Bessere Werbung: Sponsored Posts und Advertorials auf marketing-blog.biz»

Was Sie noch nie wissen wollten

... hier steht's. Ein neues Angebot mit dem schönen deutschen Namen www.brainkick.de macht uns jetzt alle schlau. Und zwar so schlau, dass wir damit Günther Jauch im übertragenen Sinn unter den Tisch saufen können.

Zum Beispiel der hier:

Viagra hilft auch Schnittblumen länger frisch zu halten


Soweit ich mich erinnere, gibt es da andere Mittelchen, die weitaus kostengünstiger sein dürften. Noch viel wichtiger ist allerdings die Frage, wer solche Tipps ausprobiert.

Egal. Die Leute von brainkick machen uns via OpenPR darauf aufmerksam, dass wir mit den schlauen Infos von ihrer Seite jedes Smalltalk-Loch auf Parties füllen können. Wir stellen uns vor:

Peinliche Stille entsteht, jeder nippt an seinem fast leeren Prosecco. Und dann der Kracher: "Wussten Sie, dass man mit Viagra Schnittblumen länger frisch halten kann?" Ganz aus heiterem Himmel. Das kommt bestimmt so richtig gut an.

Und weil die Unterhaltung dann immer noch nicht so gut in Schwung kommt, der nächste brandheiße Tipp: "1712 gab es in Schweden einen 30. Februar." Merken Sie's? Smalltalk kann so einfach sein. Lernen Sie die skurrilen Infos einfach auswendig und Sie können als Entertainer auftreten.

Alle Blicke werden sich in Zukunft nur noch auf Sie richten. Das andere Geschlecht wird sich Ihnen zu Füßen werfen. Wegen Ihres brillanten Wissens.

Bloggen!? Ach, das ist das ...

Medien und Bildung. - Diesmal meine ich es nicht als Oxymoron, sondern gebe einfach nur den Namen des Bereichs der Uni Hamburg wieder, der im Rahmen seiner Ringvorlesung architektur-datatektur: Räume der Wissensvermittlung und Wissensgenerierung im Kontext der kommunikationstechnologischen Geschichte in Person von Erziehungswissenschaftlerin Jenny Lüders am 14. Juni 2006 das Bloggen wie folgt verstanden haben will:
Das Schreiben von Weblogs lässt sich mit Michel Foucault als eine ambivalente Selbstpraktik betrachten, die sowohl Momente der Subjektivierung als auch der Entsubjektivierung enthält. Der Vortrag versucht sich dieser Ambivalenz mit Hilfe der Foucaultschen Konzepte von ‚Diskurs’, ‚Macht’ und ‚Selbst’ aus einer bildungstheoretischen Perspektive zu nähern.

Ich danke Klaus Jarchow für diesen Hinweis sowie seine Antwort dort:
"Das Schreiben von Einkaufszetteln ist eine mentalentlastende Praxis der sekundären Selbstkonstruktion von Welt und Weltvergewisserung, im konkreten Fall jene der Abbildung vorweggenommener Zukunft im Prozess antizipatorischer Notation auf Datenträgern der ersten Generation.”

Danke.


Twitter

Verwaltung des Blogs

Login