Montag, 3. März 2008
13:10
Sich im Netz einen Namen zu machen ist eine Leistung.
Und eine Gefahr: Blogs neigen dazu, ihre Macher aufzufressen.
So las ich's in der aktuellen
brand eins und fand mich wieder mal bestätigt, dass Bloggen völlig überbewertet wird, vor allem von den Bloggern selbst. Und Selbstüberschätzung hat immer was Pathologisches ...
Oh, und wenn mich nun einer fragt, warum ICH blogge, dann kann ich nur auf unsere
FAQ U verweisen, insbesondere
unsere Nr. 1
Dienstag, 15. Januar 2008
11:25
Vielleicht geh ich heute mal hin. Treffe ich dort wen?
im Rahmen des Tags der offenen Tür der FH Düsseldorf starten Studenten des Studiengangs "Kommunikations- und Multimediamanagement" am Fachbereich Wirtschaft einen Rekordversuch im 24-Stunden-Live-Dauerbloggen. Der Rekordversuch startet am 15. Januar 2008 um 13.00 Uhr und endet am Tag der offenen Tür, 16. Januar 2008, ebenfalls um 13.00 Uhr.
Gebloggt wird über die Themen Wirtschaft, Medien, Studium, Berufschancen und Studentenalltag. Die Beiträge werden von Studierenden, Professoren und interessierten Gästen des Tags der offenen Tür geschrieben. Der Rekordversuch wurde bei "Guinness World Records" angemeldet und beinhaltet, dass in diesen 24 Stunden durchschnittlich alle fünf Minuten ein Beitrag abgeschickt wird.
Gastblogger sind am Dienstag, 15. Januar 2008 in der Zeit von 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr und am Mittwoch, 16. Januar 2008 von 8.00 Uhr bis 12.45 Uhr herzlich eingeladen mitzumachen (Universitätsstraße, Gebäude 23.31/32, Raum 01.43).
wortschaft.fh-duesseldorf.de
Dienstag, 7. November 2006
16:05
Aus aktuellem Anlass und für jene
Zuschauer, die sich jetzt erst eingeschaltet haben, wiederholen wir heute einen Beitrag unseres Wortführers vom 20.Juni 2006.
"Hallo."
"Hi."
"Ich finde dich echt toll."
"Danke."
"Echt."
"...."
(Pause)
"Duuuuuhu???"
"Hm?"
"Kann ich dir mal was schicken und du bloggst das dann?"
"Was denn?"
"Du, ich schick's dir einfach und dann schaumama ... OK?"
"OK."
(Sie schickt eine Anzeige Ihres Kunden mit den Worten "Es handelt sich nicht um eine Anzeigenschaltung auf Ihrer Website, sondern wir möchten einfach, dass sie dieses Motiv als Blog in der Rubrik Printwerbung verwenden. Sie können natürlich auch Ihre Meinung zu diesem Motiv schildern." Klar ....)
"Bitte sehr."
"Danke. Sieht gut aus."
"Danke. Kannst du das bloggen?"
"500 €."
"Du bist doof." (O-Ton: "Wir sind der Meinung, dass eine seriöse Kritik oder Bewertung nichts mit finanziellen Mitteln zutun hat, weshalb wir Ihr Angebot auch ablehnen.")
Klar, meine Meinung gebe ich gerne, vor allem ungefragt und dann auch umsonst. Sonst nicht. Immerhin handelt es in ihrem Ansinnen um eine Veröffentlichung in einem Medium, das täglich rund mehrere tausend Besucher zählt, und für eine entsprechende Multiplikatorenwirkung sorgt. Und das hat nichts mit Geld zu tun? Ich frage mich, ob die Dame aus der Agentur so auch versucht, ihre TV-Spots zu platzieren:
"He, du, ich find dich soll, kannst du mal den Film zeigen, dauert nicht lange, nur 20 Sekunden, so ungefähr. OK. Danke. Du bist tufte!"
Was ist das?
Media/MaFo à la tüss???
Es soll ja Mädels geben, die es mit Erfolg schaffen, sich mit ein paar Komplimenten durchs Wochenende zu saufen. Naja, wenn sie einen Doofen finden ... meinen Segen haben sie. Mein Geld nicht.
Sonntag, 15. Oktober 2006
20:37
Medien und Bildung. - Diesmal meine ich es nicht als Oxymoron, sondern gebe einfach nur den Namen des Bereichs der Uni Hamburg wieder, der im Rahmen seiner
Ringvorlesung architektur-datatektur: Räume der Wissensvermittlung und Wissensgenerierung im Kontext der kommunikationstechnologischen Geschichte in Person von Erziehungswissenschaftlerin Jenny Lüders am 14. Juni 2006 das Bloggen wie folgt verstanden haben will:
Das Schreiben von Weblogs lässt sich mit Michel Foucault als eine ambivalente Selbstpraktik betrachten, die sowohl Momente der Subjektivierung als auch der Entsubjektivierung enthält. Der Vortrag versucht sich dieser Ambivalenz mit Hilfe der Foucaultschen Konzepte von ‚Diskurs’, ‚Macht’ und ‚Selbst’ aus einer bildungstheoretischen Perspektive zu nähern.
Ich danke
Klaus Jarchow für diesen Hinweis sowie seine Antwort
dort:
"Das Schreiben von Einkaufszetteln ist eine mentalentlastende Praxis der sekundären Selbstkonstruktion von Welt und Weltvergewisserung, im konkreten Fall jene der Abbildung vorweggenommener Zukunft im Prozess antizipatorischer Notation auf Datenträgern der ersten Generation.”
Danke.
Mittwoch, 4. Oktober 2006
19:09
Die Aussage ist vielleicht etwas übertrieben. Allerdings kann das Bloggen das Leben des Blogers verändern. Ein Beipsiel ist der
Shopbloggershop. Wie es dazu kam, schreibt der Shopblogger
hier. Der Besserwerberblog wünscht viel Erfolg!
Mittwoch, 27. September 2006
09:25
Es gibt Menschen auf diesem Planeten, die widmen sich einer wichtigen Aufgabe: Sie sorgen dafür, dass andere aus den Medien erfahren, dass es etwas ganz Tolles Neues gibt. Solche Menschen nennt man PR-Berater. Normalerweise sind das kluge Individuen, die irgendwas studiert haben.
Sie wenden viel Zeit dafür auf, genau die wichtigen Informationen genau so zusammen zu stellen, dass Journalisten dafür Interesse haben könnten. Und jetzt haben die eine ganz tolle neue Idee: sie wollen ihre tollen neuen Informationen auf einem ganz tollen neuen Weg transportieren.
Sie wollen quasi durch die Brust ins Auge, nämlich durch die Blogs direkt ins Herz. Der Journalisten oder der Kunden ihrer Kunden. Das ist denen ganz egal. Hauptsache erstmal in die Blogs.
Und da verschicken die einfach mal ihre Pressemitteilungen. An die Blogger. Und vergessen dabei, dass die ja für die Presse gemacht sind. Und nicht für die Blogs. Und dass die Blogger ja ganz anders sind als die Journalisten.
Es gibt da nämlich einen Unterschied. Und das ist auch gut so. Blogger bloggen.
Journalisten informieren. Manchmal verkünden die auch ihre Meinung. Das nennt man dann Kommentar und wird in seriösen Medien vom Rest ganz klar getrennt. Weil es nämlich in Deutschland Brauch ist, dass man das so macht. Mit der Vermischung hat man ganz schlechte Erfahrungen gemacht.
Die PR-Berater sagen den Journalisten nie, aber auch wirklich nie: „Schreib das mal, das ist wichtig.“ Das finden die plump. Die Journalisten auch.
Aber dem Blogger, dem kann man das ja sagen: „Blogg das doch mal.“ Und dann bloggen die das. Aber irgendwie hört sich das dann ganz anders an als vorher. Gar nicht mehr so schön.
Blogger sagen nämlich ihre Meinung. Und das ganz persönlich. Manchmal informieren sie auch. Aber immer behalten sie ihre eigene Brille auf. Und wenn es eine Sonnenbrille ist. Mit ihnen ist es wie sonst im Leben auch: Die Informationen muss man ihnen so geben, dass sie sie interessieren. Und mögen. Das nennt man dann zielgruppengerecht.
Und wer ganz sicher gehen will, dass er nicht durch den Kakao gezogen wird, von dem er selbst trinkt, der versucht es vielleicht mit Werbung. Auch im Blog. Dafür muss er dann bezahlen. Auch im Blog.