Wie man Trikotsponsor im Fußball wird ...

... und warum der Konkurrenzkampf um den Platz auf den Trikots so groß ist

Jan GrunauEin Beitrag von Jan Grunau, Freelance Copywriter/ Content Manager.

Vor etwa 50 Jahren war es noch sehr neu und eher selten, dass ein Firmenlogo auf einem Fußballtrikot zu sehen ist. Damals waren lediglich das Vereinslogo und die Nummer auf das Trikot gestickt. Heute gibt es mehrere Flächen auf den verschiedenen Trikots, die an Sponsoren verkauft werden. Diese können hier ihr Logo platzieren und so Werbung für ihr Unternehmen machen
Trikot FC Barcelona Bild: fcbarcelona.com
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Seit den frühen 90er Jahren hat sich das Sponsoring im Fußball deutlich gewandelt. Dieser Wandel ist stetig und auch noch heute zu verspüren. Zunächst waren auf den Trikots der Mannschaften der europäischen Fußballligen viele Finanzdienstleister zu sehen, die für ihre Dienste Werbung machten. Danach waren es viele Elektronikhändler, die für viel Geld ihre Logos auf den Shirts platzieren durften. Es gab sogar mal eine Zeit, in der sehr viel Werbung für alkoholische Getränke auf den Fußballtrikots gemacht wurde. Heute sind es in erster Linie große Airlines, Finanzdienstleister und Wettanbieter, die jährlich Millionen von Euro dafür ausgeben, damit ihr Logo werbewirksam auf die Brust des jeweiligen Vereinstrikots platziert wird. Ein Beispiel hierfür ist der erst kürzlich verlängerte Vertrag von Valencia CF mit bwin. Aber auch auf anderen Trikots der europäischen Topmannschaften sind Wettanbieter zu sehen.

Diese zeitlichen Veränderungen der Wirtschaftssektoren, die einen Großteil des Sponsoring auf den Trikots ausmachen, kann als Indikator gesehen werden, welche Branche zu welchem Zeitpunkt die Werbung am nötigsten hatte. Allerdings wird den Marketingexperten immer mehr bewusst, wie gut sich Fußball für ihre Zwecke geeignet ist. Wegen der Kosteneffektivität und der globalen Reichweite sind die Sponsorenflächen der Trikots so gefragt, wie nie zuvor. Dazu kommt das positive Bild des Fußballs, das auf die Sponsoren abfärben soll. Fußball gilt als sauberer und fairer Sport, der von Wettkämpfern ausgeübt wird. Die Sponsoren hoffen, dass sich dieses allgemeine Bild auf ihre Unternehmen überträgt und somit das Bild des Unternehmens und natürlich auch den Umsatz verbessert.

So ist in den letzten Jahren ein richtiger Konkurrenzkampf zwischen den Unternehmen ausgebrochen, die sich das Sponsoring für einen gewissen Club sichern wollen. Wenn ein aktuell laufender Sponsorenvertrag ausläuft, können sich besonders die großen europäischen Fußballmannschaften den neuen Sponsor aussuchen. Dabei bieten die Sponsoren Millionen von Euros, um sich die Fläche auf dem Trikot zu sichern. Einer der aktuell lukrativsten Sponsorenverträge ist der des FC Barcelona mit dem chinesischen Unternehmen Rakuten. Dieses zahlt etwa 60 Millionen Euro im Jahr, um als Hauptsponsor werbewirksam auf der Brust der Trikots des Traditionsvereins platziert zu sein.
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