Self-Marketing at its worst: Weihnachtsfeier

WeihnachtsfeierWir alle kennen sie, alle freuen sich darauf, wenn es wieder heißt: "Dieses Jahr gehe ich nicht auf die Weihnachtsfeier!" Nun, das mag viele Gründe haben, dies zu sagen, z.B. man ist gar nicht mehr im Unternehmen oder aus einem anderen Grund nicht eingeladen. Man will vermeiden, dass die Gesellschaft johlt, wenn es gen Mitternacht geht und man aufgefordert wird, den table dance des Vorjahres zu toppen oder aber der Kollege hat ne Neue (oder die Kollegin :-)) Aber natürlich gehen alle und alle haben noch bessere Gründe, trotzdem zu kommen. Man fürchtet Repressalien oder nicht auf dem letzten Stand zu sein oder dass die Pute aus dem X. Stock s schafft, sich völlig doof in den Mittelpunkt zu stellen, weshalb man auch am Tage der Feier um 14 Uhr geht, um um 19h top de luxe auszusehen. Einfach schön.

Nun, spätestens jezt fragen Se sich vielleicht, was Ihnen das sagen soll? Nun, inwiefern unterscheidet sich das Verhalten der oben aufgeführten und natürlich völlig fiktiven Person von dem der letzten Marketingaktion Ihres Hauses? Sehr? Nun, dann: Herzlichen Glückwunsch!

Aber wie oft produziert man sich vor anderen, postuliert, andere, neue Wege zu gehen; hat Angst, Fehler zu wiederholen und macht dafür dümmere? Weg damit. Und endlich genießen. Und es pragmatisch sehen. Schlimm wird es erst,wenn man wie eine natürlich fiktive Person am Tag nach der Weihnachtsfeier zur Chef-Sekretärin geht und fragt, ob bei ihr vielleicht ein H&M BH abgegeben worden sei. Obwohl, das ist auch sehr lustig...

Hach, es gibt so herrliche Weihnachtsfeiergeschichtchen .... Erzählt sie uns - natürlich ganz fiktiv ...

Witz schlägt Scherz

Was Employer Branding ist, haben wir hier schon lange erklärt ... und jetzt endlich mal ein schönes Beispiel dafür gefunden, dass es einer richtig verstanden hat.



Nun kann man argumentieren, dass dies so in Deutschland nicht funktionieren würde, weil ... ja, warum eigentlich? Weil es ein paar wie "Ellie" gäbe, die das weiter publizieren und sich darüber aufregen könnten und dass dies dann von diversen (Massen-)Medien aufgenommen werden könnte, was dann zu einem "Shitstorm" führen könnte.

"Praise the storm" mag man diesen entgegenrufen, denn er würde nur dazu beitragen, dass die Werte ohne Mehrkosten weitergetragen würden. Es würde also keiner PR-, Social Media- oder Werbe- -agentur oder -kampagne bedürfen, das ginge ganz von allein. OK, womöglich muss man für eine Sekunde den ersten Böen sich entgegenstellen, aber das ist halt so. Das ebbt ab und der Wind würde sich drehen. Zu - in dem Falle - Aldis Gunsten.

Natürlich muss man seitens des Unternehmens auch darauf verzichten, zusätzlich Schwung in die Sache zu bringen. Loslassen und vertrauen. Ach so, das können Sie nicht? Na, das wäre aber schlimm, wenn sie nicht einmal ihren Werten vertrauen könnten. Wenn Sie das aber können, und jemand anders diese diskreditiert, wie in dem Falle "Ellie", dann verteidigen Sie sie - und die beste Verteidigung ist bekanntlich? Genau: Angriff.

Aber Vorsicht: Das geht nur bei eigenen Werten. Und eigenen Themen. Wenn Sie sich zu anderen Dingen äußern, die nichts mit Ihrem Unternehmen zu tun haben, sollten Sie vorsichtig sein und genau abwägen, ob es sich lohnt, sich in das ein oder andere Thema einzubringen. Das kann bisweilen lustig sein, aber es gibt auch Themen, da versteht die Community gar keinen, also noch weniger Spaß als sonst.

Hervorragende Belege hierfür, hier:
John Oliver "Corporations on Twitter"

q.e.d.: Alles ist zu irgendwas gut - und sei es als abstoßendes Beispiel.

Sind Sie Marketing-Experte?

Marketing-Experte ... alleine das Wort schon ist so eine Sache, aber lassen wir das mal so stehen: Marketing-Experte. Sie wissen ja, was damit gemeint ist.

Die meisten Menschen wissen mit spätestens 18 Jahren, ob Sie Marketing-Experte sind. Und, glaubt man Pressemeldungen zu dem Thema (sollte man nicht tun, aber auch das wollen wir hier nicht vertiefen, außerdem gilt das ja für alle Themen, angefangen beim Wetter, Börsen-Tipps, Spielberichterstattungen etc.), werden Marketing-Experten immer jünger. Manche sind es schon mit 12.

Gewiss gibt es auch Menschen, die in gewisser Weise noch früher als Marketing-Experte gelten können, aber den ultimativen Test sollten diese Menschen da noch nicht erbracht haben. Auch mit 12, 13, 14 nicht, auch wenn diese diesen Test bereits hinter sich haben (bzw. über sich haben ergehen lassen).

Aber sei's drum kommen wir nun zum Test und zur so einfachen wir endgültigen Klärung, ob Sie Marketing-Experte sind.


Beantworten dazu einfach die folgende 2-in-1-Frage, soll heißen: Wie auch immer Ihre Antwort auf die folgende Frage ausfällt, selbige Antwort gilt auch zur Klärung, ob Sie Marketing-Experte sind. (Noch ein letztes Mal für die Google-Robots: Es geht hier ums Marketing-Experte-Sein)

Hatten Sie schon einmal einvernehmlichen, zufriedenstellenden Geschlechtsverkehr?

Die Antwort gaben Sie sich schon, aber sie gibt es auch hier (mit Begründung) ...
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Mythen des Alltags

Was ein gutes Image ist, kann man ganz einfach im Alltag besichtigen: Nehmen wir nur die kollektive Bewunderung, ja Anbetung, die wir Stewardessen und Piloten entgegen bringen. Piloten werden bei jeder Wohnungssuche bevorzugt. Wenn Sie sich eine Wohnung anschauen, fragen Sie die anderen Interessenten, ob einer von ihnen Pilot ist. Wenn ja, gehen Sie nach Hause. Stewardessen müssen ihre Drinks nie selbst bezahlen, und die Kinder aus Piloten-Ehen beherrschen schon mit vier die Fremdsprache, die ihre mexikanische Tagesmutter spricht.

Piloten werden bevorzugt
Als Miranda sich beim Speed-Dating als Stewardess ausgibt und eine aufregende Affäre erlebt, wurde ich nachdenklich. In den viel beachteten Flirt-Kommunikations-Beratungs-Tipps, die ich nebenberuflich gebe, empfehle ich seitdem allen Frauen, sich als Stewardess vorzustellen, und allen Männern, zu sagen, sie seien Pilot. Als Kompetenzbeweis genügt es normalerweise, einen genuschelten Satz vorzuführen wie: "Ladies an Shentleman, w-like to wll-comm`youu onbord of flight nushel-ousewenn .... Der Trick lohnt sich allein deswegen, weil man über Chicago und Timbuktu besser smalltalken kann als über Sendling und Laim. Und die Lebensgeschichte eines Piloten zu erfinden, ist allemal leichter, als das eigene Dasein als Einzelhandelskaufmann erotisch wirksam aufzuhübschen. Selbst wenn Sie so extrem unpilotisch aussehen wie ich, können Sie immer noch behaupten, dass Ihnen ein eifersüchtiger Großwildjäger vor Jahren den Gleichgewichtssinn aus dem Ohr geschossen hat, weswegen Sie nicht mehr fliegen dürfen. So habe ich meine Frau kennen gelernt — ich hoffe, sie liest das nicht.

An der Bar? An der Bar? Warum stehn die da?

Es gibt kaum etwas Niedererschmetternderes im Leben eines Werbers als einen Abend an der Hotelbar. Nirgends sonst und woanders ist die Diskrepanz zwischen dem Anspruch, Master oder wenigstens Checker of the Universe zu sein, und der öden Wirklichkeit größer. Nirgends sonst bekommt man bohrendere Gespräche aufgedrängt als hier. Vor allem, wenn man so doof war und zugegeben hat, in welcher Branche man wirkt. Die Situation an der Bar ist ein bisschen wie eine Party ohne Musik, ohne Frauen und ohne Fluchtmöglichkeit in die Küche. Es gibt Alkohol, ja, es gibt Nüsschen und es gibt Männer, die mit ihrem Leben prahlen. Nicht unbedingt, um einem im Austausch fürs Zuhören das seine zu bereichern, eher um einen noch schlaffer und fertiger zu machen.

Hotelbar

Und genau wie Ärzte oder Psychiater auf Parties dauernd zu hören bekommen: Sehen Sie mal hier, dieses Ekzem, ist das schlimm? - so bekommen Werber an der Hotelbar die Rache des kleinen Mannes zu spüren für alle Schandtaten, die sie in ihrem Werberleben je an der Zielgruppe begangen haben. - Sehen Sie mal: diese Visitenkarte hier, heißt es also beispielsweise. Und man ahnt, worauf es hinaus läuft. Donnerwetter, entgegnet man müde. Man möchte ja nicht wortlos flüchtend das teure Hotelbier verkommen lassen. Raten Sie mal, was ich dafür bezahlt habe, heißt es weiter. — Hm, tja, sinnier, da werden Sie wohl ne Stange Geld für hingelegt haben. — Hahaaaah, oh nein, vollendet er seinen Triumph, achtfünzich bei printerschinder.de, hahaaaah. Auch das müdeste und trostloseste Nicken, dessen man eigen ist, kann nicht verhindern, dass es weiter geht: Und sehen Sie diesen Kugelschreiber? 8.000 Stück hab ich davon. Wissen Sie, was mich das gekostet hat? — Puh, das war bestimmt ganz schön bla fasel — Falsch! Nur 4 Cent pro Stück, sogar mit meinem Namen drauf, hier, ich schenk Ihnen einen, die kommen unheimlich gut an, wissen Sie, ich mach meine Werbung selbst, ich versteh überhaupt nicht schnatter fasel sine fine ...

Wenn es einen Grund gibt, warum der Herr die Erfindung des Alkohols nicht verhindert hat, dann sind es solche Abende.

Top Twelve: Woran Sie erkennen, dass Sie nicht das Zeug zur Führungskraft haben ...

1. Sie klicken auf Listen.
2. Sie glauben prinzipiell alles, was Sie lesen.
3. Sie lehnen prinzipiell alles ab, was Sie lesen.
4. Sie verwechseln Informationen mit Wissen.
5. Sie verwechseln Erkenntnis mit gesundem Menschenverstand.
6. Sie fühlen sich bestätigt, wenn Sie etwas, was Ihrer Meinung entspricht, in einer Liste finden, deren Autor/in Sie nicht kennen.

Führungskraft

6. Sie stellen fest, dass es den Aufzählunspunkt „6“ bereits gab und halten das für einen Fehler, weshalb Sie erst einmal durchzählen, bevor Sie weiterlesen.
8. Sie haben durchgezählt und festgestellt, dass dies tatsächlich der achte Aufzählungspunkt ist und lesen weiter.
9. Sie fühlen sich gerade genervt.
10. Sie lesen dennoch weiter.
11. Sie haben übersehen, dass ein Punkt fehlt.

Die Kunst des Ladenhütens

Viele Unternehmer und Händler leiden ja darunter, dass Ihnen Ihr Angebot schon aus den Händen gerissen wird, kaum dass sie es vom Laster holten. Keine Lagerkosten mehr, man braucht kein Fachpersonal, absolutes, willenloses Kaufen ist das Gebot der Stunde. So jeder hat es fett und haut nur so raus, einfach weil es Spaß macht. Fuck the facts! Her damit!

Und auch Dienstleister kommen kaum mehr aus Ihren Büros, Ateliers und -eien, derart exorbitant ist die Gier nach ihren Services, was immer es auch ist: Autounterbodenbelüftung, Lautsprecherboxenschalldämmmatten, Lebenslinienmodifikatüre. Es gibt für alles einen Markt voller zahlungskräftiger und -williger Menschen, die nur nach und sonst nichts fragen.

Nun, all diesen Menschen wollen wir helfen, damit sie auch mal wieder zur Ruhe kommen, Schlaf finden und durchatmen können. Schließlich braucht man ja nichts mehr als Zeit, um diesen Reichtum auch genießen zu können. Bitte sehr. Wir sind uns sicher, damit schaffen Sie's. Millionen von Werbetreibenden können sich nicht irren:

Ladenhüter

Danke.

Die Top 10 der Problemlösung

Die Top 10 der ProblemlösungSobald es ein Problem gibt, investiert man viel Zeit ins blamestorming. In der Zeit, in der man einen Schuldigen sucht - und ihn immer in demjenigen findet, der eh grad nicht da ist -, wird aber das Problem selbst nicht behoben. Dass das Problem also so lange anhält, liegt also in der Suche nach einem Schuldigen begründet. Somit sind die, die nach einem Schuldigen suchen, diejenigen, die Schuld sind. Zu kompliziert? Es geht auch schneller - und einfacher:

    1. Stellen Sie sich vor einen Spiegel.
    2. Fragen Sie sich, ob Sie es verbockt haben.
    3. Schauen Sie sich in die Augen.
    4. Fragen Sie sich nochmal, ob Sie es verbockt haben.
    5. Sagen Sie laut, was Sie gerade gedacht haben.
    6. Lassen Sie das "aber" weg.
    7. Sie sollen das "aber" weglassen.
    8. Heben Sie Augenbrauen und Schultern.
    9. Lächeln Sie sich an.
    10. Gehen Sie raus und machen Sie sich an die Lösung.

Preisverhandlung?

Als Dienstleister hat man es nicht immer leicht. Man muss sich das mal in anderen Branchen vorstellen...



Das Ende des Singledaseins - oder: Neukundengewinnung

NeukundengewinnungDie Wirtschaft brummt und/oder der "persönliche Berater" Ihrer Bank macht Druck, also denkt man, man müsse akquirieren und der Erfolg stelle sich von selbst ein. Dann aber weiß man nicht wie und informiert sich an der Stelle, die für so etwas völlig ungeeignet ist: dem Internet. Sagen wir mal, die Wirtschaft ist das Wetter (toll), der Berater Ihre Hormone (Druck), dann geht's doch auch so:

1. Man schaut sich um, wer's braucht.
2. Man checkt, was geht. (Frisch getrennt will ne andere Anrede als ewig solo, gerade Eltern ne andere als gerade im Lotto gewonnen)
3. Man sagt "Hallo."
4. Man sagt, dass man nicht so sei wie die anderen.
5. Man lädt ein.
6. Man schickt ne SMS "Schön war's. Ich könnt' schon wieder."
7. Man verkündet zeitnah "Vollzug"

7 kann man auch weglassen. Aber der Rest ist so banal, fast schon ein Brüller.

Wer nicht baggern kann, kann auch nicht akquirieren - aber das sagte ich ja schon im August 2005.

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