Webinare: Fragen über Fragen

Als Marketing-Blogger wird man ja quasi täglich um Meinung oder gar Expertise zu allen nur möglichen Themen gebeten. Schon weil das Wörtchen "Blogger" kostenlose Multiplikatorenwirkung verheißt, wird man selbst dann gefragt, wenn sich niemand ernsthaft für eine Expertise, geschweige denn Meinung, interessiert. Aber auch auf diese Gefahr hin, will man ja zumindest manchmal was aufblitzen lassen (so in diesem Sinne).

Daher heute, statt Ratgeber- respektive Naseweisartikel, ein Fragenkatalog rund ums Thema "Planung von Webinaren". (bisschen nachgedacht, bisschen abgepinnt, an kompetenter Adresse nachgefragt - Dank an clickmeeting.com)

Webinar PlanungFalls Sie ein Webinar planen, wäre es wohl gut, wenn Sie die meisten der nachstehenden Fragen mit "JA" beantworten könnten.

Wollen die Leute hören, was Sie zu sagen haben?
Sind Sie sicher?

Können Sie das?
Präsentieren? Moderieren? Verkaufen?

Kommt wer?
Verfügen Sie über ausreichende Netzwerkkontakte, Multilikatoren, ggf. Werbebudget, die richtige Idee um die erforderliche Anzahl von Teilnehmern für Ihr Webinar zu gewinnen? Kann Ihr Webinar-Technik-Anbieter Sie ggf. unterstützen?
Sind Sie sicher, dass Sie die Leute nicht einfach nur nerven?

Zahlt es sich aus?
Lohnt sich ein Webinar? Für Sie und für die Teilnehmer?
In welcher Währung zahlt es sich aus? Geld, Renommee...?

Haben Sie die Technik im Griff?
Können Sie ausschließen, dass die Software abstürzt, die Hardware umkippt?

Läuft Ihre Internetverbindung stabil?
Haben Sie die Rechnung bezahlt?

Haben Sie geübt?
Sitzen Text und Ablaufplan? Läuft der Teleprompter? Haben Sie die Spickzettel richtig platziert? Können Sie mit jeder noch so seltsamen Frage souverän umgehen, sie sogar beantworten? Werden Sie auf keinen Fall Ihren roten Faden verlieren?

Haben Sie eine gute Atmo geschaffen?
Haben Sie aufgeräumt? Den Pin-up-Kalender entfernt, Kaffeeflecken vom Tisch gewischt, alle möglichen Staubfänger aus dem Blickfeld der Webinar-Teilnehmer geräumt?

Haben Sie einen Zeitplan?
Wissen Sie einerseits, wann (morgens, mittags, nachmittags, abends) Sie die Webinar-Teilnehmer am besten erreichen? Und haben Sie andererseits genügend Zeit innerhalb Ihres Webinars eingeplant um anschließende Nachfragen, evtl. Diskussionen zu ermöglichen?

Haben Sie einen Plan für die Nachbereitung?
Webinar auf YouTube und Co.? Präsentation auf Slideshare? Blogpost? Zeit und Lust für Interviews?

Werden Sie sich um ein Feedback bemühen?
Sind Sie kritikfähig? Wollen Sie Wünsche und Anregungen Ihrer Webinar-Teilnehmer bei künftigen Projekten berücksichtigen? Können Sie eine Umfrage erarbeiten?

FischerAppelt - der Spiegel zappelt

Wir produzieren Gesprächsstoff, der Menschen bewegt. Zum Clicken, zum Liken, zum Sharen, zum Kaufen. Bei uns entsteht Content zur Unterhaltung, zur Berichterstattung, zum Weitersagen, zum Wiederkommen, zur Kundenbindung und zur Mitarbeitergewinnung.

So steht es auf der Internetseite von fischerAppelt und man muss zugeben: Genau das tun sie - und das zudem, zumindest was die Eigenvermarktung angeht, ziemlich perfekt. Auf sie (im Gegensatz zu dem Verfasser dieser Zeilen) trifft der Satz "Der Schuster hat die schlechtesten Schuhe" nicht zu - und der Wegbereiter ist Spiegel Online in seiner Sparte Karriere.

Freitag kommt dort der "tiefenentspannte" Agenturchef zu Wort, genauer: zu 702 Wörtern, in denen er seine "10 Tipps für ein entspanntes Berufsleben" ausbreiten darf - und dies eingeleitet mit den Worten:

Immer gut drauf, scheinbar nie gestresst. Wie macht er das bloß? Manager Frank Behrendt war für Kollegen ein Rätsel - bis er die wichtigsten Job-Ratschläge in eine Liste packte. Hier sind seine zehn Tipps.

Na, wenn das mal keine top Selbstdarstellung ist (Es gibt da andere. :-) ) - und das auch im redaktionellen Teil. Allein das nötigte einem schon Respekt ab, aber heute wurde es noch besser: Heute "kontert" ein Angestellter und erzählt

(...) nach einer 80-Stunden-Woche (...), wie der Alltag in der Werbebranche wirklich ist.

Davon mal abgesehen, dass diese Einleitung ein Klischee mit einer 2-in-1-Phrase bedient, da es einerseits DIE Werbebrangsch ebenso wenig gibt, wie die Deutschen, die Flüchtlinge, die Schwaben (pardon: die gibt's), und zudem andererseits jeder Bericht eines Einzelnen nie dazu angetan ist, etwas darzustellen, wie etwas "wirklich" ist, kann man das dem Mitarbeiter nicht anlasten, da dies die Einleitung der Redaktion war.

Das heißt aber nicht, dass sein Text klischeefrei wäre. Oh, ist er ganz und gar nicht, aber diese haben ein größeres Humorpotenzial, wie überhaupt der Text sehr spaßig ist, wenn man sich für ihn im Detail interessiert:

"Ich bin Senior Berater und Projektleiter in einer Kommunikationsagentur."
Einer? Wo doch schon einleitend kommuniziert wird, dass er auf die Tipps seines Chefs antwortet.

"Wann fangen wir an, realistisch zu kommunizieren, wie wir arbeiten? Normalerweise kommen wir übermüdet ins Büro, da wir am Tag zuvor wieder bis in die Puppen am Schreibtisch gesessen haben, um alle Abgaben rechtzeitig zu schaffen - für ein Projekt, das binnen viel zu kurzer Zeit erledigt werden musste."
Schnuppert man hier nicht den Hauch von Abenteuer? Wer denkt da nicht an die tickende Bombe unter dem Kinderwagen? Welches Kabel ist es? Es ist ein Code, ein Code! Oder an Scotty, der mindestens drei Tage braucht, um den WARP-Antrieb mit dem Anti-Materierefusor mit der Gravitation der interstellaren Turbulenz zu synchronisieren, von Capt'n Kirk dafür aber höchstens fünf Stunden bekommt und es immer wieder gerade so noch schafft?

"Wir sind eben nicht den ganzen Tag nur am Brainstormen. Zu unserem Alltag gehören auch langweilige, verwaltende Aufgaben und niemals enden wollende Abstimmungsschleifen und Diskussionen. Wir erarbeiten tage- und nächtelang Konzepte für großartige und innovative Kommunikationsmaßnahmen, die am Ende im Papierkorb landen, weil der Kunde doch etwas anderes will."
Hm, da ich den Herrn nicht kenne, kann ich nichts zur Beratungskompetenz sagen, aber Fragen hätte ich.

"Es ist ein verdammt harter Job, und wir brauchen ein dickes Fell, um täglich aufs Neue bestehen zu können."
Navy CIS? Navy Seals? Auf jeden Fall etwas mit höchster Alarm- und Dringlichkeitsstufe. Was auch erklärt, dass sein Chef anders tickt. Er ist 52, Ralf Junge 30. Und wie wir aus Lethal Weapon wissen, ist man erst mit 40 "zu alt für diesen Scheiß."

"Warum tue ich mir das an? Aus Leidenschaft für die Arbeit, nicht jedoch für den Job. Es begeistert mich immer wieder aufs Neue, Geschichten zu schreiben, die für Gesprächsstoff sorgen, Botschaften und Strategien für Produkte zu entwickeln."
Wenn ein Berater Geschichten schreibt, ist er selber schuld. Dazu gibt es Werbetexter oder eben "Content Provider", wie es im Falle der Agentur wohl heißt, da sie ja keine Werbeagentur ist, sondern eine "Agenturgruppe für Creative Content" (WTF), weshalb sie ja auch "Gesprächsstoff zum Clicken" produzieren (- mit kreativem, äh: creativem C). Aber immerhin erclärt es, warum er mit seinem Zeitmanagement nicht hinkommt, schließlich macht er den Job eines anderen. Und solange keiner ihrer Geschichtenerzähler für ihn die Organisation und das Rechnungswesen und das Zusammenschustern der Präsentation übernimmt, übernimmt er sich halt.

"Der Beruf des Werbers ist immer noch spannend. Aber wir sollten für ihn nicht mit irreführender Werbung werben."
Wow, wenn das mal nicht mega-authentisch ist, also absolute "loft-credibility" besitzt. Supi. Eine Art "Endlichsagtsmaleiner" der Generation IMM.

Also wir können nur den Hut ziehen - vor fischerAppelt. Sie haben alles richtig gemacht. 1a-Employer Branding.

Als Chefred des Spiegels hingegen ... naja ... wenn deren Kunden dafür Werbung in den Verlagsmedien buchen ... war es ja auch nicht verkehrt.

Den Content bringt der Klapperstorch

Früher hat man Text gesagt, heute heißt es Content. Content ist mehr als Text, klar, Bilder, Filmchen, Grafiken usw. Aber das Wichtigste ist nach wie vor der Text, denn er enthält die entscheidenden Informationen, die dem Content Inhalt, Bedeutung und Sinn geben. Den Content stellt man sich also am besten als ein Gefäß vor, das Inhalt enthält, in dem Bedeutung drin ist, welche das Produkt definiert (oder die Dienstleistung), an welcher nun wieder der Content haftet. Oder haftet das Produkt am Content? Egal, auf jeden Fall haben wir hier eine fraktale Struktur. Fraktal ist modern, und modern ist gut.


Klapperstorch Content
Zurück zum Thema: Was ist Content noch? In einem geschäftlichen Meeting haben selbstverständlich auch die Farben der Krawatten eine kommunikative Wirkung und sind damit auch irgendwie Content, doch unterschrieben wird immer noch ein Vertrag, also Text. Bei Wahlwerbung ist es anders: Die Leute wählen irgendwen mit einem schönen Foto. Man könnte sogar die Hypothese vertreten, dass es besser wäre, wenn auf Wahlplakaten überhaupt kein Text steht außer dem Namen der jeweiligen Partei. Am wirksamsten sind ja sowieso Fotos mit einem Eistütchen drauf. Und Katzen. Ja, wir sind nicht weit entfernt von einer Welt, in der die optimale Wahlwerbung eine Babykatze ist, die mit einem Eistütchen balgt.

Im Smartphone ist das alles noch einmal anders. Der wichtigste Content der meisten Apps sind irgendwelche Buttons, die man klicken, besser gesagt: „touchen“ muss, um damit weiterzukommen. Oft ist das Schönste, was Apps zu bieten haben, das Hochgefühl, wenn man endlich versteht, wie sie gehen. Und das erzählt man dann allen, die es nicht wissen wollen.

Was ich sagen möchte, ist: Der Chef der Kommunikation, der Babo, ist immer noch der Text. Vor allem kurz muss er sein, das ist überhaupt das Wichtigste, und das war auch schon immer so. Früher dachte man, Text kommt aus der Steckdose oder man bekommt ihn auf der Bank. Dann dachte man, er liegt auf der Straße. Heute jedoch sind wir aufgeklärt und wissen, dass es der Klapperstorch ist, der ihn bringt. Kein Wunder, denn Klappern gehört ja zum Handwerk.

Unser Beitrag zur Blogparade “Geiler Content – aber wie geht das?” von talkabout.de... und weil es so einfach ist, auch noch Basics vom Basic

Kaffee, Kuchen, Wertschätzung - knapp dosiert von kaffee.de

Nichts hätte ich gegen einen Kaffeeröster, Kaffeehändler einzuwenden, der einfach mal ne Palette Kaffee bei den Tafeln abgibt und zur Übergabe die Presse bestellt.

Nichts gegen Charity, nichts gegen Spenden, nichts gegen Menschen, die im Sinne der guten Sache einfach mal loslegen und etwas unternehmen, nichts gegen die Tafeln...

kaffee.de

... aber diese Aktion hier macht mal allzu deutlich welche Wertschätzung werbetreibende Unternehmen (hier insbesondere kaffee.de, myblog.de und blogg.de) Bloggern im Allgemeinen und damit schließlich Bedürftigen im Besonderen entgegenbringen.

Kaffee und Kuchen für jeden verfassten Beitrag!

Die Aktion „Bloggen für den guten Zweck“ bietet jedem Medium, Autor, Blogger und Texter die Möglichkeit, mit dem Verfassen und Veröffentlichen eines Blogbeitrags oder eines Artikels aktiv an der Aktion teilzuhaben. Getreu dem Motto „gemeinsam stark“ wird somit ein viraler Effekt hervorgerufen, der immer mehr Menschen auf die Aktion aufmerksam macht und somit zu weiteren Spenden führt. Denn für jeden verfassten und veröffentlichten Artikel über die Aktion spendet der Online-Shop kaffee.de ein Stück Kuchen, um deren Verteilung sich die örtlichen Tafeln kümmern. Zusätzlich gibt es ab jedem 25. veröffentlichten Text 500g Kaffee hinzu.


Eine Leistung, die je nach publizierendem Medium und entsprechender Multiplikatorenwirkung mit 50 bis hin zu mehreren Tausend Euro zu bewerten wäre, soll mit wohl nicht mal 5 Euro (da muss dann schon dick Sahne auf dem Kuchen und reichlich Milch und Zucker im Kaffee sein) abgegolten werden.

Von daher sind kaffee.de, myblog.de und blogg.de für die Aktion „Bloggen für den guten Zweck“ sicher nicht zu loben. Im Gegenteil.

kaffee.de, bei myblog.de und blogg.de, das hier ist mein Stückchen Kuchen und meine Tasse Kaffee für einen Bedürftigen. Ich bitte um einen Nachweis.

Ich bin sicher, dass irgendein Ahnungsloser Euch für einen Bundesverdienstkeks vorschlägt.


ecencia Werbeagentur, Zürich

Wieviel Kreativität steckt in Schweizer Werbeagenturen? Wie kreativ ist die ecencia Werbeagentur GmbH aus Zürich? Sind Eidgenossen immer ehrlich? Fragen, die sich unsere Leser und selbstverständlich auch Suchmaschinen-Nutzer, die auf der Suche nach Informationen über die ecencia Werbeagentur sind und evtl. künftig hier landen, gerne selbst beantworten dürfen...

Nach eigenen Angaben (Achtung, jetzt kommt ein Zitat) ist ecencia

eine junge, dynamische und leidenschaftliche Kreativagentur, bestehend aus einem kompetenten Team, das auf eine langjährige Erfahrung in der Branche zurückgreift.


Am 19. Juli 2011 veröffentlichten wir hier einen Artikel von Kollegin Esther Rudolph
"Augmented Reality" - bald geht nichts mehr ohne

Den haben wir zwischenzeitlich in verschiedensten Fassungen und selbstverständlich ohne Quellenangabe im Netz gefunden.
Teile unseres Textes, oder sollte ich ecencielles sagen, fanden wir u.a. im Internetauftritt (http://ecencia.ch/news/augmented-reality-in-der-medienbranche-bald-gehts-nicht-mehr-ohne/) der ecencia Werbeagentur GmbH aus der Blaufahnenstrasse 12 in 8001 Zürich, publziert am 22 Juli (so steht es auf deren Webseite geschrieben und so erfasst es auch der unten stehende Screenshot) unter dem Titel “Augmented Reality” in der Medienbranche- bald gehts nicht mehr ohne.

Vielleicht wird es Zeit für eine Werbeagentur Plag-Wiki?
Und vielleicht hat sogar jemand Lust einmal andere Beiträge auf ecencia.ch, der Internetseite der ecencia Werbeagentur, zu überprüfen?



"ecencia Werbeagentur, Zürich" vollständig lesen »

Ohne viel Feederlesens

Es ist immer wieder lustig, wenn ehedeme Systemkritiker zu Besitzstandswahrern werden, wenn Quereinsteiger die Spitze übernehmen, wenn Fundamentalisten des Nein zu Opportunisten des Ja mutieren. (Danke.)

Das Internet ist frei. Ein demokratisches, ja fast schon sozialistisches Medium, wo jeder jederzeit kostenfrei Zugriff auf alle Informationen hat. Das fordern die Nutzer, ohne den zu loben, der das so tut, denn wie bzw. wovon dieser Mensch, der sie mit Informationen versorgt, leben soll, ist ihnen egal. Sie wollen nur versorgt werden, versorgen soll er sich selbst - und wehe er tut es so, dass er dabei Geld verdient.

Manche, die das einst auch forderten, erwarben im Laufe der Zeit sogar gewisse Fertigkeiten darin und schälten sich heraus aus der Masse der Masse. Dabei stellte sich heraus bzw. jene fest, dass das, was sie einst kritisierten, hm, jetzt, wo man dabei ist, gar nicht mal so einfach so anders machbar ist, schließlich will und muss man von was leben: Luft und Liebe - das ist bisweilen ganz schön teuer. Lösung: Geld muss her! Aber wie?

Ganz schlimm ist dabei natürlich, gegen bzw. für Geld zu schreiben bzw. Informationen nur gegen Geld herauszurücken. Die Behandlung, die man als Blogger in einem solchen Fall zu erwarten hätte, dürfte sich zumindest in Sachen Verbalinjurien kaum von dem unterscheiden, was man als Kinderschänder im Gefägnis zu erwarten hat.

Nicht ganz so schlimm, obwohl es die Blogger so genau mit den Unterscheidungen nicht nehmen, verhält es sich nun, wenn man seine Beiträge im Feed kürzen und damit die Leser animieren will, die eigentliche Seite zu besuchen, wo man dann den kompletten Text zu Ende lesen kann. (siehe hier)

Das allein ist aber nicht das Schlimme. Das Ach-so-schlimme, Moralisch-fragwürdige und Überhaupt-verwerfliche ist die Motivation des Feedkürzers. Er steigert die Besucherzahlen auf seinem Blog und kann dadurch seine Attraktivität für Werbepartner erhöhen, da jene auch in den neuen Medien in alten Kategorien denken, u. a. TKP, PI etc. Der Nutzer muss also nichts zahlen, regt sich aber darüber auf, dass derjenige, der ihm die Informationen kostenlos zur Verfügung stellt, sich für seine Arbeit bezahlen lassen will, und das von Unternehmen, die das auch noch freiwillig tun, falls sie es täten. Warum er das tut, obwohl für ihn nach wie vor alles immer noch monetär kostenlos ist? Nur, weil er einmal klicken müsste?

Sofort werden Feeds gekündigt - und Nutzer sehen darin etwas wie Macht. Macht euch nicht lächerlich! Was ist denn das für ein unreifes Getue? Würde mir das geschehen, ich wäre froh. Was bringt mir Masse ohne Klasse? Was bringen Schmarotzer? Parasiten können ja auch nützlich sein, aber Schmarotzer braucht kein Mensch, kein Blog.

Jeder Mensch, jedes Blog braucht aber Geld. Sicherlich kann man sich trefflich darüber streiten, ob das gut oder schlecht ist, ob es denn immer so bleiben muss. Jetzt ist es erst einmal so - und deshalb ist es legitim, wenn jeder es mit legalen und diealerweise moralisch einwandfreien Mitteln versucht. Und bei aller Liebe, das Kürzen eigener Texte in eigenen Kanälen ist absolut bedenkenlos, denn auch du, scharfzüngiger Nutzer, der da in der zweiten oder dritten Reihe steht und so gerne die erste Geige spielen würde, willst mit deinem (geistigen) Eigentum das tun, was dir genehm ist, denn es ist deins. Der andere sieht das genauso.

Aus der Freundlichkeit des Einzelnen, dir Texte umsonst zur Verfügung zu stellen, leitet sich kein Recht für dich ab. Du hast kein Recht auf Weiternutzung des Textes, du hast kein Recht, Texte gleicher Güte zu den und den Terminen zu den und den Konditionen zu erhalten. Du hast dafür aber das Privileg, etwas kostenlos zu erhalten, was den anderen Zeit und Gedanken kostete.

Außerdem sind die meisten Texte doch ohnehin vor allem eines: lang. Müssen ja alle relevanten Schlagworte rein. Interessiert das wen wirklich? In Gänze? So gesehen sind Kürzungen doch eher ein Service für den Feedleser. Er muss sich nicht durch alles quälen.

Wir, das Besserwerber-Blog werden deshlab auch in Zukunft davon abkommen, den werten Abonnenten durch Textwüsten zu schicken. Wir steigern die Feed-Effizienz noch weiter, indem wir einfach nur noch mit der Headline und ein paar den Artikel umreißenden Worten kommunizieren. Wen es interessiert, der klicke drauf und lese alles in Ruhe und Gänze bei uns, wen nicht, der ignoriert es einfach, ebenso wie die Werbung, falls sie nicht genehm, aber wenn doch, dann klicke auch darauf und informiere dich über das entsprechende Angebot.

Aber sollte jetzt wer meinen, seine infantile Trotzphase hätte ein Revival verdient, wenn wer der Ansicht ist, wildfremde Menschen im WWW mit Worten bedenken zu müssen, die in realiter einen vollumfänglichen Pantonefächer ins Gesicht zaubern würden, dann möge es jener tun. Und das Kündigen bitte nicht vergessen, schließlich wollen wir ja niemanden durchfüttern (= feed), der eh nur kotzen will. Das Besserwerber-Blog hat keinen Platz für Blogbulimiker.

Und die anderen Feedleser, die mit Hirn und Anstand u/o Nonchalance, gegebenenfalls sogar großem Appetit, ja Hunger nach Witz, Wort und Sachverstand, bitten wir um ihre Meinung, ob das OK ist mit unserem Effizienoptimierungskonzept. Wir wüssten auch kaum, was ganz sachlich/praktisch dagegen spricht: Es ist ja einfach schneller für alle. Sie wissen in einer Sekunde, interessiert mich / interessiert mich nicht - und können sich dann wieder dem widmen, was sie interessiert und weiter bringt.

Jede Nichtantwort unserer Feedabonnenten werten wir als Zustimmung.

Danke.

Roman Stettler, Trainwell AG, CH-8890 Flums, Schweiz

Bereis gestern habe ich hier im Blog meine Erfahrungen und Erlebnisse rund ums Thema Content- und Ideendiebstahl und all dem Kladderadatsch drumherum geschildert.
Heute möchte ich mal am Beispiel Roman Stettler, Trainwell AG, CH-8890 Flums, Schweiz aufzeigen und dokumentieren mit welch Geistes Kindern es man in solchen Auseinandersetzungen so zu tun bekommt.

Totales Befindlichkeitsbloggen (Teil 3)
"Roman Stettler, Trainwell AG, CH-8890 Flums, Schweiz" vollständig lesen »

Blogg das mal!

Es gibt Menschen auf diesem Planeten, die widmen sich einer wichtigen Aufgabe: Sie sorgen dafür, dass andere aus den Medien erfahren, dass es etwas ganz Tolles Neues gibt. Solche Menschen nennt man PR-Berater. Normalerweise sind das kluge Individuen, die irgendwas studiert haben.

Sie wenden viel Zeit dafür auf, genau die wichtigen Informationen genau so zusammen zu stellen, dass Journalisten dafür Interesse haben könnten. Und jetzt haben die eine ganz tolle neue Idee: sie wollen ihre tollen neuen Informationen auf einem ganz tollen neuen Weg transportieren.

Sie wollen quasi durch die Brust ins Auge, nämlich durch die Blogs direkt ins Herz. Der Journalisten oder der Kunden ihrer Kunden. Das ist denen ganz egal. Hauptsache erstmal in die Blogs.

Und da verschicken die einfach mal ihre Pressemitteilungen. An die Blogger. Und vergessen dabei, dass die ja für die Presse gemacht sind. Und nicht für die Blogs. Und dass die Blogger ja ganz anders sind als die Journalisten.

Blogger Bloggen

Es gibt da nämlich einen Unterschied. Und das ist auch gut so. Blogger bloggen.

Journalisten informieren. Manchmal verkünden die auch ihre Meinung. Das nennt man dann Kommentar und wird in seriösen Medien vom Rest ganz klar getrennt. Weil es nämlich in Deutschland Brauch ist, dass man das so macht. Mit der Vermischung hat man ganz schlechte Erfahrungen gemacht.

Die PR-Berater sagen den Journalisten nie, aber auch wirklich nie: „Schreib das mal, das ist wichtig.“ Das finden die plump. Die Journalisten auch.

Aber dem Blogger, dem kann man das ja sagen: „Blogg das doch mal.“ Und dann bloggen die das. Aber irgendwie hört sich das dann ganz anders an als vorher. Gar nicht mehr so schön.

Blogger sagen nämlich ihre Meinung. Und das ganz persönlich. Manchmal informieren sie auch. Aber immer behalten sie ihre eigene Brille auf. Und wenn es eine Sonnenbrille ist. Mit ihnen ist es wie sonst im Leben auch: Die Informationen muss man ihnen so geben, dass sie sie interessieren. Und mögen. Das nennt man dann zielgruppengerecht.

Und wer ganz sicher gehen will, dass er nicht durch den Kakao gezogen wird, von dem er selbst trinkt, der versucht es vielleicht mit Werbung. Auch im Blog. Dafür muss er dann bezahlen. Auch im Blog.

Die Story: Kommunikation mit einer Kommunikationsagentur

"Hallo."
"Hi."
"Ich finde dich echt toll."
"Danke."
"Echt."
"...."
(Pause)
"Duuuuuhu???"
"Hm?"
"Kann ich dir mal schicken und du bloggst das dann?"
"Was denn?"
"Du, ich schick's dir einfach und dann schaumama ... OK?"
"OK."
(Sie schickt eine Anzeige Ihres Kunden mit den Worten "Es handelt sich nicht um eine Anzeigenschaltung auf Ihrer Website, sondern wir möchten einfach, dass sie dieses Motiv als Blog in der Rubrik Printwerbung verwenden. Sie können natürlich auch Ihre Meinung zu diesem Motiv schildern." Klar ....)
"Bitte sehr."
"Danke. Sieht gut aus."
"Danke. Kannst du das bloggen?"
"500 €."
"Du bist doof." (O-Ton: "Wir sind der Meinung, dass eine seriöse Kritik oder Bewertung nichts mit finanziellen Mitteln zutun hat, weshalb wir Ihr Angebot auch ablehnen.")

Kommunikation

Klar, meine Meinung gebe ich gerne, vor allem ungefragt und dann auch umsonst. Sonst nicht. Immerhin handelt es in ihrem Ansinnen um eine Veröffentlichung in einem Medium, das täglich rund mehrere tausend Besucher zählt, und für eine entsprechende Multiplikatorenwirkung sorgt. Und das hat nichts mit Geld zu tun? Ich frage mich, ob die Dame aus der Agentur so auch versucht, ihre TV-Spots zu platzieren:

"He, du, ich find dich soll, kannst du mal den Film zeigen, dauert nicht lange, nur 20 Sekunden, so ungefähr. OK. Danke. Du bist tufte!"

:-) Was ist das?

Media/MaFo à la tüss???

Es soll ja Mädels geben, die es mit Erfolg schaffen, sich mit ein paar Komplimenten durchs Wochenende zu saufen. Naja, wenn sie einen Doofen finden ... meinen Segen haben sie. Mein Geld nicht.


Geballte Kompetenz

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