Postwurfsendung = Wegwerfsendung?

Eine Antwort hängt vor allem von einem ab: Wer sie gibt. Wenn man nun also jemanden fragt, ob eine Postwurfsendung als Marketingmittel taugt, dann erhält man die eine Antwort.

Klar: Alle Dienstleister, die in diesem Bereich tätig sind, werden die Frage bejahen und Statistiken aufweisen, die ihnen Recht geben.

Noch klarer aber: Alle „Menschen auf der Straße“, die in Postwurfsendungen in ihrem Briefkasten wiederfinden, werden die Frage verneinen und darauf verweisen, dass sie niemanden kennen, der „die Dinger“ liest.

Es ist so ein bisschen wie beim Fremdgehen. Bei Umfragen zum Thema Postwurfsendung geben mehr Männer zu, dass sie es schon mal getan haben. Frauen lügen. Wirklich wissen tut es niemand und außerdem kommt es eh immer auf den Einzelfall an.

Postwurfsendung Marketingmittel
So werden Dienstleister nur in den seltensten Fällen einen (potenziellen) Kunden davon abbringen, eine Postwurfsendung nicht zu platzieren, weil das Thema, die Aufmachung, die Kommunikation, der Weg falsch gewählt ist.

Und ebenso wenig geben die Menschen zu, dass sie sich das ein oder andere schon mal ganz gerne anschauen – wegen der Preise, der Aufmachung, dem Angebot, weil es sie interessiert.

Somit kommt man zu dem Schluss: Ja, eine Postwurfsendung als Marketingmittel funktioniert, wenn sie in Form, Wort und Zahl ein Angebot kommuniziert, das interessiert.

Ansonsten landen diese Kommunikationsmaßnahmen nicht einmal in der sogenannten Rundablage P, sondern fliegen direkt in den Papiermülleimer vor der Tür oder, in Wohnanlagen, in die Kiste unter den Briefkästen.

Vermeiden lässt sich das nie, weil man nie wirklich weiß, wen was wann genau interessiert. Die Entscheidung für oder gegen ein Angebot per Postwurfsendung wird in Sekundenbruchteilen gefällt. Und was bei dem einen funktioniert, z. B. „Werfen Sie diese Postwurfsendung nicht weg.“, wirkt bei anderen als Beschleuniger, weil es wie Betteln wirkt.

Auch die beliebten „Sie haben gewonnen!“-Umschläge scheinen noch ihren Zweck zu erfüllen, ansonsten wären sie doch schon bestimmt ausgestorben. Oder arbeiten in den werbetreibenden Unternehmen nur misanthropische Ignoranten?

Nun, der Schluss liegt nahe, aber es ist bloß eine Vermutung. Ebenso wie die, dass die Werbemaßnahmen, die man mit Respekt und Wertschätzung erstellt, auch Respekt und Wertschätzung erfahren. Vielleicht verdient das nicht jeder Marktteilnehmer , aber dann müssen sich die werbetreibenden Unternehmen auch fragen, ob dieser Marktteilnehmer sie verdient.

Auch das hat viel natürlich mit dem jeweiligen Angebot und der jeweiligen Zielgruppe zu tun. Menschen, die auf 1-Euro-Läden abfahren, haben bestimmt ein anderes Verständnis von Respekt und Wertschätzung als jene, die von Exklusiv-Maklern geworben werden sollen. Aber das gilt es halt zu wissen und danach zu handeln. Dann taugt auch eine Postwurfsendung zu mehr als einer Wegwerfsendung.
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