügel, Zug sowie das Wort mit den meisten Bedeutungen: Läufer. Zur Gruppe der Äquivokationen zählen auch Homographen, z. B. August (männlicher Vorname) und August (Monat), Rentier (skandinavischer Hirsch) und Rentier (frz. Pensionär), modern ("hip") und modern ("verrrotten").

Aber da sich der Unterschied letztlich aus dem Umfeld, in dem das Wort steht, seine Bedeutung ("Semantik") ergibt. Außerdem ist es auch leichter zu kommunizieren.

Semantik dürfte ja jeder mal gehört haben. Aber welcher SEO hätte verstanden, wenn es geheißen hätte: Google will sein System durch eine äquivokative Suche ergänzen?

Nicht, dass SEO keine Fremdworte beherrschen würden. Ganz im Gegenteil: Für die meisten sprechen sie ja eine Sprache, die den meisten Nicht-SEOs höchst fremd sein dürfte.

Besseres SEO mit konventionellem Marketing

SEO ConsultingDer Einfluss von klassischer Werbung, Public Relations und/oder Social Media auf das Suchmaschinenranking.

Wie konventionelles Marketing die Suchmaschinenergebnisse beeinflusst


Ein Gastbeitrag von Julian Dziki, Geschäftsführer der Seokratie GmbH.


Erfolg bei Google muss nicht immer mit SEO zusammenhängen. Heute möchte ich Gründe nennen, die zu einem besseren Ranking bei Google führen, ohne dass man es gleich auf die eigene SEO-Agentur zurückführen muss.



PR

Gute PR bedeutet, dass man in (Online-) Zeitschriften erwähnt wird und Journalisten über die eigene Webseite berichten. Google beobachtet das sehr genau, denn so können sie aktuelle Trends vorhersehen. Dabei muss in einer Online Zeitung nicht einmal ein Link zum eigenen Unternehmen gesetzt werden: Google weiß ebenfalls, dass viele Redakteure strenge Richtlinien bei der Verlinkung von externen Webseiten verfolgen müssen und lieber gar nicht verlinken.

Deswegen reicht in großen Online Medien bereits eine Erwähnung (SEO Fachbegriff: „Mention“) aus, um das Ranking zu beeinflussen.

Auch Pressemitteilungen wirken sich positiv auf das Ranking aus. In vielen Presseportalen kann man einen Link unterbringen und bekommt so in der Regel zwar keine Besucher, dafür aber viele Links. Diese stehen zwar immer in sogenannten Duplicate Content Beiträgen (immer wieder der gleiche Text auf 80 Portalen), was Google eigentlich nicht gefällt. Aber genauso wie Zitate sind Pressemitteilungen nun einmal dafür geboren um verbreitet zu werden. Google honoriert es, wenn man sich aktiv beteiligt und lässt auch die Häufigkeit, wie regelmäßig man Mitteilungen versendet mit einfließen.

"Besseres SEO mit konventionellem Marketing" vollständig lesen »

Geballte Kompetenz

Frank Herold
F.Herold auf xing

Heiko Walkenhorst Wortführer
VerbAgentur
H. Walkenhorst auf xing

Gerold Braun
Direktmarketing Blog
Gerold Braun auf xing

Torsten Matthes
Marketing - Projektmanagement - Text
Torsten Matthes auf xing


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