Mittwoch, 18. Juni 2008
Universitäten lassen Leute studieren. Und die veröffentlichen dann irgendwann mal eine Studie. Die Universität Fribourg in der Schweiz hat kürzlich eine Studie über die Nutzer von Corporate Blogs veröffentlicht. Eine Zusammenfassung der Studie gab es im PR-Agentur-Blog. Und auch wenn die Ergebnisse wenig erstaunlich sind, so sollte man sie nicht unterschätzen.
Der größte Teil der Blogleser ist männlich. 81 Prozent ist ein stattlicher Anteil. Außerdem sind sie hochspezialisiert, gebildet und informationshungrig. Und obwohl sie gar nicht mal so wenig Zeit mit der Lektüre von Blogs verbringen, haben diese gebildeten jungen Männer einen Job, zehn Prozent gehören sogar einer Unternehmensleitung an. Außerdem lesen sie nicht nur Blogs, sondern sie betreiben häufig auch selbst eins.
47 Prozent der Blogleser betreiben ein privates, 32 Prozent ein Themenblog und 21,5 Prozent ein journalistisches oder anderes Blog. Und natürlich schreiben diese Menschen auch Kommentare in die von ihnen gelesenen Blogs, nicht zuletzt, um Traffic auf ihre eigenen Blogs zu lenken. In gewisser Weise dreht sich also die Blogosphäre um sich selbst.
Trotz allem fungieren die bloglesenden Blogger natürlich als Multiplikatoren. Sie tragen die Botschaften der anderen, wenn sie denn interessant aufbereitet sind, hinaus in die Blogosphäre und erreichen neben diesen jungen bloggenden bloglesenden gebildeten arbeitenden Männern immer auch noch ein paar andere.
Aber auch diese anderen dürfte man auch mit der Art von Informationen erreichen, die der typische Blogleser sucht: Neues und Unbekanntes, das er in anderen Medien nicht erfahren kann, Hintergründe zu aktuellen Themen und Trends, außerdem Empfehlungen, Tipps und Tricks. Nicht zu unterschätzen ist die Tatsache, dass die Leser Unternehmensblogs lesen, weil es ihnen Spaß macht und unterhaltsam ist.
Wer also mit einem Blog erfolgreich werden will, sollte Neues, Einzigartiges unterhaltsam aufbereiten. Dann freuen sich auch die Leser. Oder?
Die vollständige Studie lässt sich übrigens hier downloaden
Donnerstag, 12. Juni 2008
Tag für Tag trudeln bei uns so um die 20 Pressemitteilungen von Agenturen, PRlern etc. ein.
Mittlerweile kennen wir da gar nix mehr und bilden jene, die wir für passend, mehrwertig oder interesant halten, gerne hier ab.
Leider kommt es immer wieder vor, das besonders ausgebuffte Zeitgenossen uns statt Wissenswertem einfach nur Werbung unterjubeln wollen.
Gewöhnlich verweisen wir dann auf Punkt 2 unserer FAQ oder auf eine schon mehrfach ausgestrahlte Sendung.
Was man sich im Hause der MSH AND MORE Werbeagentur oder auch in den Hallen der Westdeutschen Akademie für Kommunikation zur Bewerbung des Studienganges zum/zur Fachwirt/in Online-Marketing ausgedacht hat übertrifft jedoch alles bisher dagewesene.
Wir bitten Sie, uns zu helfen diesen Studiengang bekannt zu machen, indem Sie diese Info auf Ihrer Seite http://www.marketing-blog.biz/ veröffentlichen. Zur einfachen Handhabung schicke ich Ihnen eine fertige Version des Bolgtextes mit.
Eine fertige Version des Blogtextes. !!! ??? Kostenlose Werbung für einen nicht ganz billigen Studiengang, den die Agenturverantwortlichen scheinbar selbst nie belegt haben?
Und das bringt mich zurück zur Frage: Muß man Blogger ernst nehmen?
Nein!
Blogleser aber schon!
Deshalb, liebe Lisa, lieber Jürgen, und weil ich den Text (mit dem vertraulichen Du) auch noch scheisse finde, gibt es hier kein vorgefertigtes Blogposting.
Freitag, 11. April 2008
1. Der Mindestlohn im deutschen Abbruch- und Abwrackgewerbe beträgt aktuell 9,10 € bis 11,96 € pro Arbeitsstunde.
2. Die Weblike Internetagentur aus München bietet derzeit einen Job als Problogger zu folgenden Konditionen:
- Monatl. Vergütung von mind. 200,00€ über PayPal
- Bonuszahlung von 50€ pro Monat bei stark wachsenden Besucherzahlen
- Rund 6 Posts pro Woche, d.h. 3 pro Blog
- Aktive und freundliche Blog- und Userbetreuung
Die hier nicht weiter zitierten aber dort genannten Anforderungen lassen auf echte Facharbeit schließen.
Jetzt hab ich glatt vergessen, wie ich einen Zusammenhang zwischen diesen beiden Meldungen herstellen wollte.
Dienstag, 18. September 2007
Vor einigen Tagen habe ich hier einige Gedanken zu trigami veröffentlicht.
Nach wie vor halte ich das trigami-Konzept für gut. Zur Suchmaschinenoptimierung.
Und nur zur Suchmaschinenoptimierung.
Remo Uherek, CEO von trigami widersprach mir mittels Kommentar:
Als erstes finde ich es schade, dass Du den grössten Teil der Argumentation auf SEO stützt. SEO ist nicht der Grund, warum es trigami gibt. Wir sind an Gesprächen (frei nach dem Motto "Märkte sind Gespräche") interessiert. Wir haben Kunden, die nur an Linkbuying interessiert waren, auch schon abgelehnt, denn wir (und sicherlich auch die Blogger) werden nicht gerne als SEO-Werkzeug missbraucht.
Ich hatte in meinem Post eine Auftragsanfrage eines Shoppingportals aufgegriffen in der es um das Thema “Bett” ging.
Deswegen ist es auch wichtig festzuhalten, dass Kunden die Linktexte nicht vorgeben können. Vorgegebene Linktexte verletzen die redaktionelle Freiheit und werden von uns nicht toleriert. D.h. einen Link mit dem Linktext "Bett" wurde nie von unseren Bloggern verlangt. Ich entschuldige mich für dieses Missverständnis, denn die Darstellung im Briefing kann tatsächlich missverständlich sein ("Bett" ist der Titel des Produktes, der Titel hat aber nichts mit dem Linktext zu tun) - dies müssen wir verbessern.
Es ist sicher sehr anerkennenswert, dass Remo Uherek sehr schnell auf mein Posting reagierte. Nachdem ich mir die betreffende Ausschreibung sowie einige weitere nocheinmal angesehen habe, beschleicht mich jedoch das dumpfe Gefühl, dass er entweder selbst nicht recht weiss oder versteht, was in seinem Unternehmen abläuft, oder – wir wollen es nicht hoffen - dass er mich und die Leser dieses Blogs ... wollte.
Denn in der Auftragsbeschreibung heisst es:
Bitte den Begriff BETT verlinken. Eine besondere Herausstellung, Erwähnung des Einkaufsberaters ist nicht nötig. Ein einfacher Beitrag zum Thema Bett ist gewünscht.
(Screenshot)
Sowas muss man eigentlich mehrfach nachsprechen und es sich auf der Zunge zergehen lassen:
Eine besondere Herausstellung, Erwähnung des Einkaufsberaters ist nicht nötig.
Märkte sind Gespräche? Ohne offene Nennung der Marke, des Portals? 70 Euro (52,50 für den Blogger) für eine Bettgeschichte? (Ins Hotel?)
Ich halte es zwar nicht für Missbrauch, nicht mal für illegitim, aber für Suchmaschinenoptimierung allemal.
Zugestanden: Später in der Ausschreibung wird darauf hingewiesen, dass Linktexte redaktioneller Freiheit unterliegen und selbst sinnvoll gewählt werden können.
Der Satz davor lautet jedoch:
Mindestens 1 Link auf Bett muss in der Rezension eingebaut werden .
Und wie sich bei einer Google-Abfrage leicht herausfinden lässt war das Missverständnis wohl missverständlich genug für die teilnemenden Blogger.
Und eine Ausnahme ist es auch nicht. Ähnliche Angebote gab es zu Mikrowelle, Maus, Autoradio und Headset.
(Screenshot)
Nun gehöre ich wirklich nicht zu jener Blogger-Fraktion die allenthalben nach Transparenz, Transparenz und nochmal Transparenz geiffert. Aber he..., verscheissern lass ich mich dann auch nicht gerne.
Daher meine Bitte(n) an Remo Uherek und trigami:
- Kassiert und bezahlt angemessene und marktgerechte Kurse, macht Euch nicht zum billigen Jakob.
- Trennt die Bezahlung für Posting und Textlink. Das lohnt sich letztlich auch für Eure Kunden.
- Begrenzt die Laufzeit von Links und Postings auf maximal ein Jahr und verhandelt dann die Kurse neu. Das kommt auch Euch zugute.
Schafft Ihr das nicht, kommt vielleicht schon in Kürze jemand, der es besser und profitabler für alle macht.
Und an jene, die für trigami bloggen (was ich für völlig o.k. halte, zumal ich selbst mal dran dachte) ein Zitat aus irgendeinem amerikanischen Film, dessen Titel ich vergessen habe:
"Wer sich mit dem Teufel ins Bett legt, muss auch mit ihm vögeln."
Montag, 3. September 2007
Unter der Überschrift habe ich mir mehr versprochen, als das, was dann da auf Stern online zu lesen war. Ich wollte blind eine Unterstützungsaktion ins Leben rufen, weil weniger wahrlich mehr wäre, aber dann halt doch nur wieder was aus China, wo der kritische Blogger He Weihua von den Behörden in die Psychiatrie eingewiesen wurde, weil er gegen gestiegene Schweinefleischpreise protestiert und den Zusammenbruch der Kommunistische Partei wegen Korruption vorhergesagt hat.
Irgendwie langweilig. Aber die Überschrift, die gefiel mir
Montag, 2. Juli 2007
So sieht es bei mir aus:
42%How Addicted to Blogging Are You?
Wenn du wissen willst, wie es um dich bestellt ist, klicke einfach aufs Bild. Gott gibt's hier.
(via a su salud)
Montag, 15. Januar 2007
„Wie schnell und skrupellos die Chinesen im Kopieren sind, zeigt dieses Beispiel."
Mit diesen Worten kommentierte ein Berliner Blog-Betreiber einen Plagiatsfall in China. Die Busbauer von Zhongwei, die Adressaten des Vorwurfs, fühlten sich zu Unrecht angegangen, da sie vom chinesischen staatlichen Amt für geistige Eigentümer für den Bus bereits das offizielle Patentzeugnis erhalten haben wollen. Dass die Presse aber weitgehend den deutschen Busbauern gefolgt sei, habe, so schreibt Zhongwei in seiner Klageschrift, „großen sozialen Einfluss gemacht und das Unternehmensansehen sowie Handelsruf des Klaegers stark schaedigt.“ Stimmt, ich habe seitdem auch nichts mehr aus Zhongwei erworben ... - zumindest nicht bewusst.
Das chinesische Gericht erklärte die Klage von Zhongwei auf unlauteren Wettbewerb für zulässig und bestellte die Beklagten für 9 Uhr am 17. Juli 2007 Beijinger Zeit nach Yancheng, China.
Diese Zeilen auf sueddeutsche.de haben doch sofort mein Interesse geweckt. Zum einen, weil ich Übersetzung putzig fand, zum anderen, weil ich mal wieder an Schillers weise Worte denken musste:
Gefährlich ist's, den Leu zu wecken,
gar schrecklich ist des Tigers Zahn.
Doch der Schrecklichste der Schrecken
ist der Mensch in seinem Wahn.
(oder so)
Freitag, 20. Oktober 2006
Heute keine Eskalation, kein PR-Gau, keine Firmenschelte.
Heute: Lobgesang.
Einer von uns, ein Blogger, noch dazu einer mit Hingabe und Engagement, ist nominiert. Nicht von irgendwem und auch nicht für irgendeinen Blog-Award, nicht für die schönste Nase oder den deutschen Fernsehpreis.
Es geht um mehr:
Es geht um den Preis der Arbeit
Der Preis der Arbeit zeichnet Einzelbetriebe aus, deren unternehmerische Entscheidungen wirtschaftliche, soziale, ökologische, emanzipatorische und demokratische Kriterien in herausragender Weise erfüllen.
Und nominiert sind die Nachhaltigkeits-Blogger von der Möbelmacher GmbH.
Vote for Mathias, Michael, Nina, Pascual und Herwig!
( Meine Stimme)
Montag, 16. Oktober 2006
 ... und mir über einen sehr vertrauenswürdigen Mittelsmann den gewünschten Job als Chief Executive Blogger angeboten.
Alles Weitere ist eigentlich nur noch Formsache...
Ist ja auch kein Wunder: Schliesslich weiss spätestens seit dem 6.Oktober Google und wahrscheinlich die ganze Welt, dass die Besserwerber leicht zu integrieren wären...
Samstag, 14. Oktober 2006
Nur ein Fingerzeig - es wird hier keine Wiederholung geben - in Richtung " Deutsche Blogcharts" bzw. " Crap List No.1".
Wer über den amtlichen Charakter diskutieren möchte, der ist herzlich auf ein Kaffeekränzchen eingeladen, zu dem ich sicher auch ne Kamera und meine englischen Restvokabeln rauskramen werde.
Die deutschsprachigen Top-100 Blogs (und ein paar gequetschte) lt. Alexa (heutiger Stand, Fehler und Nichtbeachtungen garantiert).
Blogs, die unter den Domains twoday.net, blogsport.com, blog.de, blogg.de, antville.org, mydesignblog.de, blogger.de laufen, wurden nicht berücksichtigt, da sie von alexa nicht separat ausgewertet werden.
Ehrensenf Internet TV 10673
BILDblog 11442
Dr. Web Magazin 16552
Webmaster & SEO Blog 22075
Hans Wurst 23801
law blog 23819
Der Shopblogger 23903
sinn-frei.com 28727
Webmaster Blog 28729
Spreeblick 28771
"Der Blogger als Edelmann oder "your list is crap pt.2"" vollständig lesen
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Kommentare
So, 06.07.2008 00:14
Hier noch ein neues Artikelverzeichnis, welches sich hauptsächlich mit Eigenbau Anleitungen be [...]
Sa, 05.07.2008 22:51
Toll, dass Sie beide den Tipp gut finden. Es kommt bei einer Rede oder Präsentation tatsächlic [...]
Sa, 05.07.2008 08:09
Vielen Dank für den Zuwurf und ein schönes Wochenende!
Fr, 04.07.2008 22:02
scharfsinnig beobachtet! die "schönsten" Eigentore als Präsenter schießt man sich halt immer n [...]
Fr, 04.07.2008 21:08
Beim zappen durch Premiere hab ich dann doch noch ein Spiel anzusehen. Nach so viel Fussball E [...]
Fr, 04.07.2008 17:24
Super! Das sind wohl die kleinen aber feinen Unterschiede, die in der Gesamtheit eine Präsenta [...]
Fr, 04.07.2008 11:28
Was vor lauter Schreck mach ich denn dann dieses Wochenende? Zum Glück gibts dann noch die For [...]
Fr, 04.07.2008 11:07
Danke! Stimmt ja die Bundesliga läuft erst wieder im August. Irgendwie hatte man sich an jeden [...]
Do, 03.07.2008 17:39
Ein wirklich wahres Sprichwort =D Sehr interessanter blog hier, macht Spass zu lesen...
Mi, 02.07.2008 13:21
Getreu dem Motto: Neues muß nicht immer gut sein!
Mi, 02.07.2008 13:17
... ist es nicht überall so? Egal auf welcher Seite des Schreibtisches man sich befindet, eine [...]
Mi, 02.07.2008 11:24
Ach ja: In unserem Fall kann der Journalist entscheiden, ob diese Grenze zwischen ihm und den [...]
Mi, 02.07.2008 11:22
Im Bereich des Filmjournalismus zum Beispiel gibt es eine Grenze (über die ich dieser Tage sow [...]
Mi, 02.07.2008 10:41
Unter den Marketing- Weblogs findet ein kleiner Fackellauf statt und auch ich habe ein Stöcken [...]
Mo, 30.06.2008 17:23
Hmm, erinnert mich an Googles Kampagne mit dem Plakat und der Formel, als sie Programmierer suchten.
Fr, 27.06.2008 14:11
Na, ich bin ja mal gespannt wer hier das Beste Routing hat
Fr, 27.06.2008 14:07
Und schon ist es weg und auf dem Weg nach Leverkusen.
Di, 24.06.2008 16:38
In der Marketing- und Kommunikationsbranche gibt es besonders viele Fachblogs, zumindest is [...]
Mo, 23.06.2008 17:19
Ich kann nur sagen, dass wir mit den Artikelverzeichnissen bislang noch immer Erfolge einfahre [...]
Mi, 18.06.2008 10:01
Ja, da freuen sich die Leser! Noch als Ergänzung. Es war weniger die Uni Fribourg selbst, die [...]