Mein lieber Vadda ...

Da hat sich Nivea an Weihnachten ganz schön in die Nesseln gesetzt. In dem Spot erzählt ein kleiner, süßer, blondgelockter Junge, worauf er sich am meisten an dem Fest freut: Man sieht Mutti und ihren Bruder und dann auch ... Oma. Sie ist es. Opa ist auch da, aber einer taucht überhaupt nicht auf: der Vater!

Das sorgte für einen ziemlichen Gegenwind, den die ansonsten ja sehr auf ihre Familientauglichkeit bedachte Marke so wohl nicht erwartet hat.

Am drastischsten formuliert das wohl Akif Pirinçci auf "eigentümlich frei":

    NIVEA war mal ein Familienprodukt – das heißt als man hierzulande unter einer Familie noch Papa, Mama und Kinder unter einem Dach verstand und nicht “Familie ist, wo ein Kühlschrank steht”, wie mal eine Schizo-Politikerin aus ihrem Sprechorgen gefurzt hat. Diese Zeiten sind anscheinend vorbei, denn offenkundig hat man inzwischen auch dem Beiersdorf-Konzern eingeredet, daß Mama heutzutage ein feuchter Durchlauferhitzer für herumstreunende Schwänze ist und Papa irgendso ein Depp, der mit seinem Kind und der “Mutter” über das Jugendamt und teure Anwälte kommuniziert.


Es gab sogar eine (nicht wirklich erfolgreiche) Onlinepetition gegen den Spot, und wir berichteten ja auch darüber.

Nivea Werbung Vatertag

Nun aber macht Niveau den großen Kotau - mit diesem Spot - und das auch super clever:



Nivea Kommunikation VatertagNivea Kotau?Wieder das Kind, wieder erzählt es, aber diesmal dreht sich alles um Papa, der ganz konventonell im Bett neben einer Frau aufwacht, aber ansonsten das große Solo mit dem Blag, bis er zurück in der Wohnung auf dem Sofa einschläft, wo die beiden von derselben Frau wie am Morgen , die mit keiner Silbe erwähnten Mama, belächelt werden.

Alles wieder heile, heile Gänschen?




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23:14

Kommentare

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Viktor:

Alles Absicht! Da sitzen halt sehr gute Leute, die mittels Storytelling Provokationen auslösen. Der Clou dabei ist, am Ende durch einen passenden Schluss den Wind aus den Segeln wieder rauszunehmen!
12:40

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