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Seminare? Seminare für Gründer? Bockmist, oder was?

Ein Interview von Frank mit Frank über Seminare, Seminaranbieter, Seminarleiter, Referenten, Trainer etc. im Allgemeinen und im Besonderen.


Frank: Frank, du wurdest gebeten etwas über die neuen Seminare für Gründer, initiiert durch gründerszene.de, zu bloggen. Meine erste Frage an dich: Was hälst du selbst von Seminaren zur beruflichen Fortbildung?

    Frank: Zunächst mal, lieber Frank, darf ich mir bei dir dafür bedanken, dass du mir Gelegenheit gibst, bei dir und den Lesern des Besserwerberblogs dieses Thema zu besprechen.

    Ich will es mal in aller Offenheit und mit dem nötigen Nachdruck, ganz direkt, formulieren:

    99,9 % aller Seminare und Seminarangebote sind Schrott. Richtig schlecht, richtig mies, das Geld nicht wert.


Frank: Frank, da muss ich jetzt aber sofort mal kritisch nachhaken: W-i-e-s-o?

    Frank: Ja, Frank, dazu musst du wissen, dass ich selbst eigentlich an jedem Tag der Woche über xing, per Brief und E-Mail oder aber übers Telefon, Einladungen zu irgendwelchen Seminaren, oder noch schlimmer - Webinaren, erhalte. Meistens handelt es sich um Seminare oder gar Seminarreihen zu Themen wie "Suchmaschinen optimieren wie die Profis", "Werden Sie Social Media-Profi", "Keine Angst vor der Kaltakquise", "Werden Sie reich und glücklich an nur einem Tag" und so weiter und so fort.

    Ich will dabei gar nicht verhehlen, dass ich - und das nicht erst seit gestern - solchen Angeboten sehr skeptisch gegenüberstehe. Ich bin aber natürlich sowohl neugierig als auch wissenshungrig und informiere mich zumindest oberflächlich wer mir da warum ein Angebot macht.

    Na gut, zum Thema Social Media z.B. hab ich mir das abgewöhnt, es gibt mittlerweile mehr Social Media-Experten, die ihr Wissen vermitteln wollen, als Laien, denen was beizubringen wäre.

    Aber nehmen wir das Thema SEO: Da kommen ständig Angebote. Und da guck ich natürlich ob und und zu welchen Keywords der Anbieter bei Google vor mir steht. Oder ich guck ganz einfach auf seine Homepage und erkenne in aller Regel binnen weniger Sekunden, dass jeder Euro für ein Seminar bei ihm rausgeschmissenes Geld wäre.

    Und sein wir doch mal ehrlich: Wer nichts wird wird Wirt und wer zu spät kommt bleibt Gast. Wer nichts kann wird Lehrer.


Frank: Frank, wir besprechen hier doch das Angebot von Blogger-Kollegen, das Seminar-Angebot der gründerszene. Das sind doch alles Top-Spezialisten.

    Frank: Genau, Frank. Besprechen wir eines der Angebote der gründerszene.

    Nehmen wir z.B. das Seminarangebot "Die Kunst der Kaltakquise - Erfolgreich Verkaufen" für den 12.05.2011, zw. 14:00-18:00 Uhr, von Frau Petra Owen.
    Da bringt mich schon der Titel zum ...

(Anm. der Red.: Teile von Franks Aussagen wurden hier mir Rücksicht auf unsere Leserschaft zenziert)



    Frank: Frank, ich darf hier aber wenigstens mal Frau Owen zitieren?


Frank: Ja bitte, Frank.

    Frank: Hör gut zu, Frank. Frau Owen sagt:

      "Seit, boah..., fast 20 Jahren selbständig. Komme selber aus dem Vertrieb und dem Marketing und gerade das Thema Kaltakquise hatte für mich ne sehr traumatische Erfahrung in jungen Jahren und daraus hat sich bei mir dann entwickelt, dass ich mich spezieller mit diesem Thema befassen wollte. Und ich finds inzwischen ganz spannend. Und es kann - kann - sehr viel Spass machen, wenn man es denn gut und richtig macht."


Frank: Ja und, Frank?

    Frank:Ich sag nur: Trauma.
    Mehr sag ich dazu nicht...

    Obwohl? Eins doch noch:

    Menschen mit 20-jähriger Erfahrung in Vertrieb und Marketing sind so selten nicht. 20 Jahre Erfolg wären eventuell eine Referenz, 20 Jahre Erfahrung sind keine. Menschen mit 20- oder mehrjähriger Erfahrung trifft man übrigens häufiger mal auf Parkbänken.


Frank: Frank, woran erkennt man denn, ob ein Seminar - z.B. zum Thema Kaltakquise etwas taugt?.

Frank: Das ist eine sehr schöne Frage, Frank: Ein gutes Kaltaquise-Seminar erkennt man daran, dass der Referent bzw. Dozent seine Teilnehmer "kalt" akquiriert.
Sprich: Kurzer Spaziergang, raus auf die Strasse, diverse Leute angequatscht, jede Menge Teilnehmer fürs Seminar gewonnen.


Frank: Ach, Frank. Das funktioniert doch nicht?



Frank: Frank, du hast ja selbst gesagt, dass du, was das Thema betrifft, ein wenig voreingenommen bist. Und ich hab den Eindruck, du beurteilst das alles ein wenig zu sehr aus der Sicht eines ganz abgezockten Profis. Ist es nicht so, dass solche Seminare, insbesondere Menschen, die sich - um vielleicht mal beim Thema Kaltakquise zu bleiben - noch nie mit der Materie auseinandergesetzt haben, doch wirklich weiterhelfen können um bestimmte Mechanismen zu verinnerlichen und zudem vielleicht eine gewisse Sicherheit bei der Steuerung von Verhandlungen und Verkaufsgesprächen vermitteln?

    Frank: Ach, Frankie. Schon die Frage zeigt mir, dass wir 2 von unterschiedlicherem Schlag kaum sein könnten. Wir sprechen doch hier über Seminare im Rahmen beruflicher Fortbildung. Nicht über Sößchenbinden für den Hausgebrauch, oder? Und wenn jemand einen Beruf ergreift, dann wird er doch - h-o-f-f-e-n-t-l-i-c-h - etwas erreichen wollen. Und h-o-f-f-e-n-t-l-i-c-h hat er sich informiert, was da alles auf ihn zukommen mag. Und wenn er sich dann für eine Fortbildung, welcher Art auch immer - und das ist ja grundsätzlich auch alles sehr sehr löblich - , entschieden hat, dann kann es doch nicht darum gehen so ein bisschen was zu erfahren, ein paar Fortschrittchen zu machen. Es muß doch immer um den maximalen Erfolg gehen.
    Da draußen wird Bundesliga gespielt. Da kannst du doch nicht unter Kreisklassebedingungen trainieren.


Frank: Frank, wenn du das alles so, ja so... - ach, sagen wir es, wie es ist - scheiße findest, warum hast du dich überhaupt zu diesem Interview bereit erklärt?

    Frank: Das will ich dir sagen, Frank. Weil ich grundsätzlich großen Respekt vor der Entwicklung des Internet-Projekts gründerszene.de habe und weil ich es immer bewundernswert finde, wenn Leute im Rahmen einer solchen Entwicklung einfach mal was Neues ausprobieren.


Frank: Zum Abschluß eine andere Frage, Frank: Wie sehen deine persönlichen Pläne aus? Was steht in den nächsten Tagen auf der Agenda von Deutschlands Nummer 1 Marketing-Blogger?

    Frank: Schön, dass du fragst Frank. Nächsten Donnerstag halte ich hier in Düsseldorf einen Vortrag vor IT-Spezialisten.


Frank: Das klingt spannend, Frank. Zu welchem Thema?

    Frank: Keine Ahnung.


Frank: Vielen Dank, Frank.

Grasen Sie!

Die Überschrift zu diesem Post kommt von hier. Ich wollte mich über das Thema schon lange auslassen: Die Kommunikation von Mensch und Maschine.

Den eigentlichen Ausschlag gab eine Situation kürzlich in einem großen Unternehmen. So ein Laden mit riesigen Aufenthaltsräumen für Mitarbeiter, in denen man sich an Automaten mit Spezialschlüsseln Essen und Getränke ziehen kann. Dort stand auch ein Pfandrückgabe-Automat.

Ich bin in dieser Firma nur sporadischer Gast und als ich das erste Mal vor dem Automaten stand, der sich doch deutlich von denen im Supermarkt unterschied, hat er sich mir erstmal verweigert. Ein Kollege eilte mir zu Hilfe, schaute auf das Display und sagte: „Ja, guck, der kennt Dich eben noch nicht: Unbekannte Flasche!“ Großes Gelächter. Seitdem ist das Gerät kooperativer, aber nicht eben höflicher und meldet „Flasche erkannt!“, wenn ich davor stehe.

Alle möglichen Automaten des öffentlichen Lebens, Software, das Navi-Gerät (nicht umsonst „Straßenschlampe“ genannt), Anrufbeantworter und deren Steigerung, die computergesteuerten „Telefon-Leitsysteme“ (siehe) sorgen mit ihrer "Ansprache" nicht nur für Erheiterung. Sondern auch für eine Menge Ärger, Frust und Aggressionsschübe.

Denn obwohl wir doch alle wissen, dass die richtigen Worte ein entscheidender Schlüssel in der Kommunikation sind, scheinen wir nicht gewillt zu sein, Maschinen so zu programmieren, dass sie textlich besser mit uns interagieren.

Klar, die dafür notwendige künstliche Intelligenz ist noch arg begrenzt. Aber eine Menge ließe sich schon durch weniger Geiz an dieser völlig falschen Stelle verbessern. Spezialisierte Texter, anständige Übersetzungen, feineres Granulieren von Textbausteinen, mehr Tests etc. Ja, das bedeutet Investition.

Aber geglückte Kommunikation ist schließlich ganz entscheidend für den bleibenden Eindruck, den man Marke nennt. Und Permanent-Error-bedingte Wutausbrüche sorgen für langanhaltende, übelste Assoziationen mit dem jeweiligen Hersteller. Deshalb sollte auch der Dialog mit Maschinen optimiert werden.

Mac-Fehlermeldungen waren z.B. immer schon irgendwie menschlicher formuliert als die vom PC. Das hat mich früher wirklich neidisch gemacht. Solche vermeintlichen Kleinigkeiten prägen einfach das Gesamtbild.

Und ein schöner Beweis, dass es durchaus möglich ist, einem Haufen Blech, Technik, Bits und Bytes mit den richtigen Zeichenfolgen einen Hauch Seele einzuflüstern, ist der letzte Tweet der gestern einsam und allein in der unwirtlichen Fremde verstorbenen Marssonde Phoenix. Ich hatte nicht als Einzige Wasser in den Augen, jawohl.

byebye

OMD: Jetzt gehts los...

...mit der Arbeit...



...und wir knüpfen an die vielen tollen Gespräche an.

Die erste Nummer der katholischen Kirche

Wer den Papst sprechen will, noch bevor er nach Deutschland kommt:

+39 - 06 69 82

Quelle

Kommunikation muss kostenlos sein!

Da sieht man mal, dass ein guter Text nie aus der Mode kommt. Klingt ein wenig nach '68, aber da waren die Herren gerade mal den Windeln entwachsen. Heute propagiert dies sms-lotse, das

Serviceportal, das Usern hilft, schnell und zuverlässig Free-SMS Anbieter zu finden, bei denen aktuell und ohne Anmeldung kostenloser SMS-Versand möglich ist.


Und das hat auch was von Sponti. Tjaja, es kommt halt alles wieder. In diesem Sinne: Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt! :-)

Politik hat die Chance auf Werbung in eigener Sache

Nun: Neu ist die Seite nicht, aber jetzt, wo man bald ein paar Tage frei hat, kann man ja mal sich damit die Zeit (statt die Verwandten) vertreiben. Schade, dass die Internetadresse so ein dämlicher Anglizismus ist, aber es geht um die Sache:

Auf abgeordnetenwatch.de können Sie sämtliche EU-Abgeordnete, Bundestagsabgeordnete sowie Hamburger Landesparlamentarier öffentlich einsehbar befragen.

Meine Namensvorschläge für die Seite:
abgeordnetenkontrolle.de
wasmachteigentlichmeinabgeordneter.de

Ich habe sie ihnen mal zugesandt. Schaumama, wie sie reagieren. Ich glaube allerdings, dass die Chancen auf eine Namensänderung seitens der Betreiber eher schlecht stehen. Das ist nämlich Parlamentwatch e. V.



Ethnomarketing

Geile Weiber haben Lust aufs F......
...orschen, natürlich. Was denn sonst?
Deutschland auf der Hut
Darf man mit Hitler Werbung machen?
Die Gunst der Hunde
Immer dem anpassen, den man trainiert.
Du bist Finnland!
Oder etwa nicht?

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