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So funktioniert Marktforschung

Neulich bekam ich eine E-Mail von BMW. Die wollten von mir so einiges über Telekommunikation im Auto wissen. Und über Radios und so. Ich habe mich eigentlich darüber gefreut, dass man an meiner Meinung zu diesem Thema interessiert ist. Zufällig habe ich sogar eine dazu.
Also hab ich auf den Link geklickt, der mir Zugang zur Umfrage verschaffte. Ein paar kleine Fragen, ob ich männlich oder weiblich bin und zu welcher Altersgruppe ich gehöre. Und dann die Frage nach dem Beruf. Ich weiß nicht mehr so genau, was da alles abgefragt wurde. Auf jeden Fall machte ich ein paar Angaben und wollte zur nächsten Frage übergehen. Da kam eine Fehlermeldung und meine Umfrage war beendet.
Nun, könnte man sagen, das ist ja an sich nicht tragisch. Mir persönlich ist das auch egal. Ich habe mich nur gefragt, ob die ganze Umfrage überhaupt funktioniert. Schließlich macht die ja nicht irgendwer, sondern ein Automobilhersteller namens BMW. Durchgeführt wurde das Ganze durch die GfK, auch nicht gerade ein Leichtgewicht, wenn es um Marktforschung geht.
Als ich dann noch mal auf den Umfrage-Link klickte, sah ich dies:

Sie haben diese Umfrage bereits fertiggestellt. Vielen Dank für Ihre Teilnahme.


Weil ich ein netter Mensch bin, wollte ich den Marktforschungs-Profis von BMW mitteilen, dass irgendwas mit ihrer Umfrage nicht stimmt, damit sie sie reparieren können. Ich schickte also eine Antwort an den Absender der Einladung zur Umfrage. Zurück kam diese Antwort:

Fehler bei der Zustellung der Nachricht an folgende Empfänger oder Verteilerlisten:
BMWsurvey_GfK
Ihre Nachricht wurde aufgrund von Sicherheitsrichtlinien nicht zugestellt. Microsoft Exchange versucht nicht, diese Nachricht erneut für Sie zuzustellen. Wenden Sie sich mit dem folgenden Diagnosetext an Ihren Systemadministrator.


Nur zum Verständnis: die Adresse, an die ich meine Antwort geschickt habe, war tatsächlich die, die man mir zur Kontaktaufnahme genannt hatte. Wenn deutsche Automobilhersteller auf diese Art herausfinden wollen, was ihre Kunden wollen, bin ich mal auf die Autos der Zukunft gespannt.

Wegen Benzinpreise: Auto zwangsprostitutiert

Jeder kennt das. Vor allem jede. Es gibt einfach Situation, zum Beispiel an einem Wochenende, gerne so spät abends, dass andere von sehr früh am Morgen sprechen, da wird einem ein Angebot unterbreitet, dass einen nur mit dem Kopf schütteln lässt, durch den, Wohlwollen vorausgesetzt, nur ein Gedanke fährt: "Wie kann man nur ...?"

Kreative sprechen zumindest dem Klischee nach jetzt (kurz vor halb zehn) auch von früh am Morgen und auch jetzt wabert ein "Wie kann man nur ...?" durch den Schädel.

Wir erhielten folgendes Angebot, das mit drei entsprechenden Fotos versehen war:

Sehr geehrte Damen und Herren,

da mir trotz meiner festen Anstellung so langsam der "Sprit" ausgeht, möchte ich gerne meinen privaten ToyotaRAV4, schwarz, gepflegt, neu 2002, 1.Hand, unfallfrei, als komplette Werbefläche bei Ihnen anbieten.

Ich wohne in Exxxx Stadtmitte, ohne Garage und fahre täglich zur Hauptverkehrszeit die AXX (...) bis O. Am Wochenende nutze ich auch häufig die AYY.

Mir ist bewusst, das eine Werbung im Volldesign am besten ankommt und möglicher Weise den größten Gewinn für jeden von uns bedeutet.

Gegen ein wechselndes Design hätte ich ebenfalls nichts einzuwenden, wenn dieses Fachgerecht angebracht bzw entfernt wird.
Ich denke da beispielsweise auch an Trendwerbungen wie Cap, Bionade oder Black forrest.

Wir haben ihr (!) nicht geantwortet, nicht nach dem Preis gefragt , nicht wissen wollen, ob nur Lack oder auch mit Gummi und das nicht mal, weil wir so nicht verkehren wollen, sondern weil wir einfach ähnlich sauer sind wie die Schickse, die in der Disse angebaggert, aber für die nächste mit den noch besser gemachten Tröten liegen gelassen wird:

Erst bietet sie das uns an, sagt dann aber, dass sie an "Trendwerbungen" denkt, zu denen sie uns nicht zählt. Was für ein faux pas! Liegt es daran, dass Frauen zu wenig baggern?

Männern gehen da professioneller vor.

Der Mensch denkt nicht mit dem Kopf allein ...

Kaum ist das Marketing-Kamasutra geschrieben, schon sehe ich diese kleine Anzeige, die mich darin bestätigt, dass es bei einem Auto nicht nur auf den Ver-, sondern eben auch und gerade den Gebrauch ankommt:

Neugeschäft für BBDO Stuttgart

Agentur gewinnt Pitch um Daimler-Marke Mitsubishi Fuso und bewirbt auto mobile, den günstigen Handytarif des Fachmagazins auto motor und sport
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