
Freitag, 4. Juli 2008
Letzte Woche war ich auf der Fachmesse für Direktmarketer: Den Mailingtagen. Und bei den 15 Vorträgen bei denen ich als Zuhörer war, haben (gefühlt) die Hälfte der Präsenter bereits beim Start ihrer Präsentation das eigene Totenglöcklein geläutet. Sie haben dem Publikum als erstes gesagt: Ich kann's nicht!
"Die Hälfte!?!", sagt jetzt vielleicht der ein oder die andere von Ihnen ungläubig, "Wie kann das sein? Und wie haben die Leute das gemacht?"
Nun, diese Präsenter haben noch ein paar Füllworte zu "Ich kann's nicht!" dazu gesprochen. Das klang dann so: "Ich kann in 30 Minuten das Thema Kundenbindung natürlich nicht erschöpfend erklären, aber .."; oder auch das "Ich" hinter einem "man" versteckt: "Man kann in 45 Minuten Thema XYZ nicht ..".
Diese Art einen Vortrag oder eine Präsentation zu beginnen, sieht man auf jeder größeren Veranstaltung, bei der eine Reihe Redner nacheinander in einem festem Zeitrahmen antreten.
Welche Assoziationen weckt man bei den Zuhörern mit so einem Einstieg?
Als erstes: "Er hat es nicht geschafft!"
Das ist das Äquivalent zu "hat sich bemüht" aus der Zeugnissprache. Ein vernichtendes Urteil: "Hat sich stets bemüht, aber es ist nie was dabei raus gekommen."
Es wirkt, als ob der Präsenter mit seinem Statement beim Zuhörer die Luft raus lässt. Etwaige gespannte Erwartungshaltung - was jetzt gleich Interessantes zum Thema wohl kommt - wird frustriert: "Ich bekomme jetzt was Unausgegorenes, etwas Halbfertiges vorgesetzt. Jetzt wird es langweilig."
Die zweite Assoziation des Publikums:
Man fühlt sich als Zuhörer ein bißchen minder bemittelt. So, als wäre man nicht für voll zu nehmen.
Jedem, aber auch wirklich jedem ist klar, dass ein Thema, welches es verdient hat bei einer Fachmesse auf die Tagesordnung gesetzt zu werden, nicht in einer halben Stunde, nicht an einem halben Tag - und ja - wahrscheinlich noch nicht mal in einem halben Jahr erschöpfend behandelt werden kann.
Die dritte Assoziation:
Die hat das Publikum besonders dann, wenn der Präsenter als Koryphäe oder als Star angekündigt wurde: "Uff, der hat es aber nötig, sich so wichtig zu machen."
Es ist nicht mal notwendig, dass alle 3 Assoziationen gleichzeitig in einem Zuhörer aufscheinen müssen. Es reicht wenn eine da ist, um der Vorstellung einen ganz schlechten Start zu geben.
Was passiert im Publikum?
Nach dem zweiten Präsenter, der so eingestiegen ist, habe ich bewußt mal die Zuhörer beobachtet: Das Blättern in den Programmheften ging los; Getränke wurden nachgegossen; Gespräche mit den Sitznachbarn wurden begonnen; - alles Aktionen, für die eigentlich Pausen da sind. Kurz danach, der Vortrag hatte gestartet, sind die ersten raus gegangen.
Ich muss dazu sagen, dass die Vorträge selber zum Teil hervorragend waren. Die Unruhe (ich würde es fast Desaster nennen) wurde einzig und allein durch den Einstieg "Man kann nicht .. in einer dreiviertel Stunde .." ausgelöst.
Was macht man als Präsenter statt dessen besser?
Einfach weg lassen. Das Publikum - siehe Assoziation 2 weiter oben - das Publikum ist doch nicht blöd. Und wenn man will - es muss nicht sein, wer aber meint .. - kann man die Sache positiv betonen:
- "Wir haben von jetzt an eine halbe Stunde. Und ich werde jede Sekunde nutzen, um Ihnen zu zeigen .."
- "Schnallen Sie sich an! In der nächsten dreiviertel Stunde gehen wir im Galopp durch das Thema .."
Nach so einem "dramatisch positiven" Einstieg sitzt Ihr Publikum aufrecht. Jetzt will es unbedingt hören, was Sie zu sagen haben.
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Der Text ist ein Auszug aus meinem monatlichen Direktmarketing-Newsletter. Mehr Info dazu hier ..
Donnerstag, 15. Mai 2008
Vorneweg: Was genau meine ich mit "lauwarme Leads"? Damit bezeichne ich hier Kunden-Interessenten, die uns gefunden haben. Ich grenze sie ab zu den hart kalt-akquirierten einerseits und den warmen andererseits, die schon ein Stück weit entwickelt sind.
Üblicherweise sind Anfragen über unsere Website, Reaktionen auf generelle Werbung, am Messestand abgegebene Visitenkarten usw. lauwarme Leads. Und üblicherweise wird davon ausgegangen, dass man die schon so gut wie in der Tasche hat. Schließlich haben sie sich ja bei uns gemeldet und das heißt: die wissen, dass sie bei uns kriegen was sie brauchen.
Diese lauwarmen Leads werden also in der Regel – sehr oft – auf die leichte Schulter genommen. Und das führt nicht selten dazu, dass a) vielversprechende Interessenten schlecht bedient werden und abspringen und b) unfruchtbare Leads in den Verkaufs-Prozess geschoben werden und dort Ressourcen fressen, die besser in fruchtbare Projekte investiert worden wären.
Wie qualifiziert man lauwarme Leads am besten?
Grundsätzlich gibt es zwei Werkzeuge fürs Qualifizieren: Telefon oder e-Mail. Und wer mit e-Mail den Qualifizierungsprozess startet muss darauf vorbereitet sein, sehr schnell aufs Telefon umzusteigen.
Entscheiden Sie sich also vorab für Telefon oder e-Mail. Nach meiner Erfahrung funktioniert beides gleich gut. Wer wenige lauwarme Leads hat und gern sofort auf Tuchfühlung geht nimmt das Telefon, wenn viele solcher Leads reinkommen ist vielleicht e-Mail das ökonomischere Werkzeug.
Was man nicht machen sollte, ist beides mischen. Morgens auf den Anrufbeantworter sprechen, mittags eine e-Mail hinterher oder umgekehrt, das wirkt "pushy" - da fühlt sich manch einer bedrängt und man kommt als "der übliche Verkäufertyp" rüber.
Was ist gut und was ist schlecht beim Qualifizieren?
Die drei wichtigsten Punkte:
- Gut ist, wenn man offen, freundlich und konkret ist:
"vielen Dank, dass Sie unser Webformular zu XYZ ausgefüllt haben (unseren Messestand besuchten etc.). Ich melde mich, um Ihre ersten Fragen zu beantworten. An was genau sind Sie besonders interessiert?" (Das kann man in einem e-Mail so schreiben oder am Telefon so sagen. Am Telefon muss man sich vorher kurz vorstellen: Hallo Frau X, hier ist A. B. von Y-GmbH.)
Schlecht ist, wenn man staub-trocken und diffus ist:
"Wir kommen zurück auf Ihre kürzliche Web-Anfrage. Was können wir für Sie tun? Mit freundlichen Grüßen, Y-GmbH Business-Developement Team."
- Gut ist, wenn man vorher nachgedacht hat, woran man erkennt, ob einer in die Sales Pipeline gehört oder in den Papierkorb.
Das bedeutet, dass man Fragen parat haben muss, deren Beantwortung den Interessenten qualifiziert. Das sind Fragen der Art:
- Was hat Sie bewogen unser Webformular auszufüllen?
- Wo stehen Sie im Entscheidungsprozess (frühe Recherche, Problem wird intern bereits intensiv diskutiert, Lieferanten werden gesucht bzw. eingegrenzt)?
- Wann werden Sie eine (Kauf-)Entscheidung treffen?
Schlecht ist, wenn man den Verkäufer anschaltet und eine Verkaufsshow startet, ohne zu wissen, ob der Interessent überhaupt qualifiziert ist.
- Gut ist, wenn man ein Drehbuch (Script) hat. Und das gilt sowohl für die konkrete Kontaktstufe (was muss ich in diesem Gespräch herausfinden) als auch für den gesamten Prozess vom Lead zum "Qualifizierten Kontakt". Letzteres nennt sich Lead-Management. Dazu habe ich hier mehr Info für Sie
Schlecht ist, wenn man das "Leads qualifizieren" freifliegend angeht. Wie schnell ist man dabei und vereinbart Demos oder Vertreterbesuche oder sonst irgendwelche teure Maßnahmen und wirft seine Perlen vor die Säue. Mit einem Drehbuch - was muss ich noch wissen, was kann ich abhaken - mit einem Script bleibt man in der Spur.
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Der Text ist ein Auszug aus meinem monatlichen Direktmarketing-Newsletter. Mehr Info dazu hier ..
Freitag, 11. April 2008
Neulich war ich in Leipzig. Zur nicht ganz unwichtigen Messe AMI. Ein Teil davon ist die AMITEC, wo sich alles tummelt, was mit Hebebühnen, Auto-Ersatzteilen und Werkstattausrüstungen zu tun hat. Warum ich das erzähle? Da gab es eine ganze Messehalle voll mit Presseverhinderern. Echt!
Es ist nämlich so: der Tag vor der offiziellen Messe-Eröffnung ist der Pressetag. Da haben wirklich nur Journalisten Zugang. Und was ist los auf der AMITEC? Alle bauen auf. Es wird gesägt und gehämmert, Prospekte sortiert und Grafiken justiert. Ein Riesen-Tohuwabohu.
Und mittendrin laufen eine Menge Fachjournalisten rum, auf der Suche nach den neuesten Neuigkeiten. Die würden gern was sehen bei den Ausstellern oder mal mit dem einen oder anderen reden. Sehen? Fehlanzeige bei dem Chaos. Reden? Schwierig bei dem Krach.
Noch besser, was ein Journalisten-Kollege erzählte: seine Ansprechpartner seien noch gar nicht da. Schließlich sei ja erst am nächsten Tag der offizielle Messebeginn. Was sage ich? Alles tolle Presseverhinderer.
Übrigens: ein paar Leute waren ja doch auf diesen Pressetag eingestellt. Die hoben sich ganz gut hervor aus der wirren Masse. Die hatten sogar Material vorbereitet und konnten schon am nächsten Tag in der Messezeitschrift einiges über sich lesen. Aber das sind ja auch keine Presseverhinderer.
Freitag, 4. Januar 2008
Wer als Aussteller auf Messen geht, der tut das hauptsächlich um neues Geschäft anzubahnen. Sprich: der macht neue Geschäfts-Kontakte, genannt Leads. Und bei genauerem Hinsehen wird klar, die Leads von der Messe hat man nicht alleine. Wahrscheinlich gehen etliche Wettbewerber mit den selben Leads wie wir nach Hause, nicht wahr?
Jetzt kommt es auf 3 Dinge an, damit wir aus unserer Investition in die Messe raus holen können was drin ist. Wir müssen
- die Leads schnell nachfassen,
- die Leads mit dem bedienen, was sie als nächstes brauchen,
- die vielversprechendsten Leads zuerst und bevorzugt bedienen.
Der erste Punkt, schnell sein, braucht nicht weiter erklärt werden. Wer erst dann kommt, wenn die Wettbewerber bereits Angebote verhandeln, der hat kaum noch Chancen beim Interessenten zu landen.
Der zweite Punkt ist nicht ganz so selbsterklärend. Man erlebt auch heute noch oft, dass Aussteller einfach ihr „Standard-Paket“ nach der Messe verschicken. Das reicht, meinen sie. Und dann kann man sich Zeit lassen mit dem weiteren Nachfassen. Der Interessent hat ja jetzt unsere Unterlagen und kann sich schlau machen. So was freut vor allem den Wettbewerber, der diese Leads clever und systematisch bearbeitet.
Der dritte Punkt, die vielversprechendsten Leads zuerst und bevorzugt bearbeiten, setzt voraus, dass man seine Leads einteilen kann. Man braucht ein System, mit dem man die Leads qualifiziert; A-, B-, C- Leads oder Platin-, Gold-, Silber-Leads oder .. Auch hier erlebe ich zum Beispiel oft noch, dass Aussteller die Leads so angehen wie sie rein gekommen sind: Die vom ersten Messe-Tag werden zuerst bearbeitet, die vom zweiten als nächstes usw.
Den unfruchtbaren Leads wird da genau so viel Aufmerksamkeit zuteil, wie den wirklich vielversprechenden. Manchmal sieht man auch noch andere Bearbeitungs-Routinen, die nicht wirklich das Geschäft optimieren bzw. mit denen nicht das Meiste aus seiner Messe-Investition rausgeholt wird.
Die wichtigste Basis-Vorbereitung: Ein Lead-Formular
Wer nur die Visitenkarte seines Standbesuchers für die Nachbearbeitung einsammelt, und nur auf ein paar schnell hingekritzelte Infos der Standmitarbeiter baut, der kann nicht selektiv nachfassen.
Um Leads schnell und effektiv schon auf dem Messestand zu qualifizieren, braucht es ein Lead-Formular das am besten gemeinsam von allen Beteiligten aus Marketing und Verkauf entworfen wird. Auf jeden Fall müssen die Leute dabei sein, die die Leads nachher nachfassen. Dann ist sicher gestellt, dass alles Wichtige - aber auch nicht mehr als nötig - aufgenommen wird.
Wer nacher die Leads nachbearbeitet (nachfasst, anruft, e-Mails und Briefe schreibt, usw.), der braucht in der Regel folgende Informationen, um qualifizierte Leads in zahlende Kunden zu verwandeln:
- Vollständige Kontaktinfo (besonders auch: Rolle im Kaufprozess);
- Wie der Lead nachgefasst werden möchte (anrufen, Info oder Muster zuschicken, usw.);
- Wann der Lead kontaktiert werden möchte (sofort, während der Messe, fester Termin, usw. );
- In welchem Stadium der Lead ist (erste Recherche, bereits mit Wettbewerbern in Gesprächen, usw.);
- Zeitraum, in dem die Kaufentscheidung fällt;
Das sind die wichtigsten Punkte, die immer dabei sein müssen. Vielleicht kommt in Ihrem Geschäft noch der ein oder andere, wie zum Beispiel die Höhe des Budgets dazu. Allerdings, überfrachten Sie das Formular nicht. Zwingen Sie die Messe-Mitarbeiter, die die Gespräche führen, nicht in ein zu enges Korsett. Das schadet mehr als es nutzt.
Wer so vorbereitet ist, hat den Grundstein gelegt, um die vielversprechendsten Leads nachher auch vorrangig bearbeiten zu können.
Erfahren Sie mehr über Lead-Management ..
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Der Text ist ein Auszug aus meinem monatlichen Direktmarketing-Newsletter. Mehr Info dazu hier ..
Freitag, 22. Dezember 2006
So verkündet es zumindest Burkhard Schneider auf seinem Best Practice Business Blog und dieser Tage auch telefonisch sowie per e-mail:
Hallo liebe Business-Blogger,
wie ihr vielleicht schon in meinem Blog gelesen habt, wird am 15.2.2007 in der IHK Frankfurt am die AUFSCHWUNG Messe für Existenzgründung, junge Unternehmen und Franchise stattfinden. Location ist das altehrwürdige Börsengebäude in Frankfurt am Main, das ja aus Funk und Fernsehen mehr als bekannt ist. An diesem Tag werden 1.500 Gründer, an Gründung Interessierte und Jungunternehmer erwartet.
Als Workshopreferenten sind u.a. Bernd Röthlingshöfer und Hannes Treichl mit dabei. In Gesprächen mit einigen Bloggern, insbesondere mit Bernd Röthlingshöfer und Frank Herold (danke dafür), ist die Idee entstanden, einen Bloggertreff ganztägig zu veranstalten, damit sich viele Blogger, die sich bisher nur virtuell kennen, persönlich kennenlernen. Wir haben extra einen Raum reserviert, in dem ihr auch WLAN-Empfang habt und in dem ihr mit Bloggern und Besuchern der Messe in Kontakt treten könnt. Natürlich ist für Euch auch der Eintritt frei, der aber mit 5 bzw. 10 EUR sowieso human ist. Es ist ja schliesslich eine Gründermesse. Ich bräuchte aber Euer Feedback, dass Ihr dabei seid, damit ich EUCH auf die "VIP"-Liste setzen kann.
Ich würde mich natürlich auch freuen, wenn Ihr auch im Vorfeld über die Messe berichtet. Ich werde ab heute ein bis zweimal pro Woche im best-practice-blog über die Messe berichten, so dass Ihr daraus alle News erfahren könnt. Zudem steht weiter unten ein kleiner Infotext, den Ihr gerne so übernehmen könnt. Gerne nehme ich auch noch gute Ideen für die Veranstaltung entgegen. Selbstverständlich freue ich mich auch, wenn Ihr diese Mail auch an andere Blogger weiterleiten würdet.
Jetzt wünsche Ich Euch eine frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr. Ich freue mich auf Euer Feedback uns unser Treffen am 15.2.2007 in Frankfurt am Main.
Burkhard Schneider
Vielleicht eine schöne Gelegenheit um die ausgefallene Blog-Weihnachtsfeier nachzuholen? Wichteln in FM?
Sonntag, 15. Oktober 2006
Montag, 25. September 2006
 Ein weiteres Werbegeschenk von der OMD gibts ab sofort im Besserwerberblog abzustauben.
Ein Google-Sport-Retro-Täschlein gefüllt mit allerhand weiterem bunten Tand von der OMD.
Wer die Tasche haben möchte, der ist herzlich eingeladen eine Schätzfrage zu beantworten.
Wie viele Besucher hatte der Besserwerberblog am 28.Juni 2006?
Verraten sei soviel: Lt. statcounter waren es außergewöhnlich viele. Mehr denn je zuvor und je danach...
Wer bis zum 08.Oktober die Schätzung abgibt, die dem tatsächlichen Wert am nächsten kommt, der kann seinen alten Turnbeutel getrost entsorgen.
Bitte keine Antworten per E-Mail, sondern ausschliesslich über die Kommentarfunktion.
An dieser Stelle sei auch nochmal den Bloggern vom e-commerce-blog, Kolja Hebenstreit von Spreadshirt, Nico Zorn und vielen vielen anderen für die auf der OMD erwiesene Gastfreundschaft gedankt.
Update: And the winner is.... Denise.
Donnerstag, 21. September 2006
Erst in 6 Wochen im Handel, heute schon im Besserwerberblog:
 Man trifft ja reihenweise wichtige Menschen auf so ner Messe  , hört ungeheuer spannende Sätze, die zumeist was mit TKP, Unique Visitors und Hassenichgesehen zu tun haben.
Lange Rede, kurzer Sinn: In einem wirklich spannenden, wenngleich kurzem Gespräch ist es mir gelungen 2 Kommunikationsikonen der deutschen Marketinglandschaft eines von gerade mal acht bislang gedruckten Exemplaren des " Leitfaden Integrierte Kommuniktion" abzuquatschen.
Das von den Herausgebern (Gabriele Braun, Dr. Torsten Schwarz) signierte Exemplar (ich habe nur in ganz wenigen Seiten geblättert) gibts hier zu gewinnen. Und weil es von so unermesslichem Wert ist, ist die damit verbundene Aufgabe nicht so ganz einfach. Sie handelt von einem weiteren Satz, den ich gestern im Vorbeigehen aufschnappte, den es zu ergänzen gilt und der mich direkt an unseren Majordomus (deshalb darf der nicht mitmachen) denken lies.
"Wenn du IN sein willst in Deutschland, mußt du .i..ad. kennen"
Wer´s lösen kann, bekommt es...
Leitfaden Integriete Kommunikation -
Wie Web2.0 das Marketing revolutioniert
Herausgeber: Torsten Schwarz und Gabriele Braun;
36 Fallbeispiele aus der Praxis; gebunden.
Montag, 11. September 2006
KAIROS
bezeichnet den günstigen Augenblick, den besten Zeitpunkt, in dem alle erdenklichen Voraussetzungen für das entscheidende Handeln erfüllt sind.
Dieser Augenblick könnte 2 Tage oder länger währen. Denn: Am 20. und 21. September findet in Düsseldorf (Hallen 1 + 2) die OMD (Messe & Kongress für digitales Marketing) statt.
Hier gibt es den ultimativen Ablaufplan, für alle jene, die Kairos Chronos vorziehen:
20.09.2006 Erster OMD Tag
09.00 Uhr: Parken Sie auf keinen Fall auf einem Messeparkplatz. Ziehen Sie diesmal einen Platz im eingeschränkten Halteverbot vor (gibt reichlich davon in Messenähe). Das Knöllchen ist doch der perfekte Beleg für Ihre dauerhafte Messepräsenz?
09.15 Uhr: Besprechen Sie Ihre Mailbox neu: "Ich bin gerade in einem ganz wichtigen OMD-Meeting. Ich bin aber den ganzen Tag über auf der Messe und wir sehen uns bestimmt. Sprechen Sie mich an, ich freue mich auf ein spannendes Gespräch."
09.30 Uhr: Laufen Sie durch die Messehallen, legen Sie hier und dort Ihre Visitenkarten ab, machen Sie vielleicht 2 oder 3 Fotos vor wichtigen Ständen von sich. Sammeln Sie ein paar Folder ein und legen Sie diese auf die Rückbank Ihres Fahrzeugs.
09.45 Uhr: Ab Messe Nord gehts mit der U78 in 20 Minuten zum Ehrenhof.
Und jetzt gehts los:
10.00 Uhr: Kairos mit Caravaggio
Machen Sie Bekanntschaft mit einem, der gegen den Strom schwamm, der soff, hurte, mordete. Ein Punk, ein Revoluzzer, ein Genie, ein Marketeer:
Michelangelo Merisi genannt Caravaggio (1571-1610)
"Nur wenige Künstler haben bereits zu Lebzeiten mit ihren ausdrucksstarken Werken und ihrem bewegten Leben so viel Aufsehen erregt wie der italienische Maler Michelangelo Merisi da Caravaggio (1571-1610). Noch heute lösen seine von meisterhafter Lichtdramatik und eindringlichem Realismus geprägten Gemälde eine große Faszination auf den Betrachter aus.
Erstmals in Deutschland wird nun dem Meister des italienischen Frühbarock eine eigene Ausstellung gewidmet, die sich ausschließlich auf die Bilderfindungen Caravaggios konzentriert."
museum kunst palast
12.30 Uhr: Kairos beim Fuchs
Nur wenige Schritte bis zum besten Bier der Stadt (wenn nicht überhaupt) und einem lecker Mittagessen Caravaggio-like: Haxe, Sauerkraut, Kartoffelpüh.
Brauerei im Füchschen
14.00 Uhr: Kairos beim Shopping.
Koenigsallee Düsseldorf, Kö-Galerie, Sevens, Schadow-Arkaden
17.00 Uhr: Nachrichten auf der Mailbox löschen, den lieben Gott einen guten Mann sein lassen.
20.00 Uhr: Kairos in Afrika

"Von einem "Königreich der Gaukler und Paradies der Lebensfreude" sprach der 'Spiegel' in seinem Bericht über "Afrika! Afrika!". Mit dieser Show, hieß es im ZDF, tue "André Heller dem Publikum, den Künstlern und einem ganzen Kontinent etwas Gutes". Zu sehen ist in diesem außergewöhnlichen Zirkustheater das andere Afrika: der Kontinent eines unermesslichen Reichtums an kulturellen Traditionen und voller Kreativität. Tänzer, Artisten, Musiker, Sänger, Exzentriker und Akrobaten wurden von André Heller und seinen Mitarbeitern zwischen Mali und Marokko, zwischen Ägypten und Südafrika, an Küsten und im Landesinneren sowie in der afrikanischen Diaspora entdeckt. Mehr als 100 Künstler aus vielen Regionen Afrikas sind an der beeindruckenden Show beteiligt."
alternativ: Kairos mit angehenden Sozialpädagoginnen: Rocko Schamoni: Lesung
zakk - Zentrum für Aktion, Kultur und Kommunikation GmbH
ab 23.00 Uhr: Kairos an der längsten Theke der Welt
Lassen Sie es in der Altstadt richtig krachen.
Wenn´s nicht ganz nach Wunsch läuft: hier
21.09.2006 Zweiter OMD Tag
09.00 - 10.00 Uhr: wie am Vortag
10.00 Uhr: Kairos beim besten Milchkaffee der Stadt
Café Knülle, Oberbilker Allee 24, Düsseldorf, Studentinnen gucken...
11.00 Uhr: Kairos bei Mental Exercises
Bruce Nauman
"In dem heute wiederbelebten Diskurs über den Körper gewinnen die Arbeiten der Body Art der 1960er und 1970er Jahre erneut Aktualität. Bruce Nauman, der zu den bedeutesten Künstlern der zweiten Jahrhunderthälfte gehört, repräsentiert in diesem Zusammenhang eine markante Position."
NRW-FORUM
ab 12.00 Uhr: Kairos auf der Insel (bei schönem Wetter)
Monkey´s
17.00 Uhr: Nachrichten auf der Mailbox löschen, weiter flirten.
20.00 Uhr: Kairos bei Hirschrücken in pikanter Chilli-Nougat-Sauce
Keine Reservierung erforderlich, ggf. aber ein bisschen Geduld bis ein Plätzchen frei wird.
Roberts Bistro
danach: Latzenbier im Schumacher
Habe ich vorhin vom besten Bier der Stadt gesprochen? Ausnahmen bestätigen die Regel. Diese Ausnahme gibts 3 mal im Jahr.
Auf den Tischen tanzen, abfeiern bis zum Abwinken.
Die abschliessende Empfehlung vom Vortag sollte sich erübrigen.
"Schumacher LATZEN: Dieses etwas stärkere(5,5 Vol % Alkohol), das heißt mit mehr Malz eingebraute, Bier gibt es nur jeweils am 3. Donnerstag im März, September und November. Es rührt von einem alten Brauch her. Als früher die Technik und das Wissen rund um den Brauprozess noch nicht so ausgereift waren, legten die Braumeister ein besonders gelungenes Bier "op de Latt". Es wurde für gute Freunde beiseite gelegt und feierlich getrunken. Diese Tradition wird an besagten Tagen fortgesetzt: bei Jazzmusik und guter Laune wird das Latzenbier an Freunde des Schumacherbieres im Brauhof ausgeschenkt."
Da kann keine OMD-Party dieser Welt mithalten.
Schumacher Brauerei
22.09.2006 Dritter OMD Tag?
09.00 Uhr: Wagen beim Abschleppdienst abholen, Chef anrufen und mitteilen, man habe auf der OMD gerade zufällig die Herren Sergey Brin und Larry Page getroffen, fädele den ganz ganz großen Deal ein, müsse noch einen Tag dranhängen.
11.00 Uhr: Kairos bei Francis
Francis Bacon - Die Gewalt des Faktischen
"Dramatische Darstellungen von menschlichen Körpern – schmerzhaft sich windend, zerfließend, miteinander ringend, ineinander verschlungen – bestimmen das Motivrepertoire von Francis Bacon (1909 –1992), dem bedeutendsten englischen Maler des 20. Jahrhunderts."
K20
 19.00 Uhr: Ab in den megageilen neuen ISS-Dome und schauen, staunen, feiern, wenn die DEG Metro Stars die Nürnberg Ice Tigers wegklatschen.
So gegen 23.00 Uhr: Anschliessend nochmal im Zakk bei "Die üblichen Verdächtigen" so richtig abfeiern.
Ach so: Diese Empfehlungen sind insbesondere dir, dir, dir, dir, dir, dir, dir, dir, dir, dir, dir, dir, dir, dir, dir, dir, dir und dir und euch sowieso gewidmet und dir und dir auch noch.
Empfehlung bei Kairophobie: Ferris macht blau - Die Blaumacher Edition
Donnerstag, 20. Juli 2006
"Ich bin der Geist, der stets verneint! Und das mit Recht; denn alles was entsteht; Ist wert, daß es zugrunde geht; Drum besser wärs wenn nichts entstünde. So ist denn alles, was ihr Sünde, Zerstörung, kurz das Böse nennt, Mein eigentliches Element."
Da hat es Hugh MacLeod sicher gut gemeint  als er diesen Cartoon aufs Papier brachte. Offenbar jedoch hat er die Rechnung ohne den Teufel (der gewohnheitsmäßig in Advokatenstiefeln daherklumpt) aufgemacht.
Dieser Tage berichteten wir über Vorträge zum Download, ein Angebot der marketingBÖRSE und verwiesen auf diese Seite. Heute nochmal flux geguckt und ... - gestaunt!
Der Veranstalter der Mailingtage hat mir untersagt, an dieser Stelle
weiterhin Informationen über die Mailingtage bereitzustellen.
Sollten Sie Informationen zu den Vorträgen suchen, die Mitglieder der
Marketingbörse an dieser Stelle eingestellt haben, so benutzen Sie
bitte die Suchfunktion.
Ich bedaure diesen Schritt sehe aber derzeit leider keine andere
Möglichkeit.
Torsten Schwarz
Die Mailingtage wollen also nicht, dass über die Mailingtage berichtet wird.
Offenbar Marketinggenies bei den Mailingtagen. Und da die Mailingtage wahrscheinlich auch juristisch bestens vertreten sind, wollen auch wir heute und künftig auf jede Berichterstattung über die Mailingtage verzichten. Nicht mal eine Verlinkung der Mailingtage wagen wir.
Lieber haben wir die Suchfunktion genutzt und stellen an dieser Stelle das Ergebnis unserer Recherche, also quasi des Pudels Kern zur Verfügung.
Nachtrag: Auch das e-commerce-blog (in frischem neuen Outfit) berichtet.
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Kommentare
Sa, 06.09.2008 18:59
Chrome sollte man nicht als reinen Browser sehen, sondern vielmehr als Schaltzentrale/Interfac [...]
Sa, 06.09.2008 18:33
PR-Frauen machen Männer langsam ansgt
Sa, 06.09.2008 10:46
Gerade die Zunahme der Nutzung des IE halte ich für nicht repräsentativ. Das Firefox substitui [...]
Fr, 05.09.2008 14:45
Meine Kunden fragen mich immer: Was ist denn ein Browser?
Fr, 05.09.2008 14:15
In der Tat, die Addons sind ein deutlicher Vorteil vom Firefox. Wenn man sich den ersteinmal k [...]
Fr, 05.09.2008 13:11
BBDO Düsseldorf packt tatkräftig mit an beim Umzug der AIDS-Hilfe Düsseldorf in ihr neues Zent [...]
Fr, 05.09.2008 13:00
Wer individuell zugeschnitte Texte haben möchte, wird dieses Tool bestimmt nicht nehmen.
Fr, 05.09.2008 10:55
Google-Chrome ist sehr schnell, aber es gibt keine addons…. Firefox ist “the best”.
Fr, 05.09.2008 09:37
... Frank, Du darfst das sagen. Für Standard-Meldungen mag das begrenzt funktionieren. Nur wen [...]
Fr, 05.09.2008 09:32
Man darf es wahrscheinlich gar nicht laut sagen. Ich find das Ding nicht mal übel.
Fr, 05.09.2008 08:09
Was musste meine müden Augen gestern entdecken? Es soll ein Tool geben, mit dem man kostenlo [...]
Do, 04.09.2008 18:04
Chrome nimmt halt denen zuerst Nutzer weg, die bereit sind, sich einen neuen Browser zu instal [...]
Do, 04.09.2008 17:14
Hoffentlich hat dieses Tool keine Zukunft, meine Werbetexte werden mit Sicherheit nicht vom Ge [...]
Do, 04.09.2008 11:34
Das ist ja das unsinnigste Tool, das ich seit langem gesehen habe. Besonders bescheuert werden [...]
Mi, 03.09.2008 22:43
Beim erschöpften Bloglesen (die neue Heizung läuft seit heute Abend, ab morgen kann ich endlic [...]
Mi, 03.09.2008 16:14
Hast doch studiert. Schaffste auch den P-schein.
Mi, 03.09.2008 14:00
Standing Ovations den Kreativen meinerseits.
Mi, 03.09.2008 11:02
Axel Springer Media Impact bewegt Deutschland mithilfe von BBDO BerlinBBDO Berlin zählt ab sof [...]
Di, 02.09.2008 12:22
Scholz & Friends Hamburg entwickelt neue Kampagne für die Hamburger Sponsoringinitiative/ Kamp [...]
Di, 02.09.2008 11:21
Danke für "die Blumen", Olaf und Andreas. Vor der Teleakquise haben viele Angst oder zumindest [...]