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Die neue virtuelle Handelsware: Accounts

Domainhandel ist nun schon lange ein höchst lukratives Geschäft auf einem inzwischen fast leergeschürften Markt. Aussagekräftige Internetadressen mit gutem Merk- und Suchmaschinenpotenzial sind für Marken und Produkte reines Gold und als Grundstein einer strategischen Online-Positionierung unverzichtbar. Sehr ärgerlich ist es, wenn ein Mitbewerber eine entscheidende Adresse für sich registriert hat.

Inzwischen ist allerdings die Online-Präsenz längst nicht mehr auf eine Website begrenzt. Eine moderne Marke kommuniziert nicht allein über die eigene Website, sondern über viele Kanäle. Sie informiert, diskutiert und teilt allerlei relevante Multimedia-Daten mit der immer hungrigen Zielgruppe. Auf flickr, YouTube, Twitter, FriendFeed, Facebook, Mr. Wong, deli.cio.us, Netvibes und zig anderen Plattformen, auf denen sich Fans und potenzielle Kundschaft herumtreiben.

Wen wundert es, dass namensgebundene Accounts zuhauf gekapert werden wie anno dazumal Domains? Was früher Domaingrabbing war, wird nun Accountgrabbing, und Cybersquatting greift aktuell vor allem auf Twitter um sich. Gerade wurde bekannt, dass eine anonyme Person sämtliche Accounts für die bekanntesten dänischen Zeitungen registriert hat.

Hier wird es zukünftig juristisch noch viel Spaß geben. Und alle Markenverantwortlichen, die auf diese Art von Zeitvertreib gerne verzichten, tun gut daran, immer die Augen offen zu halten, ob irgendwo gerade eine neue, vielversprechende Community entsteht, in der man sich besser rechtzeitig "einen Namen macht". Bevor jemand anders schneller ist. Accounts sind die neuen Domains.


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