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Kann denn Liebe Sünde sein?

Wie man sieht: Ja. Und es ist nicht das einzige, was alles Sünde sein und ganz schön ins Geld gehen kann.

Wer mal wissen will, wie teuer der eigene Ablassbrief käme, dem sei der Sündenrechner anempfohlen.

Nr. 2 - Ich nehm's sportlich ...

Hiermit offenbare ich meine Hochachtung vor Rudi Völler. War ich doch bislang der Meinung, ich sei ein nicht ganz untalentierter Schreiberling, so muss ich doch nun anerkennen, wo mein Platz ist - und er ist nicht wirklich ganz oben. Dort trohnt Rudi Riese. Jetzt darf man ihn wahrlich so nennen. Von seinen Qualitäten als Trainer habe ich nie viel gehalten, aber seine Suaden? Perlen!

"Brasilianische Spielweise einfordern mit Füßen aus Malta" - es klingt ein wenig nach einem Simmel-Titel, aber doch ist es einfach nur schön.

Eloquenz und Eleganz und ein apercu voll Esprit, so kommt auch jenes „Oliver Bierhoff sollte sich in den nächsten Tagen bei Dr. Müller-Wohlfahrt untersuchen lassen. Das permanente Sich-selbst-auf-die-Schulter-Klopfen muss doch schmerzhafte Schädigungen nach sich ziehen.“ daher, vor dem ich mich nur demütig verneigen kann.

Und wenn Herr Bierhoff nun meint, dies sei unter der Gürtellinie, dann mache ich mir aber große Sorgen um seine Anatomie.

Chinesen

Der laktoseintolerante Chinese ansich macht nicht nur die Milch teurer.

Er begehrt auch auf gegen die Verletzung seiner Gefühle durch einen der seinen.
Genauer: Ein amerikanischer Chinese hat einen urdeutschen Chinesen auf dem Gewissen.

Die Quai Lohs von Construktiv haben Mister Wong als Testimonial abserviert.

Wie jedoch aus dem Freundeskreis des geschätzten chinesischen Herrn zu erfahren war, arbeitete man bei Construktiv schon länger an der Verpflichtung eines neuen Testimonials von Weltruf.

Wer der (wahrscheinliche) Nachfolger ist erfahren Sie wenn Sie
"Chinesen" vollständig lesen »

Werbung? Wahnsinn! (1-7)

Angeregt von der grandiosen Reihe "I need it 4 yesterday" wollen wir hier auch in loser Reihenfolge Sentenzen von Kommunikationsfachleuten veröffentlichen, die leider wahr sind (sowohl die Sentenzen als auch die Leute):

"Du musst das heute abend nicht machen, aber ich will's halt morgen früh um 9 auf meinem Tisch."
(CD, die Agentur nach Rebrief um 16h verlassend, zu AD)

"Das können wir so nicht sagen. Es stimmt zwar, aber das weckt nur Begehrlichkeiten."
(Kunde nach Präsentation der neuen Kampagne für sein neues Versicherungsprodukt.)

"Natürlich können Sie, aber Sie wollen nicht."
(Kunde, der sein Firmengebäude von der anderen als der auf dem Foto abgelichteten Seite dargestellt haben wollte, und meinte, man müsse ja nur das Bild drehen.)

"Interessant, was es alles gibt, wenn man sich damit mal beschäftigt."
(Brand Director NACH dem Briefing an die Kreation.)

"Ja, genauso ist das. Könnten Sie das bitte umformulieren?"
(Kunde.)

"Das Angebot passt zu den Bedürfnissen der Zielgruppe."
(Kunde und Kundenberater unisono und höchst verwundert, dass die Kreation "Ach was?" fragte und sich vor Lachen kugelte.)

"Ihren Aufgabenbereich werden wir in Kürze neu definieren. Aber Sie wären dann bereit für den Posten?"
(Agenturchef, der wohl nie versteht, dass ihn niemand versteht.)


Macht mit und der Dummheit den Garaus. Schickt uns eure "besten" Zitate von Marketingmenschen an wahnsinn@marketing-blog.biz

Singles in Unterwäsche

Mit einer Single-Dating-Plattform der anderen Art wartet dieser Tage die Schweizer Supermarktkette Migros auf. Derzeit bewerben 26 Schweizer Singles Wäsche und vor allem sich selbst auf migrosmodells.ch.



via Handelskraft

Renaissance der Teddys

Leuteleute! Kaum haben wir die Ostereier aufgegessen und lehnen unseren Eierkopf zart an die Rückenlehne unseres Sessels, da kommen sie. Die Teddys. Nicht nur, dass Eisbär Knut momentan Deutschland und die Welt verzaubert, nein. Irgendjemand ist auf die aberwitzige Idee gekommen, anderer Leute Teddys verreisen und dabei fotografieren zu lassen.

Ja, genau wie im Film "Die zauberhafte Welt der Amélie". Da war es zwar ein Gartenzwerg, der mit einer Stewardess an die schönen Plätze der Welt fuhr, aber das Prinzip ist das gleiche. Nur jetzt sind Menschen darauf gekommen, damit Geld verdienen zu wollen. Im Ernst: würden Sie sage und schreibe 79 Euro ausgeben, um Ihren Teddy zum Beispiel nach Düsseldorf zu schicken? Oder sogar 99 Euro für das VIP-Paket?

Da könnten Sie doch lieber bei Cheffe Kaffee trinken und Teddy mitnehmen. Cheffe ist schließlich auch in Düsseldorf. Und die Größe von Teddy wäre sicherlich nur insoweit beschränkt, dass er durch die Tür passen müsste. Bestimmt könnte sogar Teddy einen leckeren Cappuccino bekommen.

Schauen wir uns mal das Reisprogramm an:

Kö (Königsalle), Altes Rathaus, Altstadt, Gehry– Bauten, Burgplatz, Rheinpromenade, Rheinturm, Pegeluhr, Landtag NRW, Heinrich Heine Geburtshaus, Hofgarten, Schloss Benrath, Japanisches Haus, (EKO–Haus), Liebevoll Unterkunft und Verpflegung, Spieleabend, Basteln, Malen, gute Nachtgeschichte, Massage, Teddy ID, Teilnahmezertifikat, Fotoalbum, Foto CD, Kleine Überraschung, Versicherte Rückreise, Größe: max. 60x50x50 cm, Bis max. 3 kg


Teddy wird also eine ganze Menge sehen. Er bekommt Unterkunft und sogar Verpflegung. Was isst der denn? Haben Sie Ihren Teddy schon mal gefüttert? Der darf auch basteln und malen und bekommt sogar eine Gutenachtgeschichte vorgelesen. Kurz, er hat es besser als zu Hause. Wer sagt denn, dass er überhaupt zurückkommt? Vielleicht gefällt es ihm so gut in Düsseldorf, dass er Kö und Co. niemals mehr den Rücken kehren möchte. Und Sie? Sie haben das Ganze finanziert.

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