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Die besten Werbespots 2011 (III)

Nach Teil 1 und Teil 2 gibt es heute - folgerichtig - Teil 3 der besten Werbespots, Viralspots, TV-Spots aus 2011. Schwerpunkt heute: Lynx, Sex, Autos und eine Nuss.



Lynx 'My Angel Girlfriend'





BBH, London für Lynx

via adflash.eu





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Man spricht Deutsch - Porsche als Sprachwahrer

Kaum zu glauben, es gibt noch internationale Großkonzerne, in denen Deutsch gesprochen wird. Porsche wurde jetzt als Sprachwahrer des Jahres 2007 ausgezeichnet, und das noch vor Rolf Zuckowski. Weiterer illustrer Preisträger war im vergangenen Jahr "Wir sind Papst" Benedikt.

Auf ots lesen wir dieses:

Die DEUTSCHE SPRACHWELT gibt in ihrer neuesten Ausgabe, die zur Leipziger Buchmesse erscheint, die Sprachwahrer des Jahres 2007 bekannt. Bei der jüngsten Wahl unter den Lesern der Sprachzeitung gab die Porsche AG Gas und landete mit Vorsprung auf dem ersten Platz (33,8 Prozent). Dahinter gingen der Liedermacher Rolf Zuckowski (21,9 Prozent) und die CDU/CSU-Initiative "Sprachlicher Verbraucherschutz" (16,7 Prozent) auf den Plätzen 2 und 3 ins Ziel. Zuckowski schreibe für Kinder eingängige Lieder in ihrer Muttersprache, die fesselnder sind als die Musik aus der Konserve, hieß es. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion fühlte sich durch die Sprachwahrer-Nominierung der Initiative "Sprachlicher Verbraucherschutz" ermuntert, "für eine verständliche deutsche Sprache im Sinne aller Verbraucher einzutreten", so Verbraucherschutzbeauftragte Julia Klöckner.


Und warum hat nun Porsche diesen Preis erhalten?

2005/2006 konnte ein Deutsch-Lektor auf Island einen Porsche-Geländewagen nutzen, um an Schulen für die deutsche Sprache zu werben. Überzeugt habe der Wille, mit dem bewußten Einsatz von Deutsch als Unternehmenssprache den Einfallsreichtum der Ingenieure anzuspornen. Andere Konzerne wie BASF flüchteten hingegen regelrecht aus der deutschen Sprache. Die Nominierung Porsches wurde auch kritisch gesehen. "Autobild" hatte bemängelt, daß sich "bei allem Einfallsreichtum der Ingenieure" in Presseveröffentlichungen überflüssige Anglizismen eingeschlichen hätten. "Hier kann sich der Autobauer mit Sicherheit noch steigern", meinte der Chefredakteur der DEUTSCHEN SPRACHWELT, Thomas Paulwitz. Die Auszeichnung zum "Sprachwahrer" solle dabei eine besondere Verpflichtung sein.


Also, Deutsch ist immer noch hip. Und es gibt mindestens einen Deutschlehrer, der mal ganz schön bequem unterwegs war. Glückwunsch!

Wie heißt "Hotline" eigentlich auf deutsch?

Wissen Sie nicht? Oder gibt's keinen deutschen Ausdruck dafür? Nun, das können Sie ändern. Machen Sie hier Ihren Vorschlag.

Ich schlug einfach, wie ich nun mal so bin, "Auskunft" vor.

Denglisch und kein Ende

Wiederholt haben wir uns ja hier schon ausgelassen über Perlen der deutschen Sprache. Gerade ist mir wieder so ein prima Denglisch-Text über den Weg gelaufen. Es fällt ja auf, dass gerade bei Firmen, die im Internet unterwegs sind, eine extreme Inflation des Denglischen zu beobachten ist. Aber sehen Sie selbst:

Das Düsseldorfer Internet Start-up A better tomorrow launcht heute die neue Aktionsreihe „TeeDash“
Aufbauend auf dem großen Erfolg der „Cheap Friday“ Reihe, bei der es jeden Freitag ein Artikel aus dem Sortiment der Streetwear Community stark reduziert gibt, erweitern die Düsseldorfer ihr „Live Shopping“ Angebot. Beim Teedash gibt es besondere Designshirts nicht nur an einem Tag zu einem sehr guten Preis (12 Euro) sondern auch limitiert nur an diesem Tag. Das vorgestellte Design kann nach 24 Stunden definitv nicht mehr erworben werden. Los geht’s heute mit einem ausgefallenen Design des Ausnahmedesigners Dekorone auf www.a-better-tomorrow.com.


Klar, irgendwie kann man das verstehen. Aber ist es wirklich unbedingt nötig, so viel Denglisch zu produzieren? Und: will das die Zielgruppe wirklich? Die verstehen doch auch Deutsch, oder?

Wie deutsch ist BILD?

Eigentlich wollte ich ja fragen, ob wann BILD KLEB heißt, denn sie bringt ja nur noch Aufkleber raus, aber dann fiel mir ein weiteres Aktionslogo auf, das es (überraschenderweise (meiner Kenntnis nach)) noch nicht als Aufkleber gibt:



Vor einem Jahr hieß das noch "Schwarz-Rot-Geil". Und selbst vor ner Woche hieß es noch "Rettet die Erde" (heute steht drin, was es angeblich kostet: 60 Euro für jeden Deutschen). Dann gab's noch "Steuern runter!" und nicht zu vergessen: "Ein Herz für Kinder."

Alles Aufkleber, aber vor allem ohne Anglizismus. Ändern Sie das doch bitte, Herr Diekmann. Folgende drei Vorschläge sind umsonst:

Schönes Deutschland
Freutschland
Neues Deutschland

Werber, aller Disziplinen, reinigt Euch!

Weg mit dem Werbisch! Wie oft hört man diese Forderung, jetzt kann man seinen Beitrag dazu leisten: Wieder einmal verweisen wir auf die Aktion Lebendiges Deutsch der Stiftung Deutsche Sprache. Damals wurde eine deutsche Entsprechung für "Call Center" gesucht. Die Jury entschied sich für "Rufdienst."

Diesmal erbittet man Vorschläge für den Anglizismus "Slogan".
Slogan heißt ursprünglich Schlachtruf, Kriegsgeschrei.

Nicht lachen: Mitmachen!

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