Artikel mit Tag banale brüller
Dienstag, 20. November 2007
"Bauer sucht Frau" macht Quote. Rund 8 Mio. Personen schalten ein, wenn es um mehr geht als Euter. Spiegel Online sieht darin gar den Frontpuff der Nation - und ein wenig mehr.
Gerade darin mag das Geheimnis ihres Erfolges liegen. Die totale Entschleunigung, die in dieser Retro-Soap betrieben wird, harmoniert bestens mit dem rückwärtsgewandten Geschlechterbild: Fernsehen aus dem letzten Jahrhundert.
Was wäre denn Fernsehen der Gegenwart? Hektisch? Und was für ein Geschlechterbild wünscht sich der Schreiber?
Und zeigt diese Sendung wirklich ein rückwärtsgewandtes Geschlechterbild? Oder ist es nicht eher ein Abbild der nichturbanen Wirklichkeit, der Realität jenseits der "Szene"? Dies legt das Ergebnis einer TNS-Studie zum Thema "Online-Shopping" ( via) nahe:
Obwohl dem Internet immer wieder eine revolutionäre Kraft nachgesagt wird, scheinen die geschlechtsspezifischen Shopping-Präferenzen so immanent zu sein, dass diese sich auch im Internet getreu den typischen Klischees präsentieren und jeder Veränderung trotzen. So kaufen Frauen ganz rollenkonform deutlich häufiger Kleidung, Kosmetikartikel, Schmuck und Schuhe im Internet, während Männer sich auf Telekommunikation, Unterhaltungselektronik, elektrische Haushaltsgeräte, Heimwerkerbedarf und Computer-Software bzw. -Spiele konzentrieren.
Braucht man wirklich für jeden Scheiß 'ne Studie? Warum?
Dienstag, 3. Juli 2007
Bei den Recherchen zum heutigem Beitrag "Tierische Akquise" fand ich Folgendes: eine echte Perle
Und wieder einmal frage ich mich, ob ich einfach zu doof bin, die wahre Bedeutung dieser Studie von Wissenschaftlern der Uni Zürich zu begreifen:
Nun haben die Forscher in einer Versuchsreihe mit 40 Männern und Frauen festgestellt, dass heterosexuelle Frauen und homosexuelle Männer in der Hirnregion, in der das Belohnungssystem lokalisiert ist, stärker auf männliche Gesichter reagieren, heterosexuelle Männer und homosexuelle Frauen hingegen stärker auf weibliche.
Ein Mensch reagiert also stärker auf die Gesichter potenzieller Sexualpartner. Vielleicht z.B. auch deshalb, weil er anhand des Gesichts am schnellsten/einfachsten das Geschlecht erkennen und ergo beurteilen kann, ob das überhaupt ein potenzieller Sexualpartner ist? Wie gesagt, vielleicht bin ich nur einfach zu doof.
Danke, Sigrid Neudecker
Bis gleich.
Montag, 21. Mai 2007
Die Wirtschaft brummt und/oder der "persönliche Berater" Ihrer Bank macht Druck, also denkt man, man müsse akquirieren und der Erfolg stelle sich von selbst ein. Dann aber weiß man nicht wie und informiert sich an der Stelle, die für so etwas völlig ungeeignet ist: dem Internet. Sagen wir mal, die Wirtschaft ist das Wetter (toll), der Berater Ihre Hormone (Druck), dann geht's doch auch so:
1. Man schaut sich um, wer's braucht.
2. Man checkt, was geht. (Frisch getrennt will ne andere Anrede als ewig solo, gerade Eltern ne andere als gerade im Lotto gewonnen)
3. Man sagt "Hallo."
4. Man sagt, dass man nicht so sei wie die anderen.
5. Man lädt ein.
6. Man schickt ne SMS "Schön war's. Ich könnt' schon wieder."
7. Man verkündet zeitnah "Vollzug"
7 kann man auch weglassen. Aber der Rest ist so banal, fast schon ein Brüller, zumal dort 5 auf 1 gehört, aber das sind Details.
Wer nicht baggern kann, kann auch nicht akquirieren - aber das sagte ich ja schon im August 2005.
"Das Ende des Singledaseins - oder: Neukundengewinnung" vollständig lesen
7 Tipps für die Neukundengewinnung hat Gabriele Braun in der marketing BÖRSE zusammengestellt:
1. Kundenbedürfnisse ermitteln
2. Interesse wecken
3. Verschaffen Sie sich ein eigenes Unternehmensimage
4. Guter Service begeistert Ihre Kunden
5. Sprechen Sie die richtige Zielgruppe an
6. Dialog im Internet fördern
7. Qualifizieren Sie Ihre Mitarbeiter
In diesem Zusammenhang evtl. auch interessant: Die Ausführungen des Wortführers zum Thema Akquise sowie die längst mit Kultstatus behafteten 10+1 Gebote des Werbegotts.
Mittwoch, 20. Dezember 2006
Kleingeister dieser Welt,
kümmert euch, um was ihr wollt, um eure Technoratiwerte (Ich denke, Goethe würde Philister heute Technocrati nennen, aber das nur mal so), eure Alexatoolbars (wohl das Substitut dafür, dass es im virtuellen Raum keine echten Kneipen gibt), euer Google-Ranking, wir vom marketing-blog tun das auch, aber belassen es nicht dabei...
Deshalb wenden wir uns in alter gelotologischer Tradition wieder mal unserer beliebten Reihe "Banale Brüller" zu - hier allerdings auf einer Metaebene für die, die verstehen. Genau, nur für dich ...

(Ich erhielt das mit einem anderen Absender, aber bevor in diesem Saftladen hier irgendwelche Springer Ross und Reiter verwechseln, dachte ich mir, zeig' mal, was du "paint-mäßig" so drauf hast...)
Donnerstag, 10. August 2006
Manchmal hirnt und hirnt man und sucht DIE GROSSE IDEE und dann darf man das da lesen: Meta Design gestaltet Merkels Geschäftsbericht
Nach einer europaweiten Ausschreibung hat Meta Design den Zuschlag für Konzept, Text und Gestaltung des Geschäftsberichtes der Bundesregierung erhalten. Mit einem dialogorientierten Ansatz, der den Bürger in den Mittelpunkt stellt, konnte sich die Berliner Corporate-Identity-Agentur gegen mehrere Konkurrenten durchsetzen. Ach, der Geschäftsbericht der Bundesregierung stellt den Bürger in den Mittelpunkt. Und das ist erwähnenswert? Da wäre es doch interessanter zu erfahren, wie denn die Konzepte der anderen aussahen: WM? FKK? Herrschaftszeiten ...
Diese Meldung fand ich auf w&v online. Immerhin war sie dort umsonst. Auf der Website des Kontakters wird man auf click&buy weitergeleitet ...
Dienstag, 13. Juni 2006
Höchste Zeit, mal wieder an unsere beliebte Reihe zu erinnern. Und auch nur ganz kurz. Ich zitiere aus dem Inhaltsverzeichnis der aktuellen w&v: PR-Trendmonitor Haupterkenntnis: Viele Sprecher haben nichts zu sagen. Das kann man einfach mal so stehen lassen. ....
Freitag, 5. Mai 2006
Über den Gehalt von und die Haltung gegenüber Studien, Markt- und Meinungsforschung etc. hat der Kollege Wortführer innerhalb der Banalen Brüller und anderswo ja eigentlich schon hinreichend referiert. Und daher ist es auch gar kein Problem für uns z.B. diese und diese und diese Studie einfach mal zu überspringen und nicht weiter zu kommentieren.
Diese hier (PDF) , gefunden bei Golem, wollen wir jedoch nicht auslassen. Bietet sie doch zumindest die Möglichkeit den einen oder anderen Golem-Leser oder Google-Surfer, der über unseren Trackback bzw. über eine Sucheingabe auf diese Seite kommt, zu empfangen, zu begrüßen, vielleicht gar dauerhaft für unser Blog zu begeistern. (Klicken Sie sich mal durch, wir haben nichts zu verbergen, Sie können uns vertrauen...)
Obwohl:
Menschen vertrauen Medien, nicht der Politik oder Blogs.
Das verhält sich wahrscheinlich ähnlich wie mit Versicherungsvertretern, Anwälten oder gar besten Freundinnen von Freundinnen (Weiche Satan).
Bei genauerer Betrachtung gibt´s aber auch unter den vorbezeichneten Gruppen nette und vertrauenswürdige Vertreter ihres Standes. So verhält sich das wohl auch mit Blogs...
Denn:
Blogs haben die Medienlandschaft vollständig verändert.
Sonntag, 12. März 2006
Fast schon wollte ich "Banale Brüller - Part 2" zu obiger Überschrift verfassen, bis sie anfing, mich eher zu verwundern. Hat je jemand geglaubt, eine E-Mail wäre unmissverständlich? Die Meldung in Gänze:
Die Kommunikation mit E-Mails führt häufiger zu Missverständnissen als gemeinhin gedacht. Einer Studie der University of Chicago zufolge ist es purer Zufall, ob der Adressat einer E-Mail genau dasselbe darin versteht, was der Absender gemeint hat. Schuld daran sind die Tücken und die unausgesprochenen und erwarteten Dinge der nonverbalen Kommunikation.
Die Forscher beauftragten je eine Hälfte von 30 Studentenpaaren damit, sich gegenseitig banale Aussagen über das Wetter, das Essen in der Mensa oder andere Alltagsthemen zu zuschicken. Einmal sollten die Aussage nüchtern-neutral, Anzeige das andere Mal sarkastisch formuliert sein.
Die Aussagen wurden vom Empfänger der E-Mail nur in 50 Prozent der Fälle auch so verstanden, wie der Absender sie verfasst hatte. Die Forscher folgern daraus, dass die Absender beim Verfassen einer E-Mail auch eventuelle Stimmungen und Tonfälle im Hinterkopf haben, die der Empfänger aber nicht kennen und wissen kann. Auch Symbole wie Smileys oder allgemeingültige Abkürzungen von Verhaltensregeln im Internet könnten die Missverständnisse bei dieser Art der nonverbalen Kommunikation nur bedingt vermeiden.
Fazit der Studie: In wichtigen Dingen ist ein Telefonat oder ein persönliches Gespräch allemal besser als eine E-Mail. Naja, bei dem Fazit kann ich nicht anders, als mich zu revidieren: Banale Brüller - Part 2 ( Part 1 gibt's hier)
Sonntag, 26. Februar 2006
Über Sinn und Unsinn von Studien haben wir hier und da und da auch ja schon berichtet. Aber macht nichts, denn wieder gab es eine, die volkommen überraschungsfrei daher kommt. Diesmal war es die Zeitungs Marketing Gesellschaft (ZMG), die in ihem Bericht "Zeitungsqualitäten 2006" zu wahrlich unerstaunlichen Ergebnissen kommt. So gibt es natürlich nicht in Zeitungen zuviel Werbung, das sagt "nur"  jeder 5., sondern im Fernsehen (83%), im Briefkasten (48%), in Zeitschriften (36%) und im Radio (26%). Nur von Kinowerbung fühlen sich die Befragten über 14 weniger genervt, wahrscheinlich weil das Klientel dort noch nicht so ins Dauermeckern verfallen ist oder die Werbung an sich eher den Erwartungen entspricht, was ja n ganz anderes Thema aufmacht, aber so weit geht die ZMG nicht. Statt dessen wartet sie mit noch nem tollen Ergebnis in ihrer Affirmationsstudie auf:
Wo finden Sie Werbung am glaubwürdigsten?
Tageszeitungen 68%, die also nicht nur total unnervig ist (weil sie nicht auffällt?), sondern super seriös (Aldi informiert?). Es folgen
Anzeigenblätter 59% (Aldi informiert !),
Zeitschriften 53% (also jeder 2. glaubt, was jeden 3. nervt?),
Hörfunk 51%,
Fernsehen 48% (hier fehlt die Gegenfrage, da würde TV mindestens 80% erlangen, womit die Aussagekraft jedweder Zahlen deutlich würde),
Kino 45% (Warum glauben, wenn es um Unterhaltung geht.),
Internet 32% (wie wurde da Werbung definiert?),
Direktwerbung 29% (mal locker pauschal zugeschlagen).
Ne, ne, prima Studie. Hier gibt's mehr in puncto perfekte Erwartungskongruenz.
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Kommentare
Do, 08.05.2008 21:33
Ich glaube es nicht. Auf französisch hat es mit Salz zu tun. Man sagt 'mettre son grain de sel [...]
Do, 08.05.2008 16:09
Meine Bitte, Bitte Dankt Babs, Weil Babs Sich Ziemlich Zottellich Macht, Das Sie ....BL Ne: [...]
Do, 08.05.2008 14:46
Wofür steht eigentlich MBBDBWBSZZMDSBL ?
Do, 08.05.2008 11:54
Na da schließe ich mich natürlich an und gratuliere den Macherinnen des Bewerberblogs ganz fein.
Do, 08.05.2008 11:34
Beim Marketing-Blog gibt es den genialen Archetyp des Presseverhinderers. Der Presseverhindere [...]
Di, 06.05.2008 21:10
Glückwunsch und .... Gude Laune mit dem Schokobrunnen
Di, 06.05.2008 21:09
… 6 ztalP fua hci nib ßiew hci leivoS :SP .nenniweg uz esierP eretiew iebad se tbig hcil [...]
Di, 06.05.2008 14:25
Ein verdienter Sieg wie ich finde. Herzlichen Glückwunsch!
Fr, 02.05.2008 17:51
Sehr richtig - wenn sich diese Erkenntnis bloss mal allgemein durchsetzen würde....
Fr, 02.05.2008 14:09
Bedauerlicherweise ist die Pointe dieses Spots leider nicht mehr ganz frisch. http://youtub [...]
Fr, 02.05.2008 14:08
nicht auf jeden fall
Mi, 30.04.2008 15:11
Hallo, ich würde gerne nebenbei als telefonsexluder arbeiten da mir und meinem mann seit n [...]
Mi, 30.04.2008 11:13
Der Bedarf nach einer betriebswirtschaftlich verwertbaren Erfolgskontrolle und Effizienzanalys [...]
Di, 29.04.2008 14:36
nicht war, ist doch morgen... oder?
Di, 29.04.2008 10:02
Ich suche noch einen Telefonsex Nebenjob ohne Cam.Möchte aber nicht unter 25 Cent verdienen .W [...]
Di, 29.04.2008 08:48
Schaut mal in Artrium vorbei! Da geht´s ab. artrium.myminicity.com
Di, 29.04.2008 08:43
Morgen? Ist heute.
Di, 29.04.2008 02:49
und morgen, was ist mit morgen? denkt niemand mehr an morgen?
Mo, 28.04.2008 15:19
Gestern war einmalig - das stimmt.
Mo, 28.04.2008 15:17
Gestern ist aber auch einmalig.