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Wer nicht wirbt, stirbt. Wörtlich genommen

Man sollte meinen, die deutsche Bestattungsbranche hätte es gar nicht nötig, überhaupt Werbung zu betreiben. Denn gestorben wird ja schließlich immer. Art-Lawyer.de macht uns in seinem Newsletter darauf aufmerksam, dass auch die Bestattungsunternehmer erkannt haben, dass Werbung ihnen nützen kann. Sie rufen nun zu einem Wettbewerb auf.

Gesucht werden auffallende, auffallend subtile oder auch betont einfache Entwürfe für ein Plakat, das für Bestattungsvorsorge wirbt.
Die drei besten Ideen werden von einer hochkarätigen Jury prämiert, der neben Vertretern der Berufsorganisation der Bestatter auch Volker Nickel (Sprecher des Deutschen Werberats), Professor Dr. Marc Drüner (Professor für Marketing und Innovationsmanagement) und Gabriele Eick (Vizepräsidentin des Deutschen Marketing-Verbandes) angehören.
Den Gewinner erwarten neben einem Geldpreis die Veröffentlichung seines Plakatentwurfs im Rahmen der alljährlichen Vorsorgekampagne des Kuratoriums und eine öffentliche Auszeichnung...


Also, auf! Hier ist noch Potenzial, denn wer von uns hätte schon einmal Werbung von Bestattern gesehen?

Oh je! (oder: Der liebe Nachwuchs)

Auf Spiegel Online wurde ich auf einen Wettbewerb des Deutschen Studentenwerks aufmerksam, der mich zweifeln lässt.

Das Studentenwerk suchte diesmal Vorschläge zum Thema: "Kinder? Kinder!" Die Studenten sollten ihre Vorstellungen von einem familienfreundlichen Studium zu Papier bringen.

Das ist ja so weit alles OK. Nur, was da eingereicht wurde und in die engere Wahl kam, wirft schon Fragen auf, in welcher Zeit die Jury und/oder die Studierenden leben. Oder bin ich nur ein Idealist? Kein einziges Plakat handelte von "Papa", aber alle hatten "Mama" als das arme, bemitleidenswerte Ding. Die Aufgabe war das nicht. Es war auch nicht Aufgabe, auf Missstände aufmerksam zu machen. Tjaja, problem und Lösung sind dann doch zwei Paar Schuhe.

Aber interessant ist es allemal, wie hier gedacht und bewertet wird. Sind die Studierenden wirklich so einfallslos, dass sie sich ohne Kundendruck schon jedes erdenklichen Klischee bedienen? Und versteht die Jury ihre eigene Aufgabe nicht und geht nur nach dem Goldigkeitswert des Bildmotivs? So kann das nichts werden ...

Hier gibt's die Beispiele ...
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Die Schweiz wird relauncht

Gerade in der Online-Ausgabe der Internet World gefunden:

Mit einem Relaunch soll das virtuelle Gesicht des deutschen Nachbarstaats übersichtlicher und interaktiver werden.


Zum Rerlaunch gibts außerdem einen Online-Wettbewerb, der die Linkpop erhöhen soll: Wer für die meisten Links auf das Portal von swissworld.org sorgt, gewinnt eine 5-tägige Studienreise in die Schweiz.
Und was dahinter steckt wissen wir seit gut einem Jahr.


www.marketing-blog.biz hilft neuen Planeten

Drei neue Planeten kreisen um unsere Sonne. Durch die erste wissenschaftliche Definition des Begriffs "Planet" erhöht sich die Zahl der Planeten in unserem System von neun auf mindestens zwölf. Und da niemand weiß, wie die heißen oder gar wo die genau sind, hatte die Financial Times Deutschland zu einem Wettbewerb zur Teilnahme am entsprechenden Neubau der Eselsbrücke "Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unsere neun Planeten." aufgerufen. Ich beteiligte mich natürlich daran, denn wann hat man schon mal die Chance, Marketing für etwas wirklich Außerirdisches zu machen? Also -schwupps-
Ceres zwischen Mars und Jupiter, Charon hinter Pluto und den noch namenlose 2003 UB313, der aber von seinen Entdeckern Xena genannt wird an den Schluss gepackt et voilà:

Mein Veterinär erklärt meinem Chirurgen jeden Sonntag unglaublich neue Positionen chaotischer X-Beine.

Wir haben den "Auftrag" nicht bekommen - per Losentscheid. Wie irdisch ...


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