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Interviews im Long Tail

Ein Blog zu betreiben, bringt den Gewinn von interessanten Erkenntnissen mit sich. Beim Start des Interview-Blogs war die Ausgangsmotivation, sich einerseits mit dem Phänomen „Bloggen“ beschäftigen zu wollen und andererseits testen zu wollen, ob ein Blog auch ein Geschäftsmodell sein kann.

Inspiriert durch zwei, drei Interviews, die hier im Besserwerberblog eingestellt wurden, wählten wir Interviews zum Inhalt des Blogs. Unsere Hoffnung war, dass die Interviewten z.B. aus Eitelkeit auf die Interviews zurückverlinken. Aus diesem Grund wurden Unternehmer und Blogger als Hauptzielgruppen gewählt.

Die Strategie ging voll auf. Im Schnitt bringt ein Interview mehr als zwei Backlinks. Bei mehr als 120 Interviews zeigt Technorati zudem eingehende Links von 125 verschiedenen Blogs an.

Überraschender Weise bringen Interviews, die man selbst für besonders spektakulär sind (z.B. diese Woche das Gespräch mit den Chef von AOL Deutschland) z.T. kaum Resonanz, während vermeintlich unspektakuläre Interviews mit irgendwelchen Tierschützern oder Jugendgruppenleitern Backlinks und auch Traffic bringen bis der Arzt kommt.

Am besten man versucht gar nicht erst, da Sinn und Verstand rein bringen zu wollen. Stattdessen ist es angezeigt, einfach im Long Tail weiter nach Anglern zu fischen, die dann die Fische (Besucher) egal ob dick oder dünn über das Zitieren der eigenen Interviews herbeizaubern.

Interessante Interviews in dieser Woche:
- Markus Pöhlmann Crowdwisdom.de
- Informationen zu Second Life
- Whiskyempfehlung der Woche Kilchoman

Interview-Blog kommt wieder auf Spur

In der letzten Woche gab es wieder echt spannende Interviews im Interview-Blog. Das Gespräch mit Andreas Meyer von fotocommunity.de ist vermutlich innerhalb von nur zwei Tagen zum am zweit meisten gelesenen Interview überhaupt geworden (nach dem PennerVZ-Gespräch). Corporate-Blogs wie das von fotocommunity.de werden sicher noch eine echte Herausforderung für Technorati insbesondere bei der Erstellung von Hitlisten. Vermutlich treiben sich da sehr viel mehr Leser rum als bei so machem Blog aus den Top100-Blogs in Deutschland.

Ebenfalls sehr gut besucht war das Interview mit Michael Jung und Daniel Schäfer von e-commerce-blog.de. Weitere Themen waren Hanfmilch (war hier im Blog auch schon einmal ein Thema), ein Kunststoff aus Hanf, sparen beim Online-Einkauf von Medikamenten und eine Blog-Schnitzeljagd. Für Blogger ist sich das Interview mit Andre Alpar von Hitflip von besonderem Interesse. Andre nimmt darin Stellung zum Spannungsfeld bei Werbung in Blogs. Das ist sicher ein Thema, welches in Zukunft noch viele Diskussionen anheizen wird.

Die Ökonomie des Bloggen

Mal wieder angeregt durch eines meiner Lieblingsblogs, wo ein Beitrag erschien mit der Überschrift „Blog-Roi messen: Ein Konzept“, habe ich mir einmal vorgenommen eine kleine „Ökonomie der Bloggerei“ zu verfassen. Was tut die Wirtschaftswissenschaft in solchen Fällen? Richtig, sie fasst die Anreizmechanismen für ein bestimmtes menschliches Verhalten zusammen.

Welche Anreize hat also der Blogger zu bloggen?

- Da der Blogger ein Produzent von Inhalten ist, hat er die Möglichkeit z.B. über Werbung, Mietlinks, Sposoring oder bezahlte Beiträge Geld zu verdienen. Da die Postings potentiell für immer online bleiben, kann sich der Blogger so etwas wie einen Kapitalstock an Inhalten aufbauen. Rutschen dann in der Zukunft Menschen mit der Maus aus und klicken z.B. auf eine adsense-Anzeige, dann erhält der Betreiber des Blogs noch potentiell in Jahrzehnten einen Zins aus diesem Kapital.

- Verweist man auf die Referenz eines gut frequentierten Blogs, kann man zudem regelmäßig für lau Fachliteratur schnorren. (bei gut frequentiert kann man übrigens auch erfolgreich bluffen). Man spart ergo finanzielle Mittel.

- Ein weitgehend ignorierter Punkt ist der Spaßfaktor. Auch die Lust am Bloggen stiftet Nutzen. So wie die Mehrheit in der Demokratie wählen geht, obwohl der Nutzen aus einer einzelnen abgegebenen Stimme gegen Null tendiert, so kann man auch einfach ein Blog betreiben, weil es Spaß macht, ohne dass ein richtiger Ökonom das Verhalten als irrational einstufen wird.

- Ein wichtiger Punkt ist Reputation. Ein Blog kann dabei helfen, persönliche und fachliche Reputation zu erlangen und zu demonstrieren. Gewinnt man diese Reputation, so kann es funktionieren, ein indirektes Einkommen aus einem Blog zu generieren. Es soll auch Sportler geben, die bei den Oly*****n Spielen teilnehmen. Gewinn man dort, kann man auch nur indirekt daraus Kapital schlagen. Für den Sieg allein, gibt es keinen Pfennig. Es gibt auch Ökonomen, die behaupten die erlangte Wahrnehmung an sich, sei in der heutigen Zeit so etwas wie eine Währung. In der Währung „Wahrnehmung“ kann man durchaus eine Menge einnehmen.

- An den Punkt Reputation knüpft der Netzwerkgedanke an. Durch das Betreiben eines Blogs kann man jede Menge Kontakte knüpfen, die vielleicht eines Tages einmal nützlich sein könnten. Wer weiß das schon, die Welt ist verrückt.

Wenn diese Nutzen stiftenden Faktoren die Kosten eines Blogs (Hosting, Implementation, Zeitaufwand, potentielle Abmahngebühren, Schädigung der eigenen Reputation etc. pp) übertreffen, dann macht es unter dem Strich Sinn, sich dem Bloggen hinzugeben. Hierbei sei der Vollständigkeit halber erwähnt, dass das Ergebnis, der direkt dem Blog zuzurechnenden Zahlungsströme durchaus negativ sein kann. In diesem Fall ist z.B. der Spaßfaktor wichtiger als die Kohle.

Blog-Spice? Welcome, Victoria ...

Gestern vermeldeten wir bereits die Ankunft von Herrn Schlämmer in der Blogosphäre - und da erfahren wir, dass es längst eine noch viel bekanntere Person hierher verschlagen hat: Frau Beckham ist unter die Blogger gegangen.

Das mag einen neidzerfressenen Menschen wenig interessieren, was Sie da auf ihrer Seite verfasst (meines Erachtens handelt es sich nicht um ein "richtiges Blog" - aber egal ...), als Marketeer ziehe ich erneut den Hut vor der Frau, die das komplette Instrumentarium integrierter Kommunikation weit besser beherrscht als manche Full Service-Agentur. Daher können wir das Lob von neulich nur wiederholen ...

Zum gestrigen Einsatzmarketing

"Asche macht, wer Kohle verheizt!" - so hieß es gestern und das gilt natürlich auch noch heute. Wie aber kommt man zu Kohle? Zumal als Blogger? Gar nicht? Die Vermutung liegt nach der Lektüre des Beitrags Reich duchs Bloggen, den ich bei den Internetkapitänen fand. Sie verlinkten aber auch den folgenden Clip, der nicht nur mich zu einem neuen Wirtschaftsaphorismus inspirierte (kommt Montag), sondern auch aufzeigte, wodurch man durchaus zu Geld kommen kann ...

Lust und Frust beim Interview-Blog

In den letzten Tagen haben wir „Interview-Blogger“ wieder einige Höhen erklommen und Tiefen erleiden müssen. Zunächst die Tiefen. Wir sind vielleicht zu ungeduldig. Aber mindestens ein Dutzend Gesprächspartner lässt uns ewig zappeln und schickt einfach die Fragen nicht zurück.

Zu den Höhen. Gestern haben wir zwei tolle Interviews freigeschaltet. Eines mit einem der Macher des Frosta-Blogs und dann eines mit Frau Haider von der Firma Shapeshifters in Wien (für das Zustandekommen danken wir Robert Basic!). Shapeshifters ist sicher eine der interessantes Start-ups von denen ich in den letzten Jahren gehört habe! Relativ häufig zitiert wurde zudem das insbesondere für Blogger interessante Interview mit Remo Uhrek, von der Firma trigami, die Blogs als Marketingkanal öffnen will.

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