Das Gesetz des Gutscheins

Gutschein Werbung
Ich weiß nicht, ob ich sieben, acht, neun, zehn oder elf Jahre alt war, als ich eines Samstags im Mai feststellen musste, dass mein kulturelles Freizeitprogramm (aka „Spielen an der frischen Luft") mir all die Zeit genommen hatte, die ich gebraucht hätte, um meiner Mutter ein Muttertagsbild zu malen. Und ich auf die glorreiche Idee kam, meine Mutter am nächsten Tag mit einem Gutschein zu beglücken. Vermutlich war ich acht. Denn ich konnte schon alle großen und kleinen Buchstaben und die psychische Instanz „Gewissen" war schon leicht ausgeprägt.

Obwohl ich den Gutschein sogar mit Blümchen versehen hatte, wurde das Ganze ein Reinfall. Meine Mutter war nicht richtig glücklich.

Mein Vater nahm mich beiseite und erklärte mir in ernstem Ton, dass man das nicht macht: seiner Mutter einen Gutschein schenken. Sondern dass man etwas schenken sollte, was von Herzen kommt. Weil, wenn man jemandem zeigen wolle, dass er einem wert und lieb sei, dann ... mache man das eben so. Er empfahl mir selbstgemachte Geschenke, wie Bilder oder Blumen, am besten natürlich selbstgepflückte usw. usf.

Als ich Jahre später endlich die Erfüllung meiner Träume erreicht hatte, Werbung machen zu dürfen, war ich daher etwas überrascht, dass in der Werbung offenbar erlaubt, ja werbegesetzlich gefordert wurde, was an Muttertagen verpönt wär. Je gutscheiniger die Kommunikation, desto besser. „Wir haben da eine Kampagne gefahren mit einem Gutschein über 16 Euro! Die war ein voller Erfolg!" Musste ich nun täglich hören, meistens gefolgt von der süffisanten Aufforderung: „Wenn Ihnen da was Besseres einfällt, können Sie's ja vorschlagen!" Ich habe immer spontan einen Gutschein über 17 Euro vorgeschlagen und musste dann jedes Mal gehen. Ich hatte einfach noch nicht gelernt, dass der Gutschein die Mutter aller Werbemittel ist. Das Perpetuum mobile des Marketings. Das Nonplusultra der Markenbildung. Die Killer-Application der Kundengewinnung.

Mit großen Augen und voller Respekt male ich mir oft aus, wie es in großen Weltmarkenfirmen zugehen mag: „Gute Arbeit, Müller: Als Anerkennung für Ihre 80-jährige Betriebszugehörigkeit - hier ein Gutschein!" Und bei Generaldirektor Meier: „Ach Frau Rehbein, schicken Sie meiner Frau doch bitte einen Gutschein mit einem schönen Gruß zum Hochzeitstag!" Und zuhause: „Großerbtante Edna hat Geburtstag!" - „Hm, da wollen wir uns mal nicht lumpen lassen. Komm, wir schicken ihr einen Gutschein!"
Gutschein Kommunikation

Bagvertising: Taschen, Tüten, Beutel als Werbemittel

Wer je die vergleichsweise hohe Strapazierfähigkeit und Stabilität einer gewöhnlichen Aldi-Einkaufstüte wahrgenommen hat, wird über kurz oder lang ggf. verinnerlichen, dass er einen besonders starken und zuverlässigen Partner an der Hand hat. - Auch eine Werbebotschaft.

Für all jene, die es weniger subtil, dafür bunter und plakativer mögen präsentieren wir

20 Bagvertising-Beispiele

Der Begriff "Bagvertising" (Verbindung von Bag und Advertising) beschreibt Werbung auf kreativ gestalteten Tragetaschen und Einkaufstüten, die beim Gebrauch einen spannenden visuellen Effekt vermitteln.

Die Krimitüte


Vielleicht der Bagvertising-Klassiker schlechthin: Mit dieser Tasche unterstützte Duval Guillaume, Brüssel den Verkauf von Büchern des belgischen Krimiautors Pieter Aspe.

Crime Stories

Der Bad News Bag


Schlechte Nachrichten für durstige Inder vermittelten die mit Warnungen gespickten Tüten der Delhi Police am Silvesterabend 2012.

Bad News Bag Indien
Die Kreation stammt von der Agentur Eleven Brandworks.



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Neue Visitenkarten

Hin und wieder haben wir hier im Blog die eine oder ander Idee rund um Visitenkarten präsentiert. Heute liefern wir einige weitere kreative Karten:

Die Kiffer-Karte


Visitenkarte Toronto Hemp Company
Wer ab und an mal richtig einen durchzieht, weiss einzuschätzen welche Wertigkeit ein guter Roach für einen Joint hat. Und wenn die Toronto Hemp Company schon keine Joints liefern darf, so kann sie Kunden zumindest einen guten Karton mittels Visitenkarte zur verfügung stellen.
Agentur Leo Burnett für Toronto Hemp Company

Die Karate-Karte


Visitenkarte Karate
Wer geschäftlich erfolgreich sein will muss mitunter dicke Bretter bohren, wer Karate betreibt muss gelegentlich Bretter durchschlagen. Diese Visitenkarte eines Karatelehrers geht beiderlei Intention nach.

Die Schlüsselkarte


Visitenkarte Schlüssel
Designer Jeni Mattson wollte seinem Kundenkreis eine Visitenkarte an die hand geben, die diese direkt an seine Qualitäten als Hacker erinnert. Das Dietrich Konzept überzeugte. Jeder Schlüssel kann einfach von der Karte entfernt werden und ist vollständig funktioniert so einwandfrei wie jeder Dietrich.

Die Landschaftskarte


Visitenkarte Landschaftsarchitekt
Jung von Matt Hamburg begrünte die Visitenkarten der Schweizer Landschaftsarchitekten Tur & Partner.

Die Tattoo-Karte


Painel Tattoo Studio
Die Agentur Bolero aus dem brasilianischem Fortaleza gestaltete für das Painel Tattoo Studio Visitenkarten mit Tattoo-Aufklebern.

Die Erdnussvariante


Visitenkarte Erdnuss
Bedruckte Erdnüsse mit allen notwendigen Informationen...

Die Schoko-Karte


Visitenkarte Schokolade
Wenn es mit dem Business nicht klappt, kann man sich wenigstens mit Schokolade trösten: Eine Visitenkarte ganz aus Schokolade.

Die essbare Visitenkarte


Essbare Visitenkarte
Esspapier ist eigentlich ein Klassiker unter den Kinderartikeln. Aber auch holländische Headhunter wissen die Qualität von bedruckten Oblaten für sich zu nutzen. Denn in diesem Geschäft ist Diskretion von immenser Bedeutung. So immens bedeutsam, dass Indizien mitunter schnell vernichtet werden müssen...


Mit einer richtig guten Visitenkarte kommen Sie auch ohne Worte direkt ins Gespräch.

Dehnbare Visitenkarte

Dehnbare Visitenkarte

Erst kürzlich wurde hier über eine "zertrennliche" Visitenkarte eines Scheidungsanwalts berichtet. Nun folgt das Beispiel einer Visitenkarte für einen Personal Trainer, welche schon mal für die ersten Dehnübungen genutzt werden kann.

TRENN VOR RICHTUNG

Visitenkarte Anwalt

Die kanadische Agentur John Street hat hat für den Scheidungsanwalt James Mahon eine standesgemäße Visitenkarte mit passender Trennvorrichtung entworfen.




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