Jetzt mal ganz im Ernst: Viel Spass!

Die erste Woche ist vorbei, das Jahr hat sich warmgelaufen, es geht wieder in die Schulen und Büros (auch in Ba-Wü und Bayern), ergo ans Werk.

Im Ernst: Viel Spass!

2006 - ein Jahr, mit dem viel Hoffnung verbunden ist. Dabei sind es weniger die Olympischen Winterspiele (auch so ein Paradebeispiel für den Verfall der Werte), als vielmehr die Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land, auf die sich zum Großteil der Optimismus gründet. Nun will ich nicht gleich wieder mein Hirn bemühen, ihm erliegen und defätistisch sein (und nach der intrinsischen Logik fragen), sondern mich freuen und ebenfalls hoffen - dabei hätte alles so einfach sein können:

Schon vor über einem Jahr gab es WM-Tickets. Aber halt "nur" die VIP-Pakete. Statt aber diese zu bestellen, um daraus ein langfristiges und auch feines Kundenbindungsprogramm zu schnüren, wartet man lieber ab, macht nichts, um dann, so viel Nostradamus steckt wohl in jedem, spätestens ab Ende April bereit zu sein, wirklich jeden Preis für jedes Ticket zu berappen.

Man hätte es soviel besser machen können als die Großsponsoren, die jetzt Tickets in 1000er-Paketen auf den Markt werfen (ohne zu sagen, welches Spiel ;-), aber so überlässt man denen das Feld, die einfach auf Masse machen. Warum nicht mal auf Klasse? Wieder eine vertane Chance. Dabei erwarte ich ja nicht, dass ein Entscheider Visionen hat, denn dann müsste er ja gemäß Altkanzler Schmidt zum Arzt, aber Weitsicht und Verantwortung für die Weiterentwicklung hätte ich ja schon mal gern erlebt.

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass viele Unternehmen im Grunde so seelenlos wurden wie Fußballmannschaften. Ob deren "Player" nun aus Südamerika oder irgendeiner Business School kommen, ob sie in jungen Jahren schon Beachtliches geleistet haben oder n Ball stoppen bzw. Bedenken (ganz im Gegensatz zu: Verantwortung!) tragen können, gleich ist, sie halten die Hand auf - sowie die Taschen, Koffer, Schließfächer - und verschwinden nach zwei Jahren - für mehr Geld. Nach mir die Sintflut ... (Sinnflut - wäre wünschenswerter)

Aber ich bin ja Optimist. Alles wird gut, sagt man. Aber wann, fragt man gern lakonisch zurück. Nun, dieses Jahr scheint es so zu sein. Warum auch immer, es freut mich. Es freut mich, dass dieses Land mal wieder so was wie Aufbruchstimmung verspürt- wenn auch spät (unsere Konzepte zur Refinanzierung der WM-Tickets waren einfach klasse ;-)

Und wem verdanken wir das letztlich? Richtig, der Politik. Denn auf die kann man sich nicht mehr verlassen. Und das hat zur Folge, dass - notwendigerweise - die Selbstverantwortung steigt. Und glücklicherweise kommt dieses Jahr der nötige Mut dazu. Wenn Sie Mut haben, haben Sie auch Ihren Spaß!

Es klappt. 100%. Und wenn nicht: Mailen Sie mir!

Und jetzt aber echt ans Werk!
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