Ein guter Freund reist einmal im Jahr für mehrere Wochen nach Südamerika, meist nach Brasilien. Wohlgemerkt: Er reist, er urlaubt nicht.
Er schippert auf Amazonasdampfern, schläft in der Hängematte, streift durchs Land, lernt Menschen kennen, spricht mit ihnen.
Dieser Tage erzählte er mir von einer Begegnung in Belterra am
Rio Tapajos. Dort kam er mit den Dorfoberen, u.a. dem Maestro de Electricidade (angelernt von einem Deutschen, der 1947
wie aus dem Nichts auftauchte), ins Gespräch.
Sie erzählten ihm von der Geschichte und dem Wachstum des Ortes, natürlich vom Aubau der Elektrizität mit Hilfe dieses
überaus kompetenten Deutschen. Sie erzählten, dass Henry Ford einige Meilen entfernt mal eine Kautschukplantage betrieb, die dann aufgrund von Schädlingsbefall wieder dicht gemacht wurde. Und sie sprachen
ihr dringlichstes Problem an.
Zu viele lästige Viecher, zu viel Feuchtigkeit, viel zu wenig Licht. Das Dorf soll schöner werden.
Der Wald muß weg!
Wie komme ich drauf?
Letzte Woche berichteten wir über einen belgischen Mobilfunkanbieter, bei dem man
für den Regenwald telefonieren kann. Heute finde ich auf der Marketing-Boerse diese Meldung:
Jetzt bei Fleurop: Der klimaneutrale Blumenstrauß
Fleurop kooperiert mit der Klimaschutzorganisation myclimate
(...) So hat jeder Fleurop-Kunde ab dem 1. August 2007 auf www.fleurop.de die Möglichkeit, seinen Blumenstrauß “klimaneutral“ zu bestellen. Jeder, der die Kooperation von Fleurop und myclimate unterstützen möchte, zahlt pro Blumenstrauß 1,20 Euro zusätzlich.
Man kann es halt nie allen rechtmachen.