Artikel mit Tag Meinungsforschung
Freitag, 3. November 2006
Sportfive hat eine neue Fan-Studie rausgebracht. Und das sind Teile der dazugehörigen Pressemeldung:
1,6 Prozent der erwachsenen Gesamtbevölkerung (65,07 Millionen) wollen in den nächsten zwölf Monaten heiraten, aber 2,5 Prozent der 10,55 Millionen Fans von Alemannia Aachen.
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18 Prozent der Deutschen sind Hundebesitzer, aber nur 16 Prozent der 10,42 Millionen Fans von Energie Cottbus.
...
Aufsteiger Aachen kristallisierte sich bei der Umfrage als Klub der Extreme heraus: Während im Bundesdurchschnitt 3,5 Prozent
der Bevölkerung Kontaktlinsen tragen, sind es unter den Aachen-Fans nur 1,7 Prozent (Schlusslicht); während 73 Prozent der Deutschen
ein Handy besitzen, sind es unter den Alemannia-Anhängern 78 Prozent (Spitzenreiter).
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Das Bildungsministerium sollte sein Augenmerk auf Bayer Leverkusen lenken: Dort haben 14,5 Prozent der Fans nach Besuch der Volks- oder Hauptschule keine Ausbildung absolviert (Spitzenreiter) - im Bund beträgt die Quote 14 Prozent.
Das Gesundheitsministerium müsste bei Hertha BSC Berlin werben. 46 Prozent der Deutschen gehen zur medizinischen Vorsorge-Untersuchung, aber nur 41 Prozent der Hertha-Fans (Schlusslicht).
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44 Prozent der Deutschen haben eine ausreichende Altersvorsorge getroffen, aber 51 Prozent der Fans des VfL Bochum.
Donnerstag, 1. Juni 2006
Ich kann es nicht mehr hören, ich kann es nicht mehr sehen und ich mag es nicht mehr lesen! Das Volk mit dem Minderwertigkeitskomplex Nummer Eins hat es mal wieder geschafft mir so richtig auf die Nerven zu gehen; und ich kenn mich aus mit Minderwertigkeitskomplexen, ich habe selber genügend, ich habe sie analysiert, denn Hobby-Psychologie kann ich gut – genau wie die ganzen anderen Deutschen.
Heute morgen begrüßt mich schon auf dem Titel meiner Tageszeitung der erste Artikel zum Thema Fußball-Maskottchen, diesmal ist er giftig, unser Löwe, zwar nicht giftiger als die Grenzwerte erlauben, aber essen kann man ihn wohl nicht. Sollte man laut Hersteller bisher wohl auch nicht, aber das ist ja den Berufsheulsusen egal. Ich hätte diesen Artikel ja noch unkommentiert verstreichen lassen können, wenn nicht auf Seite 2 der nächste Berliner Kotzbrocken lauthals lästern würde, über den Plüsch-Löwen. Einen Berliner Bären hätte er sich gewünscht! Wir sind hier aber nicht bei „Wünsch dir was“ und, wie jeder gute Werber weiß, es geht nicht um das Mehrheitsfähigste aller Konzepte, sonst könnten ja die Marktforschungsinstitute gute Werbung machen und so Dinge wie das „Seitenbacher-Müsli-Lecker-Lecker-Lecker-Lecker“, was wahrscheinlich super testet, würden uns nicht so furchtbar auf den Sack gehen.
Ich plädiere also an all jene, die einen lustigen Charakter Muppet mögen (der, wenn man böse sein möchte, auch ein bisschen zum hässlichen Teutonen passt) die ganze deutsche Diskussionswut einfach durch zu winken! Ich dachte immer nur wir Werber seien so bekloppt über solche Kleinigkeiten bis ins endlose mit dem Planning, der Kundenberatung und mit dem Kunden zu diskutieren, aber anscheinend ist es eine Volkskrankheit.
Ihr Lieben: es ist ein Plüschtier! Es ist kein neues Mittel für den Weltfrieden und soll auch nicht Bestandteil der Leitkultur werden. Wir machen doch nur Spaß und soweit ich mich erinnern kann, sahen Bibo oder Samson auch nicht hübscher aus und Donald Duck hatte auch keine Hose und keinen hat es gestört, also wenn ihr Komplexe haben wollt und vor eigener Unsicherheit schon mal alle eure Bedenken, die ein ausländischer „Gast“ über das Maskottchen der „Freunde“ haben könnte vorab diskutieren möchtet, dann tut das doch einfach Zuhause und lasst den Rest der Nation damit in Ruhe.
Vielleicht muss die öffentliche, deutsche Meinung mal lernen mehr Humor zu haben, denn ich habe den Verdacht, dass die Menschen da draußen in den Mietwohnungen mit vielen Dingen gar nicht solche Probleme haben, wie die Medien das gerne möchten. Lektion Nummer Eins: Man muss auch über sich selber lachen könne, über deutsches Problembewusstsein, über hässliche Lama-Löwen, die ein bisschen debil auf’s Spielfeld gucken (aber wenn wir mal ehrlich sind, das tut der Netzer auch) und auch über Klinsis-Clique.
In diesem Sinne wünsche ich uns allen viel Spaß beim Fußball und der WM im eigenen Land, oder wie Seeed es sagt: „Zieh den Stock aus dem Arsch und ergib dich dem Fieber“
Montag, 20. März 2006
Mich sowieso (auch und gerade als Empfänger) und schon immer, jetzt ist es aber auch erwiesen, dass beruflich verordnetes nicht gut tut:
Frankfurt/Berlin (dpa) - Beruflich verordnetes Dauerlächeln macht krank. Besonders gefährdet sind nach Untersuchungen von Psychologen der Frankfurter Universität Stewardessen, Verkäufer und Mitarbeiter von Call-Centern, von denen aus Rücksicht auf Kunden das «zwanghafte Vortäuschen» von Freundlichkeit verlangt werde. Ihnen drohten beispielsweise Depressionen.
«Immer dann, wenn man seine tatsächlichen Gefühle unterdrückt, hat das negative gesundheitliche Auswirkungen», erläuterte der Emotionsforscher Prof. Dieter Zapf einen am Donnerstag vorab veröffentlichten Bericht der in Berlin erscheinenden Verbraucherzeitschrift «Guter Rat».
Die Wissenschaftler setzten beispielsweise Studenten in ein fiktives Call-Center und ließen sie von einer vermeintlichen Kundin beschimpfen. Einige der Teilnehmer durften zurückschimpfen, die anderen mussten freundlich bleiben. Wer sich wehrte, hatte nur kurzzeitig erhöhtes Herzklopfen. Bei den Dauerfreundlichen raste das Herz noch lange nach Ende des Gesprächs mit der Kundin. Das Fazit der Forscher: Nettsein wider Willen ist Stress pur. Die Forscher werteten zudem Fragebögen von Flugbegleitern und Pflegepersonal und Krankenhäusern aus. Insgesamt untersuchten sie bei ihren Gefühlstests bis Herbst 2005 nach Angaben von Zapf gut 4000 Menschen.
«Wir alle steuern unsere Emotionen - problematisch wird es, wenn sich das über einen längeren Zeitraum hinzieht wie bei Flugbegleitern auf dem Langstreckenflug», sagte Zapf der dpa. Die Mitarbeiter bräuchten Räume ohne Kundenkontakt, in denen sie ihren Gefühlen freien Lauf lassen könnten. «Wir müssen weg von dem starren "Der Kunde ist König" hin zu mehr Respekt gegenüber dem Servicemitarbeiter», mahnte Zapf. Wohl so, wie es Loriot im Film "Papa ante portas" tat, wo er den Kellner fragt:
"Dürfen wir vielleicht Ihnen was bringen?"
Wie vom Chef am 19. Januar prognostiziert, gibt es jetzt, kaum dass DSDS zuende ist, wieder eine Studie über die Werbe"wirkung" von Promis.
Natürlich, so muss man sagen, hat sich dabei der Konsument ein Zeugnis totaler Kognition ausgestellt, aufgeklärt, unbeirrbar und primär faktisch tat er kund, dass er sich bei seinen Kaufentscheidungen lieber auf die Qualität eines Produktes verlässt denn auf die Empfehlungen der Promis (76% zumindest sagen das - und frage: WASSS? Was ist mit den anderen 24? Glauben die Uschi Glas? Aber wie geht das, wo doch Institutionen wie Stiftung Warenest ebenfalls als extrem verlässliche Info-Quelle angegeben werden.)
Nun, wer will, kann es in der Pressemitteilung nachlesen. Interessanter fand ich ja die ebenfalls dort aufgeführte Liste der
vertrauenswürdigsten Marken der Deutschen:
Automobile: Volkswagen
Banken: Sparkasse
Bekleidung: C&A
Benzin: Aral
Computer: Siemens
Dekorative Kosmetik: Jade
Erfrischungsgetränke: Gerolsteiner
Erkältungsmittel: Wick
Fotogeräte: Canon
Frühstückscerealien: Kellogg’s
Haarpflege: Schwarzkopf
Handelsunternehmen: Aldi
Haushalts-/Küchengeräte: Miele
Haushaltsreiniger: Frosch
Hautpflege: Nivea
Internetunternehmen: AOL
Kaffee/Tee: Tchibo
Kreditkarten: Visa
Mobilfunk Serviceanbieter: Vodafone
Mobiltelefone: Nokia
Nahrungsmittel: Maggi
Reiseveranstalter: TUI
Schmerzmittel: Aspirin
Sekt: Rotkäppchen Sekt
Spirituosen: Asbach
Süßigkeiten: Haribo
Versicherungen: Allianz
Vitamine: Abtei
Waschmittel: Persil
Zahnpasta/Mundpflege: Odol
Für mich klingt das weniger nach "vertrauenswürdig" als vielmehr nach einer TV-Show: "Wir haben 100 Menschen gefragt: Nennen sie uns ein XXX" --- und as wir da oben sehen, ist die jeweilige Top-Antwort. Ist bekanntnehit also gleich Vertrauen? Hm, wie passt das jetzt mit den zweifellos bekannten Promis zusammen, denen man nicht vertraut?
Egal - Bitte: Sollte hier ein Grafiker sein, der gerade Zeit und Lust hat, könnte er/sie bitte Familie Deutschland visualisieren? Danke.
Freitag, 17. März 2006
Ich bin Schalke-Fan. Und ich finde, Bayern-Fans brauchen, um von mir nicht als Opportunisten-XXX gesehen zu werden, am besten landsmannschaftliche Gründe - oder man ist jünger als 4.
Aber natürlich erkenne ich neidlos die Erfolge der Münchner an (nur noch zwei Jahre, wenn nichts dazwischen kommt, was aber hoffentlich der Fall sein wird, und "wir" dürfen 50 Jahre ohne Meisterschaft feiern ;-() und bin auch weit davon entfernt, wie es heute so mancher Journalist tut, von der Rettung der deutschen Fußballehre zu sprechen, denn erstens war das Spiel so gut nicht und zweitens finde ich es befremdlich, dass man Schalke mit Azaouagh, Varela, Rafinha, Bordon, Larson, Lincoln, Poulsen, Sand, Bajramovic, Kobiashvili, Krstajic, Rodriguez, Altintop mit deutschem Fußball gleichsetzt. Aber über Journaille (Schürnaille) will ich mich nicht auslassen, das macht der Herr Rummenigge schon, wie er gestern ankündigte - und ich wünsche ihm allen Erfolg - sondern (wieder einmal) über eine Studie, die ich auf der Seite des FC Bayern fand. Da wird kundgetan unter der Überschrift 3:1 für Bayern München
Bayern-Fans klar vor Schalke Endlich haben wie Gewissheit, dass die zahlenmäßige Überlegenheit der Bayern-Fans nicht nur ein Gefühl ist. Dreimal so viele Bürger bekennen sich zu Bayern München wie zu Schalke 04. Bayern liegt außerhalb von Nordrhein-Westfalen überall vorn. Zeigt das Größe? Ist das souverän? Oder ist das nicht eher kindisch? Wir alle wissen, dass die Masse es zu den Siegern zieht. Es bringt Glanz in ihr eigenes Verliererdasein. Warum gibt man für so etwas Geld aus? Klar, um bei potenziellen Sponsoren gute Gründe für gutes Geld zu haben, aber muss man das so plump aufmachen ...? Haben da nicht diverse Oberen Befürchtungen, dass es (ihren Fans) an dem fehlt, was den Fußball überhaupt ausmacht: Herz? Leidenschaft?
Muss man die eigene Schar der Lemminge beruhigen? Muss man ihnen wie kleinen Kindern sagen: "Hör nicht auf die anderen. Und bitte komm unterm Tisch vor! Das ist lächerlich für einen 40jährigen. Ich mag dich trotz deiner 150 kg."?
Tja, Münchner, so sieht's aus: Da könnt ihr sooft Deutscher Meister werden wollen, wie ihr wollt, Meister der Herzen werdet ihr nie. ---> Und hier klicke, wer wissen will, wo die "Herzlosen" wohnen.
Vielleicht gibt es hier eine Chance? Werde selbst Fussballmanager.
Donnerstag, 9. Februar 2006
Da schreiben wir hier so viel über Markt- und Meinungsforschung, dass es endlich mal wieder Zeit wurde mich auf den Internetseiten eines meiner Ex-Brötchengeber zu tummeln.
Und da springt mich zunächst mal das monatliche Top Thema zur Semiometrie an:
Worum geht´s dabei?
Trendsetter-Typologie
Trends sind häufig schnelllebig – was heute „in“ ist, kann morgen schon wieder „out“ sein. Dies gilt in zunehmendem Maß auch für die Produkt- und Markenverwendung!
Beim Launch eines neuen, innovativen Produktes, sind daher umfassende Kenntnisse über Trendsetter von großer Bedeutung. Eine Personengruppe, die von ihrem Bevölkerungsanteil zwar eher klein ist, allerdings oft über den Erfolg oder Misserfolg einer Innovation entscheidet! Trendsetter sind Neuem gegenüber aufgeschlossen, probieren gerne neue Produkte aus und werden von Freunden, Bekannten und Familienmitgliedern um Rat gefragt.
Für den langfristigen Markterfolg eines Produktes, ist es entscheidend, dass im späteren Lebenszyklus eines neuen Produktes auch weniger probierfreudige Personengruppen überzeugt werden. Erfolgreiche Innovationen werden kopiert. Die Margen sinken. Dem Mengen-Absatz kommt eine größere Bedeutung zu (siehe z.B. MP3-Player und Flachbildschirme).
Vor dem geschilderten Hintergrund stellen sich folgende Fragen:
1. Welche allgemeinen Trendtypen lassen sich in der Bevölkerung identifizieren? Wie groß sind deren jeweilige Bevölkerungsanteile?
2. Welche soziodemografischen und vor allem welche psychografischen Charakteristika weisen die unterschiedlichen Trendtypen auf?
3. Wie verteilen sich die Trendtypen auf ausgewählte Marken?
Welche Typen sind bei den entsprechenden Marken überrepräsentiert und welche unterrepräsentiert?
4. Und mit welchen TV-Werbeumfeldern kann man die jeweiligen Typen ohne größere Streuverluste erreichen?
Trendsetter-Typologie Präsentation zum Download (PDF)
Nachdem ich nun erfahren habe, dass ich demnach weder ein Early Adopter noch ein Opinion Leader sondern allenfalls ein Connector bin, habe ich es gewagt und mich nach langer Zeit mal wieder auf mein persönliches Semiogramm eingelassen:
Was das ist? Ich mache es mir leicht und zitiere mal wieder:
Das SEMIOGRAMM ist ein Instrument zur Messung individueller Wertehaltungen, das vom Marktforschungsinstitut TNS Emnid im Rahmen der SEMIOMETRIE-Forschung entwickelt wurde.
Das SEMIOGRAMM basiert auf dem Ansatz, Wörter als Indikatoren zur Messung grundlegender Wertehaltungen zu verwenden. Konkret kommen 210 Begriffe zum Einsatz, die im Rahmen umfangreicher Vorstudien bezüglich ihrer Eignung zur Wertemessung validiert wurden.
Die von Ihnen eingegebenen Begriffs-Bewertungen werden bei der Erstellung Ihres persönlichen SEMIOGRAMMS mit den intern hinterlegten, durchschnittlichen Bewertungen der Gesamtbevölkerung verglichen, die im Rahmen einer umfangreichen bevölkerungsrepräsentativen Befragung mit 4.300 Teilnehmern jährlich aktuell erhoben werden.
Begriffe die von Ihnen im Vergleich zur Bevölkerung als deutlich angenehmer empfunden werden sind rot hinterlegt, entsprechend werden deutlich unangenehmer empfundene Begriffe blau gekennzeichnet.
Ich hatte ein weitgehend anderes Ergebnis als vor ca. 2 Jahren, als ich diesen "Test" zum letzten Mal gemacht habe.
Tragisch: Meine sozialen Werte lassen doch stark zu wünschen übrig. Hingegen sind die Wertefelder kritisch, dominant, kämpferisch extrem stark ausgebildet.
Wer 5 Minuten Zeit hat, sollte sich mal auf das Spielchen einlassen.
Dienstag, 17. Januar 2006
weiß ich und interessiert mich nicht wirklich, aber, plump und doof, wie die Überschrift nun mal ist, beweist sie, dass sie funktioniert, denn sonst würden Sie ja hier nicht mehr lesen. Wäre da jetzt
"Eine Frage des Stils",
"Eröffnen Sie sich neue Perspektiven",
"Mehr Zukunft mit Sicherheit"
gestanden, wären Sie schon weg, oder? Komisch aber, dass dies die nach einer Subjektivstudie häufigsten Überschriften Deutschlands sind - nebst "NEU!", "Jetzt zugreifen!" und "20% reduziert!"
Ist es so schwer, was Eigenständiges zu kreieren? Ja, Marketingabteilung von "Praktiker", das habt ihr geschafft. Dumm nur, dass es auch intelligent sein sollte, Gewinn bringend und der Marke dienlich - ZUträglich, denn so ein Slogan ist im Idealfall der erste Dienstleister der Marke, und nicht ABträglich, wie dein Neuer, der auf mich eher den Eindruck eines Insolvenzverwalters macht. "Hier spricht der Preis? Der Saupreiß, eher, oder? Aber was soll's. Ihr schreibt ja auch "außer" mit Doppel-s. AHHHH, jetzt weiß ich, ihr habt euern alten Claim an die Stiftung Deutsche Ortogravvie-Frayheyt gegeben!?
Gibt es eigentlich so einen Geheimverbund Deutscher Werbetreibender mit dem Ansinnen, das Deutsche zu eliminieren? Den Vorsitz in der Abteilung "Neoliberalisierung Logik & Semantik" hat ja die Gruppe "alltours" übernommen, oder? Klar, sagt keiner was ohne "seinen alltours". Das ist so scheiße, da bleibt einem die Spucke weg. Das ist noch übler als die Überschrift dieses Beitrags. Aber immerhin führte sie Sie bis hierher.... Schönen Tag noch!
"Wie Sie Ihren Orgasmus perfektionieren ..." vollständig lesen
Freitag, 16. Dezember 2005
Oh, mein Gott ....
Wenn das bekannt wird ....
Das träfe den bräsigen Marketingleiter und berufsfrivolen Creative Director ganz schön schwer, denn eine heute veröffentliche Studie sagt aus, dass Sex in der Werbung eben nicht verführerisch bzw. kaufanreizend wirkt. Zumindest nicht auf die Teilnehmer: 700 Jugendliche zwischen 15 und 18 (Ich frage mich, wie man die gefragt hat, ohne den Jugendschutz zu verletzten.)
Aber vielleicht gilt ja auch hier: andere Länder, andere Werte, denn die Studie kommt aus Schweden - einem Land, das einst ja mal für was anderes stand als für Pressspan und wacklige Gardarobenständer ... Weitere Vorurteile, Klischees und Details gibt's hier oder - etwas profaner - hier: Kostenlose Sexgeschichten
Freitag, 9. Dezember 2005
85% aller Statistiken sind frei erfunden. Und eine stringente Gegenüberstellung aller Statistiken würde eine Diskongruenz von 80% oder mehr konstatieren, wie meine Subjektivstudie im Internet ergab.
Ganz aktuell meldet Transparency International, dass 66% der Bundesbürger Deutschland als zunehmend korrupt wahrnehmen. Aber kein Wort darüber, ob es auch stimmt. Hier wieder das leidige Thema, dass Wahrnehmung Wahrheit ersetzt. Dafür genießt in dieser Studie die deutsche Polizei einen sehr guten Ruf. Nur 12% halten sie für korrupt.
n-tv hingegen berichtet von seiner Umfrage, wonach die Polizei unter den Top 5 der Behörden, die am meisten nerven. Warum? Zu teuer? Oder zu blöd, Geld anzunehmen? Also: zu ehrlich. Zu blöd. Schon sehr ärgerlich...
Am meisten ärgern uns demnach verwirrende Vorschriften, zu lange Bearbeitungszeiten und zu enge Vorschriften - in Behörden. Dass ich meine Mittagsruhe brauche, mein Nachbar nicht grillen darf, um 20h nur noch Zimmerlautstärke, keine Kinderwägen in Fluren etc., das ist natürlich völlig OK...
A propos Kleingeister und Umfragen: Die deutsche Botschaft in Washington hat ebenfalls eine Umfrage in Auftrag gegeben - und wahrscheinlich hat seine Exzellenz der Botschafter die privat finanziert. Danach hat sich der Ruf der Deutschen in den USA gebessert. Fanden im April 2003 nur 17%, dass die Beziehung USA-Deutschland gut ist, finden das jetzt immerhin rund 30%. Aber Deutschland selbst fänden wohl höchstens nur 1%.
Da fällt noch die Nachricht des Statisischen Bundesamtes ein, dass immer mehr Lehrer immer länger arbeiten. 2004 gingen schon 26% "mit der Regelaltersgrenze von 65" in den Ruhestand. Also wenn das nichts ist.... 26% - toll. Und ein ungeahntes Anarchiepotenzial, denn schließlich heißt das im Umkehrschluss, dass sich fast drei Viertel des Lehrkörpers sich nicht an die Regel hält - und das als Staatsdiener. Aha ...
Und dann noch eine, die fast das Potenzial des DSF-Dopafons bzw. de Aussagekraft einer klassischen L'Oréal-Umfrage ("79% weniger Fältchen", Sternchen. Sternchen: Persönlicher Eindruck von 80 Befragten.  ) hat: 23, 64% würden ein Seminar zum Thema "Enterprise Content Management" besuchen. In absoluten Zahlen liest sich das so: 13.
Und was erwarten die da? Dass ihnen jemand sagt, was sie zu sagen haben?
Mittwoch, 7. Dezember 2005
Laut einer Studie (1200 repräsentative Befragungen) des Konsumentenforschers Claus Ebster vom Lehrstuhl für Marketing der Universität Wien erhalten Frauen von ihren Lebens(abschnitts)partnern die teuersten Weihnachtsgeschenke. Durchschnittlich gibt der gute Mann 174 Euro für die gute Frau aus.
Schmuck, Kosmetik (schmink dich endlich mal ...  ), Kleidung und Sportartikel stehen vornehmich auf dem Einkaufszettel der Herren. Diese müssen sich selbst mit Bekleidung und Unterhaltungselektronik im Wert von ca. 121 Euro bescheiden.
Wirklich alarmierend ist wohl die Tatsache, dass Bücher kaum noch verschenkt werden. So verschenken nur 4 Prozent der Befragten Lesestoff an ihre Kinder.
Lediglich 15 % der Papas dürfen sich mit nem Buch und ein paar Spirituosen nen schönen Heiligen Abend machen.
Zur Studie gehts hier (PDF)
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Kommentare
Di, 14.10.2008 18:51
Ich stand ja immer schon auf Zombies.
Mo, 13.10.2008 16:28
wären 15 Riesen für Sie auch machbar? Denn ich kann leider auch nicht... Herzlichen Dank im [...]
Mo, 13.10.2008 14:26
... es gibt übrigens schon den zweiten Teil und der ist hier: http://www.akademie.de/marketing [...]
Mo, 13.10.2008 13:57
Geben Sie mir Bescheid, wenn es geklappt hat und verraten Sie mir den Trick
Sa, 11.10.2008 16:58
Aber leider nur für Neukunden.
Fr, 10.10.2008 18:16
Oh Frauke, wie ich das kenne! Manchmal habe ich sogar das Gefühl, es würde immer schlimmer. [...]
Fr, 10.10.2008 15:59
oder die ganze kohle auf ein sicheres tagesgeld-konto, z.B. bei Cortal Consors. da gibts 5%! [...]
Fr, 10.10.2008 14:21
hab nie behauptet, es sei lustig oder gut. du bist nicht blöd.
Fr, 10.10.2008 14:18
äh... wasn daran jetzt witzig (oder sonstwie gut)? Oder bin ich blöd?
Mi, 08.10.2008 22:57
Oh Mann, sieht das Haus steil aus. Gott sei Dan gibts noch kreative Köpfe. Lg Berni