Dienstag, 29. August 2006
Gerne hört man Agenturen lamentieren, schwadronieren und sonstwie was faseln von wegen Pitchhonorar und das man ohne nicht antreten dürfe, solle, aber die anderen und überhaupt die wirtschaftliche Gesamtsituation und überhaupt viele, viele Worte, die eigentlich was tun? Ablenken? Die Niederlage vorbereiten? Irgendwie schon, denn Gewinner piensen nicht - und dank Magnecote kann jetzt, wer noch kein Gewinner ist, sein Pitchkompetenz optimieren. Viel Spaß beim Superpitch!
Selber Verweis, andere Story im werbe.germanblog.
Donnerstag, 27. Juli 2006
doch, doch, doch wirklich, zumindest hat es den Anschein, wenn man dieser Meldung auf w&v Glauben schenken darf:
BMW holt Hilfe vom Pitch-Berater
Ein Pitch-Consultant wird die Wahl der Agentur, die von 2007 an den prestigeträchtigen Kunden BMW betreuen wird, entscheidend beeinflussen. Der Automobilkonzern hat sich unter Leitung des Procurements – hier die Abteilung Einkauf von Marketing-Dienstleistungen – sieben Berater angeschaut. Die Consultants sollten einen Steckbrief über den Noch-Etathalter Jung von Matt erstellen, u.a. mit Angaben zu Mitarbeiterfluktuation und Etatstruktur. Zwei fanden die Methode unseriös und stiegen aus. OK, schon, dass es einen Pitch-Berater gibt, finde ich eher aprilverdächtig, wie ich schon im Werbeblog mitteilte, aber noch doller finde ich, dass es angeblich gleich zwei Berater gibt, die das Wort "unseriös" kennen und sorfort moralisch handelten.
Unglaublich! Jürgen, was hast du aus diesem Land gemacht??
Dienstag, 20. Juni 2006
Vielen Dank an Kampagnenstart für diesen wunderbaren Text, den wir aus gegebenem Anlass in Gänze vorwegschicken möchten....
Es war einer dieser Winter-Sonntage, im Fernsehen lief nur Mist, der von anderem Mist unterbrochen wurde und die Sonne schien lang und hell. So hell, dass es mir schwer fiel, die dunklen Verfärbungen in den oberen Zimmerecken länger zu ignorieren. Fünf Jahre war es her, dass die Wände das letzte Mal frische Farbe gesehen hatten. Ich entschied mich, das Malen zur Abwechslung einem echten Profi zu überlassen, anstatt wie beim letzten Mal meine Kleidung weiß zu färben.
Gesagt getan, am darauf folgenden Montag suchte ich mir im Büro die Telefonnummern einiger Maler heraus, nahm mein Mobilteil und wählte die erste Nummer.
“Malermeisterbetrieb Steppmüller?”
“Guten Tag, hier Apostolou. Ich beabsichtige meine Wohnung anstreichen zu lassen. Ich möchte Sie zu einem Pitch einladen. Wann können Sie kommen?”
“Pisch? Sie meinen Kostenvoranschlag!?”
“Nein … Pitch mit t´ ohnes´ in der Mitte. Da streichen Sie vorab kostenlos einen Teil der Wohnung, um Ihre Kompetenz in Sachen Altweiß unter Beweis zu stellen.”
“Also … Sie wollen, dass ich Ihnen ein Zimmer streiche? Umsonst?? Damit Sie beurteilen können, ob ich anstreichen kann? Hören Sie mal, ich bin eingetragener Meister, ich streiche seit 20 Jahren …”
“Ja, deswegen habe ich mich auch entschieden, Sie zum Pitch einladen. Sie haben einen super Ruf in der Branche. Wissen Sie, mir - und vor allem meiner Partnerin - liegt die Qualität am Herzen. Außerdem möchten wir wissen, wie es so um Ihre Kreativität bestellt ist.”
“Wie Kreativität? Soll ich die Wohnung nun weiß streichen oder was?”
“Na ja, Sie wissen schon, Ihr Strich und so. Der persönliche Stil …”
“Das wird mit der Rolle gemacht. Inne Farbe rein, übers Abtropfgitter und auffe Tapete. Abrollen, Zack, Fertig! Das mach ich nun so seit 20 Jahren. Wie mein Vater davor und davor mein Großvater.”
“Das weiß ich auch zu schätzen. Ich beobachte die Entwicklung Ihres Unternehmens schon lange und kenne viele Ihrer exzellenten Arbeiten.”
“Dann wissen Sie doch, wie wir arbeiten.”
“Ja und nein. Wissen Sie, jedes Zimmer ist anders, hat individuelle Bedürfnisse. Sie müssen wissen, dass ich mir seit 41 Jahren Wände anschaue. Glauben Sie mir, Ich weiß inzwischen genau, wann mir eine Wand gefällt und wann nicht. Das muss schon alles passen.”
“Was muss passen? Die Farbe? Die bestimmen Sie doch?”
“Ja, ja, ja … aber wir müssen uns ja auch etwas beschnuppern, prüfen, wie die Zusammenarbeit so läuft. Das muss ich schon in meiner eigenen Wohnung sehen.”
“Wie jetzt Zusammenarbeit? Ich komme mit dem Gesellen und male die Wohnung, Sie schreiben einen Scheck. Fertig is.”
“Da lassen Sie aber eine Menge aus. Ich erwarte einen Zwischencheck um die Richtung festzulegen. Dann müssen meine Bekannten und Freunde den fertigen Anstrich sehen. Kann sein, dass Sie dann noch mal ran müssen.”
“Verstehe ich das richtig? Sie sagen ich soll altweiß malen, und wenn ich fertig bin, sagt Ihr Freund, rot wäre besser, so dass ich gratis noch mal alles in rot streichen darf …?”
“Jetzt verstehen wir uns. Außerdem ist meine Partnerin sehr eigen. Wenn Sie für uns arbeiten, müssten Sie sich verpflichten für ein Jahr keine Wohnung in Eppendorf und vor allem keine in altweiß zu streichen. Wir hätten da schon gern etwas Exklusivität.”
Klick … tut-tut-tut-tut
“Hallo …?”
Zu meinem Erstaunen verliefen die Gespräche mit den anderen Malermeistern, die ich mir aus dem Telefonbuch gesucht hatte, ähnlich. Keine Flexibilität, weder Kompromissbereitschaft, noch eine Spur von Höflichkeit. Einer der Malermeister hatte sogar die Chuzpe diverse kaum schmeichelhafte Vermutungen über meine Abstammung und meine Mutter zum Besten zu geben. Obwohl das nun wirklich nichts zur Sache beitrug. Ein anderer fragte mich, ob ich von `Verstehen Sie Spaß´ sei?
Ich fragte mich derweil eher, ob dieser Hans-Werner Sinn nicht eventuell doch recht mit seinem Buch hatte. Geht es uns Deutschen zu gut? Hat Handwerk goldenen Boden?? Warum bin ich dann in der Werbung???
Da war ich nun bereit, den Anstrich für meine Wohnung auszuschreiben - zwar ohne Garantien und mit jeder Menge Verpflichtungen - aber für immerhin knapp mehr als einen Euro die Stunde plus Material.
Egal, was soll’s? Dann nehme ich eben die billigen Polen, die mein Vermieter immer für alle seine Wohnung benutzt.
Ach verdammt. Da fällt mir ein: die muss ich ja laut Mietvertrag eh nehmen. Das sind die Lead-Maler meines Vermieters. Das ist keine Satire ....
Dienstag, 28. März 2006
Jeder Job, jeder Pitch, jeder Kunde, jedes Projekt ist eine Chance dass du besser wirst. Im selben Glas Wein, kann sehr schlechter sein. Oder sehr guter. Also, nutze jede sich dir bietende Gelegenheit um deine Qualitäten zu verdichten. Heul nicht rum weil es zu wenig Geld gibt, oder zu wenig Zeit. Das Briefing misst ist und dich keiner versteht. Sondern begreife jeden Job immer wieder als neue Chance dass du besser wirst. Zu dem was dir vorstrebt. Der Job, der Kunde und alle anderen sind nicht deine Gegner, oder tun nicht so als ob sie dich nicht verstehe. Nutze sie wie Eisschollen über einen Fluss, über die du läufst zu deinem Ziel. Stecke dir hohe Ziele und begreife, dass nur die Verdichtung der Qualitäten dir überhaupt die Chance ermöglichen, an einem Ziel an zu kommen. Wer nicht mal dass tut, kann nirgendwo ankommen. Die meisten in der Werbung klagen und beklagen sich rund um die Uhr. Wie dumm und dämlich alle sind. Das ist dumm. Jeder junge Musiker nutzt jeden Gig der sich ihm bietet um voran zu kommen. Jeder Autor jedes Buch. Jeder Fußballer jedes Spiel. Nur die Anwesenheit eines imaginären Gegners gibt dem ganzen überhaupt einen Sinn, der Gegner ist nicht das Publikum, der Leser oder der Zuschauer, der Gegner ist die Überwindung und das ständige verlangen selbst besser und besser zu werden. Die wenigsten haben das begriffen. Deshalb sind die wenigen, die es verstanden haben auch um so vieles besser als alle anderen. Du bis nicht Deutschland, Du bist dein größter Fan. Du bist Deine größte Aufgabe, Herausforderung und auch Dein stärkster Gegner. In China, verhält es ich beim Shiatsu (Druckmassage) so, dass der Therapeut sich nach der Behandlung beim zu therapierenden Bedankt. Weil er nur durch ihn weiter gekommen ist.
PDF Download: Die 10 + 1 Gebote des Werbegotts
Donnerstag, 9. Februar 2006
Keine Häppchen am Stand, keine Folder säckeweise, kein Ausflug auf die Kö, kein lecker Mittagessen im Schiffchen, kein Alt im Uerige und vor allem: Keine Dampfplauderei.
In diesem Jahr dürfen Sie arbeiten:
w&v Dima vor dem Aus
Die Anzeichen verdichten sich, dass es in diesem Jahr keine Dialogmarketingmesse Dima geben wird. Nach unbestätigten Gerüchten haben sich die Messe Düsseldorf als Veranstalter sowie der Deutsche Direktmarketing-Verband DDV als ideeller Träger dahingehend geeinigt. Es wäre nach zwölf Jahren das vorläufige Aus der einstigen Leitmesse rund um das Thema Direktmarketing, lange Zeit die größte ihrer Art in Europa.
Seit 2001 hatte die Veranstaltung, eine Mischung von Kongress und Messe, unter Besucherrückgang zu leiden. Kamen damals noch über 14000 Interessierte zur Dima, waren es im vergangenen Jahr nur mehr 3340 Besucher. Parallel dazu ging auch die Zahl der Aussteller kontinuierlich zurück. Ob, in welcher Form und zu welchem Termin die Dima weiterbestehen wird, ist offen. Allerdings wird von vielen DDV-Mitgliedern ein Kongress favorisiert.
Trösten Sie sich. Pitch schreibt man in Düsseldorf sowieso anders und richtig gute Geschäfte haben während der Dima wahrscheinlich eh nur diese Adressen gemacht.
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Kommentare
So, 06.07.2008 00:14
Hier noch ein neues Artikelverzeichnis, welches sich hauptsächlich mit Eigenbau Anleitungen be [...]
Sa, 05.07.2008 22:51
Toll, dass Sie beide den Tipp gut finden. Es kommt bei einer Rede oder Präsentation tatsächlic [...]
Sa, 05.07.2008 08:09
Vielen Dank für den Zuwurf und ein schönes Wochenende!
Fr, 04.07.2008 22:02
scharfsinnig beobachtet! die "schönsten" Eigentore als Präsenter schießt man sich halt immer n [...]
Fr, 04.07.2008 21:08
Beim zappen durch Premiere hab ich dann doch noch ein Spiel anzusehen. Nach so viel Fussball E [...]
Fr, 04.07.2008 17:24
Super! Das sind wohl die kleinen aber feinen Unterschiede, die in der Gesamtheit eine Präsenta [...]
Fr, 04.07.2008 11:28
Was vor lauter Schreck mach ich denn dann dieses Wochenende? Zum Glück gibts dann noch die For [...]
Fr, 04.07.2008 11:07
Danke! Stimmt ja die Bundesliga läuft erst wieder im August. Irgendwie hatte man sich an jeden [...]
Do, 03.07.2008 17:39
Ein wirklich wahres Sprichwort =D Sehr interessanter blog hier, macht Spass zu lesen...
Mi, 02.07.2008 13:21
Getreu dem Motto: Neues muß nicht immer gut sein!
Mi, 02.07.2008 13:17
... ist es nicht überall so? Egal auf welcher Seite des Schreibtisches man sich befindet, eine [...]
Mi, 02.07.2008 11:24
Ach ja: In unserem Fall kann der Journalist entscheiden, ob diese Grenze zwischen ihm und den [...]
Mi, 02.07.2008 11:22
Im Bereich des Filmjournalismus zum Beispiel gibt es eine Grenze (über die ich dieser Tage sow [...]
Mi, 02.07.2008 10:41
Unter den Marketing- Weblogs findet ein kleiner Fackellauf statt und auch ich habe ein Stöcken [...]
Mo, 30.06.2008 17:23
Hmm, erinnert mich an Googles Kampagne mit dem Plakat und der Formel, als sie Programmierer suchten.
Fr, 27.06.2008 14:11
Na, ich bin ja mal gespannt wer hier das Beste Routing hat
Fr, 27.06.2008 14:07
Und schon ist es weg und auf dem Weg nach Leverkusen.
Di, 24.06.2008 16:38
In der Marketing- und Kommunikationsbranche gibt es besonders viele Fachblogs, zumindest is [...]
Mo, 23.06.2008 17:19
Ich kann nur sagen, dass wir mit den Artikelverzeichnissen bislang noch immer Erfolge einfahre [...]
Mi, 18.06.2008 10:01
Ja, da freuen sich die Leser! Noch als Ergänzung. Es war weniger die Uni Fribourg selbst, die [...]