Plastikkarten als vielseitige Marketing-Strategie

Beim Thema Plastikkarten denken die meisten Menschen zuerst an EC- oder Kreditkarten. Auch Personalausweis und Führerschein befinden sich gut verstaut in fast jedem Portemonnaie. Dabei sind Plastikkarten so viel mehr als das. Ihre Vielseitigkeit macht sie zum optimalen Marketing-Tool für Produkte, Marken und Unternehmen.

Bankkarte & Ausweis: klassische Einsatzbereiche von Plastikkarten


Wie bereits einleitend erwähnt, sind Ausweise und Bankkarten klassische Einsatzbereiche von Plastikkarten. Wieso das so ist, wird ersichtlich, wenn man sich die Karten etwas genauer ansieht. Nehmen wir beispielsweise den Personalausweis, der von einem Hologramm geziert wird. Beleuchtet man den Ausweis mit einer handelsüblichen UV-Lampe, werden weitere Sicherheitsmerkmale sichtbar, die bei gefälschten Karten fehlen.

Plastikkarten

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Alibi: Aktenordner

Aktenordner, Büroordner, Stehsammler… Man füllt sie mit Dokumenten und stellt sie ins Regal. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen, oder? Aber wie hübscht man beispielsweise den Content rund um einfachste Büroutensilien auf und wie könnte man solche ggf. bewerben? OK, dem gewieften PR´ler kommt da wahrscheinlich sofort der Gedanke an eine repräsentative Studie, in der ein für alle Mal geklärt wird ob die Nutzer vorzugsweise alphabetisch oder nach Aktualität abheften. Aber die Studie gibt es wahrscheinlich schon…

Um es vorweg zu nehmen: Ich habe auch keine richtig gute Idee. Allenfalls kann ich von einem alternativen Aktenordnergebrauch berichten. Bei Ordnern denke ich nämlich immer sofort an Sabine M. (Name redaktionell geändert, weil ich sowas schon immer mal tun wollte). Ihr begegnete ich gegen Ende der neunziger Jahre, als ich für einige Monate in einem ziemlich großen Direktmarketing-Unternehmen tätig war. Die Dame stand in einer geradezu symbiotischen Beziehung zu einem schnöden, roten Büroordner, den sie dank eines Briefklemmers auf der Frontseite auch als Schreibbrett nutzte und den sie nie nie niemals aus der Hand gab.

Mit diesem Bürordnerschreibklemmbrett wuselte sie Tag ein, Tag aus durch Flure, Gänge und Büros des Unternehmens, wirkte dabei auffällig busy und irgendwie auch sehr wichtig, entfaltete gewissermaßen eine Aura von Autorität, wenn nicht gar exekutiver Gewalt.

Notierte sie einmal etwas, veränderte sie zumeist ihre Position und trat an eine Stelle, an der sie für möglichst viele Kollegenaugen sichtbar war. Den Blick auf ihre Notizen gab sie dabei niemals frei. Und so bestand eigentlich keinerlei Zweifel, wer im Unternehmen federführend war.

Sabine M. und ihr roter Büroordner waren bei jeder Schulung, Präsentation, Besprechung etc. zugegen. Sie sprach nicht viel, was daran lag, dass sie sehr selten angesprochen wurde. Schließlich war es im Zuge einer Konversation jederzeit möglich, dass man mit einer Notiz oder einem, im Ordner abgelegten, Dokument konfrontiert wurde. Dem ging man dann doch lieber aus dem Weg.

Zusammengefasst kann man sagen, dass der Ordner Sabine jederzeit Schutz vor überflüssigen Nachfragen, ein starkes Image der Kompetenz und vor allem ein sicheres Alibi verschaffte.
Um es auf den Punkt zu bringen: Ich habe Sabine M. niemals arbeiten sehen. Keine Ahnung, ob sie keine Lust oder schlicht keine echte Aufgabe hatte. Dank ihres Aktenordners stellte sie sich dabei aber ziemlich clever an.

Das könnten Sie doch (ganz theoretisch) auch, oder?

Natürlich können Sie jetzt anführen, dass Subtilität spätestens seit Tinder tot ist und heutzutage doch eh alle ein Tablet unterm Arm haben?
Dem entgegne ich dann: Eben!

Beim nächsten Mal erzähle ich Ihnen von dem Typen mit dem Schutzhelm auf der Heckablage. Oder so...

Die besten Wege für ein cleveres und effektives Videomarketing

Die Zeiten haben sich geändert. Nutzte das Marketing früher Plakate, Flyer und Broschüren als Hauptmedien, stehen im digitalen Zeitalter nunmehr die Videos im Fokus. Studien haben gezeigt, dass gerade die so bezeichneten Millennials so viel Content wie bisher noch nie sowohl konsumieren als teilweise auch produzieren.

Über ein Drittel des gesamten Medienkonsums entfällt inzwischen auf UGC-Videos; das Kürzel UGC steht hierbei für User Generated Content. Dieses Werbepotenzial sollten Unternehmen nutzen und Videos als modernes Kommunikationsmittel im Rahmen eines umfassenden Videomarketings konsequent nutzen.
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Qualität setzt Maßstäbe

"Was uns in der Begegnung mit Qualität regelmäßig beeindruckt, ist ihre Vorbildhaftigkeit. Doch die Einfachheit, mit der sie sich präsentiert, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es mindestens Kompromisslosigkeit erfordert, Qualität "zu machen". Denn die Verführung, es sich einfach zu machen, lauert überall ..."

Aus einem Broschürentext, 2011 oder so.

Randnotiz: Der Coca Cola WM-Song

Ich bin zu alt für Jason Derulo, gebe ich offen zu. Bin zwar sicher, ihn schon häufig gehört zu haben, könnte ihm aus dem Stand aber keinen einzigen Song zuordnen. Sollte sich jemand darüber mokieren wollen, sei's drum: Ich hatte reichlich Spaß mit Robin Beck.

Sollte mich aber zukünftig jemand auf Herrn Derulo ansprechen, kann ich wenigstens sagen, dass das doch der Mann ist, der den offiziellen Song für die WM-Kampagne von Coca Cola eingesungen hat. Supi.


"Colors" wir heute veröffentlicht und klingt wahrscheinlich genau so wie ein WM-Song klingen muss. Aber wie gesagt; Ich bin wahrscheinlich zu alt für sowas. Geht's naus und spielt's Fußball.

Zur Abwechslung ein paar Lügen

Fake News
• Ich bin Milliardär (richtig ist: Multimilliardär)
• Dieses Blog wird unterstützt durch Mittel der NSA (richtig: finanziert von Putin)
• Wir erhalten täglich Dutzende Dankesbriefe (richtig: Tausende)
• Marketing ist in den letzten Jahren besser geworden (richtig: [jetzt Sie! na los! mitmachen!])
• Der Scheck ist in der Post (richtig: Wurde gestern elektronisch überwiesen)
• Toller Vorschlag! (richtig: Muss nur noch vom Geschäftsführer freigegeben werden)
• Das hab ich selbst gelesen (richtig: Der Onkel vom Bruder vom Hitler seinem Hund ...)
• Ich ruf Sie morgen zurück (richtig: .. und dann war der Akku leer)
• Ohne Social Media geht gar nichts mehr (richtig: Achten Sie nicht auf meine rechte Hand, nein, nein - da! Da hinten! ein Eichhörnchen!)

Den Rest müssen Sie nicht lesen


Der Rest des Textes dient nur dazu, auf legitime Art dafür zu sorgen, dass dieser Text auch über die Keywords "Cappucino" und "Froschlaich" gefunden werden kann. Wirklich. Sie müssen das nicht lesen. Inhaltlich völlig substanzlos. Okay, wenn Sie sowieso noch mitlesen - hier eine Mediathek-Empfehlung: "Die Geschichte der Katzen". Wichtig für jeden, der zu Gesprächen mit Offlinern gezwungen ist.

Check 24: Warum man keine allzu menschliche Kundenbeziehung haben sollte ...

Check24 - Das Portal ist bekannt. Sein Angebot auch. Vereinfacht gesagt: Alles. Billiger. Was vielleicht nicht bekannt ist, ist sein Kundenbeziehungsmanagement. Das ist sehr modern zwischenmenschlich.

Das konkrete Angebot: Wir liefern dies und das bis dann und dann zu dem und dem Preis.
Die konkrete Antwort: Passt. Ich überweise.
Sie bestätigen.
Alles gut.
Der Liefertermin ist fällig. Damit auch die Auslieferungsbestätigung. Sie kommt nicht. Die Ware auch nicht.
Nachfrage: Wann?
Antwort: Verzögert sich um ca. zwei Wochen. Sagt unser Lieferant.

Allein, dass man schon mal nachfragen muss, nervt schon. Es wäre doch ein Leichtes gewesen, eine E-Mail zu schicken im Tenor: „Es tut uns Leid, dass aufgrund eines Lieferengpasses ...“ Oder so. Nix.

So ist es wohl, wenn man sich mit Millennials verabredet. Man organisiert, alle sind einverstanden, aber dann klappt es halt nicht, da sagt man nicht mehr ab, man lässt es einfach laufen in der Hoffnung, dass sich der andere nicht meldet. Und wenn man nachhakt, war es ein anderer. Dumm nur, dass deren Lieferant („Cyberport“) ein Laden ist, mit dem man bisher gute Erfahrungen gemacht hat. Das hat sich auch geändert.

Aber es wird besser. Obwohl: Besser? Eher: Nerviger! Kindischer! Zickiger!

Dummerweise hat man sich auf den Termin verlassen und alles auf sein pünktliches Eintreffen eingerichtet. Es war die Basis für alles Weitere. Ohne das Produkt funktioniert alles andere nicht. Die Zeit drängt.

Nachfrage: Kann man das stornieren? Und wie sieht es dann aus mit dem bereits überwiesenen Geld?
Drei Stunden Recherche später hat man festgestellt, dass es wohl einen Lieferengpass gibt, denn das Produkt wird nirgends früher angeboten. Also eine Mail hinterher, dass sich die Mail zuvor erübrigt habe und man die normative Kraft des Faktischen akzeptiere.
Tags drauf: Ihr Auftrag wurde storniert!
Nachfrage: Von wem?
Antwort: Der Betrag wird Ihnen rücküberwiesen. Sollten Sie das nicht wollen, können wir die Bestellung wieder reaktivieren.
Antwort: Ja, ich bitte um Reaktivierung. Bitte senden Sie mir eine Bestätigung.
Kommt nicht.
Nachfass wegen der Bestätigung der Reaktivierung. Keine Antwort.
Nochmaliger Nachfass. Hui, eine Antwort: Ist nicht möglich.
Sie haben es mir aber angeboten.
Ist nicht möglich.
Sie haben es mir aber angeboten.
Ist aber nicht möglich, weil sie den Auftrag storniert haben.
Habe ich nicht.
Haben Sie doch.
Habe ich nicht.
Sie haben geschrieben, ob man die Bestellung stornieren kann, weil ihnen das zu spät sei. Wir haben daraus geschlossen, dass Sie den Auftrag stornieren wollten.
Ich habe erstens nicht gekündigt, Sie haben interpretiert. Ich habe ihnen auch geschrieben, dass ich es dabei belassen will. Das haben Sie ignoriert. Sie haben mir eine Reaktivierung angeboten, aber da haben Sie ja wohl komplett geirrt.
Wenn Sie das Produkt haben möchten, müssen Sie neu bestellen.

Ende.

Zwei Pointen:
a) Das ganze Theater wird unterzeichnet von einer Person, deren Jobbezeichnung „Customer Happiness“ lautet.
b) In der Zwischenzeit kostet das Produkt rund 10% mehr! Faktisch macht das keine 40€ aus, was nicht unbedingt wie Welt ist, aber es geht nicht ums Geld, sondern um das Gebaren.

Check24 ist ein Vergleichsportal – und es lässt sich auch 1 a vergleichen, z. B. mit Millenials (s. oben) oder Paargesprächen, in denen B irgendwas in das interpretiert, was A sagte, und nun hat A das Problem der Arschkarte, denn B stellt sich stur, bockt, sieht partout nicht ein, dass seiner-/ihrerseits etwas völlig missverstanden wurde.
Also gibt es auch keine Entschuldigung. Oder ein Reset, ein Einsehen in den eigenen Fehler und der Versuch der Wiedergutmachung.
Wenn es dir nicht passt, denkt sich B, kannst du mich ja verklagen.
Sicher hat jeder im zwischenmenschlichen Bereich mal Kontakt zu so einer hysterischen Person gehabt. (Wenn nicht, toi toi toi.) Macht man natürlich nicht, das mit dem Verklagen, weil der Aufwand nicht lohnt – außerdem gibt es ja nicht nur die eine.
Also denkt man sich seinen Teil und macht Schluss. Naja, und weil man ein Freund ist, warnt man Freunde vor der Person. Also mache ich das jetzt:

Schluss.

Check.

Aus aktuellem Anlass: Thema Büroservice

Sie kennen mich. Über die Grenzen dieses Landes und Blogs hinaus bin ich bekannt als höchst engagierter und vehementer Verfechter des AAL-Prinzips (zur Erinnerung: AAL = Andere Arbeiten Lassen). In zahlreichen Publikationen, bei Auftritten in Film, Funk und Fernsehen habe ich meine fundierte Expertise rund um diesen hochanspruchsvollen Themenkomplex, stets und ganz im Sinne der Sache selbst, durch Dritte repräsentieren lassen. Ob Sie es glauben oder nicht: Sogar in Land- und Bundestag, als auch im Europäischen Parlament lasse ich mich permanent vertreten.

Dass ich mich heute, ganz ausnahmsweise, sehr persönlich an Sie wende, hat zweierlei Gründe: Der erstere, mag Ihnen zunächst völlig profan erscheinen. Er geht auf eine Mail zurück, die mich als führenden Multiplikatoren des AAL-Prinzips, dann doch sehr berührt hat. In dieser Mail wurde mir das Leistungsportfolio des Büroservice-Dienstleisters ebuero.de vorgestellt.

Der Absender verweist völlig zu Recht auf die klassischen Vorteile eines funktionierenden Büro- und Telefonservice: Entgegennahme eingehender Telefonanrufe, Sekretariatsservice, Geschäftsadresse, Virtual Office, Postweiterleitung ...

Natürlich ist das Wasser auf meine Mühlen. Allein, das muss ich als AAL-Experte dann doch kritisch anmerken, die guten Argumente verfangen bei mir nicht so vollkommen. Insbesondere auf der Webseite von ebuero.de fehlt es mir dann doch so ein bisschen an Emotionalität ("Weniger arbeiten. Mehr schaffen." wäre ggf. der perfekte Claim für Büro- und Sekretariatsservices ansich und unser Wortführer verhandelt sicher gern.) als auch an der Herausarbeitung persönlicher Vorteile über den selbstverständlich perfekten Büroservice hinaus.

Executive Time dank AAL

Diese Komponente liefert dieser Tage, und damit sind wir beim zweiten Grund für diese höchst persönliche Ansprache, völlig unerwartet der amerikanische Präsident. Sollte nach Ablauf seiner Amtszeit noch irgendwas von dieser Welt übrig sein, so ist es nach meiner aufrichtigen Überzeugung der Inbegriff, der hashtag, das ultimative Label zum AAL: EXECUTIVE TIME.

Worum es bei der Executive Time genau geht, habe ich Ihnen - selbstverständlich - von Anderen aufschreiben lassen:








Sollten Sie sich nun fragen, wie Sie für sich einen Arbeitstag von 11 bis 4, unterbrochen durch Executive Time, gern mithilfe von ebuero.de oder "Anderen" realisieren können, so habe ich für Sie einen 10 Punkte-Plan erarbeitet, den Sie höchstselbst oder mit der Unterstützung Dritter vervollständigen dürfen. Sie finden hier ein PDF zum Download.

Schaufensterbummel?

Schaufensterbummel? So ein bisschen antiquiert klingt das schon, für Vertreter jüngerer Generationen vielleicht sogar erklärungsbedürftig. Selbst in meinem Wortschatz (und ich bin alt) reiht sich der Begriff mittlerweile knapp hinter David Hasselhoff und kurz vor Mondscheintarif ein. (Dass die, gewissermaßen in Beziehung stehende, Schaufensterkrankheit entgegen dem abfallendem Trend zum Bummeln immer mehr um sich greift, ist - by the way - wohl weniger ein Paradoxum als vielmehr die natürliche Konsequenz... - letztlich aber natürlich ein ganz anderes Thema.)

Die Gründe warum heute niemand mehr so easy going von Schaufenster zu Schaufenster tapert sind natürlich vielfältig: Zu Zeiten des Bummels, als der Beruf des Schauwerbegestalters noch als zukunftsträchtig, gar als trendig galt, hieß der Point of Sale ja noch nicht Point of Sale sondern meist Hertie, Kaufhof oder Karstadt. Dementsprechend gab es da damals was zu gucken. Reicht heute nicht mehr.

Mit fortschreitender Digitalisierung muss der geneigte Schaufenstergucker schon ordentlich auf die Tube drücken um der Vielfalt digitaler Schaufenster gerecht zu werden. Schon an der nächsten Bushaltestelle kann sich ein Point of Interest auftun, an dem man via Digital Signage kurzfristig in einen interaktiven Dialog, beispielsweise zum eigenen Versicherungsvertrag, verwickelt wird. Und am 'klassischen' Point of Sale kann man dank digitaler Schaufenster rund um die Uhr einkaufen.

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Mitunter wünscht man sich dann vielleicht einen Wohnsitz fernab auf dem Lande. Einfach zu viel, zu grell, zu bunt, das ganze digitale Dingens. Aber es ist halt wie bei allem anderen auch. Es kommt darauf an, wie man es macht.

Die Kollegen von ... - jetzt raten Sie mal, wie deren Domain heißt? - ... ja, genau: magic-schaufenster.de haben sich dem gestengesteuertem Digital Signage bzw. Augmented Reality am POS angenommen und präsentieren immer wieder interessante Lösungen für den Einsatz. Eine, die zum Bummeln verführt, möchten wir Ihnen ans Herz legen: Die virtuelle Umkleide, bzw. den Magic Mirror:



Verbummeln Sie sich nicht....


Das Nirvana der Wörter

Ich stell mir das so vor: Eine Eingangshalle, riesig wie ein Bahnhof. Die zeitlose Architektur einer viele Jahrhundert alten Tradition. Herren im Zwirn, Damen elegant. Dezenz, wohin man sieht. In den Wänden aus edlem Holz sind Vitrinen eingelassen - große, geräumige Schaukästen mit Sicherheitsglas verschlossen, von unauffällig bewaffneten Wachleuten gesichert. Die Vitrinen sind aufwändig und doch zurückhaltend illuminiert. Darin stehen samtbeschlagene Podeste, auf denen die hochwertvollen Ausstellungsstücke ruhen, deren Präsentation diese ganze Einrichtung dient.

Es sind Wörter


Wörter von unsagbarem Wert, Wörter von Bedeutung, wahrer Bedeutung (gibt es denn eine andere?), Wörter von Distinktion und Abstand. Nur selten werden sie - und nur für ausgesuchte Gelegenheiten verwendet. Der Raum riecht vornehm. Ist erfüllt von frischer Luft. Vom Duft frischer Lust. Eine vornehm kühle Atmosphäre. Das Flair eines aus unzählbaren Erlebnissen innerer Überlegenheit gewachsenen Selbstbewusstseins. Überhöht durch die Nützlichkeitsdemut des Ortes. Klassische Musik perlt von den Wänden, gerade gut genug wahrnehmbar, um die unglaublichen Summen zu übertönen, die genannt werden, wenn ein Kunde bittet, eines der Wörter einmal probehalber in den Mund nehmen zu dürfen.

Die Preise sind so hoch, dass nur wenige Kunden auf der ganzen Welt in der Lage sind, sich diese Mittel der Kommunikation zu leisten. Dabei geht es gar nicht nur um Geld. Viel, viel mehr geht es um die Fähigkeit, Aussagen von ihrer Plapperhaftigkeit und Beliebigkeit zu befreien und mit der Bedeutung konsequenten Handelns zu beleben. Nur wenige Unternehmen sind es, die dazu in der Lage sind. Manche mögen bei großzügiger Bilanz ihrer Ressourcen vielleicht noch die finanziellen Mittel zusammenkratzen. Doch sie scheitern, wenn es darum geht, Kraft für die gezielte Steuerung ihres Unternehmens und die Befähigung ihrer Mitarbeiter zu einer einheitlichen Haltung aufzubringen. Dieses Fach ihrer Börse ist leer. Beschämt rücken sie ab, wenn sie ihre Nichtswürdigkeit erkennen. Nur auf Empfehlung wurden sie eingelassen. Um nun feststellen zu müssen, dass sie kommunikativ gesehen absterbend sind und ihnen nur noch eines bleibt: Reste des aus einer ruhmhaften Vergangenheit gebliebenen Kapitals oder aus einer schon vor Jahren noch rasch verteilten Erbschaft zu konsumieren. Heimlich, damit es niemand sieht, werden sie noch wenige Jahre Reste essen. Und bald wird nichts mehr sein, was ein Gespräch über sie lohnt.

Geld zählt hier nichts. Es geht um Werte und Haltung, wahre Haltung (gibt es denn eine andere?). Und auch wenn es Millionen und Milliarden sind, die hier für ein gutes Wort bezahlt werden, so ist das doch nur Kleingeld angesichts der durch gelebte Bedeutung erreichbaren Gewinne.

So stelle ich mir das Nirvana der Werbung vor.

Geballte Kompetenz

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Gerold Braun
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