Roman Stettler, Trainwell AG, CH-8890 Flums, Schweiz

Bereis gestern habe ich hier im Blog meine Erfahrungen und Erlebnisse rund ums Thema Content- und Ideendiebstahl und all dem Kladderadatsch drumherum geschildert.
Heute möchte ich mal am Beispiel Roman Stettler, Trainwell AG, CH-8890 Flums, Schweiz aufzeigen und dokumentieren mit welch Geistes Kindern es man in solchen Auseinandersetzungen so zu tun bekommt.

Totales Befindlichkeitsbloggen (Teil 3)
Während meiner Copyscape-Recherchen fielen mir die Seiten der Trainwell AG, betrieben (lt. Whois Search) und ebenfalls erreichbar über http://www.romanstettler.ch/, von Herrn Roman Stettler auf.
Hier, unter der URL http://www.trainwell.ch/436.html bzw. http://www.romanstettler.ch/436.html fand sich ein komplett von meinen Seiten (www.teleorga.de) übernommener Text.



Screenshot vom 27.Februar 2009. Der Text, um den es hier geht, ist rot gekennzeichnet. Beim Klick auf das Bild gibt es eine größere Seitenansicht.


Es mag nun ohnehin unprofessionell oder gar befremdlich anmuten wenn sich auf einer Firmenwebseite kunterbunt gemischte Informationen zum Familienleben des Betreibers ebenso wie Termine von Lauftrainings hie und da und ein Angebot zu Telemarketing-Dienstleistungen finden. Dass es sich hier um die Webseite eines echten Wettbewerbers handelt mußte man also nicht unbedingt annehmen. Immerhin mutmaßen aber konnte ich, dass es hier jemand innerhalb der Trainwell AG, wenn nicht gar Herr Roman Stettler selbst, dreist abgeschrieben hatte.

D.h. also, dass Roman Stettler oder jemand anderer aus dem wahrscheinlich weltweit agierendem Unternehmen Trainwell AG mit meinen Worten pitchen, werben, renomieren geht.

Wie gesagt: Es geht mir nicht darum Rechtsanwälte am Leben zu erhalten und so investierte ich zunächst lieber in ein Ferngespräch ins sicher schöne Flums in der Schweiz.
Und trotz dem hier im Blog häufig verwendetem salopperem Ton möchte ich hier nicht wiedergeben was Herr Stettler so zu sagen hatte, als ich ihn darauf hinwies, dass er Texte meiner Webseite auf der seinen verwendet.

Also schrieb ich ihm am 27.Februar 2009:

Guten Tag, Herr Stettler.

Mit großer Verwunderung haben wir festgestellt, dass Sie einen Text unserer
Webseite widerrechtlich für Ihre Zwecke auf der Seite von
romanstettler.ch einsetzen.
Die ausschließlichen Nutzungsrechte an diesem Werbetext liegen bei uns.

Telemarketing ist viel zu teuer und bringt auch nichts!?"
Schön, dass Sie (...) für Ihr Unternehmen neue Kunden
gewinnen, für Ihren Außendienst Termine vereinbaren, Ihr Messemarketing
optimieren wollen...
O.K., ... Sie sind hier richtig!

Wir möchten Sie bitten, diesen Text bis Montag, den 02.März 2009, 12 Uhr,
von ihren Seiten zu entfernen. Sollten Sie das nicht tun, werden wir nach
Ablauf der Frist rechtliche Schritte einleiten.


Die Antwort des Herrn Stettler ließ nicht lange auf sich warten. Um es vorweg zu nehmen. Es handelte sich nicht um eine Entschuldigung.

Grüezi Hr. Herold

Besten Dank für Ihr Email. Leider konnte ich am Telefon nicht ganz nachvollziehen woher Sie sind.

Zu Ihrem Anliegen betreffend Urheberrechte am Text auf der Seite www.trainwell.ch oder auf www.romanstettler.ch.
Ich pflege auf Drohungen mit rechtlichen Schritten, wie Sie es in Ihrem Email getan haben, mit Juristen zu reagieren.
Was ich auch in diesem Fall getan habe.
Nach Absprache mit der Orion Rechtsschutzversicherung bitte ich Sie uns glaubhaft zu beweisen, dass der Text von
Ihnen
stammt und Sie diesen nicht von der Homepage www.trainwell.ch od. www.romanstettler.ch kopiert haben. Oder die
Urheberrechte, wie
wir vermuten bei unserem Partnerunternehmen in Liechtenstein sind. Interne Abklärungen haben auf jeden Fall ergeben,
dass der Verfasser
glaubhaft versichert diese Zeilen stammen aus seinen Federn.

Gemäss OR Art. 106 werden wir sämtlichen weiteren Aufwände in dieser Sache, Ihnen in Rechnung stellen und gemäss den
bilateralen
abkommen mit der EU, in Düsseldorf durchsetzen lassen durch die Rechtsvertretung in Köln.

Möchte es aber nicht unterlassen, Ihnen mitzuteilen, dass wir, falls der Text Ihre Geschäftsinteressen stört,
selbstverständlich ersetzen können.
Für uns ist der Text auf meiner privaten Homepage nutzlos. Trainwell AG betreibt keine Aquisitionen via Internet -
unser Auftraggeber im Telemarketing
Business lasten unsere Kapazitäten mehr als aus.

Ich grüsse Sie freundliche aus dem verschneiten Flums
Roman Stettler
Verwaltungsratspräsident Trainwell AG



Meine erste Reaktion?
Wer nicht hören will muß fühlen!


Nach Rücksprache mit meinem Anwalt mußte ich allerdings erfahren, dass es zwar relativ leicht ist in der Schweiz gegen Herrn Roman Stettler und die Trainwell AG vorzugehen, dass es aber relativ schwer ist die verhältnismäßig hohen Kosten die im Rahmen eines solchen Verfahrens anfallen wieder herein zu bekommen.
Und da gilt es natürlich abzuwägen: Was ist, wenn dem vermeintlichem Global Player Trainwell AG und seinem Partnerunternehmen oder gar Herrn Stettler während eines Laufseminars die Puste oder - noch schlimmer - das Geld ausgeht. Bleiben wir da für das bisschen Recht jahrelang auf Schulden sitzen?

Wie schön wäre es da doch, wenn sich Herr Stettler aus dem seinerzeit so schön verschneitem Flums nach Köln begeben hätte und seinerseits, wie angekündigt, den Klageweg beschritten hätte. Denn vielleicht wäre späterhin beim Partnerunternehmen was zu holen gewesen.
Diesen Gefallen hat uns Herr Stettler bislang nicht getan.


Stattdessen hat er den Text mittlerweile entfernt und schreibt Mails wie diese:

Die Anwälte von Trainwell AG warten... ? Gemäss ZGB Art. 110 sind Sie für die entstandenen Aufwände
Entschädigungspflichtig.
Sollten Sie nicht bis zum 1.5.2008 reagieren werden wir die Entschädigungsforderung auf dem Rechtsweg geltend
machen.


oder

Mal schauen wer vor Gericht Recht bekommt. Ich vermute sie haben nur eine grosse Klappe, wie ja
einige Ihrer Landsleute.



Na gut.

Dieser Screenshot, aufgezeichnet und für jedermann abrufbar bei archive.org. ist vom 19.Januar 2005 und zeigt wie die Seiten von teleorga.de vor über 4 Jahren aussahen. (Infos zu archive.org)
Und siehe da: Der Text war damals schon da.



Natürlich kann man sich die Mühe machen und auch die Historie der Seiten trainwell.ch (scheint noch nicht allzu lange zu existieren) und romanstettler.ch zu überprüfen. Mehr als Säuglingsbilder wird man dort allerdings nicht finden.

Und damit sollte klargestellt sein, dass Herr Stettler, seines Zeichens Verwaltungsratspräsident der Trainwell AG, von einem Subalternen in Liechtenstein oder sonstwo ganz übel hinters Licht geführt wurde.
Obwohl? Der Fischt fängt ja doch meist am Kopf zu stinken an, nicht wahr?
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