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Abbruch- und Abwrackgewerbe

1. Der Mindestlohn im deutschen Abbruch- und Abwrackgewerbe beträgt aktuell 9,10 € bis 11,96 € pro Arbeitsstunde.

2. Die Weblike Internetagentur aus München bietet derzeit einen Job als Problogger zu folgenden Konditionen:

- Monatl. Vergütung von mind. 200,00€ über PayPal
- Bonuszahlung von 50€ pro Monat bei stark wachsenden Besucherzahlen
- Rund 6 Posts pro Woche, d.h. 3 pro Blog
- Aktive und freundliche Blog- und Userbetreuung

Die hier nicht weiter zitierten aber dort genannten Anforderungen lassen auf echte Facharbeit schließen.


Jetzt hab ich glatt vergessen, wie ich einen Zusammenhang zwischen diesen beiden Meldungen herstellen wollte.

Im Bett mit trigami

Vor einigen Tagen habe ich hier einige Gedanken zu trigami veröffentlicht.
Nach wie vor halte ich das trigami-Konzept für gut. Zur Suchmaschinenoptimierung.
Und nur zur Suchmaschinenoptimierung.

Remo Uherek, CEO von trigami widersprach mir mittels Kommentar:

Als erstes finde ich es schade, dass Du den grössten Teil der Argumentation auf SEO stützt. SEO ist nicht der Grund, warum es trigami gibt. Wir sind an Gesprächen (frei nach dem Motto "Märkte sind Gespräche") interessiert. Wir haben Kunden, die nur an Linkbuying interessiert waren, auch schon abgelehnt, denn wir (und sicherlich auch die Blogger) werden nicht gerne als SEO-Werkzeug missbraucht.


Ich hatte in meinem Post eine Auftragsanfrage eines Shoppingportals aufgegriffen in der es um das Thema “Bett” ging.

Deswegen ist es auch wichtig festzuhalten, dass Kunden die Linktexte nicht vorgeben können. Vorgegebene Linktexte verletzen die redaktionelle Freiheit und werden von uns nicht toleriert. D.h. einen Link mit dem Linktext "Bett" wurde nie von unseren Bloggern verlangt. Ich entschuldige mich für dieses Missverständnis, denn die Darstellung im Briefing kann tatsächlich missverständlich sein ("Bett" ist der Titel des Produktes, der Titel hat aber nichts mit dem Linktext zu tun) - dies müssen wir verbessern.


Es ist sicher sehr anerkennenswert, dass Remo Uherek sehr schnell auf mein Posting reagierte. Nachdem ich mir die betreffende Ausschreibung sowie einige weitere nocheinmal angesehen habe, beschleicht mich jedoch das dumpfe Gefühl, dass er entweder selbst nicht recht weiss oder versteht, was in seinem Unternehmen abläuft, oder – wir wollen es nicht hoffen - dass er mich und die Leser dieses Blogs ... wollte.

Denn in der Auftragsbeschreibung heisst es:

Bitte den Begriff BETT verlinken. Eine besondere Herausstellung, Erwähnung des Einkaufsberaters ist nicht nötig. Ein einfacher Beitrag zum Thema Bett ist gewünscht.

(Screenshot)

Sowas muss man eigentlich mehrfach nachsprechen und es sich auf der Zunge zergehen lassen:
Eine besondere Herausstellung, Erwähnung des Einkaufsberaters ist nicht nötig.

Märkte sind Gespräche? Ohne offene Nennung der Marke, des Portals? 70 Euro (52,50 für den Blogger) für eine Bettgeschichte? (Ins Hotel?)
Ich halte es zwar nicht für Missbrauch, nicht mal für illegitim, aber für Suchmaschinenoptimierung allemal.

Zugestanden: Später in der Ausschreibung wird darauf hingewiesen, dass Linktexte redaktioneller Freiheit unterliegen und selbst sinnvoll gewählt werden können.
Der Satz davor lautet jedoch:

Mindestens 1 Link auf Bett muss in der Rezension eingebaut werden
.

Und wie sich bei einer Google-Abfrage leicht herausfinden lässt war das Missverständnis wohl missverständlich genug für die teilnemenden Blogger.
Und eine Ausnahme ist es auch nicht. Ähnliche Angebote gab es zu Mikrowelle, Maus, Autoradio und Headset.
(Screenshot)


Nun gehöre ich wirklich nicht zu jener Blogger-Fraktion die allenthalben nach Transparenz, Transparenz und nochmal Transparenz geiffert. Aber he..., verscheissern lass ich mich dann auch nicht gerne.

Daher meine Bitte(n) an Remo Uherek und trigami:

- Kassiert und bezahlt angemessene und marktgerechte Kurse, macht Euch nicht zum billigen Jakob.
- Trennt die Bezahlung für Posting und Textlink. Das lohnt sich letztlich auch für Eure Kunden.
- Begrenzt die Laufzeit von Links und Postings auf maximal ein Jahr und verhandelt dann die Kurse neu. Das kommt auch Euch zugute.

Schafft Ihr das nicht, kommt vielleicht schon in Kürze jemand, der es besser und profitabler für alle macht.

Und an jene, die für trigami bloggen (was ich für völlig o.k. halte, zumal ich selbst mal dran dachte) ein Zitat aus irgendeinem amerikanischen Film, dessen Titel ich vergessen habe:

"Wer sich mit dem Teufel ins Bett legt, muss auch mit ihm vögeln."

Suchtblogger?

So sieht es bei mir aus:

42%How Addicted to Blogging Are You?
Wenn du wissen willst, wie es um dich bestellt ist, klicke einfach aufs Bild. Gott gibt's hier.

(via a su salud)

Blogger in den Bau?

„Wie schnell und skrupellos die Chinesen im Kopieren sind, zeigt dieses Beispiel."

Mit diesen Worten kommentierte ein Berliner Blog-Betreiber einen Plagiatsfall in China. Die Busbauer von Zhongwei, die Adressaten des Vorwurfs, fühlten sich zu Unrecht angegangen, da sie vom chinesischen staatlichen Amt für geistige Eigentümer für den Bus bereits das offizielle Patentzeugnis erhalten haben wollen. Dass die Presse aber weitgehend den deutschen Busbauern gefolgt sei, habe, so schreibt Zhongwei in seiner Klageschrift, „großen sozialen Einfluss gemacht und das Unternehmensansehen sowie Handelsruf des Klaegers stark schaedigt.“ Stimmt, ich habe seitdem auch nichts mehr aus Zhongwei erworben ... - zumindest nicht bewusst.

Das chinesische Gericht erklärte die Klage von Zhongwei auf unlauteren Wettbewerb für zulässig und bestellte die Beklagten für 9 Uhr am 17. Juli 2007 Beijinger Zeit nach Yancheng, China.

Diese Zeilen auf sueddeutsche.de haben doch sofort mein Interesse geweckt. Zum einen, weil ich Übersetzung putzig fand, zum anderen, weil ich mal wieder an Schillers weise Worte denken musste:

Gefährlich ist's, den Leu zu wecken,
gar schrecklich ist des Tigers Zahn.
Doch der Schrecklichste der Schrecken
ist der Mensch in seinem Wahn.

(oder so)

Der Preis der Arbeit

Heute keine Eskalation, kein PR-Gau, keine Firmenschelte.

Heute: Lobgesang.

Einer von uns, ein Blogger, noch dazu einer mit Hingabe und Engagement, ist nominiert. Nicht von irgendwem und auch nicht für irgendeinen Blog-Award, nicht für die schönste Nase oder den deutschen Fernsehpreis.
Es geht um mehr:

Es geht um den Preis der Arbeit

Der Preis der Arbeit zeichnet Einzelbetriebe aus, deren unternehmerische Entscheidungen wirtschaftliche, soziale, ökologische, emanzipatorische und demokratische Kriterien in herausragender Weise erfüllen.


Und nominiert sind die Nachhaltigkeits-Blogger von der Möbelmacher GmbH.

Vote for Mathias, Michael, Nina, Pascual und Herwig!

(Meine Stimme)

Edelman hat angerufen...

... und mir über einen sehr vertrauenswürdigen Mittelsmann den gewünschten Job als Chief Executive Blogger angeboten.
Alles Weitere ist eigentlich nur noch Formsache...

Ist ja auch kein Wunder: Schliesslich weiss spätestens seit dem 6.Oktober Google und wahrscheinlich die ganze Welt, dass die Besserwerber leicht zu integrieren wären...
Europadruck

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