Witz schlägt Scherz

Was Employer Branding ist, haben wir hier schon lange erklärt ... und jetzt endlich mal ein schönes Beispiel dafür gefunden, dass es einer richtig verstanden hat.



Nun kann man argumentieren, dass dies so in Deutschland nicht funktionieren würde, weil ... ja, warum eigentlich? Weil es ein paar wie "Ellie" gäbe, die das weiter publizieren und sich darüber aufregen könnten und dass dies dann von diversen (Massen-)Medien aufgenommen werden könnte, was dann zu einem "Shitstorm" führen könnte.

"Praise the storm" mag man diesen entgegenrufen, denn er würde nur dazu beitragen, dass die Werte ohne Mehrkosten weitergetragen würden. Es würde also keiner PR-, Social Media- oder Werbe- -agentur oder -kampagne bedürfen, das ginge ganz von allein. OK, womöglich muss man für eine Sekunde den ersten Böen sich entgegenstellen, aber das ist halt so. Das ebbt ab und der Wind würde sich drehen. Zu - in dem Falle - Aldis Gunsten.

Natürlich muss man seitens des Unternehmens auch darauf verzichten, zusätzlich Schwung in die Sache zu bringen. Loslassen und vertrauen. Ach so, das können Sie nicht? Na, das wäre aber schlimm, wenn sie nicht einmal ihren Werten vertrauen könnten. Wenn Sie das aber können, und jemand anders diese diskreditiert, wie in dem Falle "Ellie", dann verteidigen Sie sie - und die beste Verteidigung ist bekanntlich? Genau: Angriff.

Aber Vorsicht: Das geht nur bei eigenen Werten. Und eigenen Themen. Wenn Sie sich zu anderen Dingen äußern, die nichts mit Ihrem Unternehmen zu tun haben, sollten Sie vorsichtig sein und genau abwägen, ob es sich lohnt, sich in das ein oder andere Thema einzubringen. Das kann bisweilen lustig sein, aber es gibt auch Themen, da versteht die Community gar keinen, also noch weniger Spaß als sonst.

Hervorragende Belege hierfür, hier:
John Oliver "Corporations on Twitter"

q.e.d.: Alles ist zu irgendwas gut - und sei es als abstoßendes Beispiel.
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Kommentare

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Peter Gehle:

Leider lassen sich Witzige Anzeigen nicht ganz so oft verkaufen. Habe ein sehr konservatives Klientel :-(
18:03

Heiko Walkenhorst:

Es geht schon um "witzig", nicht "spaßig" - denn, wie gesagt, "Witz" (und dazu zählt auch Charme, Esprit, Intelligenz) schlägt jeden Scherz.

Und ich gehe jede Wette ein, dass auch sie sich führen ließen. Dauert halt. Kinder wollen ja auch nicht gleich schwimmen. Das braucht Geduld, Fürsprache und Vertrauen.
21:34

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