Besseres SEO mit konventionellem Marketing

SEO ConsultingDer Einfluss von klassischer Werbung, Public Relations und/oder Social Media auf das Suchmaschinenranking.

Wie konventionelles Marketing die Suchmaschinenergebnisse beeinflusst


Ein Gastbeitrag von Julian Dziki, Geschäftsführer der Seokratie GmbH.


Erfolg bei Google muss nicht immer mit SEO zusammenhängen. Heute möchte ich Gründe nennen, die zu einem besseren Ranking bei Google führen, ohne dass man es gleich auf die eigene SEO-Agentur zurückführen muss.



PR

Gute PR bedeutet, dass man in (Online-) Zeitschriften erwähnt wird und Journalisten über die eigene Webseite berichten. Google beobachtet das sehr genau, denn so können sie aktuelle Trends vorhersehen. Dabei muss in einer Online Zeitung nicht einmal ein Link zum eigenen Unternehmen gesetzt werden: Google weiß ebenfalls, dass viele Redakteure strenge Richtlinien bei der Verlinkung von externen Webseiten verfolgen müssen und lieber gar nicht verlinken.

Deswegen reicht in großen Online Medien bereits eine Erwähnung (SEO Fachbegriff: „Mention“) aus, um das Ranking zu beeinflussen.

Auch Pressemitteilungen wirken sich positiv auf das Ranking aus. In vielen Presseportalen kann man einen Link unterbringen und bekommt so in der Regel zwar keine Besucher, dafür aber viele Links. Diese stehen zwar immer in sogenannten Duplicate Content Beiträgen (immer wieder der gleiche Text auf 80 Portalen), was Google eigentlich nicht gefällt. Aber genauso wie Zitate sind Pressemitteilungen nun einmal dafür geboren um verbreitet zu werden. Google honoriert es, wenn man sich aktiv beteiligt und lässt auch die Häufigkeit, wie regelmäßig man Mitteilungen versendet mit einfließen.

Eine tolle Idee oder ein gutes Produkt

Mit einer guten Idee kann man für viele kostenlose Links sorgen. So ging die Webseite Mingle2.com vor, indem sie die Bilderstrecke „10 Reasons it would rule to date a unicorn“ veröffentlichte. Erst nachdem sie mit dieser und weiteren lustigen Bildergeschichten unzählige Links aus der ganzen Welt gesammelt hatten, gingen sie mit einer (passenderweise!) Dating-Plattform online.

Ebenso erfolgreich war WillitBlend.com, die hunderttausende (!!!) Links mit ihren Videos generierten. Ironischerweise stand bei der Firma Blendtec das Thema SEO niemals zur Debatte und bis heute hat man das Potenzial, dass man eigentlich hätte nicht ausgenutzt: Die Onpage Optimierung, also die technische Optimierung der Firmenseite Blendtec.com selbst ist rudimentär und man verschenkt viel Potenzial. Zumindest sieht es so aus, als würde man sich nicht um Suchmaschinenoptimierung kümmern.


Fernsehwerbung

Fernsehwerbung hat einen unmittelbaren Einfluss auf das Suchmaschinenranking, der nicht von der Hand zu weisen ist. Der Grund: Google beobachtet sehr genau, wie oft Benutzer nach einem Unternehmen suchen. Schaltet jetzt das Unternehmen „Seokratie“ Fernsehwerbung, dann schnellen die Suchanfragen für Seokratie immens nach oben.

Diese „Peaks“ in den Suchanfragen kann Google sehr gut auf Fernsehwerbung zurückführen. Außerdem berichten viele Forennutzer in unterschiedlichsten Foren über die Marke, Blogger schreiben über das Produkt und auch sonst erscheint ein gewisses „Grundrauschen“. Mit reiner Fernsehwerbung kann man natürlich nicht bei Google auf Platz 1 landen – aber sie wirkt unterstützend für ein besseres Ranking. Das gleiche gilt übrigens für groß angelegte Printkampagnen.


Social Media

Facebook, Twitter und Co. haben nicht nur indirekten, sondern mittlerweile auch direkten Einfluss auf das Ranking in Suchmaschinen. So hat es auch die größte Umfrage zu den Google Rankingfaktoren 2011 gezeigt, die übrigens für sich wiederrum ein gutes Beispiel ist, wie man viele Links bekommen kann, denn sie wurde innerhalb der SEO-Welt immens oft verlinkt.
Im Vergleich zu 2009 sind viele SEO Experten mittlerweile der Meinung, dass Social Media 20-25 % des Rankings bei Google ausmachen. Natürlich sollte man wissen, dass die USA in Sachen Social Media mit Plattformen wie Stumbleupon uns einiges voraus sind und die Experten in den USA wohl auch ein wenig zu prophetisch waren.
Leichte Rankingauswirkungen sind allerdings auch bereits in Deutschland feststellbar – mit Facebook und Twitter alleine gewinnt man allerdings keine guten Google-Positionen.


Auf Jobsuche?

Sie werden sich fragen: Tja, was macht er dann noch? So schnell werde ich nicht arbeitslos. Zum einen sind Links von anderen Webseiten immer noch das (bei weitem!) wichtigste Rankingkriterium und das wird sich auch so schnell nicht ändern. Auch große Unternehmen haben nicht „genug“ Links, wie heute von mancher Seite voller Hochmut behauptet wird. Es gibt genügend Beispiele von KMU’s die große Unternehmen bei Google überholt haben, weil erstere SEO betreiben, letztere aber nicht.

Zum anderen wird man auch in Zukunft den „Fluss“ der Links und Reputation für Suchmaschinen steuern müssen. Die Seite selbst muss natürlich auch die technischen Kriterien für Google erfüllen (und auch hier kann man viel optimieren). Wichtig ist es, eine Synergie zu schaffen: Klassisches Marketing, Online Marketing und SEO sollten Hand in Hand gehen und Aktionen miteinander abgesprochen werden, damit alle Beteiligten von den anderen Abteilungen profitieren können. Mit allen Kanälen fährt es sich besser, als dass jeder nur mit Scheuklappen nebeneinander arbeitet.


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Julian Dziki ist Geschäftsführer der Seokratie GmbH und betreut hauptsächlich Online Shops, aber auch große Nachrichtenportale in allen Belangen zum Thema SEO. Er ist regelmäßiger Speaker auf allen großen SEO Konferenzen in Deutschland und Österreich.

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