Bessere Werbung: Sponsored Posts und Advertorials auf marketing-blog.biz»

Lieber Metro als sexuell

"Bauer sucht Frau" macht Quote. Rund 8 Mio. Personen schalten ein, wenn es um mehr geht als Euter. Spiegel Online sieht darin gar den Frontpuff der Nation - und ein wenig mehr.

    Gerade darin mag das Geheimnis ihres Erfolges liegen. Die totale Entschleunigung, die in dieser Retro-Soap betrieben wird, harmoniert bestens mit dem rückwärtsgewandten Geschlechterbild: Fernsehen aus dem letzten Jahrhundert.


Was wäre denn Fernsehen der Gegenwart? Hektisch? Und was für ein Geschlechterbild wünscht sich der Schreiber?

Und zeigt diese Sendung wirklich ein rückwärtsgewandtes Geschlechterbild? Oder ist es nicht eher ein Abbild der nichturbanen Wirklichkeit, der Realität jenseits der "Szene"? Dies legt das Ergebnis einer TNS-Studie zum Thema "Online-Shopping" (via) nahe:

    Obwohl dem Internet immer wieder eine revolutionäre Kraft nachgesagt wird, scheinen die geschlechtsspezifischen Shopping-Präferenzen so immanent zu sein, dass diese sich auch im Internet getreu den typischen Klischees präsentieren und jeder Veränderung trotzen. So kaufen Frauen ganz rollenkonform deutlich häufiger Kleidung, Kosmetikartikel, Schmuck und Schuhe im Internet, während Männer sich auf Telekommunikation, Unterhaltungselektronik, elektrische Haushaltsgeräte, Heimwerkerbedarf und Computer-Software bzw. -Spiele konzentrieren.


Braucht man wirklich für jeden Scheiß 'ne Studie? Warum?

Banale Brüller (Der Start einer neuen Reihe auf marketing-blog.biz?)

Das Leben in der Journaille muss hart sein. Jeden Tag muss man was schreiben, auch wenn es nichts zu vermelden gibt. Im Boulevard hat man sich daran ja schon gewöhnt (warum eigentlich?) und im Fernsehen nimmt man es langsam auch schon hin, dass Offensichtliches als Offenbarung dargestellt wird.

Dass da das Marketing nicht hinterherhinken kann, ist klar. Wahrscheinlich waren "wir" sogar Vorreiter, wenn man nur daran denkt, wie leichtfertig der Begriff "Philosophie" von uns verwässert wurde, um etwas Bedeutung zu geben, was nichts bedeutete, z.B. "Unser Ziel ist es, unseren Kunden nachhaltig beste Produkte und Services zu bieten.", wahlweise: "Unsere Kunden sind unsere Partner. Unsere Mitarbeiter unser wertvollstes Kapital." usw. usw. (ja, ja, ja)

Ganz besonders supsekt sind und waren mir schon immer Studien - insbesondere Meinung- und Marktforschungserhebungen. Natürlich stehen sie nicht erst seit Churchill zurecht in einem fragwürdigen Licht, aber mit den Zahlen jonglieren ist eines, mich völig für blöd zu verkaufen, ist was anderes: eine Beleidigung! So ermittelte, wie w&v berichtet,

TNS Emnid: Zur Lage der Zeitschrift am PoS
Supermärkte und der klassische Kiosk sind die Orte, an denen am häufigsten Printmagazine verkauft werden. Das geht aus der Studie 'Zur Lage der Zeitschrift am Point of Sale' der TNS Emnid Mediaforschung hervor. Weiter sagen zwei Drittel der Befragten, die Zeitschriftenauslage sei an ihren bevorzugten Zeitschriften-Kauforten leicht zu finden. Allerdings wünschen sich viele eine übersichtlichere Anordnung der Titel, vor allem in größeren Supermärkten, an Tankstellen und im Bahnhofsbuch- und -pressehandel.


Ist ja eine irre Erkenntnis. Und geht das jetzt weiter? Was dürfen wir erwarten?

"Allensbach: Zur Lage von Getränken und Speisen in Restaurants, Bars und Gaststätten --- Die meisten Menschen, die nach 20 Uhr außerhalb Ihrer Wohnung Nahrung aufnehmen, tun dies in dafür vorgesehene Einrichtungen ..." ????

"Wahlen: Zur Lage der Nation --- Zuhause und bei der Arbeit sind die Orte, an denen sich die Menschen am häufigsten aufhalten. Dies insbesondere an den Werktagen Montag bis Freitag. ...????

Bitte beendet die Dummheit!!!

Gibt es Meldungen, die so banal sind, dass es schon unverschämt ist, davon belästigt zu werden, dann her damit. Wir sammeln. Vielleicht stiften wir einen Preis. Chef, wie wäre es mit der "Grünen Banane" (weil unreif und zum Sonstwohinstecken?)

Trendsetter-Typologie und Semiogramm

Da schreiben wir hier so viel über Markt- und Meinungsforschung, dass es endlich mal wieder Zeit wurde mich auf den Internetseiten eines meiner Ex-Brötchengeber zu tummeln.

Und da springt mich zunächst mal das monatliche Top Thema zur Semiometrie an:

Worum geht´s dabei?
Trendsetter-Typologie

Trends sind häufig schnelllebig – was heute „in“ ist, kann morgen schon wieder „out“ sein. Dies gilt in zunehmendem Maß auch für die Produkt- und Markenverwendung!

Beim Launch eines neuen, innovativen Produktes, sind daher umfassende Kenntnisse über Trendsetter von großer Bedeutung. Eine Personengruppe, die von ihrem Bevölkerungsanteil zwar eher klein ist, allerdings oft über den Erfolg oder Misserfolg einer Innovation entscheidet! Trendsetter sind Neuem gegenüber aufgeschlossen, probieren gerne neue Produkte aus und werden von Freunden, Bekannten und Familienmitgliedern um Rat gefragt.

Für den langfristigen Markterfolg eines Produktes, ist es entscheidend, dass im späteren Lebenszyklus eines neuen Produktes auch weniger probierfreudige Personengruppen überzeugt werden. Erfolgreiche Innovationen werden kopiert. Die Margen sinken. Dem Mengen-Absatz kommt eine größere Bedeutung zu (siehe z.B. MP3-Player und Flachbildschirme).

Vor dem geschilderten Hintergrund stellen sich folgende Fragen:

1. Welche allgemeinen Trendtypen lassen sich in der Bevölkerung identifizieren? Wie groß sind deren jeweilige Bevölkerungsanteile?

2. Welche soziodemografischen und vor allem welche psychografischen Charakteristika weisen die unterschiedlichen Trendtypen auf?

3. Wie verteilen sich die Trendtypen auf ausgewählte Marken?
Welche Typen sind bei den entsprechenden Marken überrepräsentiert und welche unterrepräsentiert?

4. Und mit welchen TV-Werbeumfeldern kann man die jeweiligen Typen ohne größere Streuverluste erreichen?


Trendsetter-Typologie Präsentation zum Download (PDF)

Nachdem ich nun erfahren habe, dass ich demnach weder ein Early Adopter noch ein Opinion Leader sondern allenfalls ein Connector bin, habe ich es gewagt und mich nach langer Zeit mal wieder auf mein persönliches Semiogramm eingelassen:

Was das ist? Ich mache es mir leicht und zitiere mal wieder:

Das SEMIOGRAMM ist ein Instrument zur Messung individueller Wertehaltungen, das vom Marktforschungsinstitut TNS Emnid im Rahmen der SEMIOMETRIE-Forschung entwickelt wurde.

Das SEMIOGRAMM basiert auf dem Ansatz, Wörter als Indikatoren zur Messung grundlegender Wertehaltungen zu verwenden. Konkret kommen 210 Begriffe zum Einsatz, die im Rahmen umfangreicher Vorstudien bezüglich ihrer Eignung zur Wertemessung validiert wurden.

Die von Ihnen eingegebenen Begriffs-Bewertungen werden bei der Erstellung Ihres persönlichen SEMIOGRAMMS mit den intern hinterlegten, durchschnittlichen Bewertungen der Gesamtbevölkerung verglichen, die im Rahmen einer umfangreichen bevölkerungsrepräsentativen Befragung mit 4.300 Teilnehmern jährlich aktuell erhoben werden.

Begriffe die von Ihnen im Vergleich zur Bevölkerung als deutlich angenehmer empfunden werden sind rot hinterlegt, entsprechend werden deutlich unangenehmer empfundene Begriffe blau gekennzeichnet.


Ich hatte ein weitgehend anderes Ergebnis als vor ca. 2 Jahren, als ich diesen "Test" zum letzten Mal gemacht habe.
Tragisch: Meine sozialen Werte lassen doch stark zu wünschen übrig. Hingegen sind die Wertefelder kritisch, dominant, kämpferisch extrem stark ausgebildet.

Wer 5 Minuten Zeit hat, sollte sich mal auf das Spielchen einlassen.

Twitter

Verwaltung des Blogs

Login