300 Worte für Searchmetrics Essentials

Und die müssen auch genügen. Denn ich mag sie nicht die Searchmetrics Essentials. Weder die SEO Essentials, noch SEM Essentials, geschweige denn die Social Essentials.

Oder würden Sie etwas oder jemanden mögen, das/der Ihnen tagtäglich detailliert auseinandersetzt, dass Sie hier, da, dort einfach super, ja geradezu spitze sind, Ihnen im selben Moment aber mal tausende von Eckdaten benennt, in denen „Optimierungspotential“ besteht?

SEO: 300 Worte für Searchmetrics Essentials
    Halloooo?
    Hätt ich auch heiraten können.


Und damit nicht genug des Guten. Im Gegenteil. Diese Searchmetrics Essentials rattern in Sekundenschnelle Daten zum Ranking in den Suchmaschinen, zu Keywords, zu Social Media-Suchverhalten, also im Grunde zu allen nur denkbaren Fakten runter, dass es einem schwindelig werden kann vor lauter Information. Sie zeigen sogar an wie viel Kohle man eigentlich machen könnte, wenn man nur etwas schlauer, schneller, fleißiger oder einfach kreativer wäre.

    Gieriges, schippisches, kleines Miststück!


Und das allerallerallerschlimmste: Zu guter Letzt bekommst du noch zart aber schon auch mit Nachdruck (Grafiken, Diagramme…) aufs Butterbrot geschmiert, dass deine „Konkurrenten“ oder auch „Mitbewerber“ (he, hat der Besserwerberblog so was?) sowieso alles besser machen.
Die Wikipedia ist hier besser und gewinnt viel mehr Besucher, wuv.de kann zu diesem Keyword besser, horizont.net ist bei jenem Thema vorn, focus.de und spiegel.de werden eh häufiger genommen und die Nummer mit Paris Hilton wird ganz klar von wieder ganz anderen „Content-Anbietern“ dominiert.

Also so, wie wenn Ihnen Ihre Frau Fotos von sich mit anderen Kerlen zeigt und dann sagt: „Sieh mal: So musst du das machen.“

    Pah!
    Scheidung. Mord.


Wer will so was? Und dann auch noch für 89 Euro (billig!) im Monat?

Na gut. Gibt offenbar schon Leute, die mit dieser Form von Impertinenz klar kommen.
Julian Dziki, seines Zeichens SEO, Online Marketer und Affilate, zum Beispiel findet die Searchmetrics Essentials super.
Wollen wir es seiner Jugend zuschreiben…

Doch noch 28 Wörter mehr: Schatz, ich liebe dich so wie du bist, weil du so bist wie du bist. Und die Searchmetrics Essentials liebe ich - natürlich - auch.
;-)

Der Zweitplatzierte macht das Rennen. Immer öfter.

Die Suchmaschinenoptimierer trichtern uns seit Jahren ein, dass die artgerechte Fütterung der Suchmaschinen-Robots das A und O der Online-Kundenakquise ist. Zurecht.

Und nun, da auch für die gekauften Keywords gewisse Seitenoptimierungs-Kriterien relevanter werden, macht man weiterhin Abstriche bei Optik und Spaßfaktoren. Zum Beispiel um Ladezeiten gering zu halten, mindestens für die Landing-Pages. Sonst muss man nämlich für die Adwords plötzlich mehr bezahlen als der Mitbewerber. Und die Bebilderung hat wesentlich geringere Priorität gegenüber grausamen Text-Verbrechen, die für die kalten Robot-Herzen und weniger für emotionshungrige Käufersinne verfasst werden.

SEO: Der Zweitplatzierte macht das Rennen. Immer öfter.Zumindest, wer mit einem begrenzten Budget hantiert, investiert normalerweise deutlich mehr in SEO als in look&feel.

Dabei wird leider allzu oft ignoriert, dass Online-Shopping dank des großen Angebots, längerer Online-Zeiten und dem allgemeinen Durst nach Haptik und Kauf-Erlebnissen als Ersatz für reale Shoppingtouren dem Offline-Konsumverhalten immer ähnlicher geworden ist. Ein Blick hinüber zu den Kollegen von Exciting Commerce spricht Bände.

Das heißt, der Interessent guckt sich in der Regel viele verschiedene Angebote an. Er schaut in mehrere Shops, liest zwischendurch diverse Produktbewertungen in Foren und Blogs, bevor er sich - manchmal erst nach Tagen – für einen Deal entscheidet.

Und dass er danach nicht unbedingt zu der Seite zurückkehrt, die an allererster Stelle bei Google gelistet wird, sondern eher zu derjenigen, die ihm am sympathischsten, vertrauenswürdigsten, verheißungsvollsten in Erinnerung geblieben ist, ist gar nicht so selten. Selbst der günstigste Preis ist nicht der entscheidende Punkt.

Machen wir uns nichts vor, die perfekte Gratwanderung zwischen SEO und Einkaufsvergnügen klappt einfach verdammt selten. Kaum eine Website hat neben der „SEO-Copy“ (für die Robots) auch eine wirksame „Convert-Copy“ (für die Menschen). Und letztere braucht kräftige Unterstützung durch das Gesamtbild. Was das alles kostet!

Im Zweifelsfall ist es heute wirtschaftlicher, auf den Platz Eins in den Suchergebnissen zu verzichten und dafür ein besseres Besucher-Käufer-Verhältnis zu erzielen.

Wohlgemerkt, die erste Seite ist nach wie vor bares Geld wert. Aber der Thron mit der heiligen großen Numero Uno muss es gar nicht mehr sein. Zum Glück, denn so ist in puncto Text-Vergewaltigung zumindest „On-Site“ endlich Erlösung in Sicht.

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