#aufschrei: NIVEA against MEN?

Schöne Bescherung.

Da wollte die Beiersdorf AG mal einen echt zeitgeistigen Werbespot zu Weihnachten machen - und auf einmal gibt's Ärger. Zurecht.

Seit geraumer Zeit fehlt dem Creme-Produzenten mehr als ein U zum Niveau. Schon bei dem Spot zum "Stress-Deo" griffen sie schwer in die Klischee-Liste, die im umgekehrten Fall alle Voraussetzungen sexistischer Werbung erfüllen würde, aber nun ... rühren sich die Männerrechtler ... da ist sogar schon von Shitstorm die Rede ...

Dabei fängt der Spot in klassisch Kitsch an: Klaviergeklimper, blond-gelocktes Kind, das sich auf Weihnachten freut. Und Mama ist da. Und der Onkel. All das freut das Kind. Aber am meisten freut es sich auf Oma und Opa.

Nivea Werbung Weihnachten

Der Vater? Interessiert nicht. Das ist überraschend für ein Unternehmen, das ja sogar eine eigene Serie für Männer ins Leben gerufen hat. Aber haben die Kinder? Ist Jogi Löw Vater?

Nun: Wäre es umgekehrt, wäre der Shitstorm größer. Viel größer. Es würden Köpfe rollen. Zuerst der des Menschen, der für "Corporate Social Responsibility" zuständig wäre, schließlich es ja im Geschäftsbericht immer gern, dass sich das Unternehmen seiner sozialen Verantwortung bewusst sei und sie sehr ernst nähme.

Man stelle sich nun vor, dieser Mensch wäre ein Mann, der u.a. in Organisationen dafür plädieren würde, dass z. B. Väter ein Mitspracherecht bei der Entscheidung pro und contra Abtreibung haben müssten, da gäbe es wohl richtig Stress - und das auch für dessen Chefs. Aber bei Beiersdorf ist es selbstverständlich kein Mann.

Manuela Rousseau wird im Beiersdorf-Jahresbericht 2012 als "Diversity-Beauftragte" aufgeführt. Sie ist zudem "Mitglied bei Organisationen wie ZONTA ("Advancing the Status of Women Worldwide") und FidAR ("Die Initiative für mehr Frauen in die Aufsichtsräte"). Es handelt sich mithin um eine hochgradig engagierte Feministin" (Quelle), was ihr gutes Recht ist, wie es auch des fiktiven Mannes zuvor wäre. Aber wehe bei ihm gab's "n Geschmäckle", dass seine Arbeit von privaten Interessen möglicherweise gelenkt sei ...

Ist fair so schwer?


Nivea SpotKunde: Beiersdorf, NIVEA
Agentur: Labamba, Hamburg
Kreation: Felix Schulz
Produktion Company: Erste Liebe, Hamburg

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Tschüss Orangenhaut
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