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Blog-Spice? Welcome, Victoria ...

Gestern vermeldeten wir bereits die Ankunft von Herrn Schlämmer in der Blogosphäre - und da erfahren wir, dass es längst eine noch viel bekanntere Person hierher verschlagen hat: Frau Beckham ist unter die Blogger gegangen.

Das mag einen neidzerfressenen Menschen wenig interessieren, was Sie da auf ihrer Seite verfasst (meines Erachtens handelt es sich nicht um ein "richtiges Blog" - aber egal ...), als Marketeer ziehe ich erneut den Hut vor der Frau, die das komplette Instrumentarium integrierter Kommunikation weit besser beherrscht als manche Full Service-Agentur. Daher können wir das Lob von neulich nur wiederholen ...

Die Siegerin heißt Victoria

Nein, nein, jetzt kommt nichs (Halb-)Gebildetes zur Namensgebung (obwohl die TopTen der aktuellen Top 200 gewiss eines Kommentars bedürften, aber tut hier jetzt nichts zur Sache). Es geht hier um einen Markenstreit, den ich beispielhaft für das finde, was im "normalen" Wirtschaftsleben leider gang und gäbe ist.

Da kommt ein renommiertes Unternehmen (nennen wir es mal "Real Madrid") auf die Idee, einen renommierten Product Manager (z. B. "Fabio Capello") zu holen, der die komplette Range ("das weiße Ballett") der Markenartikel neu positionieren (aufstellen) soll. Der Product Manager schaut sich dann erst einmal alles an. Platziert den einen mal hier, mal da, den anderen (z.B. "Becks") droht er damit, ihn ganz aus dem Sortiment zu nehmen.

Ein anderes Unternehmen, das keiner kennt (wie wär's mit "L. A. Galaxy") denkt sich: "Frei? Geil! Nehm' ich. Sofort. Für immer." Und kauft die Marke. Der Product Manager, dem es ja angeblich nur um die Unternehmensmarke geht ist sauer, und macht seine Drohung wahr. So steht Becks nicht mehr im Regal ("Aufgebot"). Schlimmer noch, er erweitert sie auf andere Marken ("Ronaldo"), weil es ihm ja nur um die Marke geht - und die heißt "Capello". Prosit ...

Real Madrid ist ein Wirtschaftsunternehmen, kein bloßer Sportverein. Die 37,5 Mio. €, die der Club 2003 als Ablöse für David Beckham an Manchester United zahlte, hatten sich binnen Stunden durch den Verkauf von Trikots mit der Nummer "23" amortisert. Da hätte man sich ja mal seitens des Unternehmens anders verhalten können, als einen Italiener zu holen, damit der bei den Spaniern die Ausländer ausmistet, aber gewiss wollte man sich bei den Spitzen der Weißen nicht schmutzig machen ...

Gewonnen hat die Managerin von "Becks", die die Ideenlosigkeit der Madrilenen ausgenutzt und den Deal mit den US-Amerikanern eingefädelt hat. Das ewige Spice-Girl ist einfach eine wunderbar geschäftstüchtige Frau, von der es viel zu wenig heutzutage gibt. Sie alles gibt, wa sie hat, und von deren Einsatz und Willen profitieren, wie es sich klassisch gehört:

sie, ihr Mann und die drei Kinder
(auch zu deren Namen sag ich nichts).

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