Donnerstag, 19. Juli 2007
14:26
Presseverhinderer is watching you!
Die größten Presseverhinderer sind leider häufig Leute, mit denen man sich nur ungern anlegt. Wenn man es tut, dann hat das meist negative Konsequenzen. Die Rede ist hier von den Chefs. Und zwar genau von denen, die den Pressesprechern in den Unternehmen etwas zu sagen haben. Oft sind das leider Leute, die sich durch große Beratungsresistenz auszeichnen.
Als ich einst Pressesprecherin war, erlebte ich einen schönen Fall von gezielter Presseverhinderung. Mein damaliger Chef, Maschinenbauingenieur und Geschäftsführer einer GmbH & Co. KG, wollte unbedingt ein Thema in die Fachpresse bringen, das dafür nur äußerst bedingt geeignet war. Eine Besuchergruppe aus China wollte sich über das Unternehmen informieren.
Das spielte sich zu einer Zeit ab, als der momentan grassierende Nachrichtenboom zum Thema China noch nicht einmal im Ansatz begonnen hatte. Die von uns regelmäßig mit Unternehmensmeldungen versorgte Fachpresse für Auto-Werkstätten in Deutschland interessierte sich damals leider herzlich wenig für Delegationen aus China...
Also tat ich es: ich sagte meinem Chef, dass es eventuell doch keine so gute Idee sei, mit dieser doch sehr wenig interessanten Meldung Redaktionen zu langweilen, die doch schon genug Informationen bekämen. Dazu kam übrigens ein echt grottenschlechtes Gruppenfoto mit den Chinesen. Ein Amateurfoto mit niedriger Auflösung, auf dem sowieso nichts zu erkennen war. Es machte leider auch niemanden neugierig.
Ehrlich gesagt: mir war es peinlich, eine solche Sache unters Volk bringen zu müssen. Ich versuchte den Chef zu überzeugen, dass die Geschichte eh niemand bringen würde und dass wir damit eher mehr kaputt machen würden als gute Beziehungen aufzubauen. Er wollte es trotzdem. Das Dumme war: er war der Chef.
Also schrieb ich eine Pressemitteilung. Ich versuchte echt noch, der Sache irgendwas Positives abzugewinnen, aber es gelang mir nicht. Ich verschickte den Text mit Bild und harrte der Dinge, die da kamen.
Raten Sie mal, wie oft die Geschichte den Weg in die Zeitschriften fand. Null mal. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass mich dies mit großer Genugtuung erfüllte. Noch nicht einmal die täglich erscheinenden elektronischen Newsletter, die froh über jede noch so kleine Nachricht waren, erbarmten sich der erbärmlichen Story.
Als ich einst Pressesprecherin war, erlebte ich einen schönen Fall von gezielter Presseverhinderung. Mein damaliger Chef, Maschinenbauingenieur und Geschäftsführer einer GmbH & Co. KG, wollte unbedingt ein Thema in die Fachpresse bringen, das dafür nur äußerst bedingt geeignet war. Eine Besuchergruppe aus China wollte sich über das Unternehmen informieren.
Das spielte sich zu einer Zeit ab, als der momentan grassierende Nachrichtenboom zum Thema China noch nicht einmal im Ansatz begonnen hatte. Die von uns regelmäßig mit Unternehmensmeldungen versorgte Fachpresse für Auto-Werkstätten in Deutschland interessierte sich damals leider herzlich wenig für Delegationen aus China...
Also tat ich es: ich sagte meinem Chef, dass es eventuell doch keine so gute Idee sei, mit dieser doch sehr wenig interessanten Meldung Redaktionen zu langweilen, die doch schon genug Informationen bekämen. Dazu kam übrigens ein echt grottenschlechtes Gruppenfoto mit den Chinesen. Ein Amateurfoto mit niedriger Auflösung, auf dem sowieso nichts zu erkennen war. Es machte leider auch niemanden neugierig.
Ehrlich gesagt: mir war es peinlich, eine solche Sache unters Volk bringen zu müssen. Ich versuchte den Chef zu überzeugen, dass die Geschichte eh niemand bringen würde und dass wir damit eher mehr kaputt machen würden als gute Beziehungen aufzubauen. Er wollte es trotzdem. Das Dumme war: er war der Chef.
Also schrieb ich eine Pressemitteilung. Ich versuchte echt noch, der Sache irgendwas Positives abzugewinnen, aber es gelang mir nicht. Ich verschickte den Text mit Bild und harrte der Dinge, die da kamen.
Raten Sie mal, wie oft die Geschichte den Weg in die Zeitschriften fand. Null mal. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass mich dies mit großer Genugtuung erfüllte. Noch nicht einmal die täglich erscheinenden elektronischen Newsletter, die froh über jede noch so kleine Nachricht waren, erbarmten sich der erbärmlichen Story.
Geschrieben von Frauke Weber in Public Relations
1 Kommentar - 0 Trackbacks
Tags für diesen Artikel: chef, china, journalist, oeffentlichkeitsarbeit, pressefoto, presseverhinderer, Public Relations

