Werbemittel oder Werbemittelmaß

T-Shirts. Kugelschreiber. USB-Sticks. Regenschirme. Traubenzucker. Werbemittel für Millionen gibt es en masse. Und dazu Milliarden von Werbemittelanbietern. Und die greifen wahrscheinlich auf ein bloßes Dutzend von Werbemittelherstellern zurück. Aus Taiwan, Hongkong, weiß der Kuckuck.

Werbemittelvia www.maxilia.de


Wie bereits zu dem Thema schon einmal gesagt, ist es nicht das Werbemittel selbst, das über Wohl und Wehe des Erfolgs eines solchen Artikels entscheidet, sondern eben das, was man daraus macht. Kreativität ist das A und O, aber es muss sich halt auch von A bis Z rechnen.

Und dabei ist es, man kann es nicht oft genug sagen, nicht der Preis entscheidend, sondern der Wert. Wie schnell kann einer liefern? Wie gut ist die Qualität des Gelieferten? Wie will man das beurteilen?

Natürlich kann man sich Muster schicken lassen. Aber das ist nur dann sinnvoll, wenn man die entsprechende Aktion auch entsprechend gut zeitlich plant, denn so eine Musteranfrage kostet natürlich neben dem ein oder anderen Euro auch Zeit. Bis das Muster da ist, bis es alle gesehen und bewertet haben und und und.

bedruckbarer Regenschirm

Außerdem, wie will man beispielsweise die Qualität eines Regenschirms beurteilen? Belässt man es beim einfachen Auf und Zu oder will man die Feuerwehr Wind und Wetter simulieren lassen?

Dann ist vielleicht das Ausgangsprodukt ganz gut, aber bei der Individualisierung gibt es Probleme. Stick ist nicht gleich Stick, Druck ist nicht gleich Druck.

Bei einer Ruckzuckaktion dürfte z. B. Stick eh nicht infrage kommen und der Druck muss vielleicht auch nur begrenzt halten – wer trägt denn wirklich ein Werbe-T-Shirt derart oft, dass es 500 Wäschen aushalten muss? Wenn es aber eh kaum getragen wird, muss es dann wirklich die Top-Qualität sein?

Und dann sollte man sich natürlich die Fragen aller Fragen stellen: Braucht es überhaupt einen Werbeartikel? Natürlich erhalten kleine Geschenke die Freundschaft, aber das impliziert ja das Bestehen einer solchen.

Wenn ich noch keine Freundschaft zu einem Kunden aufgebaut habe, warum ihm dann was schenken. Verziehe ich ihn da nicht? Ich will ihn zum Kauf meines Angebots ködern, sollte ich mich da nicht auf mein Angebot fokussieren?

Wenn ein Artikel das unterstützt, prima. Aber das hängt, wie bereist erwähnt, weniger von dem Werbeartikel selbst ab, sondern seiner kommunikativen Kraft. Und falls das zu kompliziert oder theoretisch war, lässt sich das auch in einer Formel darstellen, die ganz schnell zeigt, ob sich ein Werbeartikel rechnet:

Standardartikel + Logo = Wirkung < 0
Standardartikel + angebotsbezogener Kommunikation = Wirkung > 0


Wer dann auch noch nachhaltig etwas über den Erfolg einer solchen Aktion lernen möchte, sollte ich vielleicht noch überlegen, den Werbeartikel situationsbezogen zu kommunizieren, so dass eine klare Zuordnung möglich ist, denn bloß weil etwas auf der Messe in Hannover nicht funktionierte, muss ja nicht heißen, dass es für den Außendienst schlecht ist.

Man darf den Erfolg von Werbung nicht outsourcen. Keine Werbeartikel, kein Mailing, kein Spot entscheidet über den Erfolg eines Produkts, es ist in den meisten Fällen nicht einmal das Produkt selbst und schon gar nicht sein Preis: Es ist immer seine Kommunikation. Sie ist immer noch das beste Werbemittel. Aber leider sehr oft auch nur Mittelmaß.

Wohin fliegt ein Flyer?

„Bei mir sofort weg!“ , „Rundablage P“, „Auf den Müll!“ – Klassische Antworten, die, wenn man ganz ehrlich ist, null Aussagekraft haben. Dennoch ist es so, dass Flyer ein Gschmäckle der Ineffizienz haben, was auch mit ihrer schieren Masse zu tun hat.

Früher war ein Flyer etwas Besonderes – und der Flyerdruck teuer. Heute ist der Flyerdruck günstig, dafür der Druck auf dem Flyer umso höher. Denn nach wie vor erwarten sich Werbetreibende wahre Wunderdinge von diesem mal zweimal, mal einmal, mal gar nicht gefalteten Stück bedruckten Papieres.

Flyer

Sind Flyer für Marketingzwecke überhaupt noch zeitgemäß?

Natürlich. Und selbst wenn nicht, darum geht es nicht. Auch wenn viele Agenturen meinen, Kommunikation müsse zeitgemäß sein, also Moden folgen, es ist ein Fehler. Kommunikation muss erfolgreich sein, sonst gar nichts. Und wenn man dafür auf unzeitgemäße Mittel zurückgreift, egal – solange sie nicht unlauter sind.

Otto Rehagel wurde mit Griechenland mit höchst unzeitgemäßer Spielweise mit Libero und kontrolliertem Querpass Fußball-Europameister. Was glauben Sie, wie sehr die Griechen das Unzeitgemäße gestört hat?

Jeder kann sich einen Flyer drucken lassen. Aber nicht jeder hat eine Idee. Und wer eine hat, ist auch nicht unbedingt in der Lage, sie mit den richtigen Worten und Bildern zu kommunizieren. Und dann ist natürlich noch das Medium wichtig. Es kann ein Flyer sein muss aber nicht. Inspiration gibt es ggf. bei flyeralarm.de

So günstig der Flyerdruck heute auch ist, wenn der Flyer keinen Druck auf den Konsumenten erzeugt, also nicht nicht zum Kauf, zur Kontaktaufnahme oder was immer sein Ziel ist, führt, dann wäre es Geld zum Fenster rausgeschmissen gewesen.

Deshalb kommt es auf die Idee an, nicht das Medium. Und wenn die stimmt, dann lässt ein Flyer fliegen – und zwar die Kunden zu Ihnen.


Bildquelle: istockphoto

So Broschüren drucken? Oder: Broschüren drucken? So!

Ich bin ein einfacher Mensch. Ich verstehe nichts. Früher musste man für ein Kotelett 98 Minuten arbeiten, heute 29, wir haben mehr Schulden. Alles wird billiger, keiner hat Geld. Natürlich stimmt das nicht in Gänze, aber ist mal ne Aussage.

Anderes Beispiel: „Broschüren drucken“. Früher ein Riesenprojekt. Litho, Proofs, 1000 Sachen, viel Geld. Heute: Klick, klick, online, fertig. Viel billiger. Wenn man’s kann. Wenn’s passt. Online-Druckerei. Das Zauberwort für viele Unternehmen. Das mutet günstig an. Und schnell.

„Wo lassen Sie Ihre Broschüren drucken?“
„Online.“

Broschüren drucken

Das hat was. Zu sagen: „Unsere Broschüren drucken wir online“ ist ungefähr so klug zu sagen, wie „Zum Essen gibt’s bei uns Wein.“ Das kann gut gehen, muss aber nicht. Und weiß man überhaupt, wem man da sein Werk in der Hoffnung übergibt, dass es in der Qualität Papier wird, was bis dahin PDF war?

Man kann sich beim Wein auf seine Erfahrung verlassen, auf seinen Gaumen oder einen Sommelier. Nun müssen Sie ja nicht gleich, wenn Sie eine Broschüre drucken lassen wollen, auf die Dienste einer „Jahrgangs-Druckerei“ zurückgreifen, aber es wäre schon sinnvoll, sich nicht nur von seinen Assoziationen leiten zu lassen. Ein „Blauer Lemberger“ ist kein Mensch aus Lwiw, der zu tief ins Glas geschaut hat, sondern ein Rotwein.

Und genauso ist es nicht unbedingt billiger und schneller, seine Broschüren online drucken zu lassen. Schließlich muss die Vorbereitung perfekt sein. Und man muss vieles verstehen, wofür Grafiker und Designer die Hochschulbank drücken.

Aber man muss sagen: Online-Druckereien machen an sich (!) ein gutes Marketing. Aber das Problem der einzelnen: Sie differenzieren sich halt durch so rein gar nichts – außer Preis.

Wer an Online-Druckereien denkt, denkt der nicht zuerst an Boxen? Kaum eine Woche, wo nicht irgendwer irgendwem für irgendeinen Titel irgendeinen Verbandes das Gesicht mit was-weiß-ich-wievielen Unzen massiert – umrahmt von der Werbung irgendeiner Online-Druckerei. Auch andere Sport-Großveranstaltungen warten mit den Namen diverser Anbieter auf. Der Effekt ist doch der, dass man am Ende nur zu hören bekommt: „Wenn Sie die Broschüren drucken lassen, nehmen Sie doch eine Online-Druckerei.“ Und dahinter steckt die Idee, dass es ja so viele gibt davon, dass man es noch billiger bekommt. An dieser Stelle: Dank an www.hartmanndruck.de

Und wer ist schuld, wenn es dann doch nicht so aussieht, wie man sich das so dachte? Mit der Print App sah das ja alles so einfach aus. Aber auf einmal stelt man fest: 250-Gramm-Papier ist so toll gar nicht und „glänzend“ sollte besser „spiegelnd“ heißen. Und außerdem ist der Kreuzbruchfalz falsch rum.

Vielleicht (und das ist nur ein politisch korrektes Wort für „Auf jeden Fall) ist es oft besser, doch vielleicht die Druckerei für Ort mit dem Broschürendruck zu beauftragen. Vielleicht ist sie etwas teurer, aber sie hat einen unvergleichlichen Vorteil gegenüber einer Online-Druckerei:

Wenn es nicht so klappt, wie Sie wollten, können Sie dort einem echten Menschen in einen echten Hintern treten – anstatt sich selbst in den eigenen zu beißen, weil sie mal wieder Ihrer eigenen Gier zum Opfer gefallen sind.

Dabei gibt's ja für die Gier jetzt billig Kotelett.

Der Zweck adelt die Mittel

Werbemittel stehen in einem seltsamen Ruf. Entweder gelten sie als zu teuer – gerade bei Individualanforderungen, oder als zu beliebig: Kuli, Süßigkeiten, Blöcke.

Die Frage ist: Wer gibt ihnen diese Meinung? Im Grunde sind das die Werbetreibenden auf beiden Seiten des Besprechungszimmertisches. Die einen (die „Kreativen“) haben eine, wie könnte es anders sein, ganz tolle Idee, die dem Budgetverantwortlichen vermuten lässt, er sei bei der Versteckten Kamera. Die anderen (die Kunden) wollen alles mit ihrem Logo versehen, was sich in riesiger Stückzahl bei minimalen Kosten produzieren lässt.

Da sind die Vorwürfe vorprogrammiert. Aber weil es sich weder die Agentur mit dem Kunden noch der Kunde mit der Agentur wegen so was verscheißen will, ist halt die Werbemittelindustrie schuld – eben, weil sie nichts Kreatives zu einem vernünftigen Preis anbietet.

Sehr typische Herangehensweise, sich auf die Kosten zu fokussieren, statt auf den Nutzen. Das Werbemittel selbst ist dabei völlig egal. Es muss halt zu dem Unternehmen u/o dem Anlass passen. Da könnten die Kreativen ja den Kunden von ihrer Kernkompetenz überzeugen und den Kunden zu etwas bringen, was er gerne, aber selten sagt: „Ja!“

In kleinen Quadraten eingetütete Zuckerstückchen mit Logo sind unglaublich langweilig. Ein Logo für einen Hörgeräte-Akustiker macht es nicht besser. Das aber mit dem Hinweis zu versehen: „Der kleinste Hörtest der Welt.“ Gibt dem Ganzen schon wieder Charme und Witz und Mehrwert – und sorgte zumindest einmal, nämlich bei mir, dazu, dass der Kaffee ungesüßt blieb.

Werbemittel Schlafbrille
Bitte nicht stören! Ich bin kreativ. / via ebets.at
Eine Schlafbrille. An sich schon ganz nett. Auch nützlich. Aber ergibt allein keinen Sinn. "Nur so" fördert so ein Werbemittel nur das Schmarotzertum. Wenn man es aber kombiniert mit einem thematischen Bezug, dann besitzt das Ganze mehr Charme und Witz, wie z. B. bei dieser Aktion für die Kreativwirtschaft der Stadt Mannheim: „Bitte nicht stören. Ich bin kreativ!“ Das hat wieder Witz, weil es eben mit einem Klischee spielt.

Man kann auch Aufklebern oder bedruckten T-Shirts etwas abgewinnen, auch in einem herkömmlichen Design. Natürlich gibt es auch bereits ganz lustige Beispiele, die bereits eine Aussage zum Werbetreibenden treffen, wenn sie aber mehr sein sollen denn Druckfläche für ein Logo, so bleibt man besser bei Kulis und anderen Werbegeschenken.

Diese transportieren auch das Logo und sind sehr nützlich, was man allein daran erkennt, dass man nie etwas parat hat, wenn man es braucht, also immer Bedarf für so was hat, aber, wie gesagt, nur zur Anbringung des Logos ... Das ist einfach zu wenig.

Klar ist das Logo 100% Teil des CI, aber das CI ist mehr als das Logo. Wie der Name schon sagt, hat das was mit etwas Wesentlichen zu sein, der Identität. Diese Identität gilt es zu kommunizieren. Da ist es eigentlich egal, wie teuer das Werbgeschenk bzw. die einzelnen Werbemittel waren/sind, sondern was sie bringen (sollen)?

Genau diesen Dialog scheuen aber sowohl Agentur als auch Kunde. Wofür stehen wir? Was wollen wir mit diesem Werbegeschenk bzw. Werbemittel über uns sagen lassen? Diese Fragen gilt es in erster Linie zu klären. Und dann kommen erst die Kosten, dann die Strategie – und dann geht’s um die Umsetzung.

Na dann isses auch egal, wenn es etwas mehr kostet, weil es vielmehr bringt: an Nachhaltigkeit, Gesprächseinstiege, leichtere Nachfassaktionen und und und ...

So sollte es ja sein: Der Zweck adelt die Mittel.

Noch alle Tassen im Schrank? - Blogmarketing für bedruckte Tassen

Na klar. Alle wollen ganz nach vorne in den Suchmaschinen. Einer der zuverlässigsten Wege dahin ist, wie wir alle wissen, die Präsenz in Blogs. Insbesondere Werbeartikelhändler scheinen dies zu wissen und sind dementsprechend rührig in Sachen Blogmarketing. Müssen Sie auch, denn bedruckte Kugelschreiber, Kalender mit Firmenlogo oder eben bedruckte Tassen sind - zumindest auf den ersten Blick - vergleichsweise unsexy gegenüber neuen und ultrahippen Social-Media-Applikationen oder aktuellen Studien mit vielen Anglizismen drin (die ließt und hinterfragt zwar niemand, bestätigen den User aber zumeist in seinem Meinungsbild).

Was also tun? Man könnte eine Infografik mit irgendwelchen Facts oder Gags (mitunter dasselbe) zusammenschustern, diese an Blogger verteilen und darauf hoffen, das einigen von denen nichts besseres einfällt als diese zu bloggen und natürlich zu verlinken.

Oder aber, auch sehr beliebt, man bestellt Fachartikel, die dann vermutlich Sätze enthalten wie

    "Bedruckte Tassen gehören nie veröffentlichten Studien zufolge zu den emotionalsten wie effizientesten Werbemitteln. 99 Prozent aller von der Werbemittelunit des Meinungsforschungsinstituts Werwowas befragten Verbraucher gaben zu noch eine bedruckte Tasse im Schrank zu haben. Weitere 99 Prozent aller Befragten räumten zudem ein, ständigen Umgang mit trüben Tassen zu haben."


Sowas ließt natürlich auch niemand. Spätestens dann nicht mehr, wenn der Beitrag irgendwo im Archiv verschwunden ist.

Nichtsdestotrotz kann Blogmarketing wahnsinnig effektiv sein. Insbesondere dann, wenn Marketeers auf die ureigensten Mechanismen von Blogs (kennt manch ein Blogger nicht mehr, denn sie stammen aus der Prä-Facebook- und Twitter-Ära), nämlich Vernetzung und Dialog von Blog zu Blog setzen.

Beispiel gefällig?
Wer sich als Tassenhändler, Tassenproduzent, Tassenbedrucker vor rund 2 Jahren durch Sponsoring, Prämien (speziell und individuell bedruckte Tassen) oder ganz banal durch Bannerwerbung (könnte heute noch Wunder wirken, Stichwort Click-Through-Rate) beim Kollegen von der hirnrinde engagiert hätte, der wäre heute ganz vorne mit dabei.

Worldcupby the way: unsere Lieblingstasse

Sollten nun Sie, lieber mitlesender Werbeartikelhändler, verstanden haben und Großes planen: Beeilen Sie sich und rufen Sie uns an. Es könnte nämlich sein, dass die Kollegen von schwarzkant.de jetzt schon einen kleinen Vorsprung haben...

Bannerwerbung – Ein Test für die Sinne

Wenn es um Werbung geht, ganz gleich ob TV-Werbung, Radiowerbung, Onlinewerbung, Plakatwerbung, Bannerwerbung oder oder oder ... der Werbetreibende will immer wissen:

Wie sinnig ist das?

Gute Frage. Schlecht aber ist, dass sie meist nur rhetorisch gemeint ist, und selbst wenn nicht, ist sie es nicht wörtlich, denn es geht bei der Fragen nicht um einen Sinn, sondern ums Geld. Gemeint also ist: Lohnt sich eine solche Investition? Steht die Kosten in einer gutem Verhältnis zum Nutzen?

Hierauf eine Antwort zu geben, die auch nur den Hauch von Seriosität besitzt, qualifiziert einen zu einem Seher, einem Propheten, doch jene werden seit schon mehreren Jahrhunderten bereits mit Scharlatanerie in Verbindung gebracht. Also besser nichts dazu sagen und besser zur Eingangsfrage zurückkehren:

Wie sinnig ist das?

Und weil wir uns weitaus lieber als Nestbeschmutzer denn Scharlatane beschimpfen lassen, fangen wir erste gar nicht vom 6. oder gar 7. Sinn an, sondern bleiben bei den fünfen, die jeder Mensch (beisammen) haben sollte – und fragen uns einfach mal, wie weit die reichen – denn auch das, die Reichweite – ist ja ein Entscheidungskriterium pro und contra einer Werbemaßnahme, ganz gleich, ob es sich um teure TV-Werbung oder günstige Bannerwerbung oder oder oder handelt.

Fünf Sinne

Der Geschmacksinn
... hat eine Reichweite von ca. – 5 cm, denn dieser Sinn kommt ja erst zum Einsatz, wenn man sich etwas oral einverleiben möchten. OK, diese Reichweite lässt sich auch ins positive bis zu + 5 cm erweitern, aber da muss man schon seine Zunge rausstrecken.

Der Tastsinn
... hat eine Reichweite von 0, denn für ihn ist es unabdingbar, dass er in Kontakt mit etwas tritt.

Der Geruchssinn
... hat eine sehr variable Reichweite, die von wenigen Zentimetern bis zu einigen Hundert Metern reichen kann – je nach Windverhältnissen und Intensität des Duftmarkensenders, die ja sehr variabel sein kann, beispielsweise ob der Duft von einem menschlichen oder baulichen Körper ausgesandt wird – vor allem, wenn er innerlich brennt. Der Sinn hat allerdings die Besonderheit, dass er, wenn er über einen gewissen Zeitraum von einer Quelle aus aktiviert wird, einfach abschaltet und die Sendung nicht mehr wahrnimmt. Im Alltag ein Segen, für Werber ein Fluch.

Der Hörsinn
... hat eine enorme Reichweite, wobei dieser noch mehr als der Geruchsinn das Problem der Quellenidentifikation hat. (Selbsttest: Kaffeekränzchen, Samstagmorgen in einem modernen Supermarkt etc.) Auch die Qualität des über diesen Sinn Wahrgenommen lässt ab wenigen Dutzend Metern sehr stark ab – außer in der Nähe von Rock Open Airs, Fußballstadien zu Derbys oder Militärflugzeugbasen. Bleibt:

Der Sehsinn
... mit seinen mehreren Dutzend Kilometern Reichweite eindeutiger Sieger der Sinne, der zudem bereits ohne technische Hilfsmittel sehr gezielt zur Ortung und Wahrnehmung visueller Reize eingesetzt werden kann.

Was also ist die beste Werbung? Kommt natürlich darauf an. Wer aber wirklich „sinnig“ Werbung machen will, für den empfiehlt sich Bannerwerbung – und zwar offline.

„Hä?,“ fragt da wer aus der Leserschaft, „offline Bannerwerbung?“
„Ja, offline Bannerwerbung. Das gab’s schon lange vor online und wird es auch länger geben,“ prophezeien wir da zurück.

Denn wir sprechen hier nicht für diese Flackerdinger, die sich immer vor igrendwelche Nachrichten oder Filme im Internet stellen und jeden nerven, sondern von den ganz klassischen meist auf witterungsbeständigem Planen, z. B. PVC oder Mesh, groß bedruckten Flächen , gut platziert weithin sichtbar, mehrfach wieder verwendbar, was allein schon für diese Form der Werbung spricht.

Vielleicht mag der Frager die nicht „hip“ finden, aber dafür ist sie auf jeden Fall „top“, denn die Kosten-Nutzen-Relation ist gerade bei den günstigen Druckkosten geradezu unschlagbar.

Zudem adressiert sie den Sinn mit der größten Reichweite. Sie ist also die wohl einzige Werbeform, die man unabhängig von der Frage, ob die Werbung sinnig sei, man locker und sicher und ganz ohne Scharlatanerie mit „Ja!“ beantworten kann.

Das wiederum lässt zudem folgenden Schluss für klassische Bannerwerbung zu:

„Bannerwerbung ist richtig sinnvoll!“

Ein Klick auf expo-deal.com wäre es auch, denn der Spezialist für Werbebanner und Werbeplanen, schlug uns diesen Beitrag vor. Danke.

Stoppen Kundenstopper Kunden? JEIN!

Gut. Die Frage in der Headline behandelt nicht so ganz die mit diesem Blogbeitrag verbundene Intention des Autors, wenngleich sie ganz wunderbar zum beispielgebendem Produkt passt. Die Antwort hingegen führt zum Thema: Dem JEIN!

Dennoch sei die Frage kurz abgehandelt, da sie von Menschen außerhalb der Werbebranche, ohne nähere Kenntnisse rund um Kundenstopper, Straßenreiter, Klappaufsteller, leicht falsch interpretiert werden kann:

    Ja, meist wirken sie verkaufsfördernd.

    Nein, gewöhnlich halten sie Menschen nicht davon ab, Kunde zu werden.


JA bzw. Nein. Also: JEIN!
Kundenstopper, Bockständer, Klappaufsteller
Frage nicht, was ein Klapprahmen für dich tun kann - tu was für den Klapprahmen. Stell ihn auf. alu-werbetraeger.de hat das Copyright fürs Bild


Ein Leser schrieb bereits vor einiger Zeit:

Liebe Besserwerber. Seit mehr als 10 Jahren lese und lerne ich täglich in Eurem Marketing-Blog. Ich halte es für das beste Blog der Welt und habe Euch sowohl für das Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen als auch in meinem Testament bedacht...


OK, dass schrieb er jetzt nicht ganz genau so. Die folgenden Fragen hat er aber (sinnngemäß) gestellt:

Kennt Ihr vielleicht Studienergebnisse oder verlässliche Erfahrungsberichte im Internet für den Bereich klassischer Werbetechnik/Werbeaufsteller etc. In unserer Firma haben wir darüber gesprochen, Klappaufsteller für unsere Werbung zu nutzen. Ich möchte aber zunächst prüfen ob sich das auch lohnt. Habt Ihr eine Empfehlung für mich?


Na fein! Herein, willkommen im Verein!
Werter Leser, offenbar stecken Sie da in einem kleinen aber ausgeprägtem
SOLL-ICH'S-WIRKLICH-MACHEN-ODER-LASS-ICH'S-LIEBER-SEIN-Dilemmma.
Aber natürlich können wir helfen.

Nein. Wir kennen leider weder aktuelle Untersuchungen, noch glaubwürdige oder gar glaubhafte Erfahrungsberichte zu Klappaufstellern. Und mit Statistiken ist das immmer so ne Sache. Und mit Erfahrungsberichten... - Oh Gott, lassen wir das lieber.

Aber: Ja. Wir haben eine Empfehlung. Dazu aber zunächst ein paar Gegenfragen:
Wie lange recherchierst Du schon zum Thema?
Was kostet Deine Arbeitsstunde? Brutto?

Und wenn Du, lieber Leser, jetzt nicht ganz weit unterm Mindestlohn liegst, dann ist Deine Frage eigentlich schon beantwortet. Einen schmucken Klapprahmen (Alu) gibt es schon für rd. 60/70 Euro. Bei einem Hunderter Budget ist da auch noch der Druck für ein schickes Plakat drin. Womit wieder mal bewiesen wäre: Probieren geht über Studieren! Außerdem ist Ja immer besser als Jein!

Wir hoffen Dir eine kleine Hilfe gewesen zu sein.

Teile der in diesem Post verwendeten Lyrics verstehen sich als Reminiszenz an die Quelle allen Jeins:

Marke mit Haltung: Spreadshirt druckt keine Pegida-Shirts

Kerstin wollte sich bei Spreadshirt ein Pegida-Shirt drucken lassen und hat es dort nicht bekommen. Kerstin bat um eine Erklärung und erfuhr, dass es Marken mit Haltung gibt:

Das, was PEGIDA vertritt, gilt in unseren Augen nicht als Meinung, sondern als rassistische, diskriminierende und menschenverachtende Äußerungen. Wir haben uns aus ethischen Gründen darum entschieden, den Namen dieser lächerlichen Vereinigung nicht zu drucken. Ich hoffe, Du erkennst irgendwann, dass Du zusammen mit Nazis auf die Straße gehst.“


Schade nur, dass Kerstin es offenbar nicht begriffen hat.

Pegida-Shirt

Chapeau, Spreadshirt!


via

18 Gründe, nicht immer nur zu meckern

Man soll ja nicht immer nur meckern und nörgeln. Sag doch lieber mal, wie es besser geht, ruft eine Stimme in meinem Kopf. Und sie hat ja recht. Bevor die WM nun, hoffentlich erst am Sonntag, endgültig vorbei ist, hier ein Give-away-Kleinod, das ich sofort verstanden, klasse gefunden und aufgehoben habe. Es ist von 2010, aber die Idee ist zeitlos, zumindest bis Sonntag.

Der vierte Stern
Der vierte Stern

Das Gesetz des Gutscheins

Gutschein Werbung
Ich weiß nicht, ob ich sieben, acht, neun, zehn oder elf Jahre alt war, als ich eines Samstags im Mai feststellen musste, dass mein kulturelles Freizeitprogramm (aka „Spielen an der frischen Luft") mir all die Zeit genommen hatte, die ich gebraucht hätte, um meiner Mutter ein Muttertagsbild zu malen. Und ich auf die glorreiche Idee kam, meine Mutter am nächsten Tag mit einem Gutschein zu beglücken. Vermutlich war ich acht. Denn ich konnte schon alle großen und kleinen Buchstaben und die psychische Instanz „Gewissen" war schon leicht ausgeprägt.

Obwohl ich den Gutschein sogar mit Blümchen versehen hatte, wurde das Ganze ein Reinfall. Meine Mutter war nicht richtig glücklich.

Mein Vater nahm mich beiseite und erklärte mir in ernstem Ton, dass man das nicht macht: seiner Mutter einen Gutschein schenken. Sondern dass man etwas schenken sollte, was von Herzen kommt. Weil, wenn man jemandem zeigen wolle, dass er einem wert und lieb sei, dann ... mache man das eben so. Er empfahl mir selbstgemachte Geschenke, wie Bilder oder Blumen, am besten natürlich selbstgepflückte usw. usf.

Als ich Jahre später endlich die Erfüllung meiner Träume erreicht hatte, Werbung machen zu dürfen, war ich daher etwas überrascht, dass in der Werbung offenbar erlaubt, ja werbegesetzlich gefordert wurde, was an Muttertagen verpönt wär. Je gutscheiniger die Kommunikation, desto besser. „Wir haben da eine Kampagne gefahren mit einem Gutschein über 16 Euro! Die war ein voller Erfolg!" Musste ich nun täglich hören, meistens gefolgt von der süffisanten Aufforderung: „Wenn Ihnen da was Besseres einfällt, können Sie's ja vorschlagen!" Ich habe immer spontan einen Gutschein über 17 Euro vorgeschlagen und musste dann jedes Mal gehen. Ich hatte einfach noch nicht gelernt, dass der Gutschein die Mutter aller Werbemittel ist. Das Perpetuum mobile des Marketings. Das Nonplusultra der Markenbildung. Die Killer-Application der Kundengewinnung.

Mit großen Augen und voller Respekt male ich mir oft aus, wie es in großen Weltmarkenfirmen zugehen mag: „Gute Arbeit, Müller: Als Anerkennung für Ihre 80-jährige Betriebszugehörigkeit - hier ein Gutschein!" Und bei Generaldirektor Meier: „Ach Frau Rehbein, schicken Sie meiner Frau doch bitte einen Gutschein mit einem schönen Gruß zum Hochzeitstag!" Und zuhause: „Großerbtante Edna hat Geburtstag!" - „Hm, da wollen wir uns mal nicht lumpen lassen. Komm, wir schicken ihr einen Gutschein!"
Gutschein Kommunikation

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