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Auf den Hund gekommen

Düsseldorf ist die Stadt der Mode. Das wissen nicht nur Insider. Dass unser Cheffe dort residiert, sollte hierfür Zeichen genug sein. Nun aber gibt es noch ganz andere, die hierfür den Beweis liefern. Und das auf äußerst fulminante Art und Weise:

Eine Modenschau mit Hund! Jawohl.

Petwalk in Kaiserswerth, der kleine, feine Laden für Futter und Napf und Schnick und Schnack, rund um Hund und Katz veranstaltet die erste Düsseldorfer Modenschau mit Hunden!


Doch damit nicht genug:

Gela Reißenweber, die Inhaberin des Ladens aktivierte andere, bekannte Düsseldorfer Geschäftsleute und stellte eine Open-Air-Show zusammen, die sich sehen lassen kann: „CC petit mais raffiné“ präsentiert neben Casual Wear auch traumhafte Unterwäsche. „Die Modevilla“ mit der Designerin Mahi Degenring zeigt exklusive Business- und Cocktail-Mode.
„Honeymoon“ besticht mit hinreißenden Abendkleidern – und natürlich einem Brautkleid als Höhepunkt der Show. „Parfümerie Kann“ sorgt für das perfekte Make-up in den neuen Farben und „HaarWerk“ kümmert sich um die modisch-aktuellen Frisuren.


Was passierte in meinem Kopf, als ich das las? Ich fragte mich, wie wohl die Hunde in der Unterwäsche aussehen könnten. Schäferhund mit String-Tanga, Mops-Dame mit Spitzen-BH, das sind Sachen, die wir schon immer mal sehen wollten... Oder Pudel-Mädels im Hochzeitskleid. Aber der Höhepunkt sind sicherlich die Hunde-Make-ups.

Zum Glück wird man ja später noch darüber aufgeklärt, dass die Hunde zwar mit von der Partie sind, aber außerdem noch Models zum Einsatz kommen. Das beruhigt ungemein.

Trotz allem: getreu der goldenen PR-Regel, dass Tiere und Kinder immer gut sind für reichlich Berichterstattung, hat man hier eine witzige Verbindung geschaffen. Dass trotzdem nicht jeder auf Hund in Mäntelchen und Designer-Halsbänder steht, macht ja nix. Die können dann ja die Spitzenwäsche anschauen.

Weiteres pikantes Detail übrigens ist die Tatsache, dass hier eine Kölner PR-Agentur für ein Düsseldorfer Geschäft arbeitet. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Übrigens: Das Event steigt am kommenden Wochenende, am Sonntag den 2. September ab 14.30 Uhr in der neuen Fußgängerzone am Klemensplatz, Düsseldorf/Kaiserswerth. Vielleicht geht ja jemand hin.

Bürogemeinschaft in Düsseldorf (Nähe Medienhafen)

Mal was in ganz eigener Sache:

Aktuell ist in unserer Bürogemeinschaft in Düsseldorf (Nähe Medienhafen) ein schöner, kleiner, heller Raum frei.
13,46 Quadratmeter, abschliessbar, Glas-Schreibtich steht drin und kann (muß aber nicht) übernommmen werden, eine sehr nette Raumpflegerin kommt 2 mal in der Woche.

Neben angenehmer Arbeitsatmosphäre, unter Leuten, die sich allesamt auch gut verstehen, gibts einen schönen großen Konferenzraum (36 qm, repräsentativ) , der mitgenutzt werden kann.
Da kann man mal so richtig schön auf dicke Hose machen... - und es funzt.

Wer sich die Räumlichkeiten mal anschauen mag oder nur dem Chef beim Bloggen über die Schulter schauen mag, ruft unter 0211-9305715 kurz an, kommt dann in der Benzenbergstr.2 (4.OG mit Aufzug), 40219 Düsseldorf vorbei, klingelt bei "Bürogemeinschaft" und guckt einfach mal.

Natürlich gibts auch einen exquisiten Cappuccino aus einer voll eingerichteten Büroküche.
Wer den dann wegbringen muß, kann sich zwischen 2 nach Geschlechtern getrennten Nasszellen entscheiden.

Neben dem Chefe seine Telemarketing-Agentur gibts folgende Firmen in der Bürogemeinschaft:

Gast-Werk
Initiat
Instadia
JK Consulting
Techgalerie
... und ganz neu in der Bürogemeinschaft: artfact

Ach ja: Der Preis... liegt so bei 220 Euro pro Monat.
Telefon kann selbst beauftragt werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit beim Chef ne Nebenstelle für eine Pauschale anzumieten. Gleiches gilt fürs Netz.

Anbei noch ein paar Fotos vom Konfi, dem Eingangsbereich und dem nur teilzeitig anwesenden, sehr stillen und stubenreinem Bürohund Karl.

Die gloreichen 7. Erfolgsfaktoren Deutschlands.

Es sind wenige Dinge die uns immer wieder Stark gemacht haben. Die den Kopf aus der Schlinge gezogen haben. Deutschland ist immer dann am Stärksten, wenn niemand damit rechnet. Wenn es am Boden zerstört scheint. Auferstanden aus Ruinen - ist ein sehr deutsches Bild. Somit sind wir auf dem besten Weg, wieder mal von ganz hinten, nach ganz vorne zu kommen.

Aber da ist noch mehr. Was macht uns so besonders:

1. Das scheiß Wetter.
In einem Land, in dem 7 Monate das wetterliche Grauen herrscht, kann man nur eins tun - arbeiten. Der Dauerregen schafft Bruttosozialprodukt wie kein Anderer in diesem Land. Da muss man sich irgendwie beschäftigen. Oder abhauen. Aber dazu haben immer weniger das nötige Geld. Deshalb, ein positiver Standortfaktor ist und bleibt - das scheiß Wetter.

2. Die miese Stimmung.
In einem Land, in dem alle davon ausgehen, dass eigentlich nichts gut gehen kann. In dem alles schlecht geredet wird. Das kann man sich auf eines immer verlassen, auf seine kollektive Trotzreaktion. Das was mal aus Überheblichkeit geboren wurde, landet schon bald in der Realität und dann will der Deutsche allen zeigen wo der Hammer hängt und Bartel den Most holt. Wartet nur ab.

3. Das schlechte Umfeld.
Es ist einfach alles zu schön und glatt gewesen. Das kotzt den Deutschen an. Der deutsche ist dann am Besten wenn er alles wieder in Ordnung bringen kann. Dafür muss er aber erst alles in Unordnung bringen. Weil das niemand für ihn macht, muss er sogar das selbst machen. Wer würde das - außer der Deutsche - freiwillig für sein Land tun?

4. Die bodenlose Überheblichkeit.
Das ist ein Garant für die goldene Zukunft Deutschland. Made in Germany.German Quality. The german. It´s german. Just german. Wir glauben dass alle Atome die diesen Planeten zusammenhalten, von deutschen Teilchen gehalten werden. Das ist die Einstellung aus der echte Sieger gemacht sind. Du bist Deutschland. Du bist Patex. Deutschland ist Papst. Wir werden Weltmeister. Ach was rede ich, wir sind Weltmeister.

5. Die Lobby-Dichte.
Darauf ist verlass. Nichts ändert sich, wenn nicht die Richtigen daran profitieren. Kontinuität im Selbstbedienungsladen Lobby-Deutschland. Na, zu welcher gehören Sie? Keiner? Mist! Da bleiben Ihnen bis auf weiteres nur die Krümel. Oder treten Sie bei, dem Land der Vereine und Verbände. Es gibt viel zu mauscheln, fangen Sie an.

6. Die geografische Lage.
Wenig Küstenstreifen, wenn man mal Frankreich, Spanien, Portugal und England ansieht. Da bleibt keine Zeit am Strand rum zu hängen und den ganzen Tag zu kiffen. Keine wirklichen Berge, betrachtet man mal Österreich und die Schweiz. Das heißt, wir haben Weitblick. Egal in welche Richtung wir auch schauen. Grenzen über Grenzen. Außer Guatemala und Kyerbirgusistan grenzen alle Länder dieser Welt an unser Land. Die müssen immer an uns vorbei, wenn die an uns vorbei wollen.

7. Der Bermuda-Ruhrpott.
Wer uns nicht gefällt den schicken wir von Düsseldorf aus auf die alte B1 über Essen nach Gelsenkirchen. Der ist für immer weg. Da sind über 20 % der Arbeitsplätze verschwunden. Da ist das ganze Wirtschaftswunder der 50er drin versunken. Die ganze deutsche "Bloß nicht wieder die Bayern" Fußballhoffung. Da verschwindest auch Du, wenn Du nicht mitziehst.

Das sind 7 gute Gründe an Deutschland zu Glauben, weil man daran verzweifelt. So sind wir. Wenn wir alle am meisten ärgern wollen, dann werden wir auch noch Weltmeister. Es muss nur schiffen wie aus Kannen. Alle müssen gegen uns sein. Ein völlig desolates Umfeld in Form des DFBs. Der Trainer muss nur behaupten, dass wir natürlich im eigenen Land wie immer Weltmeister werden. Auf den Rängen dürfen nur Funktionäre und Lobbyisten sitzen. Das Turnier ist in Deutschland. Das Endspiel in Dortmund. Und der Bus von Brasilien fährt von Düsseldorf aus los. Dann nur dann werden wir Weltmeister. Und alle werden uns dafür hassen. Und wir werden uns genau darüber am meisten freuen.

Kampf der Drittklassigkeit

Da laufe ich, als Anhänger von Fortuna Düsseldorf, doch gleich mal rot weiss an:

VisAvis meldet:
FC St. Pauli gewinnt Marketing-Preis des Sports 2005
Der FC St. Pauli/St. Pauli Vermarktungs GmbH gewinnt für seine Werbekampagne „Viva St. Pauli“ den Marketing-Preis des Sports 2005!


Aber es gibt ja Hoffnung für Fortuna: Lieber Rainer Calmund, der du jetzt Mitglied im Aufsichtsrat bist: Bitte übernimm doch einfach das Marketingkonzept der St.Paulianer im Sinne des letzten Spielergebnisses der beiden Drittligisten, nämlich 1 zu 1. Das wäre sicher keine 100 % Lösung für unseren Verein, aber in dem Fall immer noch besser als wenn die Null steht.

Treffpunkt Theatermarketing

Auf den ersten Blick spannend: Die Theater in NRW wollen etwas unternehmen und haben sich ein Internet-Portal geschaffen um ihr Marketing anzukurbeln.

Da frage ich mich doch glatt: Wird mein Abo billiger, wenn´s denn gelingt?

Volle Häuser per Intranet: Theatermarketing-Portal gestartet

dpa DüSSELDORF. Ein bisher in der internationalen Bühnenlandschaft einmaliges Theatermarketing-Portal ist in Nordrhein- Westfalen an den Start gegangen. Per Intranet sollen den beteiligten Häusern Wissen über professionelles Marketing und gelungene Werbekampagnen vermittelt werden.

Das sagten NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) und der Vorsitzende der NRW-Intendantengruppe, Jens Pesel, am Freitag in Düsseldorf. Das Portal als „Ideenbörse“, an dem sich bisher 34 Theater an Rhein und Ruhr beteiligen, soll ab Januar 2007 auch bundesweit den Bühnen zur Verfügung stehen.

Theater seien mehr denn je auf zeitgemäße Werbemethoden, Kooperationen und Sponsoringmaßnahmen angewiesen, die in gelungenen Beispielen durch das Portal bekannt gemacht werden sollen, sagten Thoben und Pesel. Schließlich konkurrierten die Bühne mit einem ständig wachsenden Kultur- und Unterhaltungsangebot. Dennoch könnten nach Expertenschätzungen bis zu 40 Prozent der Bundesbürger als „theateraffin“ für einen Besuch in Schauspiel, Oper oder Konzert gewonnen werden, wenn sie entsprechend angesprochen würden, meinte die Wirtschaftsministerin. Pesel, Intendant der Krefeld- Mönchengladbacher Bühnen, warnte davor, unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten „das Produkt Theater“ leiden zu lassen.

Das in Kooperation mit namhaften Werbeagenturen entstandene Portal „Treffpunkt Theatermarketing“ biete großen Häusern einen Platz für den Ideen - und Erfahrungsaustausch. Kleinere Bühnen erhielten per Intranet die Chance, auch ohne großen Bestand an qualifiziertem Personal und mit schmalem Budget realisierbare Kampagnen zu entwickeln. So stellt beispielsweise eine Ruhrgebietsbühne ihr erfolgreiches Projekt der „Kostümpartnerschaften“ vor: Auch Bundesminister Franz Müntefering (SPD) hat bereits hier für ein Kostüm in seine Brieftasche gegriffen.


Man kann sich beim Aufruf der Seite www.treffpunkt-theatermarketing.de natürlich schon fragen, warum zum Geier hier eine Pressemitteilung verfasst wurde, wenn´s fürs gemeine Volk nix zu gucken gibt. Da hätte es ein Rundbrief vielleicht auch getan...

Das hat was von: morgens als erster ins Büro kommen, vollen Aschenbecher und Papierstapel auf´n Schreibtisch und dann behaupten, man hätte die ganze Nacht durchgearbeitet.
(Insofern natürlich gelungenes Marketing...)

Der Hinweis auf die Kostümpartnerschaften mag ja gut gemeint sein, mit Marketing hat das allerdings dann überhaupt nichts zu tun, wenn bei der entsprechenden Google-Suche dieses Ergebnis rauskommt: Meinten Sie: „Systempartnerschaften“
Wie Sie sehen, sehen Sie nix.
Aber vielleicht hat man die Internetpräsenz auch nur geschaffen um es jenen Schweizern gleich zu tun, die vor einiger Zeit eine wirklich gelungene Guerilla-Aktion losgetreten haben und um konspirativ ähnliches zu verabreden.
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