Der Flop - Unternehmensblogs

Absolit bringt es an den Tag: die meisten Unternehmensblogs haben sich als Flop erwiesen. In der neuen Studie „Online-Marketing-Trends 2009“ haben absolit und die Rogator AG herausgefunden, dass sich die meisten Corporate Blogger wohl schwer tun, ihr Thema interessant zu vermitteln. Das Fazit von Torsten Schwarz:

„Außer Frosta, Walther und dem Shopblogger gibt es nur wenige Beispiele guter Unternehmensblogs“


Und das wundert wenig. Die meisten sind doch wohl eher Plattformen, auf denen man versucht, glattgebügeltes PR-lisch ans Volk zu bringen. Und das funktioniert eben nicht. Wer sich die Mühe macht, einen Blog zu betreiben, sollte auch das Ziel haben, seine Leser bei der Stange zu halten. Die mögen nicht so sehr die rosarote Hochglanz-Schmuse-Welt. Die wollen entweder Unterhaltung oder Fakten und am liebsten beides.

Die Folge ist wohl, dass wieder einmal einige PR-Etats sinnlos im Universum verpufft sind. Der Ruf derjeniger, die das Instrument Blog als Allheilmittel gepriesen hatten, ist jetzt hoffentlich beschädigt. Die Chancen derer, die wirklich gute Blogs machen wollen, dürften jedoch nach wie vor ganz gut stehen.

Den Blogleser besser kennen lernen

Universitäten lassen Leute studieren. Und die veröffentlichen dann irgendwann mal eine Studie. Die Universität Fribourg in der Schweiz hat kürzlich eine Studie über die Nutzer von Corporate Blogs veröffentlicht. Eine Zusammenfassung der Studie gab es im PR-Agentur-Blog. Und auch wenn die Ergebnisse wenig erstaunlich sind, so sollte man sie nicht unterschätzen.

Der größte Teil der Blogleser ist männlich. 81 Prozent ist ein stattlicher Anteil. Außerdem sind sie hochspezialisiert, gebildet und informationshungrig. Und obwohl sie gar nicht mal so wenig Zeit mit der Lektüre von Blogs verbringen, haben diese gebildeten jungen Männer einen Job, zehn Prozent gehören sogar einer Unternehmensleitung an. Außerdem lesen sie nicht nur Blogs, sondern sie betreiben häufig auch selbst eins.

47 Prozent der Blogleser betreiben ein privates, 32 Prozent ein Themenblog und 21,5 Prozent ein journalistisches oder anderes Blog. Und natürlich schreiben diese Menschen auch Kommentare in die von ihnen gelesenen Blogs, nicht zuletzt, um Traffic auf ihre eigenen Blogs zu lenken. In gewisser Weise dreht sich also die Blogosphäre um sich selbst.

Trotz allem fungieren die bloglesenden Blogger natürlich als Multiplikatoren. Sie tragen die Botschaften der anderen, wenn sie denn interessant aufbereitet sind, hinaus in die Blogosphäre und erreichen neben diesen jungen bloggenden bloglesenden gebildeten arbeitenden Männern immer auch noch ein paar andere.

Aber auch diese anderen dürfte man auch mit der Art von Informationen erreichen, die der typische Blogleser sucht: Neues und Unbekanntes, das er in anderen Medien nicht erfahren kann, Hintergründe zu aktuellen Themen und Trends, außerdem Empfehlungen, Tipps und Tricks. Nicht zu unterschätzen ist die Tatsache, dass die Leser Unternehmensblogs lesen, weil es ihnen Spaß macht und unterhaltsam ist.

Wer also mit einem Blog erfolgreich werden will, sollte Neues, Einzigartiges unterhaltsam aufbereiten. Dann freuen sich auch die Leser. Oder?


Die vollständige Studie lässt sich übrigens hier downloaden

Katharina II. oder "Spiel es noch einmal, Sam!"

Am 23. September erschien hier im Blog ein Interview mit Dr. Darius Khoschlessan. Das ist deshalb bemerkenswert, weil das Interview die Idee zur Folge hatte, das Interview-Blog zu starten.
Heute erleben wir ein Deja-Vu. Weil das Prinzip mit den Interviews so gut funktioniert und weil es thematisch passte, habe ich heute Herrn Dr. Darius Khoschlessan für das Corporate-Blog von telefon.de interviewt. Jetzt lasse ich mich überraschen, ob die Interview-Schiene auch auf dieser Ebene funktioniert.

Im Interview-Blog gibt es diese Woche bisher drei Interviews mit professionellen Suchmaschinenoptimierern, die z.T. recht unterhaltsam sind…

Berufliches vom Majordomus II

Die vier ersten Arbeitstage beim neuen Arbeitgeber sind absolviert und schon ist ein neuer Corporate-Blog online. Da soll noch einer sagen, dass Marketing erst ein halbes Dutzend Powerpoint-Präsentationen erfordert. Andererseits, die eigentliche Arbeit kommt wohl erst jetzt. Aber was soll’s Blog-Marketing ist ja angeblich mega-angesagt.

Wer braucht eigentlich KEIN Corporate Blog?

Das ist eine sehr intelligente und gute Frage. Gestellt und auch gleich sehr ausführlich beantwortet wurde sie von Martin Oetting.

Geballte Kompetenz

Frank Herold Chef
teleorga B2B Telemarketing
F.Herold auf xing

Heiko Walkenhorst Wortführer
VerbAgentur
Werbeagentur Heidelberg
H. Walkenhorst auf xing

Dr. Frauke Weber PR-Päpstin
Öffentlichkeitsarbeit
F.Weber auf xing

Esther Rudolph Novesia
technology-charmed marketing + branding
E. Rudolph auf xing

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