Ich wär so gern ein Social-Media-Rockstar!

Unglaublich. In den letzten Wochen wird mein Xing-Profil von ganz tollen Leuten besucht. Sie alle scheinen ganz tolle Hechte und super-erfolgreich zu sein. Der eine zeigt auf seinem Profil, dass er top-effektiv darin ist, alle anderen ganz erfolgreich zu machen. Der nächste verspricht "Power-Marketing - Wie Du Dir ein eigenes erfolgreiches Online-Business aufbaust". Ein anderer nennt sich "Die Premiumstimme für Ihren Erfolg!"

Social MediaIrgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass alle diese tollen Typen nur eins wollen, nämlich mein Geld. Und dass die mich erfolgreicher machen, glaube ich eigentlich auch nicht. Heute hat mich einer besucht, der sich Social-Media-Rockstar nennt. Ich möchte hier so jemanden nicht verlinken, aber der geneigte Besucher wird sich bei einer Internet-Recherche sicher ein Bild von diesem Super-Mann machen können.

Der sagt, er sei fit in Social-Media. Und zeigt mir auf seiner Website ein stinklangweiliges Video mit einer mehr oder weniger gut animierten Powerpoint-Präsentation. In dem er sich selbst beweihräuchert. Und in dem ich dann ganz tolle Tipps für meinen Erfolg als Internet-Unternehmer bekomme. Sieht mir mehr nach einem Top-Schneeballsystem für Leute aus, die sonst nix können.

Aber weil das so'n toller Rockstar ist, muss ich jetzt wohl an seiner Veranstaltung teilnehmen. Egal, was sie kostet. Dann werde ich auch ein Social-Media-Rockstar und bestimmt stinkreich.

Size matters goes Social Media

Als der offizielle inoffizielle Social Media-Blog sind wir natürlich darum bemüht, auch die wirklich relevanten Themen im Bereich Social Media mitaufzunehmen. Bis wir diese aber gefunden haben, wünschen wir viel Spaß bei diesem Analysetool:
http://social-media-schwanzvergleich.de/

Social Media Schwanzvergleich

Und wer sich mit uns messen will: @besserwerber

Facebook-Fakten = Sinnlos-Daten

FacebookHigh Text iBusiness präsentiert wohl nicht ohne Stolz

    13 Facebook-Fakten, die Sie interessieren sollten:

    1. Mehr als jeder zweite Facebook-Nutzer loggt sich jeden Tag ein

    2. Der durchschnittliche Facebook-Nutzer hat 130 Freunde

    3. Es gibt 900 Millionen Objekte (Seiten, Gruppen, Events, Community-Seiten), mit denen ein Nutzer interagieren kann

    4. Jeder Facebook-Nutzer ist Fan oder Mitglied von durchschnittlich 80 Seiten

    5. Über zwei Milliarden Posts werden jeden Tag geliked und kommentiert

    6. 250 Millionen Fotos werden jeden Tag auf Facebook hochgeladen

    7. Facebook spricht 70 Sprachen

    8. 300.000 Nutzer haben mitgeholfen, Facebook in verschiedene Sprachen zu übersetzen

    9. 20 Millionen Facebook-Apps werden jeden Tag installiert

    10. Monatlich nutzen mehr als eine halbe Milliarde Menschen Facebook-Apps oder Facebook-Anwendungen außerhalb der Plattform

    11. Es sind sieben Millionen Apps und Websites in Facebook integriert

    12. 350 Millionen Facebook-Nutzer verwenden das Social Network mobil

    13. 475 Mobilfunknetzbetreiber bieten Facebook-Produkte an


Was mich aber interessiert, steht da nicht: Warum? Warum sollte mich das interessieren? Das sind nur Daten, kein Nutzen. Für letzteren würde man sich gewiss interessieren. Ebenso wie das Wort, das in eurem Claim fehlt "Wissenportal und Trendscouting für interaktive" steht da, wie auch "iBusiness 3.0".

O tempora ...

Ich bin wohl einfach zu "Old School".

Social Media - trügt wie gedruckt

Social Media - trügt wie gedrucktWir haben ja so unsere Lieblingsthemen. Eines davon ist Social Media. Aber auch die w&v finden wir immer wieder super. Zum einen veröffentlichen sie fast alles, was sich Studie nennt, zum anderen haben sie ja immer gerne eine Meinung. Manchmal verdichtet sie sich sogar und das Ergebnis ist ... ein Buch. (Das entspricht zwar nicht in Gänze der Idee der Verdichtung, aber das haben ja nicht sie, sondern ich gesagt.)

Diesmal kommt alles zusammen:

Der Social-Media-Rausch nennt sich das Werk von Helmut (auf der Shop-Seite heißt er Helmiut, sei's drum) van Rinsum und Frank Zimmer, das unter anderem auf der w&v-Shop-Seite wie folgt angepriesen wird:

    Wie der Hype und seine Propheten vom Wesentlichen ablenken

    Die New Economy unseres Jahrzehnts heißt Facebook-Revolution. Wie zu Zeiten der Dotcom-Blase versuchen selbst ernannte Social-Media-Propheten uns einzureden, dass Marketing und Unternehmenskommunikation komplett neu erfunden werden müssen. Aber die aktuell angesagte "Interaktion auf Augenhöhe" ist in Wahrheit nichts anders als das klassische Einmaleins der Kundenbeziehungen. Jeder auch nur halbwegs clevere Dorfmetzger weiß es auch ohne Marketing-Keynote und Internet-Guru: Mit dem Kunden reden heißt, ihn zu gewinnen. Social-Media-Plattformen erweitern den Kommunikationsradius – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Nur wer die neuen Tools und Technologien mit gesundem Menschenverstand einsetzt, kann von ihnen profitieren. Dieses Buch liefert eine schonungslose Analyse der Grenzen, Risiken und Chancen des Social Web.

Ich finde den Text (bis aufs Ende) prima. Mir will nur nach seiner Lektüre nicht einleuchten, warum ich jetzt noch das Buch kaufen soll. Ist doch alles gesagt.

Und bitte: Was um alles in der Welt ist eine schonungslose Analyse? Und was ist deren Gegenteil? Eine schonungslose Prophezeiung? Eine schonende Analyse? Was immer das wäre. Wohl sowas wie ein Quadrat mit abgerundeten Ecken. Also ist dann eine schonungslose Analyse ein Quadrat mit vier rechten Winkeln? Boah ... Das musste ja mal geschrieben werden ...



Facebook In & Out

FacebookAm Anfang ist es nett - und dann kommt sie: die Frage. Genauer: die Frage aller Fragen. Und der ging ein Niederländer nach. Und je weiter er kam, desto schneller war er wieder raus. Warum sind Sie in Facebook? - Und mit Google+ wird's ja nicht wirklich besser.

Es scheint ganz so, als ob die Vernetzung der Menschen sich konträr zu ihrer Verbundenheit verhält. (Naja, und dass das mit dem Verhalten heutzutage so eine Sache ist, wissen wir ja nur zu gut ...)


Farewell Facebook (Short film about Digital Suicide)

Social Media und Das kleine 1x1

Wahrscheinlich sind wir das letzte, also, genauer: das letzte Blog, das sich kritisch dem Phänomen (respektive Halluzinogen) "Social Media" widmet.

Social MediaDiese kritische Auseinandersetzung wurde uns einst an der Universität gelehrt. Genau aber diesen Institutionen scheint diese Haltung zunehmend fremder zu werden, denn nun scheinen auch sie von dem Virus befallen, Zahlen generieren und publizieren zu müssen, weil sie wohl annehmen, dies seien Informationen. Nein. Sind es nicht. Es sind bloß Daten. Die kann aber jeder Depp erheben. Das nur mal so nebenbei.

Anlass dieses Eintrags: eine Meldung im Unterverzeichnis "Analysen" im Unterverzeichnis "Strategie" auf der Internetseite von CIO

    Die FH Mainz verglich die Aktivitäten der DAX 30-Unternehmen bei Facebook, Youtube, Twitter und in Blogs.


Lassen wir mal die fragwürdig Platzierung außer acht (wahrscheinlich ist sie sogar nutzerfreundlich, was es aber nicht wirklich besser macht), sondern wenden uns dem Inhalt der Meldung zu:

    Auch Unternehmen ohne Endkundenkontakt raten die Forscher, die Macht des Internets nicht zu unterschätzen.

Seit wann raten Forscher?

Weiter geht's:

    Im Zeitraum von Mitte 2009 bis Anfang 2011 stieg die Anzahl der Kurzmitteilungen auf Twitter um 900 Prozent, während die Anzahl der Follower sogar um 1300 Prozent zunahm. Die Firmen-Accounts auf Facebook erhöhten sich im gleichen Zeitraum um 60 Prozent, die Anzahl der Fans um fast 450 Prozent. Ihre Zahl stieg von 2,2 Millionen auf nunmehr über zehn Millionen.


Klassischer Datenmüll. Sagt was? Jedes Sportereignis wird von Abertausenden Zahlen begleitet, wovon es aber immer nur auf darauf ankommt, wie viele Punkte oder Tore bzw. welche Noten der einzelne bzw. dessen Mitbewerber erzielt hat.

Also ruhig bleiben und sich an den (modifizierten) Weisheiten der Altvorderen orientieren:

Zählen Sie nicht die Leute, die Sie erreichen.
Erreichen Sie die Leute, die zahlen.




Russisch Roulette goes Social Media

Schon oft wurde über die Verschmelzung von realer und virtueller Welt gesprochen. Jetzt hat sich eine russische Wodka-Marke dies zu eigen gemacht, um eine nebst dem Getränk eine weitere Spezialität dieses Landes in die Zwonullerzeiten zu erheben. Das Ergebnis, wie man so sagt, "auf die 12": Russisch Facebook-Roulette.



Wenn die Anwendung jetzt noch klappen tun tät' ...

Socialmediaskop

Sogenannte Soziale Medien sind ja immer noch ein heißdiskutiertes Thema in Marketingabteilungen. Was ist von diesen digitalen Weltbürgernetzen zu halten? Wen treffe ich da wann und wo? Gerade für Faktenfetischisten ein großes Problem. Oder auch nicht:


"Socialmediaskop" vollständig lesen »

Enterprise 2.0: Unternehmen experimentieren mit dem Web 2.0

Ein Gastbeitrag von Dr. Antje Stobbe, Leiterin Technologie & Innovation, Deutsche Bank Research

Studie von DB Research: Enterprise 2.0 – Wie Unternehmen das Web 2.0 für sich nutzen

Das Thema Web 2.0 beschäftigt derzeit die Kommunikations- und Strategieabteilungen vieler Unternehmen – getrieben auch von der zunehmenden Verwendung im privaten Bereich. Die wachsende Popularität der Social Media – nicht nur bei den Jugendlichen – stellt die Verantwortlichen vor die Frage, ob sie Web 2.0-Instrumente auch in ihrem Unternehmen einsetzen wollen. Heute nutzen ein Fünftel der Unternehmen in den USA und Europa Blogs, Foren oder Wikis für interne oder externe Zwecke.

"Enterprise 2.0: Unternehmen experimentieren mit dem Web 2.0" vollständig lesen »

Social Media ist bloß ein Spiel

Wir haben Social Media in unserem Werbe-Kolleg kritisch definiert, es historisch betrachtet, sind damit reich geworden und haben seine Bedeutung für Verkäufer und Marketer hervorgehoben. Klar, dass uns das zu so etwas wie dem einzig wahren Social Media-Blog macht. Und noch klarer, dass das bei uns nicht fehlen darf:

Social Media-Monopoly



Eine schöne Idee. Und fast wie echt. Zwar findet man diese Version bei Monopoly nicht, dafür hier, wo man sich Spielbrett und Ereigniskarten ausdrucken kann.

Natürlich geht es da nicht um Kohle, sondern Kontakte sowie natürlich jeder Menge (falscher) Freunde. Und wie im wahren Leben, sollte man sich vor MySpace hüten, denn da könne man alles verlieren, sogar seinen Ruf.

Sehr schön.

Wie immer: eine Top-Quelle

Geballte Kompetenz

Frank Herold
F.Herold auf xing

Heiko Walkenhorst Wortführer
VerbAgentur
H. Walkenhorst auf xing

Gerold Braun
Direktmarketing Blog
Gerold Braun auf xing

Torsten Matthes
Marketing - Projektmanagement - Text
Torsten Matthes auf xing


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