Mittwoch, 12. September 2007
12:41
Faites vos nomes, s'il-vous plait!
Jetzt isses raus und alle kennen nun die Antwort auf die Frage: Wer macht denn so was?
EVONIK.
Ein Unternehmen, das keine AKWs aus Sand baut oder Rasenmäher mit 10 Metergestänge, sondern es ist
Und das heißt EVONIK? Wer macht denn so was?
Brandingagenturen haben einen nicht leichten, aber tollen Job. Sie müssen einen Namen erfinden. Einen Namen, den man sich leicht merken kann, den man mit dem Metier assoziiert, den man überhaupt positiv assoziiert und zwar in allen Märkten, in denen man aktiv ist. (Jeder kennt ja wohl jeder das Missgeschick von Mitsubishi einen Geländewagen "Wichser" zu nennen (zumindest versteht man das im spanischsprechenden Teil von Südamerika unter "Pajero"). Besser machten es da die ladies and gentlemen von Rolls-Royce, die ihren "Silver Mist" in Deutschland einfach "Phantom IV" nennen.)
EVO = Präfix für EVOlution, inklusive Energie plus Volt
NIK = typisches Suffix für Bereiche, in denen es um Kraft geht: TechNIK, TektoNIK, MechatroNIK
Respekt: Schön und einfach herleitbar. Entsprechend leicht verdientes Geld. (Was immer die Agentur bekam, ich mach's für 75% davon, wenn das Benchmark bzw. die Erwartungshaltung ist.) Denn einprägsam ist es nicht. Und irgendwie erinnert mich der Name an den Arzneikürbis.
Aber den Hang zur pharmazeutischen Nomenklatur ist ja auch grad aktuell: KarstadtQuelle AG heißt ja auch nicht mehr KarstadtQuelle AG. Warum auch? Kennt ja jeder. Da muss dann schon was Internationales her. Und es kam ebenfalls als ein Präparat daher: "Arcandor". Lindert Schmerzen bei akuter Shoppingmanie?
Oder handelt es sich bei dem Namen doch eher um einen Filmfilmtitel:
"Arcandor - Der Stamm hinter den Horizonten"?
Was immer es ist, eins ist es sicher: Müll!
Hat wer noch mehr lustige Beispiele?
EVONIK.
Ein Unternehmen, das keine AKWs aus Sand baut oder Rasenmäher mit 10 Metergestänge, sondern es ist
weltweit führend in der Spezialchemie.
fünftgrößter deutscher Stromerzeuger
Markt- und Technologieführer in Planung, Bau und Betrieb hocheffizienter Steinkohlekraftwerke. (RAG läst grüßen)
einer der großen privaten Wohnungsgesellschaften
Und das heißt EVONIK? Wer macht denn so was?
Brandingagenturen haben einen nicht leichten, aber tollen Job. Sie müssen einen Namen erfinden. Einen Namen, den man sich leicht merken kann, den man mit dem Metier assoziiert, den man überhaupt positiv assoziiert und zwar in allen Märkten, in denen man aktiv ist. (Jeder kennt ja wohl jeder das Missgeschick von Mitsubishi einen Geländewagen "Wichser" zu nennen (zumindest versteht man das im spanischsprechenden Teil von Südamerika unter "Pajero"). Besser machten es da die ladies and gentlemen von Rolls-Royce, die ihren "Silver Mist" in Deutschland einfach "Phantom IV" nennen.)
EVO = Präfix für EVOlution, inklusive Energie plus Volt
NIK = typisches Suffix für Bereiche, in denen es um Kraft geht: TechNIK, TektoNIK, MechatroNIK
Respekt: Schön und einfach herleitbar. Entsprechend leicht verdientes Geld. (Was immer die Agentur bekam, ich mach's für 75% davon, wenn das Benchmark bzw. die Erwartungshaltung ist.) Denn einprägsam ist es nicht. Und irgendwie erinnert mich der Name an den Arzneikürbis.
Aber den Hang zur pharmazeutischen Nomenklatur ist ja auch grad aktuell: KarstadtQuelle AG heißt ja auch nicht mehr KarstadtQuelle AG. Warum auch? Kennt ja jeder. Da muss dann schon was Internationales her. Und es kam ebenfalls als ein Präparat daher: "Arcandor". Lindert Schmerzen bei akuter Shoppingmanie?
Oder handelt es sich bei dem Namen doch eher um einen Filmfilmtitel:
"Arcandor - Der Stamm hinter den Horizonten"?
Was immer es ist, eins ist es sicher: Müll!
Hat wer noch mehr lustige Beispiele?
Geschrieben von Heiko Walkenhorst in Meta-Marketing
2 Kommentare - 0 Trackbacks
Im richtigen Leben arbeite ich für Deutschlands führenden Großhändler für Telekommunikationsprodukte. Neulich in der Mittagspause zeigte mir ein Kollege aus dem Vertrieb ein Seniorenhandy, welches die ältesten Mobiltelefone, die ich je gesehen hatte, an Größe noch übertraf. Sofort überkam mich der Wunsch, das Mobiltelefon zu kaufen. Zwar gehöre ich mit 37 noch nicht der entsprechenden Zielgruppe an, aber mir gefiel die Vorstellung, mit einem Mobiltelefon dieser Größe im Cafe bei einer Tasse Espresso ein Telefonat entgegen zu nehmen. Sicher zieht man damit die staunenden Blicke auf sich.
