EXKLUSIV: Die einzige Qualitäts-Testfrage, die echt funktioniert

Das Problem mit Qualität ist: Sie macht mehr Arbeit, bindet mehr Ressourcen, dauert länger, kostet mehr Geld, erfordert mehr Konzentration und Aufmerksamkeit und auf lange Sicht auch mehr Disziplin. Aber das ist noch nicht alles. Denn selbst, wenn wir annehmen, das interessiert einen nicht, mit anderen Worten: Man macht halt und gibt sich Mühe und liefert deutlich Besseres ab als das Übliche - was dann? Dann kann es sein, dass es der Kunden nicht einmal merkt!

In guten Zeiten war das egal. Wichtig war: Wir wussten, was wir geliefert hatten! Wir wussten, es war Qualität. Wenn wir einen Job gut gemacht hatten - was interessierte uns da, ob Kunden es gemerkt haben oder nicht? In schlechten Zeiten war es allerdings schwieriger, bei dieser Haltung zu bleiben. Wenn niemand den Unterschied bemerkte, wozu dann der Aufwand? Das kostet doch nur!

Wenn wir mit unserer Motivation da angekommen waren (wie gesagt: in schlechten Zeiten), stellten wir uns eine einfache Frage:

Was würden wir tun, wenn Geld keine Rolle spielt?


Was würden wir tun, wenn wir nicht über Geld (oder sonst eine knappe Ressource) nachdenken müssten? Würden wir unsere Ansprüche dann auch runterfahren? Wären wir dann auch mit Mittelmaß zufrieden?

Nein.

Wenn man anfängt, die Verknappung oder böser gesagt: die Armut zum Maßstab dafür zu machen, welches Niveau an Qualität man anstrebt, hat man verloren. Wer von vorn herein sagt: Das geht nicht wegen ___ (beliebigen Mangel hier eintragen), beschneidet seine Ziele.

Sicher: Manches ist tatsächlich unmöglich. Das wissen wir alle, und in diesen Situationen stellt man sich als intelligenter Mensch keine Fragen. Anders liegt der Fall, wenn das Ziel erreichbar ist, aber es nun mal ein paar Hindernisse gibt. Dann ist es schlecht, sich auf diese Hindernisse zu konzentrieren. Die entscheidende Frage ist immer noch: Wollen wir es grundsätzlich, dieses Mehr an Niveau oder Güte oder Leistung, um das es hier geht? Wenn nein, alles klar. Thema erledigt.

Wenn aber ja, dann geht es jetzt erst los. Der Kampf um die Beseitigung der Hindernisse oder des Mangels fordert das, was man Kreativität nennt. Im Sinn der Qualität sollte man daher dankbar für alle Hindernisse sein, die man überwinden muss.
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