Reporter ohne Grenzen: „Whistles For Whistleblowers“

Mit dem Projekt „Whistles For Whistleblowers“ engagieren sich DDB Tribal und Reporter ohne Grenzen im Kampf für mehr Informationsfreiheit.


Auch in den Demokratien dieser Welt agieren Whistleblower ohne gesetzlichen Schutz, sind Repressalien und Verfolgung ausgesetzt. Mit dem Projekt „Whistles For Whistleblowers“ wollen DDB Tribal und Reporter ohne Grenzen auf diese Misstände hinweisen.

Whistles For Whistleblowers

Kernelement der Kampagne sind die mit Köpfen von Edward Snowden, Chelsea Manning und Katherine Gun gebrandeten Pfeifen. Die Whistles sind ab sofort für 6 Euro pro Stück unter www.whistlesforwhistleblowers.com erhältlich. Sämtliche Einnahmen kommen dem Einsatz für Informationsfreiheit zugute.



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Rechte für Linke - entbiedermeierte Wahlwerbung

"Parteien zur Bundestagswahl. Sie sehen nun einen Spot der ..."

Freuen Sie sich auch schon so drauf? All die, wie man es in der Printbranche nennt, special interest Parteien kennenzulernen: Tierschutz, PBC, Panther, Lila, Frauen etc. Diese Wahlwerbespots sind die einzige Chance von deren Existenz überhaupt zu erfahren.

Das ist wohl der einzige Grund, warum es diese Spots überhaupt gibt (außer natürlich für die Medien, damit sie wieder was haben, mit dem sie Weißraum eliminieren und sich echauffieren können.), denn die wenigsten Menschen, die am 22. September in der Wahlkabine stehen, werden ihren Wahlzettel komplett ausklappen und wenn, ihn nicht bis zum Ende durchlesen.

Die allermeisten werden ihr Kreuz bei den Top 5 machen und allen weiteren Kandidaten auf dem Wahlzettel keines Blickes würdigen. (Man kennt das aus den Regalen im Lebensmitteleinzelhandel. Griffbereit die Premiummarken, für Schnäppchen muss man sich bücken.)

War noch vor wenigen Jahren "Wählen gehen" eine Selbstverständlichkeit, derer es keiner Erklärung bedurfte, gibt es nun richtig klassische, also wortwörtliche "Wahlwerbung", es wird geworben, zur Wahl zu gehen. Dabei machen gerade die privaten Fernsehanstalten Anstalten, kreativ zu sein nun - und scheitern damit zumindest kläglich. Irgendwelche von mehr oder wenige bekannten Personen maskierten Gesichter, die wohl Volkes Stimme sein repräsentieren sollen, die sich dann demaskieren und einem sinnloses Zeug erzählen wie "Deine Stimme kann mehr".

Irgendwie überraschend, dass gerade die privaten da so bieder daherkommen, während eine Institution, die eher bieder zu sein - oder, wie man heute so gerne sagt, "aus der Zeit gefallen" scheint, eine Wahlwerbung kreiert hat, die wirklich beeindruckt.

Allein um die Rechte all der Schnipsel zu erhalten, die in dem Spot montiert sind, muss eine Heidenarbeit gewesen sein (wenn es nicht da irgendwas Rechtliches gibt, wonach Ausschnitte unter 0,975 Sekunden kostenlos genutzt werden dürfen). Aber sie hat sich gelohnt:

"Institutionen zur Bundestagswahl. Sie sehen nun einen Spot der IG Metall:"




IG Metall Spot WahlwerbungIG Metall Beitrag zur Bundestagswahl"Geh wählen!"
Wahlwerbung der IG Metall
Metallmix 2013 Wahlspot

First World Problem: Slowenen im Bundestagswahlkampf

Sich über etwas aufregen, vor allem, wenn es etwas ist, worüber sich alle aufregen, und im Gefühl der Masse es wagen, sich über den Fehler bzw. das Missgeschick in bester Manier der Anonymen Feiglinge lustig machen, ist unser Ding nicht. Das überlassen wir der Schwarmpestilenz.

Das gleichzeitige Auftreten derselben radfahrenden Familie in einem Spot der NPD, der FDP sowie Rakhis, einem finnischen Quark, sorgt natürlich für Spott - auch vom politischen Gegner, der diesmal sogar zumindest einem Büroleiter eines Grünen-MdB gelungen ist:



Aber wie mein Sohn dies zu nennen pflegt: "First World problem", denn wie wurscht ist das denn? (Und wenn dem so wäre, wäre es ja wahrlich nicht schlecht. Nur stimmt es halt nicht. Macht aber auch nichts, schließlich entfaltet ein Gag ja gerade durch den Mangel an absoluter Wahrheit seine jokulatorische Wirkung.)

Niemand nimmt das groß wahr. Außer Markus Brendel. Kennen Sie nicht? Er ist Geschäftsführer der Werbeagentur "Die Wegmeister" in Stuttgart. Kennen Sie auch nicht? Macht nichts. Google hat ihn auch nicht in den TopTen. Oder muss man sagen: noch nicht?

Denn dank des Artikels in der Süddeutschen über diesen Vorfall (Wir überlassen es Ihrer inneren Aufgeregtheit, ob sie es "Panne", "Skandal" oder eben "First World problem" nennen wollen) kennt man zumindest seinen Namen.

Dieser Artikel führt weiter aus: "Beim nächtlichen Studium von Werbespots fiel ihm die Szene auf."

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Wahlkampf 2013

Gestern rief Zeit online seine Leser dazu auf, plakativ zu sein.

Es ging darum, Werbung zu machen. Für die Parteien. Aber noch mehr für die Wahrheit - aus Sicht der Parteien.

Und das sind die Beiträge meinerseits – mit Aussicht auf Erfolg?

Ich denke schon, aber wahrscheinlich hatte Cheffe wieder Recht: versteht wieder keiner :-)






99% Langeweile

OccupyWallStreet hat seinen ersten Spot veröffentlicht:



Und man fragt sich, was das soll. Also nicht man, denn die meisten schein das ja zu verstehen, ich verstehe es nicht. Wollten die Menschen nicht schon immer wollen? Alle wollten mehr Geld? Alle wollten Häuser? Und was ist das Ergebnis? Jetzt wollen sie was anderes. Und dann? Wollen Sie weniger Staat? Mehr Freiheit? Vielleicht wollen einige nur in die Medien? Vielleicht wollen sie auch nur wollen. Denn tun ... wirklich tun ... wer will das schon?

F.D.P. - (eine) Fast Deutsche Partei

Da hat er mal gestern wieder einen rausgehauen, der gute Herr Kubicki:

F.D.P. - (eine) Fast Deutsche ParteiDie Liberalen hätten "ein Markenproblem" und als Marke bei den Wählern momentan "generell verschissen".

Das liest sich gut, das macht Schlagzeilen, das wirkt selbstkritisch, löst null.

Aber natürlich muss man ja ein Problem erstmal erkennen, bevor man es lösen kann. Einerseits. Andererseits kommt bekanntlich vor dem Können das Wollen.

Dabei kommt es nicht zuletzt auch auf das Interrogativpronomen an:

Wer will was?
Was will wer?
Und vor allem: Warum?

Warum sollte wer was an und von der F.D.P. wollen? Und das ist weit mehr als ein Markenproblem - das ist ein Legitimationsproblem.

Im Grunde haben das auch all die anderen Parteien, aber die haben wenigstens ein Schlagwort, das den Menschen aus dem Herzen spricht, mit dem sie sich identifizieren können: Demnach ist man "konservativ" oder "sozial", "national" oder ""grün"" oder oder oder. Das ist der Markenkern dieser Parteien - und den hatte die F.D.P. noch nie.

"liberal" ist kein Markenkern. "Liberal" ist ein Wort, mit dem niemand etwas anfangen kann. Und wenn doch, dann kommt es aus dem Kopf, nicht aus dem Herzen. Nicht hierzulande. Uns fehlt für diesen Terminus jegliche soziale, historische oder sonstige Wurzel. 1848? Nicht wirklich.

Gerne wird es dann ja mit zum Beispiel "freiheitlich" übersetzt, was natürlich in der Perzeption noch kruder wirkt, denn jetzt versteht es zwar jeder, aber niemand versteht, was das soll. Bin ich nicht frei? Ich kann doch sagen, was ich will. Ich kann reisen, wohin ich will. Die Menschen fühlen sich frei.

Sollte man sich nun die Mühe machen wollen, ihnen zu erläutern, wo sie es alles nicht sind, würden wohl die wenigsten das als Einschränkung ihrer Freiheit sehen. Vielmehr würde es wahrgenommen als Zugewinn ihrer Sicherheit - und das ist ein Gefühl, dass aus dem Herzen eines Deutschen kommt.

Freiheit statt Sicherheit wäre zwar mal ein Slogan, der auffiele. Umgekehrt wären die Erfolgschancen jedoch gewiss weitaus besser - wenngleich der so ganz und gar nicht zur F.D.P. passen würde.

Guttenbergfreier Sonntag

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Gutte Idee

Der VfB Stuttgart entlässt seinen Trainer und wird zum VfB Guttgart. Der Freiherr mit Dissertationshintergrund, Dr. strg. c. KT zu Googleberg, soll Konzept und Punkte von Dortmund kopieren.

Schwarz auf Grün

Wie kontraproduktiv Werbung sein kann, zeigt die CSU :



Ich könnte mich natürlich hier bloggeroberlehrermäßig hinstellen und mich über die einzelnen Punkte auslassen, was meines Erachtens alles falsch ist sowohl vom Ansatz als auch vom Inhalt her. Aber das würde zu lange dauern. Obwohl: Eigentlich ist daran alles falsch:

Wenn ich mich mit einem Gegner so schlage, mache ich ihn meiner ebenbürtig. (Bei der letzten Landtagswahl hatte die CSU 43,4 %, die Grünen 9,4%)
Wenn ich so auf meinen Gegner einschlage, zeige ich, dass ich Angst habe (und Angst ist nicht attraktiv - außer für psychisch Labile)
Wenn ich so meinen Gegner schlage, schwäche ich mich (weil ich Sympathien verliere)

Eines allerdings macht der Film klar: Es wird bald ein Posten frei in der Partei. Denn unter dem Filmchen wird mitgeteilt:

Creative Director, äh: Generalsekretär Alexander Dobrindt war der Ideengeber für die Aktion.

Und tschüss ...

Und dann gibt es ja auch noch seitens der Union eine Extraseite gegen die Grünen:



Obgleich die vom Ansatz her nicht ganz so plump, wird auch das letztlich dazu führen, dass die Grünen-Positionen noch bekannter werden und die SPD bundesweit gerade noch so in puncto Wählergunst auf dem Bronzeplatz landet.

Oder ist das der Plan? Die Revolution der Spießer? Denn eines haben die Union und die Grünen ja definitiv gemeinsam: Sie sind beide hochgradig, äh: bürgerlich. Jeder halt auf seine Weise.

Horst Köhler geht. Kommt Horst Köhler?

Bundespräsident Horst Köhler ist mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Das ist sein gutes Recht. Aber zum Glück ist er ja nicht der einzige Horst Köhler, den es in Deutschland gibt …

Am besten, gerade im Zuge der Euphorie um Frau Lena Meyer-Landrut und ihren Gewinn des Grand Prix de la Chanson d'Eurovision, sein Namensvetter führt den Job weiter. Immerhin ist er einer, der auch bei den Briten ankam, damals, 98, in Manchester, wengleich damals unter seinem Künstlernamen Guildo Horn.

Und noch etwas: Nicht nur Name bliebe gleich, schließlich kann man ein solches Amt wohl nicht mit seinem Künstlernamen bestreiten, wodurch Kosten gespart würden, denn man müsste keine Bundesversammlung einberufen, und Namensschilder, Drucksachen etc. könnten einfach weiterbenutzt werden. Es bliebe auch tierisch: Auf eine graue Maus folgte ein bunter Hund. Wow!

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